Frontrows in Stockholm
Bei Filippa K wurde in der ersten Reihe bunt gemischt - Gummistiefel, Orange zu Weiß und Pamela blieben mit besonders im Kopf. Es gibt kaum eine andere Modewoche, bei der man lieber auf das Gegenüber starrt!
Bei Filippa K wurde in der ersten Reihe bunt gemischt - Gummistiefel, Orange zu Weiß und Pamela blieben mit besonders im Kopf. Es gibt kaum eine andere Modewoche, bei der man lieber auf das Gegenüber starrt!
Einen kleinen Vorgeschmack auf Ida Sjöstedts Herbstkollektion gab es bereits während der "Made in Sweden"-Show bei der Berliner Modewoche. In Stockholm eröffnete Ida heute die Fashion Week im Hotel Berns mit all ihren Kreationen, die wie gewohnt herrlich kitschig mitsamt Spitze, Satin, funkelnden Applikationen und Rosenblütenprints ausfielen.
Die Romantiker dürften sich bei den feenhaft den Holzboden entlang schwebenden Models in eine rosafarbene und bestenfalls geplüschte Welt geträumt haben, mich holten rosafarbene Spitzenleggings zu viel Satin aber zurück auf den Boden der Tatsachen. Trotzdem: die verspielten Prints und die mit Perlen und Kristallen übersäten Kleider- besonders die Eisprinzessinenkleider aus dem Finale- waren großartig. Vielleicht sollte sich Ida Sjöstedt allein darauf konzentrieren?
Nur wenige Stunden sind die ersten Streetstyle-Bilder aus Stockholm alt - bei den ersten beiden Schauen tummelten sich wie erwartet jede Menge schöne Schweden, Models oder auch Dänen. Besonders auffällig: Frau trägt viel Weiß.
Die neuen Kampagnenmotive von Céline mit Stella Tennant sind erschienen und genauso gut wie die von Daria Werbowy mit Skateboard. Das erinnerte mich an meinen Test in Florenz, als ich mich mit einer der heißbegehrten Taschen in Pose warf und schaute, ob diese mir stehen würde - das Resultat ist (aber bei wem auch nicht) ganz gut, non? Nur das Geld war mir das gute Stück dann doch irgendwie nicht wert.
Obwohl es schon in Stockholm mit den Schauen weitergeht, gibt es noch ein Schmankerl aus der projektgalerie letzte Woche in Berlin: das frisch gegründete Label "Blame".
Gerade bin ich in Stockholm für die heute startende Modewoche gelandet, da kommt auch schon ein Vorgeschmack auf das Lookbook von Weekday für den Sommer 2011 hereingeflattert. Die Farbattacke lässt mich den stur liegen bleibenden Schnee vergessen und Kraft für den anstehenden Modewochenmarathon tanken. Nun gehts los zur Pressekonferenz, gefolgt von Ida Sjöstedt und Filippa K. Vi ses (?)!
Mein Bild des Tages ist ein Auszug aus der umwefenden Haute-Couture-Kollektion von Iris van Herpen. Die niederländische Designerin ließ sich von digitalen Technologien inspirieren und kreierte eine Verschmelzung von Mode und Skulpturalkunst.
Eine starke Silhouette, die an Engelsflügel erinnert und eine Minimalistik, die dennoch irgendwie magisch wirkt, machen dieses Bild zu meinem heutigen Favoriten. Mehr bei Dazed.
Auch dieses Wochenende darf wieder wild gefeiert werden. Die Bar25 feiert beispielsweise in Hamburg eine kleine Auferstehung. Und nicht nur Parties haben wir in petto - welche Schnäppchen-Highlights es außerdem gibt, erfahrt ihr wie gewohnt in der Auflistung. Happy Weekend!
Endlich Neues von Metronomy! Meine britischen Lieblinge zeigen dank tatkräftiger Unterstützung von Jul & Mat wieder einmal, dass sie die besten Musikvideos produzieren und gleichzeitig für Ohrwürmer sorgen. "She wants" ist von ihrem neuen Album "The English Riviera" und läuft -wie immer bei meinen Musiktipps- bereits in Endlosschleife.
"It's more interesting to have just a picture of a small detail - then you can dream all the rest around it. Because when you see the whole thing, what is there to imagine?"
Dieses Zitat von Dries van Noten im Header des neuen Blogs The Coveted spricht eigentlich schon Bände. Die Seite, die im angenehm schlichten Design gehalten ist, zeigt bereits auf den ersten Blick Menschen und Bilder, die zum Durchklicken und Schmökern einladen.
Wir haben nun unseren eigenen "TV-Sender": LesMads.TV! Dort könnt ihr euch in Zukunft all unsere Interviews, Eindrücke von Modenschauen oder sonstige Videoaufnahmen bequem anschauen. Im Augenblick werden nur die zehn aktuellsten Videos angezeigt, in den kommenden Tagen wird noch ein wenig getestet und bald auch das Archiv online gestellt.
Aktuell im Repertoire sind zum Beispiel:
Aktualisiert wird automatisch, sobald eigens gedrehte Videos online gehen. Viel Vergnügen beim Stöbern.
Gesehen habe ich heute so gut wie nichts von Warschau, dafür konnte ich dort aber das schönste Modelpaar interviewen: Anja Rubik und ihren Verlobten Sasha Knezevic. Wieso, erfahrt ihr nach der für mich ganz ungewohnten Sperrfrist...
Dass es das nicht schon eher gegeben hat: Bald werden die ersten Bloglovin' Awards in unterschiedlichen Kategorien an die beliebtesten Modeblogger vergeben. Und damit es sich nicht nur um eine popelige Internetausgabe handelt, werden die Gewinner am 13. Februar während der New York Fashion Week bekannt gegeben.
Prada hat es mal wieder zuerst aufgebracht und nach mehrmaligem Erscheinen in diversen Kollektionen kann nun besten Gewissens behauptet werden, dass Blockstreifen zurück sind. Zum Beispiel besonders in der Acne-Prefall-Kollektion (alle Bilder bei Kerstin) oder der H&M Waste Collection. Doe Prefall-Entwürfe von Chloé zeigen ebenso einen Hang zu den dicken Streifen und Ashley Smith ziert das DANSK Magazine damit.
Damit bekommt das Marine-Shirt wohl ernstzunehmende Konkurrenz.
Dass Karl Lagerfeld am Montag bei Chanel Haute Couture über den Laufsteg schickte, war auf den ersten Blick nicht wirklich zu erkennen. Jeans? Zu den üblichen Tweed-Blazern und Ballerinas? Der Teufel lag natürlich im Detail, benutzt wurden "mehr als zehn Millionen Perlen, Kristalle, Pailletten". Dennoch ging Alfons Kaiser von der FAZ dieser neuheitlichen Erscheinung im Interview mit Kommandeur Karl auf den Grund. Dieser antwortete:
Der Alltag braucht die Opulenz ja nicht so. Opulenz, die dem Zeitgeist nicht entspricht, ist für mich unnötig. Die Kollektion sollte die Attitüde junger Frauen von heute haben, aber eben immer noch Couture sein. (...) Die Kundinnen, die unsere teuren handbestickten Jacken kaufen, tragen die oft mit Jeans. Heute gehört das dazu. Jeans und T-Shirt sind die Basis der Garderobe, daher musste ich die anders interpretieren und neu mischen.
Und dass die Models flache Schuhe tragen, hat euch einen Grund:
Ich hatte es satt, die Mädchen wie Eiffeltürme auf diesen Chopines von 15 bis 20 Zentimetern zu sehen. Die konnten ja nicht mehr anständig laufen. Das sah ja aus, als ob sie körperlich behindert wären.
Mehr in der heutigen FAZ auf Seite 7.
Carine Roitfeld veranstaltete gestern Abend ein Dinner zu Ehren von Frida Giannini, der kreativen Direktorin von Gucci.
Der Abend wurde mit einem Cocktail-Empfang anlässlich der Neueröffnung des Gucci-Stores an der Rue Royal in Paris eröffnet. Zum Dinner der Noch-Chefredakteurin der französischen Vogue wurden Gäste wie Jessica Alba, Charlotte Casiraghi, Diane Kruger, Emma Watson oder Kate Moss eingeladen und auch Anna Wintour ließ sich blicken - schließlich ist man zur Zeit wegen der Haute-Couture-Schauen in der Stadt.
So viel Schönheit, vornehmlich selbstverständlich in Gucci, will ich euch nicht vorenthalten...
Auf einen Favoriten kann ich mich in der Herbstsaison der Berlin Fashion Week nur schwer festlegen. Und das soll doch was heißen. Während überall darüber diskutiert wird, ob Berlin nun eine Modestadt sei oder international mit den Großen mithalten kann, haben wir uns auf die gesehenen Schauen konzentriert. Ganz einfach, weil sich unsere Hauptstadt vermutlich nie neben New York, London, Mailand und Paris einreihen wird und sie das auch gar nicht nötig hat. Berlin hat die Bread & Butter, die Premium, die Seek, Events abseits des Bebelplatzes und internationale Presse, auch wenn sich die wichtigen Chefredakteure nach wie vor nicht blicken lassen. Bei wwd wird der Modewoche aber eine ganze Rubrik gewidmet und dank Ana Finel Honigman findet sie auch auf style.com und beim Interview Magazine statt.
Das Gesprächsthema Nummer eins blieb der Verriss im Spiegel, den ich immer noch nicht gelesen habe. Ganz schön weit aus dem Fenster gelehnt, den dreitägigen Moderummel bereits vor Beginn als misslungen zu beschreiben. Christiane Arp von der Vogue konterte schnell mit einem Interview im Tagesspiel und die FAZ titelte "Scheitern sieht anders aus". Andernorts wird kritisiert, dass nicht kritisert wird. Hingegen lassen sich von Seiten der Nachrichtenmedien genauso wenig fundierte Kritiken der Schauen finden. Oder eine Einordnung jenseits der Diskussion um etabliert oder nicht etabliert. Nur Die Zeit schreibt, dass in Berlin ein Modegroßereignis ganz eigener Qualität herangewachsen ist.
"Der Denver-Clan geht in den Wald" - so lautete die Inspiration für die Herbstkollektion von Christine Pluess und Livia Ximénez-Carillo, die Designerinnen hinter mongrels in common. Wenige Tage vor ihrer opulenten Show im Berliner Bärensaal besuchte ich die beiden in ihrem Studio, während das finale Fitting lief. Im Interview reden sie über ihre Kollektion, das Styling sowie den deutschen Markt:
"Die internationalen Kunden stehen auf Berliner Mode. Der deutsche Markt ist für uns aber zunächst am Wichtigsten. Wir kommen aus Berlin und von daher würden wir gern eine gute Basis in Deutschland schaffen und diese dann international ausbauen," sagt Livia. Der erste große Schritt ist getan: Bald gibt es die mongrels in der Premium-Sparte von zalando.
Obwohl Ricardo Tisci seine Haute-Couture-Entwürfe für Givenchy nicht mehr in einer Laufstegpräsentation zeigt, bin ich doch froh, dass wir die Bilder der zehn herausragenden Kreationen zu Gesicht bekommen.
Das Lachsbrötchen Anna Wegelin reiste mit ihrer kunterbunten Abschlußkollektion "Lapka" im Gepäck von Hamburg nach Berlin, um einen Teil dem Publikum bei Designer Scouts zu präsentieren. Neben drei weiteren Labels sorgte Anna bereits von draussen für gute Laune, da ihre beiden Models im Schaufenster posierten.
Was Hien Le wohl kommende Saison an unsere Körper zaubert? Genau wie Karlotta Wilde zeigte der Designer erst seine zweite Frauen- sowie Männerkollektion im Rahmen der Modewoche im Collect Showroom.
Eine Email und einen kurzen Blick auf das Lookbook brauchte es, um mir einen Besuch in Karlotta Wildes Showroom in der Linienstraße dick in den Kalender zu schreiben - obwohl die Schedule der Fashion Week ohnehin schon aus allen Nähten platzte.
Mittwochmittag schaute ich bei der Newcomerin vorbei, die mich mit ihren Seidenkleidern und Lederapplikationen vornehmlich in Schwarz und Weiß schnell um den Finger wickeln konnte. Raffinierte Lederjacken, simpel schöne bodenlange Kleider und eine unabdingbare Coolness der tragbaren Designs machen Karlotta zu einem Talent, das man auf dem Radar haben sollte.
Die "Soul"-Schuhe von Trippen verfolgten mich vergangene Woche: Erst sah ich sie bei Maria auf Vanillascented, dann trug sie eine Schauenbesucherin bei Michael Sontag. Meine sofortige Euphorie wurde schnell durch die Meinungen anderer ausgebremst, bis ich angesichts dieser schicksalhaften Begegnungen dachte:
Pferd,- Space- oder Geisha-Schuhe hin oder her - die Dinger sind der Wahnsinn und dank wenig Steigung wie gemacht für mich! Trippen gibt es insgesamt drei Mal in Berlin und in dem Store in Prenzlauer Berg fand ich dann meine Größe.
Spätestens bei Nirvanas "Where did you sleep last night" verfiel ich den Entwürfen von Vladimir Karaleev ganz: Musik transportiert die Stimmung einer Kollektion immer besonders gut und sein individueller minimalistischer Look samt eigens designten Schuhen ist mit Sicherheit einer der Höhepunkte der gesamten Fashion Week gewesen.
Auch die zehnte Kollektion beruht auf Vladimirs siginifikanten Schnitten mit den offenen Säumen. Er selbst sagt, dass die abstrakt wirkende und favorisierte Form diesmal verschmilzt.
In New York wurden wir gerade aus dem Backstagebereich von Tommy Hilfiger geworfen, als wir das Nachwuchsmodel Hanne Brüning interviewen wollten. Noch einmal sollte uns das aber nicht passieren: Bei Michalsky verabredeten wir ein Videointerview mit der bei Mega Models unter Vertrag stehenden 20-jährigen und erfuhren etwas mehr über ihren bisherigen Werdegang.
Zwar blieb uns nur wenig Zeit für einen Abstecher zur projektgalerie im HBC, aber der hat sich allein wegen des kurzen Gesprächs mit der Schmuckdesignerin Mariafrancesca Pepe gelohnt, deren Arbeit ich in den letzten Jahren fleissig verfolgt habe.
All ihre Entwürfe namens "Fortuna" stellt Mariafrancesca erst während der London Fashion Week vor, der erste Blick auf die Stücke ist aber vielversprechend und wie gewohnt im MfPepe-Look. Kleidung wird es diesmal kaum geben, obwohl sie sich auf dem Gebiet genauso gut entwickelt hat.
Ausschließlich Models der Berliner Agentur "Mega Models" liefen bei Michalskys Überpräsentation im Tempodrom. Und obwohl die Band Alphaville ihr Comeback versuchten und der Film "Tron - Legacy" gespielt wurde, blieben Toni Garrn und Eveline Hall die Höhepunkte des Spektakels.
Toni, von der wir gefühlt schon ewig nichts mehr gesehen haben, lief in Berlin- ich hoffe, nichts auszulassen- keine andere Show und eröffnete und schloß lediglich bei Michalsky. Zum heimlichen Star avancierte außerdem die 65-jährige Schauspielerin Eveline Hall, die grazil über die Bühne schritt und den Jungspunden ordentlich Konkurrenz machte.
Der Höhepunkt der Modewoche war für uns natürlich die Buchpremiere von "Modestrecke - Unterwegs mit LesMads" im Cabinet. Ein Bericht darüber ist aus meiner Sicht ausnahmsweise mal schwer möglich - wir waren aufgeregt bis zum geht nicht mehr und absolut erstaunt, dass etwa 300 bis 400 Leute tatsächlich unserem Minigespräch mit dem Redaktionsleiter des ZEITmagazins Christoph Amend, dem charmanten und wortgewandten Lars Eidinger sowie Julia und mir lauschen wollten.
Gut, dass es Champagner gab. Sonst hätten wir den späten Nachmittag wohl kaum überstanden!
Für einen Schweden- und Orving-Fan wie mich kam die von Mercedes-Benz iniziierte Laufstegshow "Made in Sweden" gerade recht: Die drei Designer Ida Sjöstedt, Diana Orving und Camilla Norrback präsentierten ihre Herbstentwürfe erstmals auf deutschem Boden am Bebelplatz und sorgten vergangenen Freitag für eine gelungene Mischung.
Einen Tag vor Ende der Modewoche in Berlin lehnte ich mich weit aus dem Fenster und kürte die Winterkollektion von Kaviar Gauche zu meinem Favorit aller gesehenen Entwürfe. Das 70er-Jahre-Flair in Form von Schlag- und Marlenehosen zu weiten Blazern kombiniert mit schlichten Seidenblusen und grober Spitze wurde durchgehend unheimlich stilvoll umgesetzt und variiert.
Zu sehen gab es fast ausschließlich Weiß (die Farbe, die im Sommer tonangebend ist), Cremefarben und "Karamellbeige" bei den fließenden Seidenroben.
Ein Model war bei der Mercedes-Benz Fashion Week besonders präsent: Karolina Kurkova, das neue Gesicht der Modewoche, ließ sich auf allerhand Events blicken. Mal sorgte sie in der Frontrow für Blitzlichtgewitter und präsentierte sich überschwänglich den Fotografen, mal ließ sie bei Boss die Diva raushängen und bei der Vogue Fashion Night hielt sie lange durch - ganz anders als einige andere Models, die in den Vorjahren die Modewoche repräsentierten. Finden wir gut.
Letztere Veranstaltung war übrigens durchaus gelungen und ein schönes Auftaktevent des viertägigen Trubels. Neben Kurkova kamen Craig McDean, Lilly und Boris Becker, Klaus Wowereit, Til Schweiger, Sylvie van der Vaart oder Clemens Schick im Borchardts zusammen.
Kurze Verschnaufpause: Beine hochlegen, viel Essen und gute Musik hören ist einen Tag nach Ende der Modewoche in Berlin mehr als nötig. Dazu passt für mich heute am Besten "Be still my heart" von Silje Nergaard. Ruhig und sooo schön!
Abwechslung tut gut und da die Schauen am Bebelplatz auf Dauer einfach kaum mehr voneinander zu unterscheiden sind (in New York werden zumindest kleine kosmetische Veränderungen am Laufsteg vorgenommen), war der morgendliche Ausflug in den Römischen Hof ein gelungener Abstecher.
Michael Sontag entschied sich absichtlich für eine Präsentation, um den Dialog mit seinen Gästen führen zu können. So konnte von allen Seiten begutachtet und gleichzeitig sinniert werden, was es mit seiner Herbstkollektion auf sich hat.
Gestern sind wir leider nicht wirklich dazu gekommen, ordentliche Tagesoutfits zu knipsen. Dabei feierte meine Bluse von Ann-Sofie Back Premiere und hätte es eigentlich verdient, hier ein wenig mehr Exposure zu bekommen.
Sören von The Locals hat jedoch ein Bild von mir in meiner Wintermontur gemacht, aber den Mantel von Diana Orving kennt ihr ja bereits.
Danach ist Schluß, ich versprechs: In der Sendung "Stilbruch" vom RBB hüpfe ich noch einmal über die Fashion Week! Zu sehen gibt es das Ganze hier.
Der Winter ist nach Berlin zurückgekehrt und hat ein wenig Schnee mitgebracht, was die Modewoche nicht unbedingt schöner, das Ankleideproblem aber wesentlich anstrengender macht. Zwischen all den völlig übertrieben aufgestylten Besuchern (der explodierte Tüllrock ward schon oft gesehen) gibt es jede Menge entspannte Looks mit dem gewissen Etwas. Zurückhaltung, du gefällst.
Den Favoritenstatus haben die Mädels von Perret Schaad schon lange bei mir inne und mit ihrer dritten Kollektion am Bebelplatz legen Tutia und Johanna nun auch langsam ihren Jungdesignerstatus ab: Ihr Stil und ihr Handwerk werden immer reifer und ausgeklügelter, die schlichte Eleganz mit raffinierten Details ist unaufgeregt schön.
Neu sind die Ledertaschen und Clutches aus feinem Leder, die grauen Wollsocken in offenen Heels bleiben. Im Interview verrieten die Mädels noch ein wenig mehr über ihre Entwürfe für den Herbst 2011.
Ein wenig 70s-Flair und ganz viel Spitze - Kaviar Gauche zeigten gerade die in meinen Augen schönste Kollektion der bisherigen Modewoche. Beweisbilder folgen!
Die gemeinsame Show der drei schwedischen Designer läuft noch, einen ersten Blick auf Diana Orving soll es hier (und eben nicht nur bei Twitter) auch schnell geben. Während es bei Ida Sjöstedt sehr romantisch zuging, bereitete Diana ihre altbekannten Schnitte neu auf. Bei Camilla Norrback gibts derweil auch etwas für den Mann zu sehen.
Zehn Minuten vor der ersten Show klingelte gestern der Postbote, der mir das schnell im Sale ergatterte Opening-Ceremony-Kleid vorbeibrachte. Die vorher geplante Kombination wurde also wieder vom Leib gerissen, um den wilden Mustermix überzuwerfen.
Passt, sitzt, zufrieden! Darüber kam wieder der anywho-Mantel sowie Armbänder von Yvonne Koné.
Die grösste Show der Modewoche war auch in dieser Saison Hugo Boss, die gestern Abend in der Neuen Nationalgalerie die Kollektion HUGO für Herbst/Winter 2011 vorstellten. Für internationale Stars wurde selbstredend gesorgt: Hayden Christensen, Tilda Swinton, Chloë Sevigny (die später noch im Broken Hearts Club herumtanzte), Lewis Hamilton und einige bekannte deutsche Schauspieler saßen in der Frontrow und hielten sich auf der Aftershowparty auch nicht ausschließlich in der VIP-Lounge auf, was uns natürlich recht gut gefiel.
Vorab durften wir wieder einen Blick auf das Gewusel im Backstagebereich werfen, der diesmal auf zwei Räume aufgeteilt war. Im ersten war es sehr ruhig; lediglich Heidi Mount sorgte für Stimmung. Unser Augenmerk war jedoch auf das männliche Model Jon Kortajarena gerichtet: Der Schönling aus A Single Man sieht aus der Nähe noch anbetungswürdiger aus als auf Bildern. Genau wie Julia Saner, der wir hier bereits ein wenig mehr Platz eingeräumt haben.
Das wirklich wichtige Gesicht für Hugo war aber Freja Beha Erichsen, die mit fünfstündiger Verspätung eintraf und den Stylisten etliche Probleme mit ihren krausen Haare bereitete. Sie eröffnete und schloß die Show - mit einigermaßen glatten Haaren.
Der Lichtblick zwischen all den alten Modelhasen gestern Abend bei HUGO: Wir trafen Julia Saner backstage, die in Wirklichkeit noch viel schöner ist als auf allen Bildern. Den Laufsteg meisterte sie ebenso mit Bravour - wir wetten, dass wir noch viel von ihr hören werden...
Im Prinzip ist es doch so einfach: Würde jede Frau ein Stück von Dawid Tomaszewski in ihre Abendgarderobe aufnehmen oder würden die prominenten deutschen Frauen in den Kleidern des Designers über den roten Teppich flanieren, hätten wir viel, viel mehr Stil!
Dem ZEITmagazin gegenüber erklärte er einst in einem Interview: "In den goldenen Zwanziger Jahren hat man Glamour sehr geschätzt. Das fehlt mir heute." Recht hat er. Und ein Stück in die Zeit zurück katapultiert hat er mich bei seiner Show am heutigen Morgen auch.
Neben einigen sehr tragbaren Kreationen bestückt mit Pelz, wuchtigen Strickpullovern, funkelnden Oberteilen oder voluminösen knielangen Röcken gab es wieder imposante Abendroben, die weich über den Laufsteg flatterten. Den Models wurden die Haare unter dem Kinn zusammengeknotet, manche von ihnen trugen zudem aufwändige Federkreationen auf dem Kopf.
In den letzten beiden Tagen wurde ich nun schon mehrmals gefragt, welche Trends denn von den Besuchern der Modewoche gesetzt werden. Leider hatte ich nie eine befriedigende Antwort parat. Werden in Berlin Trends gesetzt? Ist es nicht vielmehr ein Potpourri aus allen erdenklichen Stilrichtungen?
Was wir aus den heutigen Streetstyles lernen ist aber, dass Schwarz nach wie vor sehr beliebt ist. Genau wie Ethno-Jacken. Oder dass Vedran (oben in der Mitte zu sehen) immer gut aussieht.
Bei Lala Berlin stimmten nicht nur die Promis, auch die Kollektion, das Modelcasting und die Musik waren rundum gelungen. Im Backstagebereich gab mir Designerin Leyla Piedayesh zehn Minuten vor der Show ein ausführliches Interview, in dem sie von der von russischen Skaterkids inspirierten Kollektion erzählte und noch dazu den Modelexperten ins Bild holte.
Im Hintergrund liefen Vanessa Hegelmaier oder Katrin Thormann herum, die ihre unechten Nasenringe anlegten und sich in die vornehmlich gelben und grünen Kleider warfen. Neben den großartigen Silhouetten und der Tragbarkeit gefielen mir besonders die Details aus Spitze, die an den Ärmeln und dem Kragen herausragten. Die Seidenkleider punkteten mit den leicht geöffneten Säumen und die Prints waren unheimlich gut auf die langen Strickjacken abgestimmt.
Ihr seht schon - ich gerate leicht ins Schwärmen, was mir im Prinzip erst beim Sichten der Bilder passierte. Die Kollektion trifft in meinen Augen den Nerv der Zeit, macht gute Laune und ist unter Verwendung der feinsten Stoffe eine Investition wert.
Man nehme einen Stargast namens Bar Refaeli und eine Handvoll deutscher Prominenz und schon könnte das Medieninteresse nicht grösser sein. Megha Mittal, die Käuferin und somit Retterin der insolventen Marke Escada, kam ebenso mit ihrer halben Familie zu der Kollektionspräsentation von Escada Sport im ME Collectors Showroom in der Auguststraße und Franziska Knuppe, Anita und Ole Tillmann, Julia Malik, Nora von Waldstätten und Christiane Arp folgten.
Für die grösste Überraschung sorgte gestern Patrick Mohr am Bebelplatz. Bekannt für seinen Exotenstatus dank skurriler Inszenierungen (wir erinnern uns an Obdachlose, Nacktschnecken, Glatzen und fusselige Bärte) scheint er sich nun auf das Wesentliche zu konzentrieren: die Kleidung. Zwar bekamen seine Models passend zum Thema "Eineiig" auch dieses Mal außergewöhnliches Make-Up in Form von zugeklebten Mündern und abgedeckten Augenbrauen, aber selbst das war unheimlich dezent für den Münchener Designer.
Die Kollektion beschreibt Patrick selber als unheimlich tragbar, natürlicher, erwachsener und sehr clean. Vorbei sind die Zeiten der Müllsäcke und künstlerischen Installationen am Körper! Im Interview erklärte Patrick die Hintergründe seiner Kollektion und schloss mit dem Satz: "Das macht mich glücklich."
Insgesamt drei Kamerateams haben mich gestern am ersten Tag der Modewoche begleitet und ich kann auch nicht mehr ganz nachvollziehen, wie ich so wahnsinnig sein konnte, das alles gleichzeitig zu machen. Um 23 Uhr war Drehschluß - und der erste Beitrag lief bereits in der Früh im ARD Morgenmagazin. Wer einmal sehen möchte, wie mein gestriger Abend verlief (irgendwo zwischen Phrasenschwein und Statement-Maschine), der schaue doch hier in die Mediathek.
Das belgische Designduo AF Vandevorst hat gestern Früh mit seiner "Friends Collection" die Berlin Fashion Week am Bebelplatz eröffnet. Wie auch in den vergangenen Saisons lädt IMG immer wieder international renommierte Labels ein, um das Geschehen attraktiver zu machen. An Vandevorst und Filip Arickx präsentieren sonst in Paris (so war ihre Show im Septemer) - die günstigere Zweitlinie passte daher doch sehr gut zu Berlin.
Backstage lief der Haarstylist gegen 9 Uhr in der Früh zu Hochtouren auf und verkündete, dass der Look unbedingt "anders" sein muss, weshalb die Gesichter der Models komplett mit den eigenen Haaren verdeckt wurden. Die Designer kümmerten sich recht ruhig um den letzten Schliff und präsentierten beinahe pünktlich vor einem prall gefüllten Publikum.
Das geht doch gut los! Viele Sternchen habe ich am Bebelplatz noch nicht entdeckt, dafür aber gleich die wirklichen Promis bei Lala Berlin. Während Boris Becker mit seiner Frau auf der anderen Seite Platz nahm, hatte ich Heike Makatsch, Nora von Waldstätten oder Alexandra Neldel vor der Linse. Nicht mehr mit aufs Bild hat es Minu Barati geschafft.
Was ich gestern trug, musste ich schon am Vortag überlegen: Um einen Beitrag der Deutschen Welle rund zu machen (alles passiert darin an einem Tag, tatsächlich wurde aber an zwei Tagen gedreht), blieb mir keine andere Wahl, als auf ein cremefarbenes Vintageblüschen mit Spitze und einem halbtransparenten Etwas von Don't shoot the messengers darunter zu setzen. Lederhose und Vagabond-Schuhe wie immer und fertig war das Ganze auch schon.
Womit der Münchener Designer wohl heute für Irritation sorgt? Im Interview verriet mir Patrick Mohr bereits, dass es nicht das sein wird, was man erwartet. Die Models bekommen diesmal lange, nach hinten gegelte Haare, abgedeckte Augenbrauen und zugeklebte Münder...
Ein kurzes Status-Update von der Modewoche aus dem Showroom von Karlotta Wilde: Nach der Show von AF Vandevorst am frühen Morgen ging es ins Soho House zum "Women in Fashion"-Brunch. Material in Form einiger Interviews ist bereits gesammelt - nun wartet der Collect-Showroom auf mich, im Anschluß ein Backstage-Report bei Patrick Mohr und Lala Berlin. Happy fashion week!
Wer noch aktueller informiert werden mag, dem empfehle ich den Twitter-Account.
Nach dem Recollection Quartett ging es gestern Abend außerdem zur Show1811, wo insgesamt sechs junge Labels ihre neuesten Kollektionen im Tacheles zeigten. Zwar waren die Präsentationen stellenweise etwas wackelig, doch einzelne Kollektionen und Momente waren auf jeden Fall sehenswert. Außerdem haben die Designer die Show außerhalb der Schedule und mit eigenem Budget auf die Beine gestellt, was ich immer besonders erwähnenswert finde.
Gemeinsam mit dem MoMu, dem ModeMuseum in Antwerpen, hat Mercedes-Benz die Ausstellung "Recollection Quartett" ins Leben gerufen. In der Malwerkstatt des ehemaligen Bühnenservice der Deutschen Opern durfte der belgische Künstler und Fotograf Frederik Heyman zusammen mit den Designern Henrik Vibskov, Bernhard Willlhelm, Peter Pilotto und Mikio Sakabe seinen Ideen freien Lauf lassen - einzige Bedingung: Die Installationen sollten sich um die "Youngtimer"-Autos aus den 70er bis frühen 90er Jahren räkeln.
Ein geschickter Schachzug, die Marke in einem künstlerischen und gleichzeitig avantgardistischen Umfeld zu präsentieren. Die Umsetzung: gelungen. Am Vorabend des offiziellen Beginns der Modewoche lud man in die riesige Halle mit imposantem Lastenaufzug ein, bei Cremant und Häppchen wurden die Ideen der Designer en detail betrachtet. Die humorvollste Umsetzung geht an Willhelm, aber der ist schließlich ein alter Hase auf dem Gebiet. Das Designerduo Peter Pilotto konnte die Kleider ihrer vergangenen Kollektion passend um das Auto drapieren - was sie sich dabei gedacht haben, verraten sie uns im Videointerview. Auch Henrik Vibskov erklärt, was es mit seiner Inszenierung auf sich hat.
Dafür habe ich sogar in elendig langer Prozedur versucht, mir die Haare aufzudrehen (Resultat: ausbaufähig): Die Abendschau von RBB hat mich gestern den gesamten Vormittag begleitet und einen schmucken Bericht verfasst, der bereits gestern Abend im Fernsehen ausgestrahlt wurde.
Wenn ihr sehen wollt, was ich da so von mir gebe und wie der Morgen ausgesehen hat - bitte hier entlang! Das Video ist eine Woche lang online.
Die Gewinner des Premium Young Designer Awardes H/W 2011/12 stehen fest: Den großzügigen Preis von 20.000 Euro und einen festen Stand bei der Premium in der nächsten Saison hat das Berliner Newcomer-Label Liebig abgestaubt, das allen voran mit Schlichtheit punktete.
Nachdem die erste Kollaboration von Stine Goya und Weekday schon außerordentlich gelungen war, freuen wir uns über die Nachricht, dass diese nun in die zweite Runde geht. Die dänische Designerin, die uns regelmäßig mit atemberaubenden Kreationen überzeugt, wird eine zweite Kollektion für Weekday kreieren - diesmal jedoch ein wenig anders...
Für mich startet die Berliner Modewoche im Prinzip schon heute. Gerade komme ich von dem Fitting von mongrels in common, die fleissig ihre Looks zusammenstellen und überlegen, welches Model worin am Besten ausschaut. Begleitet wurde ich den gesamten Morgen vom RBB, die heute Abend einen Bericht in der Abendschau über LesMads bringen. Gleichzeitig startet heute die Wochenserie "Mein Tag" auf 1Live, wo ich täglich zwischen 18 und 20 Uhr erzählen werde, was ich so getrieben habe.
Jetzt muss ich mich sputen, meinen Kleiderschrank aufzuräumen - die Deutsche Welle dreht ebenso einen Beitrag, bevor es heute Abend zum Recollection-Quartett und der Modenschau von Von Bardonitz geht!
Neben der "White Collection" von Asos gibt es zudem die "Black"-Linie, die im hauseigenen Studio angefertigt wird und eine Grundkollektion mit einem luxuriösen, zeitgenössischen Touch darstellt. Der Onlineshop erklärt: "Der Fokus liegt auf Textur mit skulpturierten Lederjacken, plissierten Kleidern, Seidenteilen, auffälliger Fußbekleidung und Accessoires."
Was uns im Preissegment zwischen 70 und 200 Euro kommendes Frühjahr in der schwarzen Edition erwartet, zeigen wir euch nun in Form von exklusiven Bildern. Das gelbe Kleid aus dem Header ist großartig - Frühling I smell you!
Da hat Riccardo Tisci seiner Muse Lea T zu einem großen Karrieresprung verholfen: Das Transgendermodel zierte nach der Givenchy-Kampagne zahlreiche Editorials und darf nun mit Kate Moss auf dem neuen Cover des Love Magazines rumknutschen.
Mir fällt dabei direkt Cathy Horyns Artikel "Pushing Fashion Boundaries in an era without any" ein, in dem sie erklärt, dass der Kreativ-Output der Modewelt im Augenblick so schrecklich langweilig ist, dass nur noch Sex sells: "It is easy to see why sexuality is such a hot button. Things are a bit frozen. Many of the designers who could truly communicate ideas -- Martin Margiela, Helmut Lang, Alexander McQueen -- are gone from the scene."
Katie Grand, Chefredakteurin von Love, negiert jedoch jeden Ansatz, Lea aufrgund ihrer abweichenden Geschlechtsmerkmale auserkoren zu haben: "I was by the pool at the Copacabana Palace Hotel when I saw her. At first I didn't notice her gender, just that she was wearing Givenchy couture and looked amazing!" Nachvollziehbar, denn wer trägt schon Couture am Pool... Mehr zum Launch der "Androgyny Issue" hat der Telegraph.
Mittwoch ist es endlich wieder soweit: Berlin wird zum Modemekka! Der Terminkalender wächst stündlich, während sich das Zelt am Bebelplatz mitten im Aufbau befindet. Meine Favoriten kristallisieren sich langsam heraus und gemeinsam mit meinen fleissigen Helferinnen von OK COOL wird aufgeteilt, wer aus dem Team zu welcher Veranstaltung geht, um für euch zu berichten.
Da der Platz bei den meisten Events leider begrenzt und somit auch nicht für alle zugänglich ist, haben wir wieder ein paar Alternativen für euch herausgesucht, für die man keine Einladung oder Akkreditierung benötigt...
Das gefällt gar nicht: Das Blog Copenhagen Streetstyle schließt seine Pforten. Die Macher Jenny und Sören gehen privat fortan getrennte Wege und haben sich daher dazu entschlossen, ihr gemeinsames Baby dicht zu machen. Die Bilder aus den Archiven bleiben allerdings bestehen. Und wer versorgt uns fortan mit stilsicheren Looks aus Dänemark? Glücklicherweise widmet sich Sören weiterhin der Streetstyle-Fotografie und eröffnete ganz frisch die Website The Locals.
Dort gibt es zwar erst wenige Bilder zu sehen, die Optik bleibt aber die altbekannte. Darum heisst es nun: RSS-Feeds und Blogrolls aktualisieren! Schade um Copenhagen Streetstyle, insbesondere des aussagekräftigen und renommierten Namens wegen, ist es trotzdem.
Spätestens seit der Kollektion für H&M weiß Alber Elbaz, dass sich Frauen auf der Suche nach Kleidungsstücken durchaus in die Haare bekommen können. Dass Iselin Steiro und Kinga Rajzak sich in der neuen Werbekampagne von Lanvin um die Taschen "streiten" und alle Welt von einem Catfight spricht, ist da doch lediglich die logische Schlußfolgerung. Steven Meisel hat die beiden in den schönsten Roben der Saison abgelichtet und damit neben Mulberry für unsere Lieblingskampagne gesorgt.
Golden-Globes-Fieber! Die güldenen Globes fanden zum 68. Mal in Hollywood statt und sind bekanntlich der wichtigste Indikator für die Oscars - sowohl Preis- als auch Kleidungstechnisch. Wie sehr ich mich darauf gefreut habe, stellte sich gegen ein Uhr heraus: Ich schlief mit Brille auf der Nase und Laptop auf dem Schoß ein. Oma Jessie lässt grüssen. Welch ein Glück, dass die Technik nicht versagt und fleissig die Sieger notiert hat:
Bester Film wurde "The Social Network" (und heimste drei weitere Globes ein), die beste Hauptdarstellerin Natalie Portman in "Black Swan" (nun wird der Oscar noch greifbarer), Colin Firth bester Schauspieler in "The King's Speech" und die Serie "Glee" setzte sich gegen die Langezitfavoriten "30 Rock" und "Mad Men" durch. Alle Sieger findet ihr hier.
Robentechnisch war einiges los auf dem Teppich, angeführt von den Farben Pink und Rosa, dicht gefolgt von Grün. Die üblichen Lieblinge stachen aber nicht so heraus wie üblich: Die schwangere Natalie Portman präsentierte ein kitschiges rosafarbenes Kleid mit roter Rose von Viktor & Rolf, Michelle Williams mimte das Mauerblümchen in Valentino und Tilda Swinton kam offensichtlich vom Golf spielen in Jil Sander. Farbtechnisch am gewagtesten waren wohl Claire Danes in Calvin Klein und Julianne Moore in Lanvin.
Mein Testoutfit
Falls ihr vorhattet, es dieses Wochenende mal gemütlicher anzugehen oder aufgrund des Fashion-Week-Trubels kommende Woche eure Kräfte zu schonen, solltet ihr euch jetzt langsam von diesem Gedanken entfernen. Auch dieses Wochenende gibt es eine Menge zu sehen und zu tanzen. Nicholas Jaar in Hamburg, Launch-Parties sowie einige künstlerische Leckerbissen warten in den nächsten Tagen auf euch. Happy Weekend und ganz viel Spaß!
"Kennst du schon Sonic Iceland?" - Noch nicht wirklich, auf meinen Informationskanälen Twitter, Facebook sowie diversen Blogs wurde aber schon beste Arbeit geleistet, das neue Projekt von Kai aka der Stylespion und Marcel zu promoten. "Sonic Iceland" lautet der Name der Website mit dazugehörigem Blog, das sich ausschließlich mit isländischen Bands und der dort ansässigen Musikszene beschäftigt.
Wie es dazu gekommen ist und welche drei Titel die Gründer empfehlen, verrät uns Kai im Mini-Interview.
Vielleicht erinnert sich der ein oder andere an den Liganova-Inspirationsguide für Kopenhagen, in dem ich meine Lieblingsorte der Stadt verraten habe. Nun gibt es die Version auch für Berlin (wie immer kostenlos zum ersten Mal kostenpflichtig für 5,95 Euro), worin zum Beispiel Nicolaus Jagdfeld, Chris Glass, Clarissa Labin oder eben meine Wenigkeit ihr persönliches Berlin präsentieren. Obendrauf gibt es die spannendsten Stores, Bars und Clubs, womit sich der Guide zum Muss für alle Berlin-Besucher entpuppen dürfte.
Der Launch wird kommenden Dienstag, den 18. Januar, zwischen 18 und 20 Uhr bei "Do you read me" gefeiert.
Langsam aber sicher nähern sich die zahlreichen Sales dem Ende und ich hoffe nach wie vor auf ein ultimatives Schnäppchen. Will nächste Woche beim Buchlaunch schliesslich schnieke aussehen. So einfach ist es allerdings nicht, das perfekte Kleidchen zu finden (mal abgesehen von Peter Pilotto, aber der liegt nicht mal im Ausverkauf in meiner Preisklasse) und daher bin ich doch tatsächlich wieder bei dem Kleid von Opening Ceremony gelandet, das wir im Adventskalender verlost haben. Bei MyTheresa kostet es nun rund 300 Euro weniger und weil es so wahnsinnig speziell ist, bin ich kurz davor, mir es ebenso zu kaufen.
Weniger für den Abend geeignet, dafür aber genau mein Stil ist die Bluse von Hannah Marshall, die mir bei Ra (dank Blica wieder drauf gekommen) entgegen funkelte. Zwar ist die Website im Gegensatz zu dem Shop in Antwerpen unheimlich unübersichtlich und alles andere als kundenfreundlich, aber das macht die Bluse wieder wett.
Und was hab ich jetzt noch mal ursprünglich gesucht? Ahja, ein Cocktailkleid. Dann noch mal von vorne.
Dienstag besuchte mich David mit seinem Team von BerlinFashion.TV in meinem Büro, um ein kleines Interview mit mir über LesMads und das Buch zu führen. Merke: Der Zopf funktioniert nicht in der Seitenaufnahme...
In Florenz trafen wir bei einer kleinen Vorstellungsrunde auf Zarko Davinic von Design Scene, ein Blog, das ich schon lange in meinem Reader habe und topaktuell Editorials, Cover, Kampagnen und Lookbooks postet. "Ihr verlinkt immer auf mich und ich bekomme viele Klicks, danke danke!" rief Zarko uns begeistert entgegen und wir freuten uns, dass das Blogwatch-Prinzip aufzugehen scheint.
Was aber tatsächlich hinter der informativen Website steckt, fanden wir erst im Videointerview raus: Zarko ist Architekturstudent aus Serbien und erreicht von dort aus bis zu 30.000 Besucher am Tag. Wie die Blogosphäre in Serbien ausschaut und woher sein Content stammt, verät er jetzt.
'Ne Prise 70er gepaart mit französischen Streifen, Salsaelementen, der poppigen Lindsey Wixson und Fotograf Terry Richardson ergibt ein locker flockiges Lookbook von Opening Ceremony, die den Zeitgeist treffen wie wohl kein anderes Label.
Bei näherem Hinsehen fällt dann aber auch auf, dass die Teile im eigenen Kleiderschrank vermutlich wenig Anklang finden würden - wie zum Teufel kombiniert man denn die ganzen hochgeschlitzten fransigen Röcke und Tops? Ich guck mal bei Marc Jacobs nach, denn sein Stil und seine Zweitlinie scheinen eine der Inspirationsquellen gewesen zu sein.
In Berlin steht uns ein weiteres Kunst-Highlight bevor: Die Galerie Johann König präsentiert vom 15. bis 29. Januar 2011 die Ausstellung "Paradis" von Juergen Teller. Im Mittelpunkt steht eine Serie aus Nacktaufnahmen der Schauspielerin Charlotte Rampling und des Models Raquel Zimmermann im Pariser Louvre.
Monki goes TV: Der schwedische Retailer launcht heute nach dem hauseigenen Magazin auch noch eine Fernsehplattform in Form der Show Monki Television, die über kreative und beliebte Mädels rund um den Globus berichtet. Diese wird heute zum ersten Mal auf Monki.com, Vimeo und YouTube gestreamt. Das Resultat ist unheimlich entzückend und fabelhaft umgesetzt!
Den Titel habe ich meinen neuen "Ice Princess"-Keilen von flip*flop zu verdanken, die eine Art verspätetes Weihnachtsgeschenk waren. Das Grau passt hervorragend zu meinen grauen Kleiderschranklieblingen wie der Acne-Strickjacke oder der Tasche von Givenchy. Das Kleid ist von Diana Orving und die Hose von Cos.
Wie Freitag vergangene Woche verkündet wurde, wird die einstige Modechefin der französischen Vogue, Emmanuelle Alt, die Nachfolgerin von Carine Roitfeld. Gute und logische Wahl riefen die einen, die anderen trauen ihr die verantwortungsvolle Aufgabe weniger zu.
Sogar Karl Lagerfeld schaltete sich ein und sagte gegenüber wwd: "I personally like her. She's a handsome French woman. She has a style, but is it enough to make a whole magazine?"
Ihre erste Ausgabe wird vermutlich im April erscheinen und bis dahin können wir viel spekulieren - vielleicht hilft aber ein Blick auf Alts bisherige Stylings, um sie einzuordnen. Daher zeigen wir euch nun eine Auswahl ihrer Editorials, unterteilt in hübsch, weniger hübsch und unentschlossen.
Zwei Kollektionen im Jahr, Cruise und Resort Collections, Prefall, Zweitlinien... wer behält denn da noch den Überblick? Und wieso kann der Markt offensichtlich nicht gesättigt werden? Weil sich die Erscheinungsdaten der Kollektionen verschiedener Designer noch dazu über ein bis zwei Monate ziehen, gibt es quasi keinen einzigen Tag mehr im Jahr, an dem keine neuen Lookbooks erscheinen.
Zugegebenermaßen fühle ich mich leicht überfordert (denn man möchte die Lage ja gern bestens informiert überblicken) und stieß gestern einen langen Seufzer aus, als Céline, Givenchy, Lanvin und Alexander Wang kurz nacheinander ihre Prefall-Entwürfe veröffentlicht haben. Gegen Abend war ich dann aber aufnahmebereit und im Nachhinein froh, alles angesehen zu haben - da sind nämlich ganz schön spannende und inspirierende Teile dabei. Wie Herr Wang so schön sagte: "Ich gebe den Einkäufern Brot und Butter - das Dessert erst später."
Heute in einer Woche beginnt die Berlin Fashion Week und wir stecken inmitten der Planungen für eine sinnvolle Schedule.
Zu den Highlights gehört selbstredend wieder mein Lieblingsdesignerduo mongrels in common und damit die Kollektion nicht ausschließlich der Presse und Einkäufern vorgeführt wird, habt ihr hier und jetzt die Chance, live bei ihrer Show am 20. Januar im Bärensaal dabei zu sein!
In Florenz beginnt heute die Modemesse Pitti (zu der wir diesmal leider nicht bleiben konnten) und als speziellen Designergast konnte man Alberta Ferretti gewinnen.
Etwas kurzfristig sandte die Pressestelle gerade noch die Notiz raus, dass die Modenschau heute Abend um 20 Uhr live auf der Website übertragen wird. Das können wir uns natürlich nicht entgehen lassen und düsen virtuell eben rüber!
Missoni hat mit der Werbekampagne mit Fotograf Juergen Teller alles richtig gemacht: Tolle Farben, gute Laune und der einzigartige Look des italienischen Labels kommen an dem Missoni-Clan um Margeritha perfekt rüber. Denn wozu teure Models buchen, wenn die Familie mit Freunden selber posieren kann?
David stellte mir auf dem Weg nach Florenz die instagram-App zum Bilder schießen auf dem iPhone vor und ich war sogleich derartig Feuer und Flamme, dass ich den gesamten Trip samt Bebilderung auf Twitter gezwitschert habe. Und weil die Bilder so hübsch sind, gibt es hier noch einmal einen Überblick samt Bildunterschriften.
Bevor wir die Berichterstattung unserer Reise nach Florenz bald ganz abschließen, präsentieren wir euch jetzt die Bilder der von uns ausgesuchten Looks im Rahmen des firenze4ever-Shootings. Zur Verfügung gestellt wurden uns sowohl ein Model als auch ein Fotograf, wovon wir im Endeffekt nur wenig Gebrauch gemacht haben.
Unser Model trägt eine Bluse von Givenchy, Hose und Tasche von Chloé sowie Louboutins. Schnati trägt einmal ein Kleid von Valentino zu Louboutins und einem Schleifenring von Delettrez sowie ein braunes Spitzenkleid von Jo No Fui zu Schuhen von Lanvin. Ich habe mich für ein bodenlanges rotes Kleid von Céline entschieden.
In Florenz haben wir uns zwei der bekanntesten dänischen Bloggerinnen geschnappt und ihnen einige Fragen zur ihrer Seite und der heimischen Blogosphäre gestellt: Marie und Lotte von "A Fashion Tale". Seit über einem Jahr inspirieren sie mit klassischem clean Chic, berichten von Mode-Events und stöbern in den schönsten Designerläden. Im Videointerview erfahrt ihr mehr über das Duo.
WWD spricht das Offensichtliche noch einmal aus und wir notieren: Skinny Jeans und Hosen sind ein bleibender Trend. Die durchgehend eng geschnittenen Skinny Jeans, die 2005 noch kontroverse Meinungen hervorgerufen haben, sind damit zum neuen Klassiker avanciert. Einige Experten aus der Modebranche haben zu diesem Thema Stellung genommen: "Auch wenn weite Schnitte im Kommen sind, wird dieses Modell garantiert nicht mehr verschwinden. Mit der Skinny Jeans verhält es sich ähnlich wie mit Animal Prints - viele Trends kommen und gehen, doch diese werden bleiben", kommentierte zum Beispiel Sarah Rutson von Lane Crawford und Colleen Sherin von Saks Fifth Avenue sagt: "Die Fortsetzung der Leggins: Die Leggings und die Skinny Jeans haben sich in unseren Schränken gestapelt."
Julia und ich sind heute bei Königswetter nach Potsdam gefahren, um Radio Fritz ein Interview zu geben, das ihr bei Interesse um 18 Uhr hören könnt. Wir überlegen uns fortan bessere Antworten als "Glitzer" auf die Frage, welche Trends man 2011 nicht mehr trägt - versprochen.
Glücklicherweise trage ich heute aber passenderweise nichts Glittriges, sondern einen Mantel von Diana Orving für Weekday, Pullover von Carin Wester, Bluse von Weekday und ein Armband von Yvonne Koné.
Um das Event firenze4ever angemessen ausklingen zu lassen, wurde Samstagabend zuerst auf die Terrasse des Luisaviaroma-Stores zum Cocktail eingeladen, im Anschluß ging es weiter in den Club Colle Bereto mit separatem Raum und sehr großen Champus- und Wodkaflaschen. Es wurden Popmusik sowie alle Lieblingslieder der Italiener gespielt und da die halbe Stadt eingeladen war, entwickelte sich rasant eine ausgelassene Stimmung, die unsere Bilder hoffentlich gut wiedergeben.
Am Samstag war es soweit: Unser Buch "Modestrecke - Unterwegs mit LesMads" ist im Handel erschienen und ab sofort auch bei Amazon, Libri und Co für 9,95 Euro erhältlich. Das Feedback ist bislang umwerfend... und bei 1Live gibt es im Februar eine Lesung im Rahmen der Klubbing-Radiosendung (mehr dazu hier "Gelackt im Kornfeld"). Gestern erschien in der Welt am Sonntag ein Artikel über das Buch, ein Interview mit mir in der FAZ vom Sonntag und in der aktuellen Grazia ist "Modestrecke" ein Buchtipp.
Vielen Dank auch an all unsere Bloggerkollegen, die unser Büchlein schon vorgestellt haben! Wer ein wenig mehr dazu hören mag und Radio Fritz aus Berlin empfängt, kann uns heute Nachmittag lauschen (Uhrzeit erfahre ich noch). In unserer rechten Seitenspalte gibt es fortan auch ein Widget, durch das ihr direkt zum Shop gelangt.
Und damit der Launch ordentlich gefeiert wird, verlosen wir unter all unseren Facebook-Freunden (become a fan!), die außerdem hier einen Kommentar hinterlassen (einfach hier eure Email-Adresse im Email-Feld und euren richtigen Namen eintragen und schnippsen) einen Druck nach Wahl von unserer Illustratorin Silke Werzinger. Die Gewinnspielregeln haben wie immer Gültigkeit.
Gewonnen hat übrigens Gabriela. Viel Spaß damit!
Es lag so nahe und ist die logische Konsequenz des Modeblog-Hypes in Schweden: H&M launcht die erste exklusive Kollektion mit Elin Kling! Die Schwedin ist in ihrer Heimat mehr als nur eine Bloggerin: Inzwischen ist sie dank unzähliger Auftritte in den Medien vielmehr Stilikone des halben Landes und bringt im Frühjahr noch dazu ihr erstes eigenes Magazin heraus. Jetzt wird sie weltweit die erste Modebloggerin, die für H&M eine Minikollektion bestehend aus neun Teilen designen durfte.
Am 3. Februar erscheint die Kollektion und 10% des Erlöses gehen an Unicef. Leider werden wir Elins spannende Designs nur in Schweden (Stockholm, Götheburg, Malmö und Uppsala) kaufen können.
Geahnt haben wir es oft, das firenze4ever-Shooting hat es dann aber endgültig bestätigt: Styling ist kein Zuckerschlecken, Modefotos schießen erst recht nicht. Ingesamt fünf Stunden hat es gestern gedauert, unser Model zu stylen, selber in der Maske zu sitzen, sich auf Looks festzulegen und überhaupt Ideen dafür zu entwickeln. Resultiert ist das Ganze in lediglich vier Looks - zwar war die Auswahl im Store von Luisaviaroma unheimlich groß, wenn YSL, Chloé oder Valentino dann aber griffbereit vor dir hängen, lässt es sich doch nicht mehr so leicht auswählen.
Nachdem alle Heels getaped und die Kleider registriert waren, ging es hinauf auf die Dachterrasse mit gigantischem Blick über halb Florenz und insbesondere den Dom, um unser Model und Schnati von einem Fotografen nach unseren Vorstellungen knipsen zu lassen. Das perfekte Foto ließ bis zum Sonnenuntergang auf sich warten und ich bin gespannt, inwiefern die Retusche für uns arbeiten kann. Schnati hatte das in ihrem Valentino-Kleid (das Original vom Laufsteg, das Julia Saner derzeit in der Werbekampagne trägt) allerdings gar nicht nötig, mein rotes Abendkleid von Céline war jedoch in jedem Fall ein Wagnis. An so viel Chicness könnte ich mich auf Dauer gewöhnen!
Der Blazer von Vanesso Bruno entpuppt sich zur Zeit als einer der besten Käufe seit Langem - gestern trug ich darunter ein Kleid von Stine Goya mit einem grauen Vintagegürtel zusammengeschnallt. Die Schuhe sind von Vagabond, Tasche von Givenchy.
Im Rahmen von firenze4ever lud Luisaviaroma gestern Abend alle Teilnehmer des Events in das Restaurant des Modedesigners Roberto Cavalli ein, das ausschließlich für den Luxusshop gemietet wurde.
Wo Cavalli drauf steht, ist natürlich auch Cavalli drin: Das Restaurant, das nachts zum Club wird, verfügt über Leopardenprintstühle, Spiegel, riesige Kronleuchter, Tigerprinttischdecken und kuschelige Sofas- ganz schön posh und so übertrieben, dass es beinahe wieder stilsicher wirkte. Ich vermute aber, dass die Location, eine alte Kirche, verantwortlich für das gelungene Ambiente war. Das Essen und der Service waren unheimlich gut, auf der großen Leinwand lief ununterbrochen "Metropolis" und gemeinsam mit Mathieu, Betty, David und Co verbrachten wir einen netten Abend.
Für die kleine Sightseeing-Tour trug ich gestern den anywho-Mantel offen über der Lederhose von COS, dazu Schuhen von Vagabond, einer Kette von Oak sowie einer Bluse von Alexander Wang. Die habe ich bei Opening Ceremony in New York gekauft und noch nie zum Einsatz gebracht, weil es mir an Unterziehmöglichkeiten mangelte - das gute Stück ist halbtransparent und wirkt mit Schwarz, Weiß oder Tanktops leider überhaupt nicht. Das langärmlige hautfarbene Seidenshirt von Cos scheint bislang die beste Möglichkeit zu sein.
Kurz vor der Ponte Vecchio fand ich zufällig (mein Laufgeschwindigkeit musste aufgrund der schlechten Bürgersteige auf Schneckentempo eingeschränkt werden) einen herzallerliebsten Vintageshop: die Boutique Nadine in der Lungarno Acciaiuoli 22r. Die liebevolle Dekoration inmitten von zahlreichen 70s-Stiefeln, Seidenblusen, Chanel-Haarreifen und Hippie-Kleidern lädt zum Stöbern ein und ich überlege noch immer, mir die Felljacke zuzulegen.
Freitagabend ist nicht unbedingt der beste Termin, die Nachfolge von Carine Roitfeld bei der Vogue Paris zu verkünden, schliesslich handelt es sich um brandheiße Neuigkeiten, die diskutiert werden möchten. Gemunkelt wurde viel und wie so oft ist an den Gerüchten etwas dran gewesen: Emmanuelle Alt nimmt den Chefredaktionsposten der unnachahmlichen Roitfeld, die gern die Grenzen der französischen Ausgabe getestet hat, ein.
Sie ist seit zehn Jahren die Modechefin der Zeitschrift und damit die logische Nachfolge - Xavier Romatet, Président von Condé Nast France, sagte soeben in der Pressekonferenz, dass das Magazin sehr gut läuft und die Kontinuität des Erfolges durch neuen Atem weiterhin gesichert sein soll. Alt war vor der Vogue bereits die Chefredakteurin von Mixte und 20 ans und ist renommierte Stylistin. Discuss!
Nur eine Woche nach Silvester sollte es genug Gründe geben, die eigenen vier Wände zu verlassen. Neben spannenden Ausstellungen zum Thema Scherenschnitt oder den Charme des Berliner Kiezes Neukölln gibt es aber auch die eine oder andere Party, die tanzwütige Herzen höher schlagen lassen sollte. Wer allerdings doch lieber einen kuscheligen Abend im kleinen Kreise verbringen möchte, kann das am besten im Zuge eines DIY-Lieferservices machen. Viel Spaß!
Trotz Regenwetter habe ich mich an nur einem Morgen in Florenz verliebt: Da mein Shooting im Store von Luisaviaroma erst morgen stattfindet, habe ich mich zu Fuß aufgemacht, die Stadt zu erkunden.
Als gute Touristin habe ich die Ponte Vecchio, den Piazza della Signoria oder die Kathedrale Santa Maria del Fiore unter die Lupe genommen und zwischendurch einen hübschen Vintage-Store gefunden, den ich im Anschluß vorstelle. Da im Rahmen von Firenze4ever bereits heute Shootings statfinden, bin ich kurz vorbeigeschneit und anschließend mit Carolina und Mattias weitergezogen.
Erste Impressionen gibt es jetzt.
Weil ich vermute, dass ausführliches Bloggen heute und am Wochenende bei Firenze4ever schwierig werden könnte, verweise ich auf mein Photo Diary mit Bildern direkt von der Kamera. Außerdem gibt es Live-Updates mit Fotobeweisen auf Twitter!
Ich werde mir nun erst einmal die Stadt ansehen, bevor Schnati eintrifft und wir das erste Styling des Tages machen.
Schon beim letzten Post über das Fotografenduo Reed and Rader habe ich mich geärgert, dass unsere Website leider keine animierten Gifs zeigen kann. Angesichts des neuen Editorials "Megabytes of Spring" im V Magazine eine Schande, denn die Models bewegen sich in exzellent gestylten Kleidern amüsant über den Bildschirm.
Wer die tänzelnden Damen sehen möchte, muss nur hier klicken...
Ich stecke im Flugchaos am Berliner Flughafen fest und befinde mich nach dem zweiten gecancellten Flug aufgrund von Glätte hinter einer Absperrung (sprich: noch nicht so wirklich auf dem Weg nach Florenz) und praktiziere das komfortable Bloggen. Weil nur hier das Internet funktioniert, widme ich mich doch einfach mal den schönen Dingen und stelle meine derzeitigen Schmuckfavoriten vor.
An erster Stelle stehen die Kreationen von Et cetera (gefunden bei Praise the night), dicht gefolgt vom Langzeitfavoriten Vamoose. Toll, aber leider wenig erschwinglich, sind die Schmuckstücke von Unearthen. Daher habe ich mich ein wenig bei Etsy umgesehen und mit dem Stichwort "minerals" einige hübsche Ketten gefunden - zum Beispiel von Scarlett Begonia.
Für mich geht es gerade für ein paar Tage nach Florenz. Luisaviaroma lädt zum zweiten Mal rund 40 internationale Blogger zu "Firenze4ever" ein - im Grunde ein get together, während wir einen Blick hinter die Kulissen des Onlineshops werfen dürfen. Ich bin gespannt, wer alles kommt und was Schnati und mich erwartet. Berichtet wird selbstverständlich so bald wie möglich!
Es lebe der Bubikragen in Spitzenoptik! Als bekennende Besitzerin von keinem einzigen Stück von Miu Miu habe ich das Gefühl, dass ich bei diesem "Schnäppchen" bei MyTheresa zugreifen muss und ein Stück Miuccia Prada in meinen Kleiderschrank aufnehme - vielleicht als Vorgeschmack auf das, was jemals noch kommen sollte. Nur so kann ich doch lernen, künftig mehr in Designerkleidung zu investieren, non?
Genug unmögliche Rechtfertigungen aufgezählt, was meint ihr?
Gerade sollte es noch ein wenig Glamour sein, nun muss auch noch Romantik dazu. Die Dauerbrenner Transparenz und Spitze sind in der Prefall-Kollektion meines australischen Lieblingslabels Shakuhachi so gut in Szene gesetzt worden, dass man sich einfach nicht daran satt sehen kann.
Obwohl ich viel eher mit Ermüdungserscheinungen der Stoffe im schnelllebigen Modezirkus gerechnet hätte, halten sie sich dank innovativer Kreationen so gut, dass man beinahe von Klassikern sprechen könnte. Shakuhachi beherrscht es, lange transparente Wallekleider bestickt mit "Schneeflöckchen" zu langen Blazern zu kombinieren und erfrischendes Orange und gelbe Wasserfallblazer nach Hochsommer schmecken zu lassen.
Im Büroalltag herrscht bekanntlich wenig Glamour, die Prefallkollektionen 2011 von Balenciaga und Louis Vuitton erinnerten mich aber gerade wieder daran, dass ein Hauch davon niemals schaden kann.
Während Marc Jacobs den Retro-Glamour der Art-Deco-Periode aufleben lässt und fabelhafte Cocktailkleider in Pastelltönen präsentiert, geht es bei Nicolas Ghesquière etwas unförmiger zu - mit Ausnahme des abgebildeten Looks. Silberne spitze Pumps (ich sag ja, bald tragen wir alle wieder spitz!) und die bestickte Tunika zur sogenannten "cigarette pant" sind eine hübsche Alternative zur Strumpfhose. Jetzt brauche ich nur noch das passende Event für meinen neuen Vorsatz!
In den vergangenen Tagen wurden allerhand Werbekampagnen der grossen Modehäuser veröffentlicht und das Rätselraten um die gefragtesten Gesichter der Saison hat somit ein Ende.
Karlie Kloss ist zum dritten Mal in Folge das Gesicht von Christian Dior, genau wie Anja Rubik für Fendi. Elisa Sednaoui vertritt Armani und Iselin Steiro wurde neben Malgosia Bela für Chloé gebucht. Constance Jablonski räkelt sich für Bally auf der Wiese, Daphne Groeneveld und Mariacarla Boscono machen bei Givenchy eine gute Figur und mein Favorit ist Karolina Kurkova für Bottega Veneta fotografiert von Alex Prager. Hugo Boss hat diesmal Abbey Lee Kershaw verpflichtet und Julia Saner ist eines der Gesichter von Valentino!
Es folgt: der Rundumschlag in Form von Bildern.
Ich gehe jetzt auch wandern. Das ist nämlich der Grund für Crystal Renns Gewichtsabnahme, die im letzten Jahr von der Plus-Size-Königin und Vorbild für alle kurvigen Frauen zurück zu Größe 36 schrumpfte - in recht kurzer Zeit. Das Thema wurde eigentlich schon ausdiskutiert, der direkte Bildvergleich ist aber doch gewaltiger als vermutet. Weitere Fotos aus der Pre-Fall-Kollektion von Zac Posen gibt es hier zu sehen. (via The Gloss)
Ein Look, vier Ansichten: Die neue Werbekampagne von Miu Miu macht insofern Sinn, als dass sie dem Konsumenten alle Vorteile der Kleidungsstücke dem Spiegel sei Dank darstellen kann. Kasia Struss ist, vermutlich neben Sasha Pivovarova und Querelle Jansen, das Gesicht der Marke, die erneut Mert und Marcus für die Bilder engagiert haben.
Obwohl es sich um eine reine Produktabbildung mit starrer Pose handelt, kann ich dem Ganzen doch etwas abgewinnen. Und dafür ist Werbung ja bekanntlich da.
Spiele heute graue Maus mit einem Hemd sowie Blazer von Acne, die Kette ist selbstgemacht und wurde auf dem Travelettes-Flohmarkt ertauscht.
Würde ich Modemagazine für Männer lesen und müsste dann rein optisch betrachtet einen Favoriten ausmachen, so würde ich vermutlich Man About Town benennen.
Dank der Scans von Rag Pony bin ich auf den Geschmack gekommen, was unter anderem an Titelmodel Pharrell Williams gelegen hat. In zahlreichen Editorials wird äusserst geschmackvoll Mode für Männer präsentiert, die weder zu feminin noch zu weit entfernt vom gängigen Jeans-T-Shirt-Look ist (und hier denke ich immer an meinen Freund, der Komfort und Praktikabilität an erster Stelle sieht).
Da warte ich seit Tagen auf den Sale bei Acne, sehe diesen dann zu spät und habe einfach kein Glück: Entweder die Lieblinge sind schon ausverkauft, nicht mehr in meiner Größe da oder immer noch zu teuer.
Vielleicht findet ihr ja noch was, während ich ein wenig über Calder nachdenke.
Onlineshops wie Shampalove gibt es mittlerweile wie Sand am Meer - zum Beispiel Pixiemarket oder I Don't like Mondays. Dort gibt es hochgeschlossene Oversize-Blusen, A-Linienkleider, Schuhe à la Alexander Wang oder Taschen wie von Proenza Schouler. Vielleicht liegt der Vorteil des frisch eröffneten Ladens inklusive zwei Jahre altem Blog aber darin, dass die Macherinnen Flor und Ruby von Rom aus arbeiten und wir somit die lästigen Zollkosten los wären.
Und über die weinrote Bluse oder das Addams-Family-Kleid lässt sich doch wirklich gern nachdenken.
Starten wir das neue Jahr doch direkt mal mit einem Tagesoutfit, womit ich mein Versprechen einlöse, häufiger Fotos zu knipsen.
Über die Feiertage erreichte mich ein ganz besonders wunderbares Präsent aus Kopenhagen: Die anywho-Mädels haben mir einen ihrer großartigen Mäntel aus der Kollektion mit Kobra zugesendet, genauer genommen den Plissé-Mantel. Mit einem Gürtel konnte ich das gute Stück zähmen und freue mich nun auf wärmere Tage, um auf die Strickjacke darunter verzichten zu können.
Weil es über die Feiertage untergegangen ist und unser Kommandeur Karl Lagerfeld ein gern gesehenes Thema ist, zeigen wir hier doch einmal seinen TV-Spot für VW. "Très elégante" findet uns Karl die neuen Gefährten nämlich, während er die Fahrzeuge mit seiner monströsen Kamera umschleicht.
Ganz besonders froh bin ich, dass Karl seine Muse Baptiste tatsächlich auch hier unterbringen konnte: Er flüstert dem Meister ins Ohr, dass die Autos nur in Deutschland erhältlich sind und Paris darauf verzichten muss.
Im Zuge der Spot-Suche habe ich aber noch ein anderes Schmankerl aus dem Jahr 2004 gefunden: die Werbung für seine Kollektion bei H&M. Und die lässt sich durchaus sehen. Wäre ja auch gelacht, wenn ein Lagerfeld es nicht mit links hinbekommen würde, stilvoll für Coca Cola, Sicherheitswesten, den Schweden und nun eben auch Volkswagen zu werben. Nur das schauspielern will noch gelernt sein...
Im Rahmen der Berlin Fashion Week feiern wir die Veröffentlichung unseres ersten Buches "Modestrecke" bei Champagner sowie einer kleinen Talkrunde mit Christoph Amend vom ZEITmagazin und einem weiteren Überraschungsgast.
Und ihr seid eingelanden.
Franca Sozzani hat Mitte Dezember ihr Buch "I Capricci Della Moda" im Rahmen des "Vogue Experience"-Wochenendes vorgestellt: Das bedeutete ein Open House im Headquarter in Mailand, zu dem Donatella Versace oder Roberto Cavalli vorbeischneiten. Um sich aber auch online adäquat zu präsentieren, lud die italienische Vogue einige internationale Blogger zum Skype-Chat ein und ich durfte neben Hanneli und Co auch ein paar Fragen an die Chefredakteurin stellen.
Gar nicht so aufgeregt saß ich am 10. Dezember vor meinem Laptop und wartete -irgendwie skurril- auf einen Anruf von Frau Sozzani, der recht pünktlich kam. Aus dem Off hörte ich aber zwei weitere Männerstimmen und konnte bis zur Mitte des Interviews irgendwie nicht ganz verdauen, dass dort Renzo Rosso und Lapo Elkann neben Frau Sozzani hockten und ebenso ihren Senf zum Thema geben wollten.
Vorbereitet hatte ich drei Fragen (darunter: You're one of the few people in the fashion industry promoting all varieties - the all black issue, vogue curvy... Do you think you can change something and encourage others to follow? - You love to work with Steven Meisel - what is so special about him and how does he transport your ideas of beauty in his work?), die mir leider etwas schwammig beantwortet und konkrete Nachfragen sogar rausgeschnitten wurden.
Nichtsdestotrotz eine schöne Erfahrung - das Video gibt es hier, genau wie die Resultate der anderen Blogger.
Zwei Wochen Büroabstinenz hinterlassen Spuren und ich schätze, dass es sich hier um leichte Entspannung handelt. Beim Ski foan habe ich keine Verletzungen davongetragen (und das erste Mal einen Helm getragen) und die Silvesternacht war so angenehm, dass es doch nur ein tolles Jahr werden kann. Zwischendurch habe ich mir mit Julia ein Glas Champagner gegönnt: Unser Buch ist aus der Druckerei gekommen und wartet auf seine Veröffentlichung am 8. Januar.
Bevor ich mich nun durch einen Haufen Pakete und einen scheinbar nicht zu bewältigenden Posthaufen kämpfe und mich dann wieder dem Tagesgeschäft widme, möchte ich mich für all die lieben Weihnachts- und Neujahrsgrüßen bedanken, die in die Redaktion geflattert sind. Merci, merci!
Zwar ist über die Feiertage nicht allzu viel passiert und Schnati hat euch mit dem täglichen Blogwatch auf dem neuesten Stand gehalten, nichtsdestotrotz habe ich ein paar Blog-Highlights in meinem Reader markiert, die ich schnell noch teilen mag - et voilá, die Spezialausgabe des Blogwatches!
Ein frohes, glückliches, aufregendes, neues Jahr 2011 wünscht euch LesMads - auf dass ihr uns treu bleibt und wir noch ganz viele tolle Geschichten mit euch teilen dürfen!