von Gastbeitrag in Kategorie: Mode 8Kommentare

Yves-Klein-Blau in den Herbst-/Winter-Kollektionen 2011/12

Der Farbe Blau wird eine meditative, entspannende Wirkung nachgesagt. Davon konnte sich das Fashion-Publikum während der Herbst-/Winter-Schauen überzeugen. Die 80-er-Jahre-Trendfarbe "Yves Klein Blue" wurde in etlichen Schauen gesichtet - darunter bei Stella McCartney, Jil Sander, Acne, Mugler und Versace. Der Ton wird in verschiedenen Abstufungen, sowohl flächig als auch punktuell eingesetzt. Balanciaga akzentuiert mit dem markanten Ton streifenartiges Make-Up. Besonders schön finde ich den Maxi-Rock von Acne und ein lockeres Shirt von Dries van Noten.

Das leuchtende Ultramarin entwickelte der Künstler Yves Klein in Anlehnung an den Himmel über dem südfranzösischen Grase. 1957 ließ er sich die Farbe patentieren. Die einmalige Sogwirkung des Tons beschreibt er so:

Zuerst gibt es ein Nichts, dann ein tiefes Nichts, und schließlich eine blaue Tiefe.

In den Modedekaden wurde das elektrisierende Blau immer wieder aufgegriffen zum Bespiel 2008 von Stefano Pilati für Yves Saint Laurent. Wer ein echten Yves Klein sehen möchte der sollte in der Sammlung "Nouveau Réalisme und Fluxus" im Kölner Museum Ludwig vorbei.

/Mirjana/

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Tags: fashion week, kollektion, trend, trendfarbe
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8 Kommentare

  • Kat

    ich liiiiebe diese farbe! in nizza habe ich mal ein original von yves klein gesehen, es ist ein wirklich fabelhafter farbton :)
    umso schöner ist es, dass man demnächst (hoffentlich) diese farbe auch tragen kann ;)

  • nicole

    oh marineblau - ein traum. vor allem das kleid oben rechts ist umwerfend.

  • nike

    ich habe der farbe blau bislang beinahe keine beachtung geschenkt - erst in diesem jahr fiel mir auf, wie schön sie ist. danke, danke, danke für den artikel - er hat mich an meinen vorsatz erinnert, blau mehr zu würdigen (:

  • Matthias

    Als Yves Klein 1961 für sein "International Klein Blue 191" – IKB 191 – das Patent erhielt, hat er sich bestimmt nicht träumen lassen, daß es einmal für so vieles herhalten würde. Obgleich bei einer siner Vernissagen, bei der IKB 191 zum Einsatz kam, neben Bildern, Luftballons und Cocktails alles in diesem Farbton gestaltet war (auch der Urin der Gäste nahm zu deren Überraschung die ultramarine Farbe an), erscheint es mir doch abwegig anzunehmen, Klein habe eine industrielle Nutzung in Erwägung gezogen. Dazu zählen auch die vielen schlechten Versuche, den Zauber der Farbe auf den Laufstegen zu reproduzieren – von den obigen Kleidern erreicht keines die besondere Wirkung des IKB 191.
    Meine Frage daher: Ist das bei diesen Beispielen überhaupt gewollt? Bis auf die Hose auf dem dritten Bild unterscheiden sich die verschiedenen Ultramarin- und Blautöne doch sehr stark vom IKB 191. Und überhaupt: Wer wollte es schon mit dem Schöpfer dieser legendären Farbe aufnehmen?

  • Hjördis

    Eine meiner Lieblingsfarben!
    Schön, dass sie hier mal angemessen wertgeschätzt wird! :)
    Merci dafür!

  • Vera

    "Yves Klein Blau" von Kopf bis Fuss (im wahrsten Sinne des Wortes) gibt es auch in dem Editorial von Phil Poynter für die Frühjahr/Sommerausgabe von Ponystep http://viacomit.net/2011/03/22/monotone-symphony-by-phil-poynter/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=monotone-symphony-by-phil-poynter

  • kalinka

    jede saison gibt es ja immer so eine hauptfarbe, aber solch ein kräftoges blau für den winter?! interessant, nach camel auf jedenfall mal was anders ;)

  • Ann Kathrin Kubitz

    Ich war vor wenigen Wochen im Museum Ludwig (MKK) in Köln und stand eine knappe Stunde wie versteinert vor diesem Yves Klein Bild mit den Schwämmen. Die Farbe ist der Wahnsinn, wie Herr Klein selbst gesagt hat, man denkt eine lange Zeit lang wenn man davor steht an wirklich nichts (was sehr entspannend sein kann) bis man das Gefühl hat, sich in dem Farbton zu verlieren. Wunderbar!

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