von Jessie in Kategorie: Lifestyle 4Kommentare

Laurel Nakadate : "365 Days - A Catalogue of Tears"

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Gestern Nachmittag kamen wir in den Genuß einer Privatführung von Klaus Biesenbach durch das MoMa PS1 in Brooklyn. Der Direktor nahm sich knapp anderthalb Stunden Zeit, die Ausstellungen, Künstler und Hintergründe zu erklären - dazu möchte ich aber ein andermal kommen und zuerst die aktuelle Arbeit von Laurel Nakadate vorstellen, die mich besonders berührt hat. Die 35-jährige zeigt derzeit "365 Days - A Catalogue of Tears": Ein Jahr portraitierte sich Nakadate kunstvoll sowohl im eigenen Bad als auch unterwegs auf Reisen genau in dem Moment, als sie weinen musste und ihr die Tränen über die Wangen kullerten.

Die Werke der in New York lebenden Künstlerin wurden seit ihrem Yale-Abschluss im Jahr 2011 in etlichen Gruppen- wie Einzelausstellungen präsentiert. Ihre Sammlungen wie "We Are All Made of Stars" oder "Fever Dreams at the Crystal Motel" feierten zum Teil von Sydney bis Spanien große Erfolge. 2009 wurde ihr erstes Film-Feature präsentiert. "Stay the Same Never Change" handelt von Mädchen im Teenager-Alter, die in ihrer persönlichen Umgebung und ihrem natürlichen Erscheinungsbild banale Dinge als drastische Ereignisse erleben.

Das wohl auffallendste Merkmal an Nakadates Fotokunst ist die Tatsache, dass sie sich zum Großteil selbst als Hauptmotiv platziert. Auf die Frage, wie es zu dieser Form der Selbstdarstellung gekommen ist und wie es sich anfühlt, im Rampenlicht seiner selbst zu stehen, antwortet sie dem White Hot Magazin: "Es war eigentlich eine ganz natürliche Entwicklung. Nachdem ich sehr häufig gefragt wurde, wo ich denn in all meinen Bildern stecke, war meine Reaktion darauf, Werke zu schaffen in denen ich sowohl im Voder- als auch Hinterdrund stehe."

Meine Eindrücke aus dem MoMa PS1:

Tags: ausstellung, fotografie, kunst, laurel nakadate, moma, new york
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4 Kommentare

  • Julia

    Schaut interessant aus und irgendwie mutig solche privaten Momente zu teilen - und ehrlich da man ja meistens in diesem Moment nicht wirklich fotogen ist
    schöne Arbeit

  • Alexandra

    Beeindruckend.. wieviele Bilder enthält ihr Werk ungefaehr? Oder hat sie ernsthaft jeden der 365 Tage weinen muessen?

    Merci vorab xx

  • Chrischa

    so ne ähnliche arbeit gibt´s auch von melanie bonajo. allerdings hat sie sich dabei auf aufnahmen ihres gesichtes beschränkt, soweit ich weiß. weiß auch leider den titel nicht...

  • anna luft

    really nice.

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