Lesetipp: "Gedrängel auf den Straßen" von Timo Feldhaus
Gestern Abend habe ich mal wieder einen langen Text im Netz gelesen. Eigentlich stammt dieser aber aus der aktuellen De:Bug und ich bin froh, dass Timo Feldhaus´Gedanken auch den Weg auf die Website gefunden haben. In "Gedrängel auf den Straßen" spricht er nämlich aus, was viele wohl schon oft gedacht haben:
Streetfashion-Blogger sind Agenten der Globalisierung, die in Form von Webgalerien von ihren Reisen um die Welt berichten, wobei sich der Erkenntnisgewinn meist in einer simplen Feststellung erschöpft: Ihr alle seht alle gleich anders aus. Alle gleich schön, zugegeben. Ob in Schweden, Buenos Aires, Mailand, Berlin oder Moskau: Modischer Stilwillen ist überall, aber die präsentierten Bilder zeugen in ihrer, einzeln betrachtet oft sehr schönen, in Reihe geschaltet oft erschreckenden Gleichförmigkeit von einer Artigkeit und seltsamen Unphysis, die in der Geschichte der Mode einmalig ist.
Unbedingt lesen.



Diana
Es wurde ja auch mal Zeit das es jemand ausspricht ; ) .
Katja
Hört sich nach vielverprechenden Lesestoff an.
Patricia
Globalisierung der Mode ist ein viel diskutiertes Thema. Beeindruckt hat mich dazu das Kunstprojket Exactitudes:
http://www.exactitudes.com/
Boris
Eine sehr schöne, und treffende Beschreibung dessen, was man schon seit paar Jahren beobachten kann. Und es legt den Finger in die Wunde, die da heisst, machen Blogs in der Modewelt überhaupt Sinn. Da helfen auch keine Bloggertreffen und tiefgreifende Diskussionen die sich nur um die eigene Nasenspitze drehen. Die Kluft zwischen „echten“ Magazinen und Bloggern, die oft leider nur wiederkauen, was ihnen die PR der Designer zuschanzt ist und beleibt gross. Vor allem wenn man analysiert, wer für wen bloggt und „berichtet“. Macht das den Sinn? Und wenn ja für wen? Oder ist das nur das Feiern des eigenen Egos? Was ich bei vielen Bloggs vermisse ist schlecht der eigene Inhalt, die echte kritische Auseinadersetzung, losgelöst von der eigenen Emotionalität, die sich oft nur darin kristallisiert, dabei zu sein.