von Mirjana in Kategorie: Designer 6Kommentare

Zu Besuch bei Kaviar Gauche

Das Label Kaviar Gauche von Alexandra Fischer-Roehler und Johanna Kühl ist in den letzten Wochen öfter in Verbindung mit dem Brautkleid der frischgebackenen Collien Ulmen-Fernandes gebracht worden. Ob das Kleid nun von dem Berliner Label war oder nicht, konnte nicht ganz geklärt werden. So oder so haben sich die Designerinnen seit der Gründung 2004 zu einem international beachteten Label rausgeputzt.

Dank ihrer zarten Roben, ihren Lamellenledertaschen, ihrer Kooperation mit Görtz und nicht zuletzt dank der Kreation von zeitgemäßen Brautkleidern.

Dass das Thema Brautkleid scheinbar in Deutschland von Relevanz ist und große Nachfrage besteht, wird schnell deutlich, wenn man den Laden in Berlin-Mitte betritt und fast jede Frau ins Schwärmen gerät. Die rechte Seite der Boutique ist ganz den weißen Brautkleidern gewidmet. Diese fallen dadurch auf, dass sie nicht das typische überladene und glänzende Hochzeits-Kitsch-Klischee erfüllen, sondern durch Understatement und schnittliche Finesse bestechen. Die Kreationen sind außerdem nicht nur für einen Tag brauchbar, sondern eignen sich teilweise auch sehr gut als sommerliche Abendkleider. Mittlerweile sollen sich die Hochzeitsdresses rumgesprochen haben und es kommt immer öfter vor, dass eine ganze Entourage in die verspiegelten Räume einfällt, um gemeinsam über die Kleiderauswahl der Braut abzustimmen.

Beim Besuch der Boutique habe ich leider nicht das Glück gehabt, eine solche Gesellschaft in Aktion beobachten zu können. Ich hatte aber umso mehr Zeit, die beiden Designerinnen in ihrem Kreativumfeld zu erleben und muss sagen, dass die zwei Frauen den Kaviar-Gauche-Stil leben und dass vom Interieur bis zur Handtasche alles perfekt abgestimmt ist. Beide trugen an dem Samstag ein reinweißes Oberteil und eine schwarze Hose, die eine im sinnlichen Brigitte Bardot Look, die andere eher im cleanen skandinavischen Stil. Die Frauen kamen relativ tiefenendspannt rüber, was eine Woche vor der Fashion Week eher ungewöhnlich ist.

Das mag vielleicht auch daran liegen, dass Kaviar Gauche nicht wie in den letzten Jahren eine Schau auf der Berliner Modewoche präsentiert, sondern sich ganz auf den Ausbau neuer Boutiquen konzentriert. Diese sollen bald auch auf andere deutsche Städte ausgeweitet werden, denn das Konzept des sogenannten Monolabelstores gehe hier sehr gut auf, bestätigen beide. Allerdings wird noch nicht verraten, in welchen Städten künftig eine Dependance zu finden sein wird. Alexandra Fischer-Roehler sagt dazu, dass es für ein Label super sei, einen eigenen Shop zu kreieren, der genau die Welt widerspiegelt und viel individueller sein kann, als ein Labelmix-Angebot.

Ein interessanter Punkt, wie ich finde, denn immer mehr Labels können in Concept-Stores, Kaufhäusern oder Onlineshops erstanden werden und man ist nicht mehr darauf angewiesen, nur in den Designershop zu gehen. Das ist auf jeden Fall eine positive Entwicklung, weil nicht jeder um die Ecke von Kaviar Gauche wohnt, andererseits tut es einem Designerlabel auch gut, seine eigene ganz spezielle Präsentationsform auszuleben und ein kleines Markenuniversum zu repräsentieren. Andere positive Beispiele sind zum Beispiel der Laden von Sabrina Dehoff oder von Lala Berlin.

Trotz der Fashion-Week-Pause wird Kaviar Gauche natürlich auch kommende Woche eine neue Frühjahr-/Sommerkollektion für das nächste Jahr auf der Premium in München. Bis dahin können im Laden noch einige Schnäppchen im Rahmen des Sales ergattert werden. Die Preise gehen circa bei 190 Euro los.

Einige Impressionen der Boutique von Kaviar Gauche:

Tags: berlin, boutique, brautkleid, kaviar gauche, shopping, tasche
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6 Kommentare

  • FacebookAlexa von Heyden

    Das auf dem 1. Bild ist doch nicht Alexandra Fischer-Roehler?!

  • dana roski

    Haha Alexa, das Gleiche wollte ich auch schreiben....

  • Anna

    Schlimm wärs, wenn sie gesagt hätte sie sei Alexandra :P

  • Lara Maria

    Ein wunderbares Label und ein toller Store!

  • Conny

    Die Accessoires auf den letzten Bildern gefallen mir sehr gut.. Schlicht, aber auch aussagekräftig.

  • Mirjana

    @ All: Bitte entschuldigt meine blöde Verwechslung!!!
    Natürlich ist die Dame auf dem ersten Bild nicht Alexandra Fischer-Roehler, sondern Katharina Zeitz, die als Marketing & Sales Director bei Kaviar Gauche tätig ist.
    Pardon für den Fauxpas!
    Liebe Grüße

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