Gastbloggerwoche: Modebloggen 2.0
Morgen startet unsere Gastbloggerwoche mit dem Titel "Modebloggen 2.0 - Wohin geht's?" Ich habe möglichst unterschiedliche Autoren zusammengetrommelt und freue mich auf spannende Texte!
Morgen startet unsere Gastbloggerwoche mit dem Titel "Modebloggen 2.0 - Wohin geht's?" Ich habe möglichst unterschiedliche Autoren zusammengetrommelt und freue mich auf spannende Texte!
Im April habe ich im Acne-Showroom ein definitives Lieblingsstück ausmachen können und dieses nun auch bestellt. Ob das bei diesen neuen drei Funden auch der Fall sein wird?
Die graue Jacke ist aus der Pre-Collection und kommt bereits nächsten Monat in die Läden. Bei dem schwarzen Bandeaukleid und der butterweichen Lederjacke muss ich mich aber noch ein wenig gedulden. Den Rest der Kollektion zeige ich euch Montag!
Zum Wochende ein paar Linktipps aus unserem Netzwerk:
Der Song lief heute dank ZEITmagazin bei Facebook rauf und runter: "I love you so" von Cassius. Das dazugehörige Video ist grosses Kino und wurde zurecht mit iPhone Pop betitelt - bessere Werbung kann das Gerät kaum bekommen...
Die Hintergrundgeschichte: Cassius hat kürzlich beim französischen Superlabel Ed Banger unterschrieben, wo die Platte "The Rawkers" erscheinen wird. Mit "I love you so" wird die Zusammenkunft gefeiert und obendrauf gibt es die passende iPhone-Application: Die acht im Video gezeigten Münder kann man sich kostenlos herunterladen und eben solche Spässchen veranstalten.
Es ist wieder soweit: Das Gruselwochenende des Jahres findet statt und es darf sich schön schräg verkleidet und durch dunkle Gassen gezogen werden, bis einem die Knie schlottern. Abgesehen von den passenden Parties haben wir aber auch Events im Angebot, die nichts mit Halloween zu tun haben möchten.
Ihr könnt euch alternativ quer durchs Wochenende shoppen oder durch die Modewelt tanzen. Da gäbe es einen Lagerabverkauf bei Lala Berlin, ein vollgepacktes Programm des Labels Proportion und spannende Märkte.
Happy Halloween und viel Erfolg beim Schnäppchenjagen!
Kate Bosworth trug gestern Abend bei der "27th Annual Night Of Stars" ein orangefarbenes Kleid von Proenza Schouler und sah darin so gut aus, dass ich die Farbe nun noch ein Stück weit lieber gewonnen habe. Im kommenden Sommer könnte unsereins einen ähnlichen Effekt mit Kleidern von Reality Studio erzielen - das Orangegelb war gestern mein liebster Fund im Showroom von Arne Eberle.
Was kommende Saison so bei Monki und Weekday auf den Stangen hängt, konnte ich gestern bei der Agentur V bewundern. Die Kleider aller anderen skandinavischen Designer hatte ich bereits bei den Modewochen in Stockholm und Kopenhagen gesehen, weshalb der Überraschungsfaktor nicht ganz so gross war. Nichtsdestotrotz zeige ich da natürlich auch noch mal meine Favoriten.
Bei Monki ist es wie immer eine Mischung auf niedlich und entzückend - karierte Kleidchen, Jeanslatzhosen oder Schluppenblusen gibt es ab etwa Februar in den Läden. Von Weekday war nicht ganz so viel zu sehen, aber die asymmetrischen Silhouetten sowie die Blusen kommen nun mit Schlangenprint daher.
Von 29. April bis 2.Mai 2011 findet in Südfrankreich die 26. Ausgabe des Hyères Festival International de Mode et de Fotografie statt.. Das bedeutet, dass die kleine Stadt in Südfrankreich für einige Tage mal wieder von Kreativen und Talenten der Mode- und Fotografieszene übersäht sein wird und wir mit Spannung neue und innovative Designs von aufstrebenden Jungdesignern erwarten können. Ich überlege, diesmal endlich hinzufahren, um mir vor Ort ein Bild davon zu machen - bis es soweit ist, müsst ihr euch aber erst einmal bewerben...
Mini for Many, die erschwinglichere Linie von Minimarket, hat bei mir heute den bleibendsten Eindruck hinterlassen: Die durchgehende Sohle des blauen Schnürschuhs lässt die 90er absolut aufleben und weckt unschöne Assoziationen zu den alten Buffalos.
Als Fan von Plateau-Tretern bin ich bislang immer erpicht darauf gewesen, immerhin ein klein wenig Steigung bei der Sohle zu haben - bei diesem Exemplar würde sogar ich aussteigen...
Sabrina Dehoff ist bekanntlich meine liebste Schuckdesignerin und enttäuscht auch nicht mit ihrer neuen Kollektion, die heute teilweise während der Berlin Press Days bei der Agentur V präsentiert wurde. Die Kette und das passende Armband mit den goldenen ineinander verkeilten Rechtecken sind der Wahnsinn und ich staunte nicht schlecht - die Kombi steht auf meiner Wunschliste ganz weit oben und bestätigt mir, dass ich mich bald wieder von Silber auf Gold umstellen werde (das wechselt nämlich jährlich bei mir).
Ich habe mich heute Morgen auf mein Fahrrad geschwungen, um einige Agenturen bei den Berlin Press Days zu besuchen. Gezeigt werden die Frühjahrskollektionen 2011 der jeweiligen Kunden und ich habe schon vier Agenturen abgeklappert und tolles Material gesammelt. Bis es das zu sehen gibt, zeige ich diese Hauswand auf der Friedrichstrasse - das nenne ich mal gekonnt Werbung machen, wenn nicht einmal der Markenname dazugeschrieben werden muss... Wer weiss, was das ist?
Electronic Beats, das internationale Musik- und Lifestyle-Programm der Telekom, feiert dieses Jahr 10-jähriges Bestehen und das sehr ordentlich mit einer Riesensause in Berlin: Am 4. November wird im Berliner Radialsystem V ein dickes Line-Up geboten: The Human League, Roisin Murphy DJ-Set + Live, Delphic und Bon Homme spielen! Ich bin ja schon auf der ein oder anderen EB-Sause rumgehüpft, aber dieses Aufgebot gefällt mir bislang am Besten.
Die schlechte Nachricht: Die Party ist ausverkauft. Die gute Nachricht?
Tadaaa, da ist sie: Die Bluse von Mariel Manuel, bei der ich euch um Kaufentscheidungshilfe gebeten habe. Das Ergebnis war nicht eindeutig, also blieb ich bei meinem ersten Gefühl und habe das ausgefallene Stück aus der Kollaboration mit Weekday gekauft. Kombiniert wird sie heute mit grauer Strickjacke von Acne, einem vintage Lederrock, grauer Strumpfhose von Urban Outfitters und Schuhen von Vagabond.
Stefan Raab ist kein prominenter Namen auf LesMads, erwähnt habe ich ihn lediglich im Zusammenhang mit Toni Garrn, die vor zwei Jahren bei TV total auftgetreten ist. Da Raab aber bekanntlich alles mal ausprobiert haben muss, wagt er sich nun tatsächlich ins Model-Geschäft!
Der Mediendienst Kress berichtet heute, dass zum Casting für "TV total's Next Supermodel" aufgerufen wurde. Das Ganze scheint kein Scherz zu sein, denn auf der Website werden ein Anmeldeformular sowie die Castingtermine an diesem und kommenden Wochenende aufgelistet. Die Teilnahme ist allerdings erst ab 18 Jahren möglich.
Auf einen einzigen Wintermantel festzulegen wäre doch langweilig, daher habe ich noch eine sportliche Alternative im Ärmel: einen graugrünen Parka von Weekday. Der ist zwar nicht mollig warm, aber perfekt geeignet für den Zwiebellook. Und sooo gemütlich!
Fortan zeig ich euch einfach ein paar Dinge, die mir zugesendet werden - wenn sie denn gefallen. Das war der Fall bei einer rosafarbenen Seidenbluse (auch nicht zu verachten waren die Pralinen...) des frisch gegründeten Labels "Blame" aus Berlin. Die studierten Modedesignerinnen haben Praktika bei Marc by Marc Jacobs, Preen, Hugo Boss oder Emma Cook gemacht und kennen damit sowohl Streetwear als auch High Fashion. Ihr eigenes Label beschreiben sie als "understated sophistication with a twist" und das kann ich anhand des Lookbooks nur unterschreiben.
Auf dem Flohmarkt von Opening Ceremony in New York hielt ich die T-Shirt-Kollektion "Love/Hate" und "Radarte" des Designerduos Rodarte schon mal in den Händen und fragte mich, wer 105 Dollar für ein simples Baumwollshirt mit "J'Adore"-Print ausgibt. Im Copyshop umme Ecke wäre dasselbe Ergebnis wesentlich kostengünstiger zu bekommen - aber hier zählt wie immer der Markenname. Wem es gefällt, den möchte ich natürlich trotzdem nicht vom Kauf abhalten.
Habe mich noch einmal an die Farbe Rot gewagt, diesmal aber nur in Form eines bei COS herabgesetzten T-Shirts (offensichtlich hat die Farbe nicht so viele Anhänger). Das Jäckchen mit kleinen Puffärmeln ist ebenso von COS. Dazu kommt meine seit Ewigkeiten im Dauereinsatz performende Lederhose von American Retro sowie eine dunkelgraue Srumpfhose. Schlicht und perfekt für einen langen Tag im Büro.
"That no one understand you doesn't mean your're an artist" prankt auf dem Brief, der gestern im Büro eintraf. Den Spruch gibts so ähnlich schon lange und ist bekannt, meinen trockenen Humor hat er aber natürlich gekriegt und so gab ich schon beim Umschlag öffnen ein "höhö" von mir. So weit, so gut: Vor mir liegt die erste richtige Ausgabe von Horst & Edeltraut. Die beiden attraktiven Namensträger, hinter denen eigentlich Johanna Moers und Cosima Bucarelli stecken, haben es sich zur Aufgabe gemacht, Berlin durch ihre Augen zu erleben.
Dieses Berlin soll eine junge und frische Perspektive haben und sich nicht auf den Mainstream fokussieren - die Themen: Bonnie Strange knipst ihren Freund Wilson Ochsenknecht in Frauenkleidern, Sasa Kovacevic wird als Design-Newcomer vorgestellt, Sara Kietzmann nimmt die junge Kunstszene unserer Hauptstadt uner die Lupe und eine Home-Story der anderen Art gibt es mit dem Türsteher der King Size Bar - in einem stillgelegten BVG-Gebäude.
Wie erwähnt lag ich vergangene Woche mit Grippe flach und war es leid, nach langsamer Genesung einfach so vor mich hin zu vegetieren. Also beschloss ich, mir mal "was Gutes zu tun" und mein lädiertes Gesicht auf Vordermann zu bringen. Obwohl ich nicht unbedingt der Typ für Kosmetik, Beauty, Spa und Co bin, war ich nach Julias Vorstellung von Susanne Kaufmann letzten Sommer Feuer und Flamme und schwor mir, einmal im Monat zur Gesichtsbehandlung zu gehen. Gemacht habe ich es zwei Mal, aber der Wille ist nach wie vor da.
Nun habe ich zum Wochenende hin mal die Konkurrenz ausgetestet: Das Cowshed Spa im Soho House. Dieses befindet sich im Keller in der Torstraße 1 und kann auch ohne Mitglidschaft benutzt werden. Die urige Atmosphäre ist das Gegenstück zu Kaufmanns steril weisser "Klinik" und ich habe mich auf Anhieb wohlgefühlt.
Da habe ich neulich getönt, in einen schlichten aber guten Wintermantel investieren zu wollen, gesucht wie wild und diesen dann - es ist wohl Schicksal - bei Acne gefunden. Genauer gesagt im Onlineshop Maendler, der diesen noch in meiner Größe hatte und mit einem Presserabatt plötzlich erschwinglich schien. Der Wollmantel "Galactic" ist genau das, was ich mir eigentlich schon die vergangenen Winter zulegen wollte: Warm, schick, vielfach einsetzbar und dank der Lederapplikationen (Ärmel, Reißverschluss, Gürtel) auch nicht zu öde.
Hilfe, ist das schön. Fast zu perfekt schön! Als ich Olaf Hajeks Wohnung bei Freunde von Freunden sah, fühlte ich mich plötzlich nicht mehr ganz so wohl in meinen eigenen vier Wänden. Dort gibt es nämlich immer irgendeine Ecke, die nicht mal annähernd perfekt ist - obwohl ich nach meinem Umzug vor einem Jahr hart daran gearbeitet habe, möglichst schnell alles so zu haben, wie ich es wollte. Trotzdem: Erst jetzt ist mein Ankleidezimmer perfekt, nachdem mein Freund sein Schlagzeug endlich anderweitig untergebracht hat und ich zusätzlich zum Riesenschrank eine Kleiderstange gekauft habe. Meine Schuhe haben auch erst kürzlich in einem Billoregal von Ikea ein Zuhause gefunden. Der Couchtisch wartet schon lange auf einen Nachfolger und die Suche nach dem perfekten Sofa dauert bereits geschlagene drei Monate.
Daher behaupte ich, nun jedes Möbelhaus in Berlin zu kennen, ich habe die gruseligsten und teuersten Sofas überhaupt gesehen und vermisse schmerzlich habitat. Weil mir langsam die Ideen ausgingen, fragte ich neulich bei Facebook in die Runde, ob jemand gute Tipps für Möbel-Onlineshops à la Impressionen habe. Ich finde nämlich, dass sich kleine Möbelstücke und Dekokram online besser kaufen lassen, als im abendlichen Berliner Straßenverkehr einen Tobsuchtanfall nach dem anderen zu bekommen.
Was dabei raus kam, ist eine ordentliche Übersicht inspirierender Shops, die ich euch hier aufliste, um kommende Umgestaltungsgelüste zu befridiegen.
Wie jedes Jahr animiert mich das Wetter im Übergang zwischen Herbst und Winter, kleidungstechnisch gemütlich zu werden. Die Schlafanzugphase letzte Woche tat ihr Übriges und so geht es auch heute ganz leger durch den Tag - mit Parka darüber übrigens sehr Fahrrad-tauglich, was man von meinen üblichen Rock-Outfits nun wirklich nicht behaupten kann.
Hose und Schal sind von Acne, Schuhe von Vagabond, Strickjacke von Weekday, Top von COS und der Gürtel ist von Aigner bzw Mama.
Im letzten Monat war ich zum ersten Mal morgens um zehn Uhr im Kino und das fühlte sich so merkwürdig an, dass ich den ganzen Tag verwirrt war. Gelohnt hat sich die Pressevorführung von "Somewhere" aber allemal: Der neue Film von Sofia Coppola ist unheimlich sehenswert und hat völlig zurecht den "Goldenen Löwen" in Venedig gewonnen.
Der Film handelt von einem erfolgsverwöhnten Hollywood-Star, der privat völlig verloren scheint: Er wohnt im Hotel, schmeisst jeden Tag Parties, schleppt eine Frau nach der anderen ab und verzichtet dabei natürlich nicht auf Rauschmittel. Erst als seine Tochter für ein paar Tage bei ihm leben muss, scheint er durch ihre Leichtigkeit und stellenweise erwachsene Art die Lust am Leben zurückzugewinnen. Die Geschichte ist eines sicher nicht: neuartig. Dennoch schafft es Coppola, das Thema anders anzufassen und umzusetzen. Die Stimmung des Films ist ruhig, gesprochen wird nicht viel und "alltägliche" Situationen wie die Privattänze von Stripperinnen erhalten eine ungewohnt hohe Aufmerksamkeit.
Die gesamte vergangene Woche war ich krankheitsbedingt ans Bett gefesselt und musste notgedrungen mal aus dem Alltagsgeschäft aussteigen. Ein paar Medikamente und mein Schlafanzug hielten mich natürlich nicht davon ab, meinen Laptop wie immer heiß laufen zu lassen - trotzdem war eine kleine Pause vom täglichen Bürowahnsinn ganz angenehm. Ohne das Produzieren am laufenden Band und die nicht zu beherrschende Menge an Emails mit Anfragen, Pressemitteilungen, Leserbriefen, Anrufen, Kooperationsvorschlägen, die Stapel von Post und den üblichen Problemchen hatte ich Zeit, über das Phänomen Modebloggen nachzudenken.
Am Wochenende habe ich mal wieder meinen Google Reader aufgeräumt und dabei festgestellt, dass das Verhältnis zwischen nationalen und internationalen Blogs immer unausgeglichener wird. Zwar habe ich schon immer mehr englischsprachige Seiten gelesen, doch aus deutschen Gefilden kommt für mich persönlich beinahe nie etwas Neues oder Neuartiges dazu (daher freute ich mich auch so über Sophia). Woran es liegt, kann ich schwer sagen - positiv ist aber doch, dass ich die Seiten, die vor zwei, drei Jahren entstanden sind, noch immer unheimlich gern konsumiere.
Damit der Fokus also mal wieder auf Blogs gelenkt wird, die ich wirklich gern anklicke, gibt es fortan (wieder) einmal wöchentlich den "deutschen Blogwatch" - ausschließlich gespickt mit Links aus der deutschsprachigen Blogosphäre.
So geht der Montag doch gut los: Lykke Li hat ihr neues Album halbwegs fertig und die erste Single-Auskopplung heisst "Get Some". Das muss gefeiert werden, weshalb der Song nur heute auf ihrer Website kostenlos heruntergeladen werden kann, genau wie auch "Paris Blue".
Hier geht es zur Kostprobe. Ihre anstehende Mini-Tour, die am 1. November in Berlin startet, muss Lykke mit dieser Aktion allerdings nicht promoten: Die ist nämlich bereits ausverkauft.
Clemens en August haben auch diese Saison wieder die einmalige Verkaufs-Tour durch Deutschland gemacht und stellen die neue Kollektion zu guter Letzt in der Berliner Galerie Neu aus. Einen Vorgeschmack auf die das gesamte Wochenende zum Verkauf stehenden Kleider gibt es hier.
Was juckt uns das trübe Wetter, wenn uns der Wochenendkalender prall gefüllt entgegen lacht und unsere tanzwütigen Beine bereit sind, den Stress des Alltags rauszuwackeln. Mit den Wochenendtipps gar kein Problem: Wir präsentieren euch vom tollen Designerflohmarkt im Apartement Berlin bis zur aktuellen Station der Tommy Hilfiger "Get Loud"- Veranstaltungsreihe zum Beispiel einen Weg, schon jetzt ins neue Jahr zu feiern...
Die Vogue Paris zwitscherte heute Morgen via Twitpic das Cover der Novemberausgabe, das Natasha Poly als Squaw zeigt: Blaues Augen-Make-Up, Federn in den Haaren und mit üppiger Zopffrisur bestückt verkündet sie "Love and Peace".
Die Frisur kam mir sogleich verdächtig bekannt vor: Genauso sah Natasha doch bei der Show von Givenchy aus, nur trug sie dort dunklen Lippenstift. Ob sich Carine die Kosten für ein aufwändiges Shooting gespart und Natasha gleich nach der Modenschau abgelichtet hat? Ein eindeutiges Indiz könnte sein, dass auf beiden Bildern die Augenbrauen hell gefärbt sind...
Vor genau drei Jahren hechelte ich einer Bluse wie dieser ununterbrochen hinterher (verantwortlich dafür war wie so oft King Karl) und wurde doch nicht fündig. Als bei Urban Outfitters in Stockholm vergangene Woche dieses Exemplar aus heiterem Himmel vor mir lag, entfachte meine längst vergessene Leidenschaft und ich kaufte das gute Stück direkt vom Fleck weg. Da soll noch mal einer sagen, Mode sei so kurzlebig - für mich ein klarer Klassiker!
Im Onlineshop habe ich die Bluse von Pins & Needles übrigens noch nicht entdecken können.
Überall auf der Welt gleich aussehen, Klappe, die Zehnte: Auch die japanische Modekette Uniqlo plant eine Expansion nach Deutschland. Bereits im Dezember berichtete die Textilwirtschaft von den Plänen, ein genaues Datum gibt es noch nicht. Nur auf den Standort Berlin hat man sich inzwischen wohl festgelegt. Auslöser für die Entscheidung, in Europa weiter zu expandieren, sei der Erfolg der Filiale in Paris gewesen. Uniqlo ist auf Basics spezialisiert und geriet besonders durch die Zusammenarbeit mit Jil Sander in die breitere Öffentlichkeit.
Die aktuelle Textilwirtschaft berichtet weiterhin, dass Forever21 aus den USA "massiv auf den deutschen Markt (drängt)" und damit H&M, Zara und Co. Konkurrenz machen möchte. Qualitativ würde ich den in Amerika bekannten Retailer aber weiter unten ansiedeln.
Dass all die internationalen Ketten auf den deutschen Markt stürmen, ist keine Überraschung: Deutschland ist für H&M beispielsweise der grösste und wichtigste Markt in Europa - klar, dass da die Mitbewerber von ganz alleine hinterher kommen.
In der sleek erschien vergangenen Monat das Bloggerspecial in Kooperation mit swatch und nun gibt es das "Behind-the-Scenes"-Videos dazu. Darin erzähle ich ein klein wenig über LesMads und wieso ich welche Uhrfarbe ausgewählt habe - Rot war leider noch bei Diane Pernet in Paris, sonst wäre das wohl meine erste Wahl gewesen...
Das Foto entstand übrigens irgendwann im August im Hinterhof von Andreas Murkudis.
Zwei Mal aktueller Lesestoff. Stefano Gabbana lästert aus heiterem Himmel via Twitter über Stella McCartney: Mehr bei The Cut.
Who ????? The daughter of the singer ????? (...) Yeah, she's upcoming after 15 years doing nothing!! Hahahaha
Katrin Kruse in der taz (via blica):
Und plötzlich hört man Leute über die Modezirkushaftigkeit der Mode lamentieren, die früher genau deswegen nach Paris gekommen sind. Friseure schimpfen über die "freudlosen, tablettensüchtigen, staksenden Weiber" und Chefredakteurinnen über die "respektlosen" Gerüchte-Schreibseleien der "Entschuldigung: fucking Blogs". "Was? Du schreibst eine tägliche Kolumne? Online?" Das Gesicht der Schweizer Kollegin glitzert vor Verachtung. Wer dieser Tage auf die Pariser Schauen fährt, der behält das Gesehene besser für sich. Denn - berichten tun ja schon alle anderen.
Da habe ich doch glatt noch ein paar Bilder aus Paris übrig und diese beiden hier gefallen mir besonders gut: Die Trägerinnen setzen auf Signalfarben und ich kann mich gar nicht entscheiden, welche Kombi besser gefällt.
Shini von Park & Cube macht vor, wie man den den "Camel Belted Maxi Coat" von Asos White trägt: Mit pfirsichfarbener Chino, Oxford-Schuhen und hochgeschlossenem Hemd. Wenn das mal nicht ein direkter Grund ist, den knöchellangen Supermantel zu kaufen - groß muss man dafür nämlich offensichtlich nicht sein...
Im Juni berichtete die Fachzeitschrift "Textilwirtschaft", dass schon diesen Herbst die nächste Fililale von Urban Outfitters in Köln und kommendes Frühjahr dann in Berlin eröffnen würde. Der Herbst ist in vollen Gange und bislang hat sich gar nichts getan - Grund genug, mal bei der deutschen PR-Agentur anzufragen. Diese verkündete heute auf Nachfrage bei den Kollegen in London:
"Es ist sicher, dass es in Berlin bald einen Store geben wird und Urban Outfitters möchte auch weiter in Deutschland expandieren."
Offensichtlich ist es nicht ganz so einfach mit der Standortsuche... wir halten euch auf dem Laufenden. Immerhin wurde diesen Monat der deutsche Onlineshop eröffnet - nur die Versandkosten belaufen sich auf horrende 12,95 Euro. Ab 150 Euro Warenwert gibt es "Free Shipping".
Neue Tücher braucht das Land und hier setzen Valerie Christoph, Svetlana Jakel und Tanja Pfoser aus Frankfurt an, um unsere Hälse mit bunten und außergewöhnlichen Prints zu verschönern. Genau 111 Tage haben die drei benötigt, um die Weichen für ihr Projekt zu stellen, woher der Name Hundred Eleven Days rührt.
Die Idee: Kreative Arbeiten von internationalen Künstlern auf natürliche Materialien wie Seide oder Baumwollgewebe in Form von Tüchern und Schals drucken und diese dann
ausschließlich in Deutschland und nach hohen Qualitätsstandards produziert und verarbeitet gleichermaßen an Mann und Frau zu bringen.
Hut und Feder sind eine feine Kombination und erinnern lange nicht mehr an Jäger und Sammler. Topshop hat ein paar schnieke Varianten, die ihr alle in der Kategorie "Hut" findet. Ich tendiere ja zu Weinrot oben rechts...
Von wegen, die erste Kollektions-Preview von Lanvin für H&M gäbe es erst Anfang November: Eines der Kampagnenmotive hat sich nun doch wieder ganz clever an die Öffentlichkeit geschlichen. Verantwortlich dafür ist Vogue.com, die den ersten Shot von David Sims veröffentlichen durften. Die Models sind Hannelore Knuts, Jane Schmitt, Tati Collitar und Natasha Poly und die glamourösen Kleider zeigen unverkennbar den Stil von Designer Alber Elbaz: One-Shoulder, Perlenketten, große Sonnenbrillen, Blazerkleid und Rüschen. Wer von euch rennt am 23. November nun noch sicherer in den Laden?
Foto: Carolines Mode
Auf style.com wurde sie gerade in die Top-Ten der Newcomer-Models gewählt: die 18-jährige Schweizerin Julia Saner. Vor genau einem Jahr sollte sich im Weltfinale des "Elite Model Look"-Contests ihr Werdegang abzeichnen, da sie sich gegen 66 Konkurrentinnen durchsetzte und einen Modelvertrag mit einem garantierten Einkommen von 150.000 US-Dollar gewann. Danach ging es Schlag auf Schlag für Saner, berichtet der Schweizer Tagesspiegel - nach ihrem Abitur sollte sie diese Saison besonders in Mailand und Paris mit rund 27 gelaufenen Schauen aber erst richtig durchstarten.
Sie lief für Fendi, Gucci, Moschino, Dries van Noten, Alexander McQueen, Celine, Givenchy, Louis Vuitton oder Chanel und Anna Wintour soll bereits ein Auge auf Julia geworfen haben. Bei Valentino eröffnete sie sogar die Show. Ein recht beeindruckender Einstieg für ihre erste Modelsaison! Wie surreal das noch für sie ist, erzählt sie in einer kleinen Homestory in der Schweizer Illustrierten.
Für den 4. Oktober hatte sich Asos in Deutschland angekündigt, aber bis heute ist nichts geschehen: Was ist denn da los? So ganz professionell wirkt es jedenfalls nicht, wenn ein Datum verkündet und dann nicht eingehalten wird - ohne jegliche Updates.
Auf Nachfrage haben wir nun erfahren, dass sich "der Start der deutschen Seite leider etwas verzögert" und man das exakte Startdatum noch nicht kenne (oder noch nicht final kommunizieren möchte?). Sobald es hierzu Neues gibt, lassen wir es euch wissen!
Weiter geht es mit der "7 things you love"-Reihe, diesmal mit einem recht frischen Stern am deutschen Modebloggerhimmel: Sophia vom Blog "kabutar". Über die Seite der 19-jährigen Hamburgerin bin ich kürzlich erst gestolpert und war direkt schwer begeistert.
Sie illustriert nicht nur und hat zauberhafte DIY-Ideen, sondern lässt sich auch von Laufsteg-Looks oder Editorials zum Nachstylen anregen. Daraus entstehen hochwertige Bilder mit spannenden Kombinationen, bei denen vor allem nicht eine Prise Glamour fehlen darf. Sophia sieht stets edel und ein klein wenig opulent aber nie altbacken aus - Gründe genug, sie nach ihren sieben Herzgegenständen zu fragen.
Auch Prose Studio, das Label der Schorndorfer Designerin Miriam Lehle, war eines der zahlreichen deutschen Vertreter auf der Tranoi-Messe in Paris. Leider haben wir den Stand vor Ort nicht gesehen, dafür verzaubert nun aber das Lookbook der frischen Sommerkollektion für 2011 namens "Spiracles". Zarte Fransen zieren edle Röcke, leicht aufgeribbelte Netze werden über eleganten beigefarbene Röcken getragen und der offene Saum an Blazern weisen einen gewissen Zerstörungscharakter auf, harmonieren aber fantastisch mit den Schnitten, Volumen und Stoffen.
Leicht mitgenommen stieg ich Freitag Früh in den Flieger für die "Casual Friday Party" von Marc O'Polo, die im Store in der Biblioteksgatan stattfinden sollte. In Stockholm waren vergangene Woche nämlich Press-Days und in der Stadt Event-technisch beinahe so viel los wie bei der Fashion Week.
Ich erwartete einen kleinen Umtrunk mit Live-Musik (die Hamburger Band Hundreds spielte), schließlich sollte ich gemeinsam mit Sonny ein wenig über "Casual Looks" in unseren Heimatstädten im Vergleich zu Stockholm sinnieren.
Burberry hat es vorgemacht und diesen Winter kommt niemand ohne das Revival der Lammfelljacken aus. (Eine alte Benetton-Version von 2003 hängt noch im Keller meiner Eltern!) Das häufig unechte helle Fell gibt es in dicken braunen Lederjacken, klassischen Mänteln oder sportlichen Aviator-Jacken und hängt inzwischen auf jeder Highstreet-Ketten-Stange.
Als im Juli die Kampagne von Topshop veröffentlicht wurde, steigerte sich das Haben-Wollen-Gefühl immens und ich war sicher, mir diesen Winter irgendein Modell zuzulegen. Ich habe in den vergangenen Wochen also anprobiert, was das Zeug hielt und je mehr ich die Dinger auf der Straße sah (nicht einmal die Secondhand-Läden bieten noch andere Winterjackenmodelle als die Fellversionen an...), desto geringer wurde der Wunsch nach der eigenen Version.
Das Streetstyle-Bild von Anne Bernecker zeigt zwei Londoner im Partnerlook und sie schreibt: "James and Elisabeth in his and hers Sheepskin Jacket...the must have item of Winter 2010." Und damit trifft sie den Nagel auf den Kopf: In 2011 wird kein Hahn mehr nach den Dingern krähen und dafür sind die schönen Versionen einfach zu teuer. Ergo: In einen klassischen Wintermantel investieren!
Wären die Hintergründe nicht so verräterisch, ließe sich stiltechnisch doch kaum ein Unterschied zwischen Berlin und Stockholm feststellen...
...musste ich eigentlich nur eine neue Strumpfhose kaufen. Fand aber gleich am Eingang von Urban Outfitters diese für Kate Lanphear typische Military-Jacke mit Lederärmeln. Saß perfekt, fühlte sich gut an und trotzdem war ich nicht bereit, rund 200 Euro dafür hinzublättern. Zum einen, weil es keine Winterjacke ist und zum anderen, weil man das doch recht einfach nachbasteln kann - Ärmel einer alten olivfarbenen Jacke abschneiden und Lederjacke drunterziehen.
Das recht neue Münchner Husk Magazine für Herbst/Winter steht in den Startlöchern und ich habe eine ganz feine Preview für euch, die hoffentlich wett macht, dass ich die Vorgängerausgabe hier nicht besprochen habe. Denn empfehlenswert (spannende Interviews und guten Editorials) ist Husk allemal.
Viele Wochen haben wir euch unkommentiert und ohne Ausgehtipps ins Wochenende entlassen. Damit ist nun aber Schluß, denn es gibt ausreichend Material, um euch die freien Stunden sowohl tagsüber als auch nachts zu versüssen. Mit wärmsten Empfehlungen gibts hiermit also unseren Wochenendausblick. Happy Weekend!
Gerade habe ich auf meinem Flug nach Stockholm doch wieder was gelernt: Im Interview mit "Welt Kompakt" spricht Modefotograf Juergen Teller über Nacktheit, "das Natürlichste überhaupt", dass es in der Modefotografie nur noch um Geld gehe und bestätigt, keine Schamgrenze zu haben.
Neu war mir die Tatsache, dass Teller Vivienne Westwood mit 68 Jahren nackt abgelichtet hat und diese die Bilder bei späterer Betrachtung ganz und gar nicht schockierend empfand: "Nee, die war total begeistert und ziemlich stolz. Sie sagte: Thank God I did that! Sie sieht sehr jugendlich aus, sehr kokett, wie ein Teenager."
Meinen Respekt hat sie, die Vivienne.
Das nenne ich mal eine gelunge Schaufenstergestaltung: Das Luxuskaufhaus Printemps hatte zur Modewoche in Paris Mottowoche namens "Printemps loves New York" und hat die big player der US-amerikanischen Modemetropole humorvoll in Szene gesetzt.
Alexander Wang bekam das Monster-Hot-Dog, Michael Kors Tomatenspray und Proenza Schouler Superman. Grosses Kino - habe mich dabei ertappt, wie ein kleines Mädchen mit offenem Mund und grossen Augen vor den Fensterscheiben zu kleben...
Vor ein, zwei Jahren verging kein Tag ohne Peaches Geldof in der Presse, in jüngerer Vergangenheit wurde es aber wieder ruhiger um sie. Nun widmet sich das französische Onlinemagazin Dirrty Glam "Brit Young Things" und da darf Miss Geldof natürlich trotzdem nicht fehlen und belegt gleich das Cover.
Die Bilder, die Peaches auf dem Boden räkelnd in schwarzem Minikleid zu Leder-Overknees und dunklem Lippenstift zeigen sind ohne Frage gelungen, hätten aber auch gut und gerne vor genau zwei Jahren entstanden sein können. Damit könnte es schwierig werden, den It-Girl-Status aufzupolieren...oder kann es von derartigen Editorials einfach nie genug geben?
Da hab ich mich wochenlang auf Weekday in Berlin gefreut und war bislang erst ein einziges Mal in der Filiale - und das, obwohl ich jeden Tag daran vorbeiradel. Gestern hab ich mich nach Feierabend aufraffen können mal wieder vorbeizuschauen und hatte binnen weniger Minuten einen schweren Arm von lauter Klamotten. Besonders die Bluse aus der Kooperation mit der Antwerpener Designstudentin Mariel Manuel fiel mir auf, obwohl süsse Prints und Farbe nicht zu meinen sonstigen Kleidern passen (eher zu dir, Dotti!).
Nun habe ich mich dennoch schwer verliebt und überlege hin und her, ob das famose Stück in meinen Kleiderschrank gehört. Was meint ihr?
Schon oft habe ich über den Berliner und Stockholmer Stil sinniert und morgen darf ich es dann sogar mal offiziell: Auf Einladung von Marc O'Polo geht es morgen in die schwedische Hauptstadt zur "Casual Friday Party", die gemeinsam mit meiner Lieblingsseite rodeo.net geschmissen wird. Im Rahmen der Veranstaltung gibt es von mir dann mal einen direkten Vergleich zwischen den beiden Städten - bin gespannt, wie das wird! Sonny von Abdul Lagerfield ist auch dabei, um dieselbe "Analyse" für Amsterdam zu machen.
Sollte jemand von euch in Stockholm sein, kommt vorbei: Bibilioteksgatan 11.
Das Label Ornamenta von der Italienerin Stefania Bosio sollte kurzfristig ihre allererste Schmuck-Kollektion auf der Pariser Tranoi vorstellen, wo wir sie inmitten von Berliner Designern auf dem dritten Stock entdeckten. Obwohl entdecken wohl die falsche Formulierung ist - an dem opulenten Schmuck in Origami-Form konnte man kaum vorbeigehen. Alle Stücke sind auf Bali handgefertigt worden und sehen nicht nur aus wie Origami, sondern sind tatsächlich mit genau dieser Falttechnik zu Stande gekommen.
Im Rahmen des 4. Europäischen Monats der Fotografie Berlin 2010 wird im November eine sehr interessante und ästhetisch ansprechende Ausstellung im Camerawork in Berlin präsentiert. Die Rede ist von Garry Winogrand und seiner Arbeit "Women Are Beautiful", die im Jahr 1975 entstanden ist.
Der bekannte Kurator des MoMA, John Szarkowskie, wählte damals 85 Werke aus, die das Leben und Treiben junger und emanzipierter Frauen der damaligen Zeiten und Sitten aufzeigte. Winogrand wird nämlich häufig als Begründer der "street photography" bezeichnet, weil er bereits in den 60er und 70er Jahren unzählige Frauen in den Straßen von New York (genau wie auf Parties oder Demonstrationen) knipste.
Versprochen, hier kommt unsere letzte Ladung Streetstyles von der Modewoche in Paris! Die Bilder sind genau vor einer Woche bei der Show von Hermès entstanden und zeigen noch einmal die schnieken Editorialistas und Schauenbesucher.
Bei dem japanischen Designer-Duo Kaito Hori und Iku Furudate von Commuun ging es sportlich, simpel und mit hellen Tönen etwas schleppend los. Doch was zuerst fast langweilig erschien wurde von Look zu Look aufregender, bis uns zum Schluss aufwändige Kleider mit Tüllwolken zum Träumen brachten. Bei dem Finale war der Anfang längst vergessen und wir hoffen, dass das Label mit unverkennbarem Japan-Flair so weitermacht.
Daisy Lowe und Josh Beesh wurden kürzlich zu den Kampagnengesichtern des neuen Duftes "Loud" von Tommy Hilfiger Denim gekürt und kommen diesen Donnerstag (14. Oktober) mit einer Mission in unsere Hauptstadt: den Launch feiern, was das Zeug hält! Im Berliner ewerk werden The Ting Tings als Headliner auftreten, die gleichzeitig den Song "We're Not The Same" zur Werbung beigesteuert haben.
Später sorgen dann noch Michi Beck, DJ Headman oder Peaches für Bewegung auf der Tanzfläche. Los gehts um 21.30 Uhr, Wilhelmstraße 43. Tickets gibt es im Hilfiger Denim Store in der Rosenthaler Str. 38 und an der Abendkasse.
Wie Speedy Gonzales flitzten wir bei der Paris Fashion Week von Events zu Schauen und Showrooms. Wieviel Material dabei gesammelt wurde, zeigt zumindest meine Festplatte - dass der Marathon aber bald wieder eine Woche zurückliegt, kommt mir beinahe surreal vor.
Von Chloé haben wir immer noch einige Augenschmäuse für euch und mein Liebling ist Anja Rubik in dem fantastischen Jumpsuit.
Auf der Einladung für den Presse-Brunch in der Paris Bar prankt ein Affe mit Rose im Mund und auf der Rückseite lädt der deutsche Designer Wolfgang Joop handschriftlich verheißungsvoll zur "Verlobungsparty" ein: "No matter my age, I'm engaged again!" Dass es dabei weniger um sein Privatleben sondern neue Projekte gehen würde, ahnten wir bereits anhand des Hinweises "Her name that starts with G". Dass Joop aber neuer Kreativpartners der Kaufhauskette Galeria Kaufhof ist, überraschte dann schon.
Geplant ist eine langfristig angelegte kreative Zusammenarbeit. Das bedeutet erst einmal aber nicht, dass Joop nun Kollektionen entwirft, sondern vielmehr Konzepte mitentwickelt, um aus Galeria Kaufhof eine Lifestyle-Marke zu schaffen. Los geht es dann in der Weihnachtszeit. Da gibt es dann nicht nur einen von Joop gestalteten Weihnachtsbaum, sondern er fungiert zusätzlich als Gesicht der neuen Print- und Onlinekampagne.
Eine kleine Wunschliste für den Oktober:
Im Pariser Pelican Avenue Showroom stellte vergangene Woche auch das deutsche Designertrio hui-hui aus. Die auf Antwerpen, Hamburg und Berlin verteilten Mädels Johanna, Anna und Katharina habe ich genau wie Issever Bahri bereits im Interview vorgestellt aber erst in Paris kennengelernt.
Die neue Sommerkollektion ist genauso farbenfroh wie die Vorgänger und die neuen Tücher muss ich ganz dringend besitzen...
Das kommt mir sehr gelegen: COS startet morgen (13. Oktober) seinen Midseason-Sale und reduziert ausgewählte Teile bis zu 50%. Bei meinen letzten Besuchen musste ich regelmäßig aufpassen, mich mit nur wenigen Kleidern nicht komplett in den Ruin zu stürzen - vielleicht gibt es nun aber doch noch ein rotes Kleid für mich. Wie immer heisst es: first come, first serve!
Der Auftritt dieser beiden Ladies nach der Show von Wunderkind ist mir noch immer etwas schleierhaft: Sie stiegen immer und immer wieder die Treppen des Palais de Tokyo rauf und runter und warben offensichtlich für ihren Look. Aber welchen Part genau? Da hätten wir a) die omnipräsente Farbe Beige, b) die Fellelemente (Mantel und Schuhe), c) die Lederclutches oder d) den Gesamt-Look. Hinweise werden gern entgegen genommen...
Hawaii-Alarm in Paris: John Galliano hat sich für seine Sommerkollektion 2011 für Dior von der Südsee inspirieren lassen und beachtlich bunte und luftige Kleider entworfen. Bei unserem Re-See-Termin in Paris, also dem Showroom-Besuch nach der Show, haben wir einen genaueren Blick auf die Kreationen geworfen. Wie aufwändig teilweise Materialien und Designs sind - wie in diesem Fall die geknoteten- sieht man häufig gar nicht auf den Laufstegbildern. Aber hoffentlich auf unseren.
Für mich ist der Großteil allerdings stark an der Grenze zu kitschig. Die Mäntel mit Lederapplikationen treffen meinen Geschmack schon eher. Dafür bekam der Schmuck im Schrank ganz besonders mein Augenmerk - der ist klassisch, schön und zeitlos.
Aus aktuellem Anlaß (ich lasse seit unerträglich langer Zeit meinen Pony wachsen) muss ich derzeit Mittelscheitel tragen. Das gefällt mir zwar ganz gut, allerdings wirkt es weder zeitgemäß, noch lassen sich damit viele Frisuren kreieren. Bei den Schauen für die kommende Sommersaison konnte ich mich nun aber wieder dank vermehrtem Auftauchen inspirieren lassen: Designer wie Valentino, Yves Saint Laurent oder Stella McCartney schickten hübsche Mittelscheitelfrisuren über den Laufsteg.
Bei Chanel wurde der Mittelscheitel sogar mit einem schwarzen Strich nachgezeichnet. Ob sich da wieder was anbahnt?
Gar nicht mal lange gibt es das Designduo Issever Bahri, da haben die Berliner Absolventinnen der HTW dieses Jahr auch schon den Premium Young Designers Award gewonnen. Das nahm ich im Juli zum Anlaß, die beiden zu interviewen, tatsächlich hatte ich ihre Entwürfe zu dem Zeitpunkt jedoch noch nicht gesehen.
Das wurde nun auf der Tranoi in Paris nachgeholt und ich freue mich, dass der Award mehr als verdient an Cimen und Derya gegangen ist. Hoffentlich haben die Einkäufer kräftig zugeschlagen...
Die letzte Saison war von Schirm und Melonenhut geprägt, für das kommende Jahr setzt Gaultier bei Hermès auf einen flachen Zylinderhut samt Peitsche. Um das letztere Accessoire nicht ganz ohne Grund von dem Opening Model, der omnipräsenten Karlie Kloss, auf den Catwalk zu bringen, wurde als Hintergrundkulisse eine Arena mit Reitern gewählt, die unter pompösen Kerzenleuchtern im Takt galoppierten.
Wie bei vielen der großen Labels momentan steht auch bei Hermès eine große (oder in dem Business doch eher kleine) Veränderung bevor: Die Sommerkollektion beendet die Ära von Jean Paul Gaultier für Hermès. Sein Nachfolger ist Christophe Lemaire, ehemals bei Lacoste.
Herzlichen Glückwunsch, ZEITmagazin! Diesen Donnerstag feiert das Magazin seinen 40. Geburtstag und wir dürfen mit einer exklusiven Cover-Preview mitfeiern. Claudia Schiffer interpretiert passend zu ihrem eigenen 40. Geburtstag dieses Jahr in einem rund 100-seitigen Sonderheft vierzig Jahrzehnte Lebensgefühl: Hippies, Yuppies, Ökos, Disco, Hip Hop, Grunge, auch die Madonna der 80er. Und natürlich auch den Popper-Look, denn der wurde vom ZEITmagazin 1980 mit einer Titelgeschichte "entdeckt".
Wir haben drei der rund 40 (!) Cover, die auf die Gesamtauflage der ZEIT verteilt werden, als Preview für euch und fragen mal in die Runde: Wie gefällt sie am Besten, die Cloodia? Als Popper, Grunge-Göre oder Hippie? Ein 20-köpfiges Team um Fotografin Frederike Helwig hat sich vergangenen Monat zwei Tage lang in London ins Zeug gelegt, um das Topmodel möglichst unterschiedlich zu inszenieren.
Passt wie angegossen zur nahenden kalten Jahreszeit: der "Black Quilt"-Mantel von Blauer USA. Das gute Stück ist tailliert, mit Gänsedaunen gefüttert und hält trotz des federleichten Tragecomforts mollig warm. Ab sofort in ausgewählten Geschäften erhältlich.
Weil es während der Modewoche in Paris keine täglichen Blogwatches gegeben hat, hole
ich diese nun im Rundumschlag nach und präsentiere den großen Wochenrückblick!
Die nudefarbene Lederjacke von Céline wird auch noch diese Saison getragen. Wäre ja auch zu schade, dieses Traumstück bereits im Schrank versauern zu lassen.
Karl Lagerfeld hatte für Chanel eine ganze Armee an Models in den Grand Palais bestellt, nach der Show verschwanden diese in den Massen allerdings so unglaublich schnell, dass wir nur ein paar davon ablichten konnten. Unser Liebling Lindsey Wixson (Header rechts) ist genau wie die schüchterne Siri Tollerod mit von der Partie.
Vielleicht erinnert ihr euch an unser Interview mit Ella Haberlach, der Designerin von seelenkleid. Auf der Modemesse Tranoi in Paris stellte sie nun ihre ganz frische Sommerkollektion vor, die wir uns natürlich näher angeschaut haben. Ihre Arbeiten mit Silikon werden immer besser und fliessen ganz selbstverständlich in ihre tragbaren und diese Saison aus Beige und Weiß bestehenden Looks ein. Ganz, ganz zauberhaft!
Inmitten all der für Paris üblichen Eleganz gab es glücklicherweise auch ein paar schräge Vögel bei der Modewoche. Diese Horde stellte bei Vivienne Westwood ein Klavier auf dem Kopf oder einen Busenfreund zur Schau...
Wolfgang Joop zeigt mit seinem Label Wunderkind seit Jahren in Paris und passt unheimlich gut zu der Modewoche. Im Palais de Tokyo waren die Gäste zwar überwiegend deutsch, dafür kamen aber alle wichtigen Magazine und als special guest schlich sich wenige Minuten vor Show-Beginn Bill Kaulitz von Tokyo Hotel in die erste Reihe.
Joop schickte wie gewohnt seine Lagenlooks über den Laufsteg, setzt im kommenden Frühjahr aber auf mädchenhafte Kirschenprints, lustig gezwirbelte Haare und erinnert mich mit Plateaus und gestreiften Strumpfhosen in Kombination mit gewagten Mustermixen an Harajuku-Püppchen und Pippi Langstrumpf. Die A-Linie hat es Joop besonders angetan, gemeinsam mit den Früchten und Blüten auf schwarz-weissem Karodruck und unendlich vielen Blumenprints war das Auge allerdings schlichtweg überfordert.
Wenn man sich nun aber die durch vermutlich unzählige Unterröcke zustande gekommene A-Linie sowie die Mustermixe wegdenkt, sind wahnsinnig schöne Einzelteile mit individuellem Charakter zu finden.
Ein tolles Modelcasting von Anja Rubik über Karolina Kurkova bis Toni Garrn guckt man sich natürlich gerne auch mal aus der Nähe an und so kam die Backstage-Einladung von Elie Saab nur allzu gelegen.
Neben den Model-Schönheiten waren auch die Stoffe der Abendroben eine genauere Betrachtung wert. Auf ein paar Bildern und in einem kleinen Video haben wir den kurzen Trip hinter die Kulissen für euch festgehalten.
Ein Stück Dänemark in Frankreich: Wir trafen am Wochenende die entzückende Elise von anywho bei der Show von Viktor & Rolf und da fiel mir erst auf, was in Paris rund um das Modegeschehen so rar ist: der skandinavische Stil! Eine schöne Abwechslung also...
Frida Gustavsson stahl outfittechnisch auch nach Viktor & Rolf allen Models wie gewöhnlich die Show, dennoch wollen wir euch die Looks der anderen Schönheiten ala Jourdan Dunn oder Jac schon wieder zeigen.
Couturier Elie Saab schaffte für die Sommerentwürfe den Sprung zurück in die Seventies, ohne dabei seine Markenzeichen zu vernachlässigen. Die Schnitte wurden nur leicht abgeändert und das ein oder andere Mal wurden keine Kleider, sondern Hosenanzüge mit weiten Marlenehosen über den Catwalk geschickt.
Dem Inspirationsjahr entsprechend fehlte es nicht an Bestickungen oder großem goldenem Schmuck. Schwere paillettenbesetzte Stoffe, Seide oder plissiertes Satin wurden in weitaus auffälligeren Farben als gewöhnlich vorgeführt: Apricot, Königsblau, Beige und Gelbgrün dominierten die Looks, ein sommerlich leichter Print rundete das Ganze perfekt ab, indem er alle Farben der Kollektion vereinte.
Und weiter geht es mit gut gekleideten Damen (und einem Herren) aus dem Jardin des Tuileries. Bei Dior waren wohl die meisten Fotografen auf einem Haufen, die wir bislang beobachtet haben. Gelohnt hat es sich angesichts der Ausbeute also für alle.
Die gesamte Woche lag mein uralter roter Trenchcoater, den ich secondhand in einem Londoner Shop gekauft habe, unangerührt in meinem Koffer. So recht getraut habe ich mich nicht, die doch sehr auffällige Farbe zu tragen und gab mir dann doch irgendwie den Ruck, einfach mal zu machen.
Mit Cremefarben gefällt mir der Rotton sehr gut, aber ich denke ich muss noch ein wenig kombinieren und ausprobieren, bis das Stück wieder zu meinem Liebling wird. Top und Schal sind von Acne, Schuhe von Vagabond.
Nach der Show von Louis Vuitton stürmte ich sogleich backstage und traf viele Models noch in ihren Kleidern an. Lindsey Wixson, Karlie Kloss oder Freja Beha posierten für die Kameras und Marc Jacobs wurde von einer Horde Journalisten überrollt.
Den Trubel habe ich sowohl in Videoform als auch fotografisch festgehalten.
Der Modewochenmarathon wurde gestern Abend mit der Show von Miu Miu beendet und wir sind ganz schön fashion weak. Natürlich folgen noch viele Berichte von den Schauen und dem Geschehen drumherum. Genau wie ein näherer Blick auf Miuccia Pradas Kollektion, die mit Ausnahme von dem entzückenden Schwanenprint noch verdaut werden muss. Bild via wwd.
Darauf schaute die gesamte Modewelt: Sarah Burton präsentierte Dienstag ihre erste eigene Kollektion für Alexander McQueen nach dem Tod des Designers. Die Last auf ihren Schultern muss unerträglich gewesen sein, gemeistert hat sie die Premiere aber mit Bravour und eine wahnsinnig schöne und bis ins kleinste Detail stimmige Kollektion abgeliefert.
Dass Burton rund 16 Jahre an McQueens Seite gelernt hat, verrieten die Entwürfe auf den ersten Blick: Sie präsentierte die einzigartigen Silhouetten sowie mit Fasanenfedern besetzte und beinahe königliche Roben. Zwar empfinde ich die zauberhaften Kleider eher als Haute Couture denn Ready-to-Wear, gemischt mit wenigen barock angehauchten Hosenanzügen ist die Richtung gen tragbar aber erkennbar.
Meine erste Show von Louis Vuitton verlief hektischer als geplant - zehn Minuten vor offiziellem Beginn erreichte ich das Carree du Louvre, in dem extra für Vuitton ein Zelt aufgebaut wurde. Drinnen waren die Ränge bereits bis auf den letzten Platz gefüllt, der schwarze Marmorlaufstegboden funkelte und am Anfang thronten drei ausgestopfte (echt oder unecht konnte ich schlecht sagen) Tiger.
Während ich mir den Weg durch unzählige Fotografen zu meinem Platz bahnte, ging plötzlich die Musik los und das erste Model stolzierte über den Catwalk. Völlig irritiert lief ich bis ans Ende, knipste drauf los und sah mir später die Bilder an. Marc Jacobs hat sich die 20er-Jahre vorgeknöpft und eine unheimlich glamouröse Kollektion mit übertrieben viel Animal-Print kreiert, in der beispielsweise Zebras auf Kleider gedruckt wurden oder sich Giraffen auf einem Hosenanzug emporräkelten. Glitzernde Cocktailkleider, lange Tuniken und üppig bunte Accessoires sollen aus Natürlichkeit aufgesetzte Looks entstehen lassen.
"It just seems more exciting than just boring clothes", erklärte sich Jacobs später. Die Farben seien "deep, decadent, sexy": Bronzetöne, Türkis, Blau und viel Glitzer fanden sich sogar in den Fächern wieder. Marc versammelte eine Horde Topmodels wie Freja, Frida; Kirsten McMenamy schloss die Show oben ohne, allerdings mit Body-Painting im Zebra-Look.
Wie soll man die Designer agesichts dieser Ähnlichkeiten noch auseinander halten? Fest steht allerdings, dass wir hier einen handfesten neuen Trend hätten. Sowohl Stella McCartney als auch Chloé, Céline und The Row setzen auf weisse lockere Looks. Meist mit weiten Hosen, Hemd und Blazer.
Bin gespannt, inwiefern sich das im kommenden Sommer durchsetzen wird.
Für Karl habe ich noch einmal den eleganten Rock von H&M ausgepackt! Pullover ist von Zara, der Schmuck ebenso vom Schweden.

Die Champs-Élysées verbindet man mit Luxusmarken, dem Triumphbogen und reichen alten Ladies - das sind wohl die Gründe, wieso H&M zwei Jahre lang für die 11. Pariser Filiale in der Hausnummer 88-90 kämpfen musste. Rund 2.800 Quadratmeter verteilen sich auf drei im industriellen Chic gestalteten Etagen und dass sich der Laden auf einer der teuersten Shoppingmeilen der Welt befindet, merkt man wohl an dem Schnickschnack wie rauf-und runterfahrenden Riesenscreens, moderner Musikbeschallung und den Promis, die Montagabend zur Eröffnungsparty kamen.
Alle Bilder davon gibt es hier zu sehen - unser persönliches Highlight hingegen war das kleine Geschenk beim Verlassen des Stores: die Schlauchkette mit passendem Armband im Goodie-Bag. Wurde sofort ausgeführt!
Kurze Verschnaufpause von Paris, Kunstfreunde aufgepasst! Vom 7. bis 10. Oktober findet die Urban-Art-Messe Stroke das erste Mal in Berlin statt - in der "Station" am Gleisdreieck. Die Messe war bisher in München beheimatet und ist ein großes Treffen von Illustratoren, Street-Art-Künstlern und Freunden urbaner Kunst.
Mehr als 500 Künstler und um die 20.000 Besucher werden bei der dritten Auflage der Stroke Urban Art Fair erwartet. Da in der Hauptstadt in den letzten Jahren zweifellos eine der größten und wichtigsten Urban-Art-Szenen entstanden ist, wird dieses Event sicherlich auch für diejenigen, die noch nicht viel mit Graffiti und Co. am Hut hatten, ein Erlebnis. Angeboten werden nämlich unter Anderem Highlights wie Live-Painting und eine Sonderausstellung namens "Avantgarde.Digital".
Eine Horde schicker Chanel-Anhänger wurde gestern Morgen für die legendäre Show in den Grand Palais gelockt und mein Finger lag ununterbrochen auf dem Auflöser.
Gemeinsam mit einer Menge Fotografen wurde fleißig um die Wette geknipst. Unsere Auswahl an Streetstyles der Besucher zeigt, dass auch außerhalb des Catwalks viel Chanel zu sehen war - die Tasche war sozusagen Pflicht.
U2-Sänger Bono und seine Frau Ali Hewson sind die Initiatoren des Ethno-Labels Edun, das sie 2005 gegründet haben, um gegen die Armut in Afrika zu kämpfen und gleichzeitig den Handel mit dem Kontinent anzukurbeln. Vergangenes Jahr beteiligte sich LVMH mit rund 49 Prozent an der Marke. Da lag es nahe, das Paar für die Louis-Vuitton-Kampagne "Core Values" zu verpflichten.
Fotografiert wurden die beiden von Annie Leibovitz in Afrika und zu sehen sind ausschliesslich die Kleider von Edun sowie eine Kollaborationstasche mit Anhänger aus Kenia. Die Erlöse der Tasche gehen an Technoserve.
Gestern Abend wurde im Pariser Headquarter dem Anlaß entsprechend die Ausstellung "Africa Rising" gefeiert - im Rahmen einer kleinen Party, versteht sich. Naomi Campbell, Daisy Lowe und Julia Restoin-Roitfeld kamen zum Anstoßen vorbei und Bono sang ein Ständchen auf der Bühne.
Unser Backstage-Video hat zwar schon die schönsten Momente von der Akris-Show festgehalten, obendrein gibt es nun das Bonusmaterial in Form von Bildern. Anna Wintour schaute sich Albert Kriemlers Kollektion höchstpersönlich aus nächster Nähe an und schien von den feinen Baumwollstoffen, Blumenprints und klassisch schönen Kostümen und Kleidern genauso entzückt wie wir.
Die eben beschriebene Atmosphäre im Grand Palais bei der Schau von Chanel gibt es nun auch in Videoform. Das Orchester sorgte für Gänsehaut und spielte im Finale The Verves grandiose "Bitter Sweet Symphony".
Im Prinzip könnte ich nun einen Artikel bestehend aus Ausrufezeichen verfassen: Meine allererste Chanel-Show war grandios, wenn nicht sogar berührend. Zwar gab es diesmal keine gigantische Skulptur inmitten des Grand Palais, dafür aber einen etwa 350 Meter langen Jardin mit Kieselsteinen, Springbrunnen und Orchester. Ich schlenderte leicht irritiert von der gigantischen Kulisse durch den "Garten" und stand sogleich inmitten der Prominenz wie Vanessa Paradis oder Keira Knightley, zwicken musste ich mich aber erst, als die Show mit rund 90 Topmodels (Karmen Kass im Federvieh, Abbey Lee, Freja, Bambi, Lindsey - um nur ein paar zu nennen...) losging.
Karl Lagerfeld kriegt sie alle und ich wusste heute Morgen im Grand Palais gar nicht, welchen Promi ich zuerst ablichten sollte. Keira Knightley und Vanessa Paradis waren mein Highlight, aber auch Claudia Schiffer, Rachel Bilson, Alexa Chung, Lily Allen oder Jen Brill sorgten für Blitzlichtgewitter.
Endlich mal eine Modeparty, auf der auch das Tanzbein geschwungen wurde! Opening Ceremony lud gestern Abend mit allerhand namhaften Promis zur "New York, New York"-Party ins Le Régine ein und das liessen wir uns als selbst als Partymuffel nicht nehmen. Bis Mitternacht gab es die Open-Bar, was bekanntlich schnell zu guter Laune führen kann.
Die Misshapes legten zwischen Katy Perry und Joy Division so ziemlich alles Tanzbare auf und das nahmen Alexander Wang, Nicola Formichetti, Bryanboy und Derek Blasberg zum Anlaß, mit jeder Menge Champus auf den Bänken zu tanzen. Auf der Toilette begegneten wir Liv Tyler und irgendwo in der Menge standen auch noch Leigh Lezark und Becka Diamond herum.
Gestern trug ich ein Lederkleid aus zweiter Hand, darüber einen Pullover von Zara, Schal von Acne, eine Vintagetasche sowie einen Armreif von Weekday.
Alexa Chung posierte gestern brav vor den Fotografen nach der Show von Chloé, adrett und hübsch wie immer und sogar in flachem Schuhwerk. Nur die dünnen Stelzenbeinchen könnten ein paar Gramm mehr gebrauchen!
Nicht mehr nur die Gesichter der Models sind eine Augenweide sondern meist auch ihre Kleiderwahl. Im Jardin des Tuileries waren wir wieder auf Modeljagd und trafen unter anderem auf Sophie Srej (oben), Iris Strubegger, Jac, Siri Tollerød und Kasia Struss.
Trotz der frühen Morgenstund, zu der die Models bei Akris im Pallais de Chaillot erscheinen mussten, schienen alle bestens gelaunt zu sein, als wir eine halbe Stunde vor Show-Beginn Backstage eintrafen. Niemand war gestresst, selbst Designer Albert Kriemler schien ganz gelassen und ging noch einmal mit der Stylistin die Looks der Show durch. Plötzlich stand dann auch noch Anna Wintour neben uns, um mit dem Designer ein paar Worte zu wechseln und selbst die Anwesenheit der Eiskönigin brachte niemanden aus der Contenance.
Wir haben versucht, die Atmosphäre einzufangen und haben unsere Backstageszenen mit einem Statement des Designers gemixt, in dem er von der Kollektion und seinen Inspirationsquellen spricht.
So nah beieinander lassen sich die beiden asiatischen Supermodels dann doch nicht gut voneinander unterscheiden: Shu Pei und Liu Wen warteten backstage bei Akris gemeinsam auf den Show-Beginn und eine ist schöner als die andere - Liu bleibt aber meine absolute Favoritin!
Irgendwie war das Glück gesten Abend vor der Show von Givenchy nicht auf unserer Seite: Ticketlose kommen bei allen Schauen eigentlich immer noch rein und als wir es dann auch mal probieren wollten, war die Security plötzlich streng. Während die Show also ohne uns losging, fing es wie aus Eimern an zu giessen und Justin Timberlake bekamen wir auch nicht zu Gesicht.
Bei Julia Restoin-Roitfeld wollte später mein Blitz nicht funktionieren und als Lily Allen genau auf mich zu kam, bekam ich die Kamera eines Fotografen gegen die Stirn geknallt. Immerhin ist obenstehendes Tropfenbild entstanden.
Bedeutet: Ich bin wahrlich nicht geeignet für den Paparazzo-Job.
Back to black hiess es am Rande der Show von Viktor & Rolf und wir wussten vor lauter schnieken Gestalten gar nicht, wo die Kamera zuerst hingehalten werden sollte. Leigh Lezark trägt natürlich eine Kreation des Designerduos, ein Spice Girl wurde gesichtet und Prada-Mäntel flanierten neben grellen Taschen von Louis Vuitton durch den Jardin des Tuileries.
Befinde mich kleidungstechnisch bereits im Wiederholungsmodus und verstehe angesichts meiner kleinen Kleiderauswahl für Paris gar nicht, wieso der Koffer trotzdem so voll und schwer ist.
Ich trug verdächtig viel Cos - Lederrock, Jeanshemd und Ring sind daher. Die Schuhe sind von Opening Ceremony und das Cape von Zara. Die bezaubernde Eiffelturm-Kulisse habe ich bei meinen letzten Paris-Besuchen nie zu Geischt bekommen, was gestern Früh endlich mal geändert wurde.
Dass wir überhaupt vorzeigbare Bilder von der Show von Viktor & Rolf haben, liegt nur an Schnatis langen Armen und meinem Vorfudeln - die Organisatoren waren nämlich so freundlich, Gäste mit Standing-Tickets erst reinzulassen, als die Show schon losging und die Musik aus den Boxen dröhnte. Uns blieb nur noch ganz hinten Platz und den ersten Teil der Show verpassten wir komplett.
Gegen Ende, als das nierderländische Designerduo die spektakulären weissen Kunstwerke an Karlie Kloss oder Frida Gustavsson über den Catwalk schickte, konnte ich die Roben erkennen und das abschliessende Hochzeitskleid aus mehreren mit Perlen bestickten Kragen sowie Hemdzipfeln sehen. Zuvor, so lehrten mich später die restlichen Bilder, zog sich die Idee mit den dekonstruierten Männerhemden wie ein roter Faden durch die Kollektion. Am Besten umgesetzt schien es bei den asymmetrischen locker fallenden Kleidern, bei welchen die Schulterpartie hervorblitzte.
Nachträglich zu meiner liebsten Show in Kopenhagen gibt es nun noch die Nahaufnahmen der Kleider von Vilsbol de Arce.
Das Label stellt nämlich neben vielen deutschen Designern auf der Tradeshow Tranoi aus, um vor allen Dingen asiatische Einkäufer zu beglücken. Hoffen wir mal, dass das starke Orange in Kombination mit den Brauntönen ankommt - ich möchte mir jedenfalls ganz dringend ein Stück zulegen!
Wer in Paris noch immer für Aufmerksamkeit sorgt und Applaus für die Designer gibt: Beth Ditto bei Jean-Paul Gaultier und fünf schwarze Models im Finale bei Lanvin.
Wann es wohl aufhört, dass Plus-Size oder dunkelhäutige Models auf dem Laufsteg exotisch sind? Das ist doch sogar in der Modewelt langsam ein alter Hut und sollte längst zur Normalität gehören.
Während der Paris Fashion Week nimmt bei den großen Schauen nicht nur die Anzahl der Menschen vor den Zelten stetig zu, sondern scheinbar auch die Masse an gut und vor allem teuer gekleideten Besuchern. Man sieht dort das, was man in der letzten Saison noch auf dem Catwalk sah, an regulären Leuten und persönlich gestylt. Wer bei den letzten Schauen aufmerksam war und ein gutes Gedächtnis hat, der bräuchte kaum mehr fragen: "What are you wearing?"
Es ist schon ein wenig surreal, wenn die Mädels, die man sonst nur in Hochglanzmagazinen oder Editorials im Internet bewundert, plötzlich vor einem stehen. Da kann man in irgendeinem beliebigen Moment auf den Auslöser drücken und jedes Ergebnis sieht schön aus.
So war das auch mit Karlie Kloss und Jourdan Dunn im Jardin des Tuileries nach der Show von Dior, die noch geschminkt und in Eile über den Platz huschten und nebenbei den asiatischen Fotografen ausführlich erklärten, was sie denn da tragen.
Darauf hat die gesamte Modemeute gewartet: Celine. In einem Tennisclub weit draussen im 16 Arrondissement zeigte Phoebe Philo eben ihre Entwürfe für den Sommer 2011. Sie sorgte in der Vergangenheit für Holzplateaus und das omnipräsente Camel, nun soll es die Farbe Weiß sein, die besonders in New York Gang und Gäbe war.
Der erste Eindruck kommt dank Now Fashion: Weite Hosen, das weisse Shirt als Basic, Tuniken, Ponchos, Streifen, Akzente wurden gesetzt mit Rot oder auberginefarbenem Leder. Minimalistisch, tragbar, chic.
Leder mag ich bekanntlich besonders gern und nach lauter schwarzen Röcken und Hosen wurde nun der cognacfarbene Lederrock von Cos mit in die kleine Familie aufgenommen. Die Bluse ist von H&M Trend, darüber trug ich noch einen Cardigan von Opening Ceremony zu einem Vintagetäschchen.
Bei vielen Schauen haben wir als zweites Ticket einen Fotopass bekommen, was Vor- und Nachteile hat. Fotos aus der letzten Reihe werden selten etwas, weshalb die Frontalansicht viel besser für Ganzkörperlooks ist. Zwischen den Profifotografen herrscht dafür aber ein dermaßenes Geschubse und ein rauer Ton, dass auch dort um gute Plätze gekämpft werden muss. Wie voll es dort ist, zeigt obenstehendes Video. Wer findet die Schnati?
Zugegeben, schwer ist es nicht. Aber mitten in die Höhle der Löwen haben wir uns mit unseren dagegen kleinen Kameras nicht getraut...
Ganz schön eindimensional war das, was Maison Martin Margiela sich da für ihre Sommerkollektion 2011 ausgedacht haben: Stringent wurde die Vorderseite der sleeken Looks wie an allen vier Ecken hochgehalten festgebügelt, wodurch alle Outfits wie die kleinen Papieranziehpüppchen aussahen.
Die Idee funktionierte perfekt bei den Hosen oder Röcken, Trenchcoats und Abendkleider waren aber kaum tragbar. Kombiniert mit den offenen Schuhen und braunen Ledertaschen gefielen mir neben Weinrot und Babyblau nach wie vor die beigen Looks am Besten.
Farbe macht gute Laune bei frischem Regenwetter. Die Frau links ist übrigens Tamu von All the pretty birds.
Genau wie Alexander Wang es in New York getan hat, machte es auch Vivienne Westwood in Paris: Den Models wurde weiße Farbe in die Haare geschmiert, welche sich bei Westwood auch im Gesicht verteilte. Abgesehen von diesem Beauty-Detail hatten die Schauen aber sehr wenig miteinander gemein - Vivienne Westwood blieb ihrem Stil treu, Stoffe und Volumen waren querbeet gemischt, Schnitte aus dem 18. Jahrhundert stießen mit freizügigen Looks aufeinander.
Natufarben wie Grün, Braun und Beige fanden besonders viel Verwendung, was im Gegensatz zu der hohen Anzahl von Looks mit ihrem Motto Save the Planet schon eher vereinbar ist.
Wie man auf den Bildern von Rachel Bilson sieht, ist besonders der Jardin des Tuileries ein Magnet für Fotografen aller Art. Jede Saison werden es mehr und mit klassischer Streetstyle-Fotografie hat das Ganze lange nichts mehr zu tun. Vielmehr fühlten wir uns wie Paparazzi auf der Jagd nach bekannten Gesichtern und ablichtungswürdigen Outfits und einen bitteren Beigeschmack hatte es irgendwie schon. Dennoch ist das gesamte Szenario zu irre und witzig, um es sich entgehen zu lassen und davon profitiert letzten Endes doch nur der Zuschauer.
Wie es gestern bei Dior zuging und was geschah, als Kate Moss (die wir trotzdem nicht gesehen haben) sich dem Zelt näherte, seht ihr in einem kleinen Video.
Das ist mal eine spannende Schuhkreation, die gestern bei Maison Martin Margiela gezeigt wurde: Der Pump ist offen und der Halt wird mit einem hautfarbenen Riemen über den Zehen garantiert.
Trendpotenzial haben die Heels in jedem Fall - blöd nur, dass es da so leicht reinregnen kann...
Jardin de Tuileries gestern Nachmittag vor der Schau von Dior: Wir kommen erstmals diese Saison im Jardin des Tuileries an und blicken mit offenem Mund auf die grösste Masse von Fotografen, die uns seit langem begegnet ist. Jede Saison werden es mehr und die Wahrscheinlichkeit, dass man von Paparazzis über den Haufen gerannt wird, nimmt zu. Ein Video dazu folgt in Kürze! Zuerst gibt es eine kleine Bildergeschichte:
Abseits des Getümmels bildet sich eine kleine sich fortbewegende Menschentraube die andeutete, dass jemand Wichtiges im Anmarsch ist. Ich lief ein Stück den Berg hinauf und blickte auf obenstehendes Szenario.
Carine Roitfeld sah gestern ein wenig müde aus, was bestimmt an der grossen Party am Vorabend gelegen hat: 90 Jahre französische Vogue zelebrierte die Chefredakteurin mit einem gigantischen Maskenball. Dementsprechend bequem sah ihr Outfit aus: Ein grauer Zweiteiler zu lilafarbenen Pumps und Leomantel samt Goldschmuck.
Bei diesem Anblick ging meine Vorstellungskraft mit mir durch und ich überlegte, wie an mir graue Skiunterwäsche zu güldenem Armband und Leopardenfell aussehen würde - vermutlich wie eine Kreuzung aus Vicky Pollard und Kelly Bundy. Da muss die Stilikone doch gelobt werden, dass ihr der Look (ob er gefällt oder nicht sei mal dahin gestellt) einfach hervorragend steht. Was man nicht alles mit hochwertigen Stoffen und einer guten Figur zaubern kann...!
Gestern wollte es aufgrund der Schlechtwetterlage nicht so recht hinhauen mit einem vernünftigen Tagesoutfitbild, daher gibt es nur eine Version ohne Kopf. Vielleicht reiche ich bald noch eins aus anderer Quelle nach. Ich habe den Rock aus der H&M Party-Kollektion samt einer Lederjacke von Gestuz getragen und bin trotz mehrmaligem darauf Herumtrampeln ziemlich verliebt in die Walleoptik.
Wir freuen uns schon auf die kommenden Kollektionen von Lacoste, wenn der Portugiese Felipe Oliveira Baptista bei dem Sportlabel das Zepter übernimmt. Denn wer sollte das besser können? Für seine eigenes Label waren die Entwürfe grafisch und puristisch. Cut-Outs und durchsichtige Stoffe wurden mit Pastelltönen, Beige und Schwarz vermischt. Sein Handwerk ist exakt und perfekt - selbst wenn das Gesehene nicht neu war, dann überzeugte doch das Gesamtbild.
Die Irin Sharon Wauchob ist eine feste Größe in Paris, auch wenn mir ihre Kleider sonst eher selten in Magazinen oder Shops begegnen. Wie schon im Winter lieferte sie eine sehr schöne Kollektion ab - allerdings ohne Höhen und Tiefen, bzw Kleidungsstücke oder Kombinationen, die für Staunen sorgten. Das spiegelt allerdings viele der bislang in Paris gesehenen Kollektionen wider, die ohne Wow-Effekt über die Bühne gegangen sind. Nach arg viel Farbe und der unmißverständlichen Wiederkehr der 70er in den anderen Modestädten hat Paris bislang noch keine genaue Linie vorgegeben.
Bei Wauchob gab es eine Mischung aus Marlenehosen, warmen Erdtönen, filigranen Cocktailkleidern und der 3/4-Rocklänge.
Man kann zwar alle gesehenen Streetstyles irgendwelchen trendigen Kategorien à la Camel zuordnen, aber dennoch herrscht eine große Vielfalt an unterschiedlichen Looks auf den Pariser Straßen. Ich habe das Gefühl, dass Trends mittlerweile so schnellebig sind und ineinander übergehen, dass man größere Freiheiten hat und nicht nur 60s, 70s oder 80s-Looks als wundervoll angesehen werden, sondern auch jegliche Farbkombi und alle Schnitte, solange das Ensemble wirkt.
Es gibt keine Vorgaben, wir können weiterhin skinny pants tragen, die Marlene-Hose auspacken oder aber den Bootcut zu beliebigen Schuhen stylen. Apropos Schuhwerk, da wären Plateaus und Blockabsätze an vorderster Front, aber auch die Pfennigabsätze und spitze Heels kommen wieder. Der Look von 2010? Ein Mix aus allem was es schonmal gab (und von Designern unserer Zeit kürzlich wieder aufgewärmt wurde).
Einen Moment lang überlegten wir gestern, wie wir die Show von Balmain ohne Einladung sehen könnten, schliesslich standen wir nur wenige Meter vom Eingang entfernt und knipsten Kate Lanphear, Giovanna Battaglia oder Carine und Julia Restoin-Roitfeld beim Hineingehen. Die Security blieb allerdings hart und so aßen wir in der Wartezeit bis zur nächsten Show ein Sandwich.
Mal angenommen, wir hätten wir eines der raren Tickets erhalten, so würde ich nun gar nicht wissen, was ich großartig zu Christoph Decarnins Kollektion schreiben könnte - der zelebrierte nämlich eine weitere Saison den Biker-Chic (anderswo las ich auch von Punk-Prinzessinnen) mit acidwashed Jeans, Sicherheitsnadellooks, Leder und Nieten zu kurzen Jeansshorts, 3/4-langen Lederhosen oder zerrissenen Strumpfhosen. Das gabs so ähnlich auch schon in den vergangenen Saisons und hängt bereits seit letztem Winter auf der Stange eines jeden Kaufhauses. Wieso also für einen recht abgenutzten Look bis zu 2.000 Euro für Jeans und 1.000 Euro für knappe Korsagen ausgeben? Das will sich mir nicht so recht erschliessen, Herr Decarnin...
Die Schauen des indischen Designers Manish Arora bleiben nach den Modewochen meist hängen: Er schafft es einfach jedes Mal, ein komplettes Universum zu kreieren. Mit aufwändig bestickten Kleidungsstücken, wohlgeformten ausgefallenen Silhouetten und farbenfrohen Stoffen konnte er heute kollektionstechnisch genauso überzeugen wie mit seiner Musikauswahl: Ein Live-Act mit dem Instrument Theremin (der Sound, den wir aus dem Film Mars Attack kennen) interpretierte bekannte Melodien wie Paint it Black von den Stones neu und brachte uns zum Staunen.
Aber zurück zu der Opulenz von Aroras Entwürfen: Die Schuhe funkelten prächtig und Bestickungen schlängelten sich auf den Strumpfhosen die Beine der Models entlang. Wenn es keine glitzernden Accessoires waren, dann überforderten die knallig bunten Muster unsere Augen. Obwohl so überladen und völlig untragbar eine wunderbar vollendete Kollektion mit Liebe zum Detail.
Camel und andere Brauntöne sind diesen Herbst das Nonplusultra und so schön klassisch chic, dass man kaum daran vorbeikommt. Den Modenschauenbesucher ist diese Strömung natürlich ebenso wenig entgangen und so erspähten wir (uns eingeschlossen) einige warme Töne, die das omnipräsente Schwarz auflockerten.
Zwei Gründe, wieso die Paris Fashion Week nicht ganz so viel Spaß macht: Nirgendswo gibt es Wasser oder Toiletten. Alle anderen Modewochen haben immerhin ein paar Sponsoren, die für Getränke sorgen. Nicht so in Paris - einzig und allein AF Vandevorst schenkte heute Champagner aus. Aber zurück zur eigentlichen Geschichte: In der Location gab es endlich auch mal Toiletten und nach zehn Stunden on tour fand ich mich mit einem Bein im unterirdischen Backstage-Bereich wieder.
Als ein Security-Mann nicht aufpasste, huschte ich hinein ins Getümmel und konnte ein paar Bilder der Sommerkollektion für 2011 einfangen.
Gestern trug ich das fabelhafte camelfarbene Cape von Zara mit passendem Pullover, einer Lederhose von American Retro und Schuhe von Vagabond. Meine Tasche habe ich zuhause gelassen, alles in die Hosentaschen gestopft und lediglich die Kamera umgehangen. So befreiend, wenn man nicht ständig sein gesamtes Hab und Gut mit sich herumtragen muss - sähe mit Cape ohnehin merkwürdig aus.