von Gastbeitrag in Kategorie: Lifestyle 9Kommentare

Ausstellungstipps: "Move" und "Future Beauty" in München

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Wer sich in nächster Zeit in München aufhält, sollte unbedingt ins Haus der Kunst schauen. Das Verhältnis und die Grenzen zwischen Tanz, Mode und Kunst stehen im Zentrum der aktuellen Ausstellungen, die ich gestern besucht habe und weiterempfehlen möchte.

MOVE - Kunst und Tanz seit den 60ern

"The swing of weight is the key to move!" steht auf einem der 50 beschrifteten Klappstühle, die sowohl Nutzobjekt für den Besucher der Ausstellung, als auch gleichzeitig eine Installation des Künstlers La Ribots sind. Der Besucher wird aufgefordert, die Stühle durch den Raum zu bewegen, um bequem die Perfomancevideos und Objekte der Ausstellung betrachten zu können. Somit entsteht Bewegung, der Besucher ist Betrachter, wird aber gleichzeitig durch seine Interaktion mit dem Objekt zum Kunstwerk. Interaktion ist generell das große Stichwort der Ausstellung. Gleich zu Beginn wird man durch einen kleinen pinken Zettel darauf hingewiesen, dass die Installationen nicht unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit, sondern mit künstlerischer Intention zusammengestellt sind, woraus nicht unerhebliche Gefahren entstehen können. Die Gefahren haben sich jedoch als eher harmlos entpuppt.

Die Ausstellung zielt darauf ab, den Besuchern die eigene Körperwahrnehmung und sein Verhältnis zum Raum bewusst zu machen. So wird man beispielsweise durch einen neon-grün ausgeleuchteten Gang geführt, der so eng ist, dass man ihn nur seitwärts im Krabbengang bewältigen kann. Einiges an akrobatischem Geschick wird einem bei der Installation "The Fact of Matter" von William Forsythe abverlangt, bei der man sich an Turnringen durch den Raum hangeln muss, was, wie ich feststellen musste, gar nicht so einfach ist. Auch die anderen Objekte der Ausstellung verzichten nicht auf den Aspekt der Bewegung, denn sie werden erst durch eigens bereit gestellte Tänzer aktiviert, die man jederzeit ansprechen kann.


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Future Beauty - 30 Jahre japanische Avantgarde-Mode

Nach so viel Action und Bewegung war es dann recht erholsam, die Entwürfe so bedeutender japanischer Designer wie Rei Kawakubo und ihrem Label Comme des Garçons, Yohji Yamamoto und Issey Miyake aus einer passiven Position bewundern zu dürfen. Die Ausstellung beschäftigt sich besonders mit dem Wechselspiel von östlicher und westlicher Ästhetik und Schnittführung. Bei den Designs fällt einem besonders der Kontrast zwischen dem reduzierten Umgang mit Farbe und der experimentellen Schnittführung auf, die die Modelle von Miyake und Kawakubo wie architektonische Skulpturen wirken lassen. In der Ausstellung erfährt man von dem japanischen Schönheitsideal des so genannten "wabasabi", was so viel heißt wie die Schönheit in der Bescheidenheit und Unvollkommenheit zu finden. Aber nicht nur um den Einfluss von traditionellen japanischen Schnitttechniken geht es in "Future Beauty", sondern auch um Einflüsse von Streetstyles und Popkultur, wie beispielsweise dem sehr populären "Gothic Lolita Stil".

Wo: Haus der Kunst München, Prinzregentenstraße 1
Wann: Öffnungszeiten: Mo - So: 10 bis 20 Uhr, "Move" geht noch bis zum 8. Mai 2011, "Future Beauty" noch bis zum 19. Juni
Kosten: 10 Euro / Ermäßigt 7 Euro, Kombiticket: 12 Euro/ Ermäßigt 10 Euro

/Diana/

Tags: ausstellung, haus der kunst, kunst, münchen
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9 Kommentare

  • Julia

    Wow danke - und schon hab ich Abwechslung fürs Wochenende :-)

  • FacebookVerena J. Grzywa

    Beides sehr gute Ausstellungen, ich war echt beigeistert :)

  • Lea

    merci für den tipp!!! bitte mehr news über münchen...

  • kalinka

    uhi, klingt spannend, hoffe die kommt nach berlin..

  • Juli

    da kann ich mich nur anschließen: schön mal mehr von veranstaltungen aus münchen zu hören.

    dann befolge ich heute mal deinen tipp und schaue mir die japanische mode an ... ich bin gespannt.
    in move war ich schon (noch nie so außer atem gewesen nach einer ausstellung).

  • Rüdiger Gohr

    ..kann mich da nur anschließen - toller Tip
    Danke Dir

  • sasa

    La Ribot ist eine Frau. Das "La" verweist auf große Diven. Move ist eine "Wanderausstellung" und kommt bald nach Düsseldorf.

  • Antonia

    Die Ausstellung ist wirklich toll.

  • Meltem

    Vielen Dank für die Ausstellungstipps, werde ich mir bald anschauen, wenn ich wieder in München bin :)

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