Nominierungen für den ANDAM-Preis 2011
Die Nominierungen für den ANDAM-Preis 2011 stehen fest. Nachdem Hakaan Yildrim vergangenes Jahr den prestige-trächtigen Preis gewonnen hat, bangen dieses Jahr wieder sechs Designertalente um die Auszeichnung und das Preisgeld von 200.000 Euro. Zu entscheiden hat das die Jury, zu der die Gründerin des Preises Nathalie Dufour, Hilary Alexander, Fashion Director des The Daily Telegraph oder Emmanuelle Alt, Chefredakteurin der Vogue Frankreich, gehören.
Die nominierten Designer schauen wir uns jetzt mal genauer an.
Yiging Yin
Yiging Yin war schon vergangenes Jahr für die Auszeichnung des Hyeres Festivals nominiert. Ihre Kollektion "Exile" zeigte sich sehr romantisch und verträumt. Die chinesische Designerin setzt auf emotionale Ausdrucksstärke und ein Spiel mit Nude-Tönen als Untermalung der menschlichen Gefühle.
Adam Kimmel
Der US-Amerikaner Adam Kimmel hat eigentlich Architektur studiert, aber anstatt Häuser zu bauen hat er sich fürs Modedesign entschieden. Sein Handwerk hat er bei einem italienischen Musterfabrikanten gelernt und gründete 2002 sein gleichnamiges Label. Seine Mode ist tragbar aber dennoch individuell - nur ein wenig mutig muss Mann sein, um seine Kollektion tragen zu können.
Anthony Vaccarello
Nachdem Anthony Vaccarello 2006 die Auszeichnung des Hyères Festival gewonnen hat, wurde er von Karl Lagerfeld zu Fendi gelotst. Zwei Jahre später gründetet er seine eigene Modelinie, mit der er auf Statementlooks setzt. Viel Schwarz, glänzende Stoffe und kurze Kleider zeichnen seine mittlerweile dritte Kollektion aus, die es bereits bei Colette in Paris oder Kirna Zabête in New York zu kaufen gibt.
Matthew Harding
Der Londoner Matthew Harding hat vor sechs Jahren seinen Abschluss an der renommierten Central Saint Martins University gemacht. Seine Kollektionen sind für starke Frauen gemacht, die seinen ausgefallenen Stil verkörpern können. Skulpturartige Silhouetten und auftragende Formen zeichnen seine neuen Entwürfe aus.
Jeremy Laing
Der in Kanada geborene Jeremy Laing erlernte durch Zusehen, wie seine Mutter nähte, schon im zarten Alter von 13 Jahren selber die Nähkunst. Nach seinem Studium in Toronto und an der Westminster University lernte er bei niemand geringerem als Alexander McQueen. Daraufhin unterstützte er das Hause McQueen als Freelancer während fünf Saisons. Seine Herbstkollektion 2011 spiegelt seine Leidenschaft für einen interessanten Materialmix und verschwommene Schnittkonstruktionen gut wider. Zudem kollaborierte er für die kunstvollen Prints einzelner Kollektionsstücke mit Scott Releaven.
Commuun
Iku Faradate und Kaito Hori gründeten im Jahre 2005 das Label Commuun. Das Designerkollektiv setzt seither einen urbanen Stil um, der durch einen Hauch intelligenten Luxus geprägt ist. Der Schwerpunkt wird beim französischen Label auch auf Nachhaltigkeit innerhalb der Stoffauswahl gesetzt. In ihrer Herbstkollektion 2011 (Schnati war bei der Show in Paris) wurde viel mit Blockstreifen und Volants gearbeitet, die zusammen mit minimalistischen, großflächigen Schnitten ein tragbares, elegantes Gesamtbild ergeben.





















Karolin
Vogue Paris, die einzige Vogue mit einem Städtenamen *nerdalertende* :)
nike
bis auf commuun finde ich alle designer auf ihre art berechtigterweise nominiert. bloß bin ich froh, dass ich nicht entscheiden muss, denn so unterschiedlich die entwürfe auch sind, so wenig lassen sie sich meiner meinung nach miteinander vergleichen.. ich plädiere ja für mehr kategorien. "Form", "Schnittechnik" "Innovation" oder sowas.