Paris Fashion Week: Dries van Noten FW11
Schauen starten fast immer mit 30 Minuten Verspätung und obwohl ich pünktlich bei dem Schauplatz von Dries van Noten angekommen war, wäre mir diese "obligatorische" Verspätung beinahe zum Verhängnis geworden. Für ein paar Streetstyles tingelte ich vor dem Eingang herum und merkte plötzlich, wie spät es war und mir rutschte das Herz in die Hose, als der Security-Mann kurz vor den Türen des Saales sagte: "Ich kann sie nicht mehr reinlassen, die Show beginnt jetzt." Glücklicherweise war diese Aussage nur halb so schlimm, da ich mich nur ein paar Meter vom Backstage-Ausgang entfernt befand, aus dem die Models ein paar Sekunden später in kurzen Abständen schreiten sollten.
David Bowie's Song Hero wirkte in der opulenten Umgebung gleich doppelt rührend und passend zu den überdimensionalen Kerzenleuchtern und der verzierten Decke war auch die Kollektion reich an wundervollen Details. Der asiatische Wind der letzten Kollektion ist der mir viel lieberen ethnischen Tendenz gewichen und auch hier sind lange weite Hosen der Trend der Silhouette. Lauter bunte Stoffe waren gekonnt in einzelnen Looks vermischt und die leicht altmodischen, taillierten Schnitte wurden durch die bunten Schuhe mit Plexi-Sohlen und gemusterten Socken aufgelockert und verjüngt. Eine detailreiche, facettenreiche Kollektion mit edlen Stoffen, so wie wir das von dem talentierten Belgier gewöhnt sind.
Bitte entschuldigt die Dunkelheit der Bilder, die Scheinwerfer waren in diesem Bereich nur frontal auf die Models gerichtet.
Die Laufstegbilder:




