Schmuck bei der Stockholmer Modewoche
An Schmuck und insbedondere Ringen haben die Schweden bei der Stockholm Fashion Week nicht gespart. Ein paar schöne Exemplare haben wir im Überblick.
An Schmuck und insbedondere Ringen haben die Schweden bei der Stockholm Fashion Week nicht gespart. Ein paar schöne Exemplare haben wir im Überblick.
Ein letztes Schmankerl von der Gallery in Kopenhagen habe ich noch aufbewahrt: die Sommerkollektion 2011 von Diana Orving. Diana stand natürlich höchstpersönlich an ihrem Stand und freute sich offensichtlich, dass ich eines ihrer Kleider trug.
Ob ich in ihrer neuen Kollektion genauso viel abgöttisch lieben werde, weiss ich noch nicht so genau - zwar sind ihre Schnitte wie immer sehr aufwändig und mit dem gewissen Etwas versehen, Stoffe und Farben sind aber nicht so meins... Aber vielleicht überkommt mich ja bald das Verlangen nach der Farbe Lila.
Ein Trendspotting für die Farbe Rot haben wir im März erstellt, im Juli wurde dann COS überflutet und in den letzten Tagen habe ich weitere inspirierende Outfits in der Signalfarbe abgespeichert. Meine Favoriten:
Zeynep Tosun bei der Istanbul Fashion Week (Bilder: Susie Bubble), COS Lookbook Herbst 2010, Celine Pre-Fall 2010 und Katja via I heart Berlin.
Hamburgs heißestes Magazin, das Nude Paper, feiert morgen in Berlins Bar Tausend eine kleine Release-Party. Wer an einem "evening of senseless frivolities" teilnehmen möchte, sollte fünf Euro Eintritt parat halten und über 21 Jahre alt sein. Los geht's um 21 Uhr, mehr Infos hier!
Im September beginnt der Modewochenzirkus erneut und in New York geht es los mit den Schauen für den Sommer 2011. Schnati und ich fliegen kommende Woche in den Big Apple und berichten ein paar Tage von dem Trubel am Lincoln Center und in den Milk Studios. Die Schedule findet ihr hier. Solltet ihr Anregungen oder Wünsche haben, wovon wir unbedingt berichten müssen: gebt Bescheid!
Ich habe eine kleine Schwäche für amerikanische Serien aller Genres und war dementsprechend gespannt auf die Emmys 2010, die gestern Abend zum 62. Mal in Los Angeles verliehen wurden. Neben allen wichtigen Schauspielern, Produzenten und Moderatoren aus der TV-Branche lassen sich auf dem roten Teppich meist große Roben und schicke Smokings finden, gestern ging es jedoch gediegener als üblich zu.
Drei Highlights ließen sich aber doch finden: Anna Paquin aus "True Blood" erschien in Alexander McQueen, Claire Danes (sie erhielt eine Auszeichnung für "Templin Grandin") in Armani Privé und January Jones in einem Hingucker von Atelier Versace.
Rita Wilson, die Ehefrau von Tom Hanks, wagte sich im Kronleuchter-Look von Prada auf den Teppich, Chloe Sevigny erschien auf der Afterparty im Leokleid, Kelly Osbourne sah simpel aber ziemlich gut in schwarzem Abendkleid aus und Christina Hendricks von "Mad Men" lenkte den Blick durch ihre Robe von Zac Posen unweigerlich auf den gigantischen Vorbau...
Karen Walker war bislang meine unangefochtene Königin innovativer Sonnenbrillenmodelle mit dazu passenden Werbekampagnen, die das haben-wollen-Gefühl ganz schön ankurbelten. Nebenan in Australien hat sich Ksubi aber genauso viele Gedanken gemacht und rückt der Neuseeländerin Walker nun ganz schön auf die Pelle.
Die neue Kampagne für "Eyewear" in 2011 zeigt nicht nur ein paar schnieke Modelle, auch die Inszenierung macht Spaß.
Üblicherweise verkündete H&M die Designerkooperationen in den letzten Jahren bereits Monate im voraus - nun machen sie es erstmals spannend und geben in einem Video lediglich die Stimme und Silhouette des männlichen Designers preis.
Der sagt darin: "Smart women are so beautiful, I think they are the most beautiful to me. I also think that men and women that are very comfortable within their own skin are gorgeous." In den Hintergrund wurde eine Geräuschekulisse wie in New York eingebaut, die Close-Ups auf Hände, seinen Mund, Schuhe und Karohemd machen mich aber ziemlich ratlos.
Da hat Olivier Zahm offensichtlich so viel Liebeskummer gehabt, dass ihm für das Cover seiner frisch veröffentlichten Herbst/Winterausgabe des Purple Magazines nichts Originelleres eingefallen ist.
Bei aller Bewunderung für Chloë Sevigny: Sie mit lilafarbenem Tuch möglichst verführerisch in die Kamera von Terry Richardson starren zu lassen ist nicht wirklich kreativ. Da war ihr preppy Eastcoast-Look mit gestreiftem Einteiler 2005 irgendwie frischer...
Da müsst ihr heute unbedingt hin, wenn ihr in Berlin seid. Ab 15 Uhr gibt es stricken, Shopping und Party im Jacki Terrasse. Weitere Infos findet ihr auf dem Flyer und hier!
Etwas früher als üblich wünsche ich euch ein schönes Wochenende und empfehle unsere Netzwerkblogs für mehr Lesestoff. Für bessere Stimmung bei dem grauen Süppchen da draussen habe ich zwei Bilder aus Jerusalem ausgepackt. Adieu!
Gestern vor einem Jahr schrieb ich einen Artikel über den frisch eröffneten Onlineshop Zou Zou Vintage, den die Besitzerin Anja zum Anlaß nahm, den Geburtstag auf jenen Tag zu legen. Seitdem sind wir in stetem Kontakt und ihr Sortiment hochwertiger und einzigartiger Vintage-Ware wird von Monat zu Monat besser. Um das einjährige Bestehen gebührend zu feiern, verlosen wir an drei Leser jeweils ein paar Schuhe.
Was ihr dazu tun müsst? Einfach den Artikelnamen eures Favoriten (bitte ohne Link) in den Kommentaren samt gültiger Email-Adresse niederschreiben und Daumen drücken. Ausgelost wird am Sonntag um 12 Uhr. Viel Erfolg! (Gewinnspielregeln)
Update: Die Whisky Tan Heels gehen an Valerie, Annemarie hat die 70s Högl Deadstock Boots gewonnen und Sophie bekommt die gewünschten Ivory Cut Outs! Wer nun trotzdem etwas bei Zou Zou bestellen möchte, sollte "Dankeschön LesMads" bei der Bestellung im Feld Bemerkungen angeben - dann gibts eine Mini-Überraschung dazu!
Irgendwie dachte ich heute Morgen vor meinem Schrank, dass der (immer noch knittrige) Acne-Blazer ein wenig Leder vertragen könnte. Ich probierte meine Ledershorts an und fühlte mich komisch. Dann war der Lederrock an der Reihe, mit dem ich auch nicht recht zufrieden war. Ein Versuch mit dem Maxirock stimmte mich genauso mißmutig, bis ich mich an meine Lederhose aus dem letzten Jahr erinnerte. So wirkt das Outfit ingesamt zwar strenger als geplant, aber immerhin fühlte ich mich so am wohlsten.
Das T-Shirt ist von American Apparel, die Schuhe sind von Vagabond und der Armreif ist von Urban Outfitters.
Im Collect Showroom war Hien Le mein Favorit und sein erstes, frisch veröffentlichtes Lookbook bestätigt den Eindruck: Berlin hat ein neues Designtalent mit einem exquisiten Auge für die richtige Inszenierung!
Seine edlen geradlinigen Entwürfe aus feinster Seide kommen auf den stimmungsvollen Fotografien von Christoph Schemel (gelayoutet hat das Ganze Viola Schmieskors) perfekt zur Geltung und es scheint, als hätte Hien die vergangenen Jahre nichts anderes gemacht. Formale Anleihen für seine Sommerkollektion 2011 fand er in den Werken Barnett Newmans. In dessen bekanntesten Gemälden spielt die grafische Anordnung schmaler Farbstreifen, ihre Proportionierung und ihre Beziehung zur Bildfläche eine zentrale Rolle.
Ab heute ist die 42. Ausgabe der Qvest in ausgewählten Bookstores erhältlich und die Herbstausgabe gefällt nach ersten Dursicht allemal: Zwar sind Düfte das Oberthema und die Parfumhistorie der letzten sechs Dekaden ist eine schönes Special geworden, mein Favorit ist jedoch das Editorial samt Interview mit Nora von Waldstaetten, die bereits auf dem roten Teppich eine gute Figur machte. Ein paar Seiten weiter posiert Rosie Huntington-Whiteley und interessant aus aktuellem Anlaß sind die Artikel über Jugendliche in Tel Aviv sowie Shoppingtipps für Antwerpen.
Gespickt mit Interviews mit Andre Leon Talley und Garance Doré kann ich die Ausgabe nur weiterempfehlen und serviere nun einen ersten Eindruck.
Lange Zeit trieb der Dreifingerschlangenring sein Unwesen in meiner heimischen Schmuckschatulle, bis ich ihn dann endlich mal ausführte. Auf Anfrage gibt es hier ein größeres Tragebild des Monsters aus einem Gothic-Shop bei Ebay.
Monki ist nun nicht mehr bloß eine schwedische Ladenkette, sondern auch Magazinherausgeber: Mit "First Love" wagt sich Monki in die Printwelt und wird fortan vier Mal im Jahr für Inspiration rund um die eigenen Kollektionen und Themenwelten liefern.
In Kopenhagen habe ich das Potpourri von Illustrationen, Modestrecken und Stylingtipps mit Tallulah Morton auf dem Cover bereits einmal durchblättern können, nun gibt es die ersten Auszüge. Liebe Kira und Eleonore: Das habt ihr richtig richtig schön gemacht!
Aus Mangel an sich zur Verfügung stellenden Fotografen gibt es ein Tagesoutfit nachgereicht aus Kopenhagen, das Jenny und Sören von Copenhagen Streetstyle binnen zwei Minuten aufgenommen haben. Das erklärt vielleicht auch meinen Gesichtsausdruck, eigentlich wollte ich ein Lächeln kreieren...
Die langsam aber sicher zu omnipräsente Bluse ist von Diana Orving, die Hose secondhand und die Schuhe sind von H&M. Der "Kopfschmuck" ist von Topshop.
Ich bin ein großer Fan amerikanischer Sitcoms aus den 80er und 90er Jahren, allen voran natürlich Friends. Dank Comedy Central kann ich mir jeden Abend aber auch Klassiker wie Frasier und Seinfeld ansehen, die trotz ihres überschrittenen Verfallsdatums genauso witzig sind wie damals. Seinfeld beispielsweise gibt es seit 1998 nicht mehr, eine der Hauptdarstellerinnen, Elaine Benes, wird in New York aber plötzlich als Stilikone gefeiert.
Ihre langen und häufig getragenen Blümchenkleider zu weissen Socken in Omaschuhen erleben auf den Straßen des East und West Villages ihr Revival - mit gutem Beispiel ging Chloë Sevigny und ihrer Kollektion für Opening Ceremony voran.
Und wenn ich nie auch nur ansatzweise über Elaines (verkörpert von Julia Louis-Dreyfus) Stilvermögen nachgedacht habe, ist der Vergleich doch zu gut. Verantwortlich dafür ist die New York Times, die das Phänomen in "The New Adventures of Old Elaine" unter die Lupe nimmt.
Edlen Minimalismus beschert uns COS diesen Herbst mit perfekt geschneiderten Mänteln, viel Grautönen und ein wenig kamelfarbenem Leder à la Celine. Das Lookbook samt Kampagne wurde gerade auf der Website veröffentlicht und ist vielleicht nicht ganz so stark wie Vorgänger, Einzelteile gefallen aber doch.
It's Britney, bitch! Unsere Trash-Königin Britney Spears ist zurück und darf dank Dasha Zhukova wieder in die Modewelt eintreten: Sie ziert gleich doppelt das Cover der Herbstausgabe des POP Magazines und dürfte damit alle Manga-Fans in ihren Bann ziehen - Takashi Murakami hat für den kitschigen Manga-Look in Form von Illustrationen gesorgt während Fotograf Todd Cole Britney im Schulmädchen- sowie Braut-Look möglichst unschuldig in Szene gesetzt hat.
Style File erklärte die Chefredakteurin Zhukova, wieso ausgerechnet Britney die Richtige ist:
She's feminine, sassy, strong-willed, determined: all the things a great Pop icon should be. Couple that with some Japanese swimsuits and a Rodarte wedding gown and I think she is pretty much Pop personified!
Soso. Am 1. September können wir uns an internationalen Zeitungsständen ein Bild von dem Inhalt machen. Das wird bestimmt ein Renner bei den 12 bis 14-jährigen, zumal auch noch Cartoon-Sticker mit dabei sein sollen!
Unsere Netzwerblogs sind nun auch bei bloglovin vertreten - come and follow!
Messen sind doch was Feines. Auf Tuchfühlung mit Kleidern und Schuhen gehen, die noch nicht einmal in Produktion gegangen sind - auf der Gallery in Kopenhagen versammelten sich noch dazu all meine favorisierten Labels und ich schwebte von einem Stand zum nächsten.
Auch bei Surface to Air machte ich Halt und schaute mir die neue Schuhkollektion der französischen Marke an, die in diesem Sommer von so ziemlich jeder Kette kopiert wurde. Die Keilabsatz-Heels bleiben im Portfolio, werden aber um Blockabsätze und Ethno-Pantöffelchen erweitert. Die Kleider sind entweder mit futuristischen Prints ausgestattet oder in warmen Kameltönen gehalten.
Wenn man es in Stockholms Stadtteil Södermalm einmal über die hügelige Götgatan hinausgeschafft und die kommerziellen Stores wie Weekday, Monki, Lindex und Co hinter sich gelassen hat, um dann hinter dem Medborgaplatsen nach links abzubiegen, gelangt man direkt in ein kleine Secondhand-Paradies mit lauter schnuckeligen Cafés. Die Wegbeschreibung klingt wahrscheinlich ein wenig verwirrend - das ist auch der Grund, weshalb habe ich die Einkaufsecke bei meinem letzten Stockholm-Besuch vor einem Jahr nicht finden konnte. Zuerst erinnert die Gegend nämlich an ein simples Wohnviertel, bis auf der Bondegatan ein Shop nach dem nächsten auftaucht.
Für euren nächsten Besuch haben wir ein paar Läden aufgestöbert und Bilder geknipst, damit ihr sie auch ja nicht verfehlt.
Opening Ceremony meets Anna Wintour: Anlässlich der zweiten Runde der Fashion's Night Out am 9. September hat OC-Mitbegründer Humberto Leon Mrs Wintour in ihren heiligen Vogue-Hallen besucht und Teile des Gesprächs als Interview veröffentlicht. Was ihn beeindruckte:
We were struck by how passionate and curious she remains about the fashion world. We were surprised to find ourselves geeking out with Anna on 'Like a Prayer'-era Madonna, her iPad, lost Soho oculists, and what prompted her to put a pair of jeans on the cover of Vogue in 1988.
Was ausserdem in der Nacht für die Stärkung des globalen Handels (in New York) passiert, lest ihr hier.
Gesichtet auf Kopenhagens Modemesse Gallery: Ballerina-Plateaus von Won Hundred, diesmal mit durchgehender Sohle. So schnell werden wir die Dinger absolut nicht los - auch an den anderen Ständen skandinavischer Firmen geht kommenden Sommer nichts ohne die dicke Sohle...
Ab dem 20. Septmeber wirft H&M wieder die alljährliche Party-Kollektion auf den Markt, mit der wir für alle Festivitäten rund ums Weihnachtsfest (und natürlich alle anderen anstehenden Anläße) ausgestattet werden. Neben den üblichen Cocktailkleidchen, Heels, bodenlangen Abendroben oder edlen Blazern haben es mir besonders die drei obenstehenden Teile angetan, für die ich mich ins Getümmel werfen muss:
Ein halbtransparenter Rock, eine Corsage sowie ein Nachthemdchen aus einem Hauch von Nichts.
Haben die Berliner unter euch auch schon fleißig ihre Kleider zum Tausch abgegeben? Kommenden Freitag steht der Skyy Sawp Market ins Haus und ihr könnt noch immer eure alten Klamotten bei La Lip und Co vorbeibringen. Auch ich nehme teil und gebe mein herzallerliebstes Vintagekleid mit Kartenspielsymbolprint ab - wer es haben mag, muss swappen! Welche Blogs noch teilnehmen, erfahrt ihr hier.
Normalerweise tätige ich saisonale Käufe nie im Vorfeld. Wintermäntel werden erst anprobiert, wenn das Thermometer schon Minusgrade anzeigt, Bikinis einen Tag vor Urlaubsbeginn. Bei Henrik Vibskov in Kopenhagen habe ich also erstmals vorausschauend gehandelt und mir dieses Paar Stiefel von B-Store angeeignet. Sobald die Sonne verschwindet und die ersten Blätter von den Bäumen fallen, bin ich gewappnet!
Es gibt nur wenige Indikatoren dafür, dass dieses Werbekampagnenmotiv von Moschino nicht mitten aus den 80ern stammt. Model Alessandra Ambrosio steckte dort noch in den Kinderschuhen und das Outfit sorgte auf dem Laufsteg im März diesen Jahres für viel Getuschel. Moschino hat sich scheinbar vom eigenen Archiv inspirieren lassen und das Fotografenduo Inez van Lamsweerde und Vinoodh Matadin haben ihr Bestes gegeben, die Stimmung genauso "vintage" zu gestalten.
Für das opulente Styling ist Anna Dello Russo verantwortlich. Zeitreise gelungen! (Via CqC)
Wir gratulieren von Herzen!
Mit dem All-time-Klassiker Trenchcoat kann sich Mama hier ja auch allemal sehen lassen. Das Bild ist etwa 30 Jahre alt.
Gesichtet an Elise von anywho, die Ringe hat sie auf einem Markt gefunden.
Ein Neuzugang in meinem Kleiderschrank ist der Blazer von Acne, gefunden im Acne Archive Stockholm, in dem es sagenhafte Rabatte gibt - hier waren es rund 50%. Und nun stellt euch erst einmal vor, wie der Leinenstoff gebügelt aussieht - meine Mama (ich bin gerade zurück in der Heimat) ist schon drauf und dran, mir das Ding aus den Fingern zu reißen, um es zu glätten!
Wie es backstage bei Minimarket in Kopenhagen aussah, habe ich an dieser Stelle gezeigt. Auf der Gallery konnte ich dann noch einmal einen näheren Blick auf die Kleider werfen und insbesondere beim Schuhwerk bleibts spannend: Holzplateaus und Cut-Out-Oxfords, wohin man nur sieht!
Wieso auf ein Cover festlegen, wenn man acht machen kann, dachte sich wohl das Love Magazine und stellt seit wenigen Wochen einen Teaser nach dem nächsten ins Netz, bevor die Herbstausgabe am 23. August in den Läden kommt. Bei obenstehendem Titel blieb ich hängen: Das soll Sienna Miller sein? Eine halbe Stunde später konnte ich die Schauspielerin noch immer nicht erkennen, so stark wurde das Bild gephotoshoppt.
Verantwortlich dafür sind Mert Alas und Marcus Piggott, die auch Marion Cotillard auf der Vogue Paris relativ unkenntlich gemacht haben. Definitv ein Fall für Photoshop Disasters!
Modenschauen haben wir am dritten und letzten Tag der Stockholm Fashion Week mit Ausnahme von Tiger of Sweden nicht mehr gesehen, weshalb ich für den Besuch von Södermalm und dem Acne Headquarter ein schlichtes Outfit bestehend aus Orving-Bluse und Rock von Zara gewählt habe.
///English summary: A simple outfit for a day of shopping in the Stockholm district of Södermalm: Blouse Diana Orving, skirt Zara, shoes Gardenia Copenhagen.
Das ist ja ein match made in heaven und wie für mich gemacht: Diana Orving bringt eine exklusive Kollektion für Weekday heraus! Die Lookbook-Bilder zeigen ihre typischen drapierten Kleider und Trenchcoats und besonders der klassische weinrote Mantel sieht fantastisch aus. Die Kollektion hängt schon am 26. August, sprich nächste Woche Donnerstag, auf den Stangen von Weekday. Das werde ich mir in jedem Fall mal live und in Farbe ansehen...
English summary: There will be an exclusive collection from Swedish designer Diana Orving for Weekday. The lookbook pictures are showing Orving's typical trenchcoats and draped dresses. Next week, on the 26th of August, the pieces will be in stores.
Weil Acne ja leider nicht bei der Stockholm Fashion Week präsentiert, durften wir gestern Nachmittag die heiligen Hallen des Headquarters in Stockholm betreten, wo neben den Designstudios, dem Architektenbüro für die Stores, der PR-Abteilung und dem Fotostudio für den Onlineshop der gigantische Showroom samt der brandneuen Kollektion angesiedelt ist. Diese wird am 19. September in London gezeigt, weshalb wir davon leider keine Bilder machen durften.
Was uns erwartet ist eine Farbpalette von Beige, Schwarz und Rot, viel Schlangenhaut und Mörderplateaustiefeln (jedoch nur Showpieces) zu Trintiy-Matrix-Brillen verziert mit Schmuckstücken sowie einzigartigen Lederjacken. Bin ganz arg gespannt auf das Styling bei der Show und weiterhin begeistert vom Innovationsschub des Labels, das vor vielen Jahren ziemlich unspektakulär mit T-Shirts und Jeans gestartet ist.
Aufgemacht wie eine reguläre Show war die der Swedish School of Textiles, bei der 11 talentierte Studenten ihre Abschlußkollektionen präsentierten. Den Bezug zu Textilien spürte man bei allen Entwürfen, die Stoffe waren perfekt aufeinander abgestimmt und alles wirkte hochwertig. Die Umsetzungen waren sehr verschieden: Von schwedischem Clean-Look bis hin zu verrücktesten bunten Kleidungsstücken, die fast als Kunstobjekte angesehen werden können. Neben den Kleidern waren auch einige Headpieces und Schmückstücke beeindruckend. Seht selbst.
Eine meiner neuen Lieblingssilhouetten, auch wenn der Blazer aus zweiter Hand eigentlich nicht dazu gehört: Transparent und maxi!
Auf 90% unserer Fashion-Week-Bilder sind sie zu finden: Schöne, grazile Modelle. Da uns diese hohe Quote von den Laufstegen nicht ausreicht, jagen wir den Damen auch gerne ausserhalb ihrer Verpflichtung hinterher, um sie in ihren Straßenlooks abzubilden. Die drei Models im Header (rechts: Dorothea Barth Jörgensen) beweisen, dass ein kurzes Jäckchen (gerne aus Leder), kombiniert mit Skinny Pants, kurz oder lang, und flachem Schuhwerk bei ihnen beliebt sind.
Gemischte Gefühle gab es bei meiner All-Time-Favoritin Carin Wester, die gestern im Zelt der Stockholm Fashion Week vor vollgepacktem Haus (weil der Öffentlichkeit zugänglich) präsentierte. Maxikleider und Ethno-Schmuck gefielen und Holzperlen eingearbeitet in gehäkelte Kleider und die beige Farbgebung liessen mich automatisch an eine moderene Pocahontas denken.
Interessant waren Jacken und Blazer mit akzentierten Schultern, die jedoch eine Etage tiefer auf dem Oberarm angedeutet wurden. Wirklich tragbar erscheint mir die Idee allerdings nicht. Bei den Schuhen wechselten sich die starken Plateaus mit filigranen 90er-Heels ab, was nicht so recht für ein rundes Bild sorgen wollte.
Frisches Gelb, Mintgrün, Weinrot, Orange - alles Bestandteil der Sommerkollektion des schwedischen Labels Lagom. Leicht fallende Stoffe und akzentuierte Silhouetten hielten sich die Waage, am Ende der Show hatte man aber nur eines wirklich im Kopf: Den Mix aus Minimalismus und Hippie-Look, der durch die Schuhe mit bunten Fransen an der Ferse am stärksten zum Ausdruck kam.
Eine wunderbar lockere Kollektion, die den schwedischen kühlen Schnitt mit Mustern und knalliger Farbe aufgelockert widergegeben hat.
Auch am zweiten Tag sahen die bereits familiären Anwesenden der Stockholm Fashion Week nicht weniger einfallsreich oder perfekt aus. Farblich stimmt alles und das selbst bei den Experimentierfreudigen im Musterwahn. Wer hier dennoch dem typisch schwedischen Dresscode folgt, dem kann längst nicht vorgeworfen werden langweilig zu sein, die Schönheit liegt bei den Skandinaviern im Detail: Ein jeder verleiht seinem Outfit durch Accessoires die eigene Note.
Noch eine grundsolide schöne schwedische Kollektion ohne viel Schnickschnack und Außergewöhnlichkeit: Hope mag auf dem deutschen Markt nicht ganz so präsent sein wie die anderen big player des Landes, mit den eigenen Stores in Kopenhagen und Stockholm sowie einem Onlineshop scheinen sich die Designer Ann Ringstrand und Stefan Söderberg seit der Gründung in 2002 aber immer besser zu etablieren.
Im kommenden Sommer lautet das Thema "Business and Pleasure". Soll heißen, dass die Kleider sowohl für die Arbeit als auch bei vergnüglichen Aktivitäten an nur einem Tag getragen werden können. Inspiration wurde in einem mystischen Mitternachts-Dinner inmitten von getarntem Holz gefunden, bei dem sowohl die Gäste als auch die Bedienungen eine Rolle spielen. Eine gewisse Ähnlichkeit zu Céline liess sich anhand der kamelfarbenen Lederröcke nicht von der Hand weisen, aber wie ich schon sagte, war das insgesamt ziemlich solide...
Nach zwei Tagen Schauenmarathon hat sich anhand der Frontrows feststellen lassen, dass es sich bei Stockholm um eine wirklich kleine Modewoche handelt. Bei jeder Show ist die Besetzung fast immer gleich und weicht höchstens mal ab, wenn der ein oder andere keine Lust/Zeit hatte zu kommen. Auch wir sind diesmal mit sehr guten Plätzen versorgt und können daher einen noch besseren Blick auf die gegenüberliegende Seite werfen.
Was ich mir bei all den Model-artigen Redakteurinnen mal abgucken könnte: Gerade sitzen, niemals anlehnen und bestenfalls stets interessiert schauen!
Eine meiner bislang liebsten Kollektionen bei der Stockholm Fashion Week ist die von Whyred, insbesondere weil sie von Saison zu Saison schönere Schuhe kreieren. Los ging die letzte Show des gestrigen Abends nach Wein und Wraps in einer hübschen aber viel zu kleinen Off-Location - die Begegnung mit ein paar sehr unfreundlichen PR-Damen konnte die gelungene Sommerkollektion "Aspiration" durchaus wieder wett machen.
Es ging thematisch also um Dinge, nach denen sich Menschen sehnen und die Natur spielt dabei eine große Rolle: Die Designer Roland Hjort, Lena Patriksson und Jonas Clason haben sich von Dingen inspirieren lassen, die Menschen nie erreichen können, wie etwa das Fliegen. Der Fokus liegt daher auf Vögeln, deren Flügel in die Kleider sowohl Print-technisch als auch durch die fliegenden Materialien we Seide miteinfliessen. Mir gefielen die Farbgebung und die Prints besonders gut, auch wenn sie nicht neu oder auffällig waren.
Gleichzeitig wehte eine leichter Ethno-Hauch in Form von Federketten durch die Luft, die Carin Wester zuvor auch gezeigt hatte.
... und zwar diesmal die schwedischen Modeblogger, die sich farblich zugleich perfekt aufeinander abgestimmt haben. Da hätten wir von links nach rechts Alma H, Nike, einen unbekannten Herren, Gustav und die Dame von Emsedge, deren Namen ich leider nicht kenne. Almas Blog ist seit ein paar Wochen nicht geupdated - sollte jemand eine neue Adresse kennen, kann diese gern hinterlegt werden.
Noch ein Badekäppchen gefunden, das meine Turbansucht stillen kann! In einem 20er-Jahre Vintageladen in Kopenhagen (sehr empfehlenswert wenn man auf der Suche nach ein wenig Hollywood-Glamour aus vergangenen Jahrzehnten ist: FN92) hing das braune Käppchen neben weiteren Farben und da ich Türkis und Rosa dann doch eine Nummer zu viel fand, blieb es bei Braun. Gestern trug ich dazu wieder die Weekday-Bluse, solange sie noch keine Falten oder Flecken hat, einen Rock von Monki und Schuhe von Opening Ceremony.
Cheap Monday hat sich vor gerade mal einer Stunde eine der bislang schönsten Locations gleich am Flußufer mit gigantischem Blick über die Inseln von Stockholm ausgesucht. Leider war der Wettergott nicht ganz bei der schwedischen Jeansmarke: Nieselregen und Nebel trübte die Sicht, glücklicherweise war der Laufsteg aber überdacht.
Das Thema der Sommerkollektion 2011 lautete "Just cheap" und die beiliegende Notiz versprach Inspirationen von lateinamerikanischer Denim-Mode und dem "L.A. Celebrity Taste", was erst einmal wenig geschmackvoll aber schön ironisch klingt. Wirklich gut wurde es dann tatsächlich nicht: Mit gegelten Haaren, feuchten Gesichtern, in ziemlich transparenter Kleidung und äusserst knappen Shorts samt durchsichtigen Plastikschuhen- und Overknees betraten die Models den Laufsteg. Helle Jeans mit silbernen Fingernägeln auf den Knien, bauchfreie Tops und viel Weiß wirkten zu lauten jamaikanischen Hip-Hop-Beats leider ein wenig billig, doch ein gelbes Tubekleid oder rosa Jeans zu hellen Oversize-Strickpullovern rissen das Ruder teilweise wieder herum.
Kleine Pause für Stockholm, jetzt ist Berlin an der Reihe. Am 30. September veranstaltet die Galeries Lafayette gemeinsam mit der Filiale in Paris eine einzigartige Modenschau unter dem Namen "La Mode C'est Vous - Du bist die Mode!". Gezeigt werden allerdings nicht die Kleider der Luxusmarken aus dem Kaufhaus, sondern individuelle Streetstyle-Looks. Um die Teilnahme kann sich jeder bewerben und so zum Model für einen Tag werden.
Auf dubistdiemode.de kann man sein Outfitbild bis zum 23. September hochladen und die 200 Personen mit den originellsten Looks (abgestimmt wird per Online-Voting) dürfen, gestylt von Yves Saint Laurent, über den Laufsteg an der Friedrichstraße flanieren. Dieser soll Kopenhagens "Greatest Catwalk" um ein paar Meter schlagen und rund zwei Kilometer lang sein - damit könnte der Catwalk einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde erhalten.
Wer Teil des Projekts sein möchte, sollte sich schleunigst hier bewerben!
Inmitten der durchweg minimalistischen und wenig farbenfrohen Kollektionen bei der Stockholm Fashion Week tut es gut, auch mal eine andere Richtung zu sehen. Ida Sjöstedt hat sich den 70er-Jahre Hippie-Chic vorgeknüpft und eine bunte Kollektion mit güldenen Abendkleidern präsentiert, die oft an der Grenze zu starkem Kitsch waren...
Schönheit, wohin man nur sieht! Damit meine ich nicht nur die Kleidung, die schwedischen Jungs und Mädels sind auch so wahre Augenweiden. Sobald es dann ans Streetstyle knipsen ging, erwiesen sie sich obendrein als freundlich und zuvorkommend - es ist immer wieder eine Freude, in Schweden zu gastieren!
Unsere Streetstyles vom ersten Tag der Stockholm Fashion Week gibt's hier und jetzt.
Seit 2008 engagiert sich Mercedes-Benz für Jungdesigner in Stockholm und hat dafür den
"Young Fashion Industry Award" ins Leben gerufen. Aus rund 900 Einsendungen wurden sechs Finalisten ausgewählt, die gestern Abend um den Preis, eine eigene Modenschau im Rahmen der nächsten Modewoche, kämpften und ihre Minikollektionen bestehend aus sechs Looks präsentierten. Die Siegerin war Karin Malm, die gerade ihren Abschluß an der Central Saint Martins macht.
Toll, dass die schwedischen Topmodels Frida Gustavsson und Dorothea Barth Jörgensen bei der Fashion Week in ihrer Heimat dabei sind. Bei Filippa K fingen wir die beiden backstage ab und vielleicht reicht bald ja auch die Zeit, sie um ein Videointerview zu bitten...
Ganz schön klassisch ging es bei Filippa K am Nachmittag in einer wunderschönen und direkt am Wasser gelegenen Location jenseits des Hotel Berns zu. Zu Live-Musik schritten die Models in reduzierten und erwachsenen Business-Looks über den Laufsteg.
Gestern trug ich meinen Glücksfund aus der Secondhand-Abteilung bei Weekday in Kopenhagen: ein perfekt geschnittenes Lederkleid von Stefanel. Das hing seelenruhig inmitten von Ledershorts und 80s-Pullovern und ich sah mich erst einmal um, ob das Stück für 25 Tacken tatsächlich für mich bestimmt sein sollte. In der Umkleidekabine schloss ich es dann endgültig in mein Herz und werde es voraussichtlich jeden Tag tragen... Hier in der Kombination mit H&M-Schuhen und Weekday-Bluse!
So viele internationale Modeblogger hat Stockholm wahrscheinlich noch nie bei einer Modewoche gehabt: Aus den USA ist Rumi von Fashiontoast eingeflogen worden, Bryan Boy durfte natürlich auch nicht fehlen und Susie Bubble ist da. Außerdem auf dem Foto sind Andy von Style Scrapbook, Carolina von Fashion Squad und Yvan der Facehunter.
Nach Entdeckung im Februar 2009 habe ich den Werdegang von Nakkna stets mitverfolgt und mich gefreut, dass das schwedische Label heute die Stockholm Fashion Week eröffnet hat.
Der Spiegelsaal des Hotel Berns wurde in tiefen Nebel gehüllt und so war es schwer, die ersten Looks zu erkennen. Als sich der Dunst etwas lichtete, gab es die bekannte asymmetrische Oversize-Silhouette in unterschiedlichen Ausführungen zu sehen. Es folgten weite Hosenbeine, 3/4-lange Kleider und sehr simple Shirts, die typisch für den schwedisch minimalistischen Look sind. Eine durchaus tragbare und schöne Kollektion - auf das Lookbook ohne Nebel freue ich mich jetzt schon.
Die Backstage-Bilder der absolut umwerfenden Show von Stine Goya habe ich bereits präsentiert, nun kommen noch die Kleider sowie die Eindrücke von der Modemesse Gallery, wo Einzelteile bereits am Vortag auf den Stangen hingen.
Stine blieb ihren Schnitten und Farbgebungen treu und tobte sich bei den Prints und den Bestickungen aus: Goldene Käfer und Spinnen, die ebenso den Großteil des Schmucks aus der Kollaboration mit Sophie Bille Brahe ausmachten, wurden auf Kleider gestickt. Bustiers werden nach wie vor zu Pumphosen kombiniert und ein blasses Gelb zu Rosa könnte die Farbkombi des nächsten Sommers werden. Tragbar war bis auf das Tüllmonster am Ende so ziemlich alles und jetzt dürft ihr einmal raten, wer gerne mindestens die Hälfte der präsentierten Stücke besitzen möchte...
Es ist vollbracht: Unser Netzwerk steht! Los geht es heute mit fünf neuen Blogs, in den nächsten Tagen und Wochen folgen noch weitere.
Alle Blog-Adressen haben eigene RSS-Feeds, dazu gibt es wie bisher ein gemeinsames Feed für alle Einträge aus dem Netzwerk.
PS Heute Vormittag hat die Kommentarfunktion in den neuen Blogs noch ein wenig geklemmt. Das technische Problem ist inzwischen behoben. Happy commenting!
Elise, Ingrid und Stephanie von Dänemarks größtem Modeblog anywho haben mit ihrem Stil und Geschmack schon viele begeisterte Anhänger gefunden und bringen uns seit Ende 2008 den Look von Kopenhagen näher. Im Anschluß an die Show von Minimarket hatten wir nach einer verpassten Chance in Berlin endlich einen Termin für ein Videointerview gefunden. Was die drei Stilikonen studieren, wie ihr Blog seinen Lauf genommen hat oder wie die dänische Blogosphäre ausschaut, seht ihr hier.
Wood Wood macht essentielle, gute, dänische Mode ohne viel Schnickschnack oder puren Minimalismus. Leicht sportlich und ziemlich nass (die Models wurden vor dem Gang über den Laufsteg mit dem Schlauch abgespritzt) ging es bei der Präsentation der Sommerkollektion für 2011 zu und mein favorisierter Look, das weisse Hemd mit schwarzen Kussmündern, war schnell gefunden. In der Boutique fiel mir am Tag darauf ein, was das Trio besonders gut kann: Auf den zweiten Blick auffallen.
Wie zum Beispiel mit einem bodenlangen Wollkleid, das im ersten Moment vielleicht fad wirkt, in der richtigen Kombination jedoch ein spannendes Basic ist. Und so lasse ich die Kleider aus der neuen Kollektion mal ein wenig wirken und warte auf die Ankunft in den Läden.
Die gemütlichste aller Modewochen ist die Mercedes-Benz Fashion Week Stockholm: Viele Schauen finden im Hotel Berns oder auf dem angrenzenden Platz samt Zelt statt, die Modemeute wohnt gemeinsam im Hotel und die Shows sind mit genügend Zeitabständen geplant. Schnati und ich trafen uns gestern am Flughafen, um ab heute gemeinsam zu berichten. Blöd nur, dass ihr Gepäck nicht angekommen ist - wollen wir mal hoffen, dass es nachgeliefert wird!
Im Hotel Berns angekommen, sahen wir unsere Pressepakete samt Stadtplan, Guide, Einladungen und ein paar Goodies durch. Neben Scrapbooks, Schokolade und Beauty-Kram lag der Einladung von Cheap Monday eine Jeans samt Fingernagelapplikation bei - die Version ist wohl nicht so gut weggegangen...
Dank des gut organisierten Presseprogramms können wir auf eine vollgepackte Schedule blicken und melden uns später mit den ersten Eindrücken aus Stockholm und noch mit ein paar Einträgen, die aus Kopenhagen nachgereicht werden. Bei Twitter gibt es Live-Eindrücke übrigens meist noch schneller...
Vanillascented war eines der ersten Blogs, das ich regelmäßig gelesen habe. Die 21-jährige Maria Nguyen aus Norwegen startete mit ihrem Modeblog Ende 2007 und liefert seitdem konstant inspirierende Posts ab, die sich hauptsächlich um ihren eigenen Stil drehen. In letzter Zeit bewies sie außerdem ein Händchen für Modedesign und macht uns mit ihren Do-it-yourself-Lederjacken ein wenig neidisch. Kein Wunder, dass die Acne-Mitarbeiterin Modedesign studieren möchte.
Als Teilnehmerin des Blogger-Camps in Kopenhagen habe ich Maria erstmals kennengelernt und stelle sie euch in einem Videointerview näher vor.
Abgelenkt von der malerischen Atmosphäre der Show von Henrik Vibskov und dem Versuch, die richtige Kameraeinstellung zu finden, warf ich erst nach der Hälfte einen genaueren Blick auf die Kleider aus der Sommerkollektion 2011 namens "The last Pier Pandemonium". Während schon die Winterentwürfe deutlich tragbarer waren als in den Jahren zuvor, fehlte es nun noch mehr an Außergewöhnlichkeit, die lediglich in Form der runden Taucherbrillen und schlauchförmigen "Gesichtskissen" erzielt wurde.
Das soll nicht heissen, dass die asymmetrischen Oversize-Kleider und fantastisch geschnittenen Trenchcoats vornehmlich in Grau, Schwarz und Gelb nicht besonders waren. Nur das von Vibskov und seiner Partnerin Maja Brix stets zu findende i-Tüpfelchen fehlte, weshalb ich nochmal an diese Kollektion erinnern möchte.
Regen Regen Regen - hier in Kopenhagen habe ich das Gefühl, der Sommer könnte nun endgültig vorbei sein. Für "The World's Greatest Catwalk", den gestern über 200 Models auf rund 1,6 Kilometern bestritten, gab es daher Regenschirm und Weekday-Trenchcoat zu Acne-Shirt und das erste Mal festes Schuhwerk nach gefühlten zwei Monaten. Will ich mal hoffen, dass die wetterfeste Kleidung in Stockholm verbannt werden kann...
Was soll ich große Worte verlieren - hiermit serviere ich die schönsten/spannendsten/inspirierendsten/spontansten Streetstyles des dritten Modewochentages in Kopenhagen!
Inspiriert von okkulten Phänomenen wie Voodoo und Aberglaube haben die drei Schwestern des schwedischen Labels Minimarket wenig angsteinflössende aber wunderschöne Models über den Laufsteg geschickt. Backstage konnte ich die Kleider und die aufwendigen Haargestecke näher begutachten.
Als ich zuerst die Lookbook-Bilder von Veronica B Vallenes sah, bekam ich den Mund beinahe nicht mehr zu. Umso toller, dass die Norwegerin zum ersten Mal bei der Copenhagen Fashion Week zeigen durfte. Zwar sah die Bademode samt Turban, riesigen Ohrringen und Capes auf dem Laufsteg nicht mehr ganz so fantastisch wie auf den Fotos aus, dennoch blieb das St.Tropez meets Hollywood-Feeling der späten 70er stimmig.
Es ist nun nicht gerade leicht, zwischen all den stilsicheren Schönheiten bei der Kopenhagener Modewoche aufzufallen. Eine schwedische Dame hat es aber mit ihrem orange-farbenen Umhang samt passenden 70s-Boots und massivem Schmuck auf Anhieb geschafft und ich war ein wenig baff, wie erfrischend anders und hübsch sie war. Daher ist dies der Look des Tages, wenn nicht sogar der ganzen Woche!
Eigentlich glaubte ich, die schönste Location der Kopenhagener Modewoche bei Stine Goya gesehen zu haben, durfte soeben aber lernen: Unterschätze niemals den Henrik! Herr Vibskov, der einen Teil seiner Tickets an die Öffentlichkeit verkauft hat, präsentierte seine Sommerkollektion 2011 auf einer kleinen Fußgängerbrücke über einem See im Ørsteds Park. Mit Nebelmaschinen und Musikern in Booten wurde für eine malerische Atmosphäre gesorgt und meinetwegen hätte die Show zum elektrisierenden Song "Machine Gun" von Portishead ewig dauern können.
Der Patrick Mohr von Kopenhagen ist dann wohl Simon Rasmussen, nur dass der Stylist mit seiner ersten Kollektion einen Schritt weitergeht und seine Mode tatsächlich aus Müll, den er auf der Strasse gefunden hat, "kreiert". In einer abgelegenen Fabrikhalle präsentierte er am Morgen seinen irren "homeless style" zu lauten Hip-Hop-Beats. Mäntel aus Teddybären, angefackelte Jeansjacken, mit Farbe überkippte Pelzmäntel, alte Buffalo-Plateaus und jede Menge Schnickschnack liessen uns staunen, tragbar oder sauber wirkte jedoch keine einzige Kreation. Dafür war der Detailreichtum beeindruckend und wenn man sich Rasmussens Stylings für namhafte Magazine anschaut, liegt genau darin seine Stärke.
Einen schrägen Vogel, der mal ein Statement setzen will, findet man wohl überall...
Einen kleinen Vorgeschmack auf Peter Jensens allererste Womenswear-Show in Kopenhagen gab es bereits, nun kommt der Rest seiner Resortkollektion für den Sommer 2011. Die ist humorvoll an Kindergeburtstage in den 70er Jahren angelehnt und geht auf Peters liebstes Kinderbuch namens "Lisa's Birthday" zurück. Da wundert es nicht, wenn Tennissocken in Prinzessinenschühchen zu Geburtstagshüten, unzähligen Armreifen, metallschimmernden Clutches und Kleidern mit wie von Mama eingebügelten Stoffresten kombiniert werden.
Als Bonbon obendrauf gaben die drei Grazien von Giana Factory ihre Musik zum Besten, die ich nur empfehlen kann.
Auf der Gallery, Kopenhagens Premiummodemesse mit über 200 ausstellenden skandinavischen Marken, zog mich gestern der Schmuck von Cornelia Webb in seinen Bann. Neben ihren siginifikanten langen Kettengerüsten, die auch mal am Oberschenkel oder als Schleier getragen werden, präsentierte sie auch klobige Armreifen, Holzohrringe und massive Ringe. Besser kann der schwedisch puristische Look kaum aufgewertet werden - ich nehme dann einmal alles, bitte!
Angesichts der vielen schönen Modewochenbesucher mag man sein eigenes Outfit kaum hierher stellen, allerdings trug ich gestern mein neues Kleid von Diana Orving und das gehört trotz wenig innovativer (weil farblich original zu Schuhen und Tasche passender) Kombination auf die Seite. Und als ich über die Modemesse Gallery an Dianas Stand vorbei lief, lächelte mich die schwedische Designerin bereits von Weitem an und sagte: "Nice dress!"
Nach ein paar Blicken auf ihre neue Kollektion fürchte ich, dass meine ihren Designs entgegengebrachte Euphorie weiter anhalten wird, aber dazu später mehr... Meine Schuhe sind von Opening Ceremony, die Ledertasche von COS und die Sonnenbrille durfte ich mir bei unserem Fahrer ausborgen.
Erdbeermüslijogurth, Lachsrucolapaste, frische Smoothies und Obst oder Schokolade gab es beim Brunch des Magazins Cover anlässlich der neuen Ausgabe reichlich - nach der Essensorgie (die bei mir jetzt schon wieder das Wasser im Mund zusammen laufen lässt) widmete ich mich dann mit den anderen Herrschaften des Blogger-Camps den Gästen, die bei Sonnenschein locker in den Tag starteten.
Skulptural, künstlerisch und eben auch ein wenig untragbar ging es im Februar bei Vilsbøl de Arce zu. Den perfekten Übergang von Winter zu Sommer hat Designduo nun aber mit einer absolut starken Kollektion namens "Anatomy Part 2 - Skins" hinbekommen, in der es um die Haut als Metapher geht - Leder und andere Materialien sind genarbt, durchbohrt, geschnitten und gefalzt.
Die Farbpalette ist dementsprechend nude kombiniert mit starkem Orange zu massivem Ethno-Goldschmuck, Turbanen und Layerings. Die starke Bindung zu künstlerischen Elementen will ich Prisca Vilsbøl und Pia de Arce auch gar nicht absprechen. Dennoch wurde sie sanfter und gleichzeitig spannender in die Kleider eingebaut, was zu einem erstaunlichen Ergebnis geführt hat.
Klitschnass von monsunartigem Regen erreichte ich die letzte Show des Abends um 22 Uhr: Stine Goya. Meine dänische Lieblingsdesignerin hat sich mit der Wahl der Location nicht lumpen lassen und eine palastartige und sonst leerstehende Altbauwohnung in der Innenstadt gemietet und mit den schönsten Einrichtungsgegenständen austaffieren lassen, die ich lange auf einer Modenschau gesehen habe: In der Mitte von rund sieben Räumen standen Blumenbouquets, ein urgemütliches Bett, Kinderstühle oder eine unechte Giraffe umgeben von echten Vögeln und Mäusen.
Backstage quetschten sich kurz vor Showbeginn nicht nur die Designerin, sondern auch die wunderhübsch und ebenso mit Blumengestecken und speziell angefertigten Tierschmuckstücken von Sophie Bille Brahe ausgestatteten Models in einem engen Gang. Die perfekte Aufstellung für ein paar Bilder...
Endlich ist es vollbracht: Unser neues Layout steht! Im Laufe des Tages werden noch ein paar kosmetische Veränderungen stattfinden, der Header bekommt noch Zuwachs und am Montag starten dann auch endlich unsere Netzwerkblogger (bin schon ganz hibbelig!). Bis dahin bitte ich um ein wenig Geduld - in der Zwischenzeit danke ich Hyperactive Media für das schöne Design und unseren Technikern in München, die unzählige Stunden mit der Anpassung verbracht haben. Wir hoffen, es gefällt!
Update: Zwar ist schon sehr viel fertig und wir wollten mit dem neuen Design nicht länger warten, aber es wird, wie gesagt, heute und noch bis Montag fleißig im Hintergrund gebaut und getestet. Es wird noch ein paar weitere Änderungen geben. Danke für eure Kommentare und eure Meinungen!
In zehn Minuten startet die Show von Wood Wood und ich habe mich schon mal backstage umgesehen und serviere hiermit die erste Preview: Wet- Look, Jeans, eingeflochtene Haarbänder und weisse Converse bestimmen den ersten Eindruck.
Peter Jensen hatte soeben die große Ehre, Kronprinzessin Mary von Dänemark in seiner Show begrüssen zu dürfen. Ob sie jedoch die lustigen bunten Kleidchen und Tennissocken in Heels tragen wird, wage ich zu bezweifeln...
Bevor es gleich zum Brunch des dänischen Magazins Cover mit anschließender Show von Peter Jensen geht, habe ich mich schnell durch die Seiten geblättert um auf dem neuesten Stand zu sein; Iekeline Stange ziert das Cover und macht im dazugehörigen Editorial Lust auf Hüte.
Ansonsten ist das Magazin ein einziges Moodboard und von Collagenliebhabern erstellt: Eine vollgepackte Seite mit Kleidungsstücken und Accessoires ziert die nächste, Homestories werden mit vielen kleinen Bildern unterlegt und der Stil von scheinbar jedem Besucher des Roskilde Festivals schmückt eine Doppelseite. Über den Inhalt an sich kann ich mit meinem nicht vorhandenen Dänisch wenig sagen, inspirierend sind die Bilder aber allemal.
Liebe Jungs und Männer, ich habe hier ausnahmsweise auch mal ein kleines Schmankerl von der Soulland-Show gestern Abend in Kopenhagen für euch. Das von dem gerade mal 25-jährigen Silas Adler vor acht Jahren mit T-Shirts gestartete Label hat sich mittlerweile einen internationalen Ruf für sein skandinavisch traditionelles Handwerk erarbeitet und sogar bei der Männermodewoche in Paris präsentiert.
Der kommende Sommer steht ganz im Zeichen des Anzuges und die Spießigkeit kehrt zurück in die Kleiderschränke - wer Zopfpullover, weiße Converse und kurze Jeanshosen zu kombinieren weiß, ist auf der sicheren Seite. Inspiriert wurde Silas primär von Leonard Cohens Gedicht "The Suit", an welchem ihm der Gegensatz von erwachsen-kontrolliert versus dem Ausbruch aus Normen gefällt. Damit wagt er sich erstmals in das schwierige Feld der Anzüge und bewies, dass er ein gutes Händchen dafür hat. Wer also der Schwiegermama in spe imponieren will, hängt sich besser bald ein Stück von Soulland in den Kleiderschrank!
Moonspoon Saloon ist berühmt berüchtigt für ausgefallene humorvolle Kleidung und so hatte ich nach der letzten Show bei der Copenhagen Fashion Week (liegt schon ein Weilchen zurück) hohe Erwartungen. Wie das nun mal so ist, werden diese leider nicht immer erfüllt. In ihrer Sommerkollektion 2011 zeigte das Designteam bestehend aus jeweils einem Designer, einem Künstler, Stylisten und Fotografen, zu viele Show-Pieces und dafür wenige weiterentwickelte Ideen.
Das Finale der Show gibt es als Video zu sehen.
Ich tu nun einfach mal so, als hätte es die organisatorischen Schwierigkeiten und den monsunartigen Regen am ersten Nachmittag der Copenhagen Fashion Week nicht gegeben, genauso wenig wie die Zeit, die im Moment gegen mich läuft.
Wie immer fühlt man sich als Besucher der Modewoche in Dänemarks Hauptstadt wie eine graue Maus umgeben von strahlenden modebewussten Schönheiten. Inspirierende Outfits gibt es zur Genüge - kein Wunder dass immer mehr Streetstyle-Fotografen in die Stadt kommen (z.B. der Styleclicker oder Phil von Street Peeper). Auffällig viele Plateauschuhe, meist von Acne, bevölkern noch immer das gängige Bild, genauso wie viel Schwarz neben bunten Secondhandoutfits. Mit meinem Turban war ich heute auch nicht mehr die Einzige.
Als nächstes geht es zur Show von Rützou, im Anschluß folgen noch vier weitere. Besonders am Abend finden die spannendsten und meisten Shows statt, also wird nun fleissig weiter gesammelt, während ihr euch meine ersten Eindrücke und Outfitbilder ansehen könnt.
Gleich nach Ankunft in meinem Hotel in Kopenhagen ging es zur Show von Karen by Simonsen im Park an der Kronprinsessengade, wo ich schon einen Teil der Teilnehmer vom Blogger-Camp traf: Yvan, Hanneli Mustaparta und die Organisatorin Fiona von Spotding. Dem "Berufsstand" entsprechend ging gleich das wilde Geknipse und Hinterhergerenne von Models los.
Nur offizielle Modenschauen gab es noch nicht viel zu sehen. Durch unsere leider verpeilten Fahrer und extremen Stau auf den Straßen sind wir sowohl zur Eröffnungsshow als auch zu Spon Diogo zu spät gekommen. Wollen wir hoffen, dass Moonspoon Saloon auf uns wartet...
Das amerikanische Doppelpack Ann und Kirby Kenny wird im Winter auf ihren zwei ersten Kampagnen zu sehen sein: Benetton hat sie gemeinsam engagiert und seit heute wissen wir, dass auch das junge Designerpärchen Proenza Schouler neben Tati Cotilar auf den Zwillingscharme setzt.
Ann hatte für den Winter bereits eine Nebenrolle in der Kampagne von Marc Jacobs ergattert und darf auch die Mehrzahl der Fotografien bei Proenza Schouler verzeichnen, für die sie sogar im Frühjahr die Show eröffnete. Ob so etwas Konkurrenz unter Zwillingen auslöst? Hoffentlich nicht, denn am liebsten sehen wir die beiden sowieso gemeinsam.
Damit ihr euch fühlt, als wärt ihr live bei der Copenhagen Fashion Week dabei, könnt ihr ab sofort den frisch veröffentlichten Modefilm von Barbara I Gongini anschauen. Das Label verzichtet auf eine Laufstegshow (so schade!) und setzt nach diversen Filmprojekten wieder alleine auf die Videopräsentation.
Das 30-jährige Bestehen feiert das britische Magazin i-D nach über 300 Ausgaben diesen August. Da knallen selbstverständlich nicht nur die Champagnerkorken: Pünktlich zum Pre-Fall, Herbst und Winter werden drei Sonderausgaben veröffentlicht, die die Themen "THEN, NOW and NEXT!" präsentieren.
Auf den Titeln erscheinen daher Kate Moss, Lady Gage und Naomi Campbell, im Inneren werden über 200 Portraits von Nick Knight und seinem ShowStudio veröffentlicht. Wir gratulieren! Mehr dazu hier.
Im Moment befinde ich mich auf dem Weg nach Kopenhagen zur Copenhagen Fashion Week. Ich folge einer Einladung des dänischen Magazins Cover und werde vor Ort am Blogger-Camp teilnehmen. Was mich besonders freut ist, dass ich die aktuellen Kollektionen der skandinavischen Designer auch mal im Sommer unter die Lupe nehmen darf, da ich bislang immer nur im Winter die Ehre hatte.
Dementsprechend schwierig gestaltete sich das mitternächtliche Kofferpacken, denn es geht zudem im Anschluss direkt weiter zur Modewoche nach Stockholm. Ob bei gefühlten vierzig verschiedenen Teilen im Gepäck auch nur ein vernünftiges Outfit zustande kommt, wage ich zu bezweifeln. Viel wichtiger ist ohnehin meine frisch aufgeladene Kamera und ein Übetrragungskabel, um euch zeitnah am Geschehen teilhaben zu lassen. Be prepared! Ich bin's so medium.
Wer noch spontan ist und beim Blogger-Camp vorbeischauen möchte, der findet hier und hier weitere Details. Oder kommt am Freitag einfach zur Party.
Unsere Bilder aus Tel Aviv und Jerusalem kratzen natürlich nur an der Oberfläche, weil unser Erkundungstrip viel zu kurz war, um sich ein nachhaltiges Bild zu verschaffen. Eine Aussage, die man jedoch auch nach 72 Stunden Aufenthalt mit Sicherheit treffen kann, ist, dass all das, was wir zu sehen bekommen haben, uns irgendwie beeindruckt hat. Wie etwa der sehr gegenwärtigen Bauhaus-Stil in Tel Aviv gemischt mit ultramodernen Hochhäusern und ganz alten, auf eine charmante Art heruntergekommenen Gebäuden.
Um das offizielle Presseprogramm abzurunden, fuhren wir Montagmorgen in das Headquarter von Castro, um im Showroom einen näheren Blick auf die Kollektion zu werfen. Die Tochter und Chefdesignerin des rund sechzig Jahre alten Familienunternehmens Etty Rotter empfing uns persönlich mit einem Designer ihres großen Teams und stand uns in einem Interview über den Stil von Tel Aviv, das Thema fast fashion und die eigene Umgebung als Inspirationsquelle für Ideen Rede und Antwort.
Es geht in die zweite Runde mit unserer Auswahl der Streetstyles aus dem schönen Tel Aviv: Trotz des strahlenden Sonnenscheins und der hohen Luftfeuchtigkeit blieben lange Hosen nicht in den Schränken, dafür sorgten obenrum leichte Stoffe für Abhilfe. Lockere Looks und sanfte Farben waren omnipräsent, es fehlten aber Vintage-Outfits, die wir im Vorfeld erwartet hatten.
Unser Sonntag bestand aus einem spannenden Kontrastprogramm: Von der Modenschau im modernen Tel Aviv fuhren wir nach Jerusalem im Landesinneren, eine Stadt, die durch und durch religiös ist und deren Geschichte uns durch die Bibel präsenter ist wie keine andere.
Bevor wir auf Jesus Pfaden wanderten, führte uns der deutschsprachige Tourguide zum Mittagessen nach Abu Gosh, eine kleine Stadt etwa zehn Kilometer vor den Toren Jerusalems, die zu den wohlhabenden Gegenden gehört und besonders für ihre Restaurantvielfalt berühmt ist. In einem libanesischen Lokal wurde binnen weniger Minuten ein kleines Festmahl bestehend aus Hummus, Falafel, Gemüse, Auberginen, Sesamdips und frischem Brot aufgetischt. Im Anschluss kugelten wir zurück in den Bus und fuhren endlich in die Altstadt von Jerusalem, die neben dem neuen Teil wie eine Parallelwelt wirkt...
Obwohl die Modenschau am frühen Morgen stattfand, lautete der Dresscode "Cocktail". Das nahm ich zum Anlass, endlich mal das schnieke cremefarbene Kleid von H&M Trend zu tragen, das bereits seit März auf den großen Einsatz wartete. Und weil Schnati ihr angedachtes Kleid in Paris vergessen hatte, half ich ihr mit einem weiteren Trend-Klassiker aus, wozu sie Zara-Schuhe trug.
Die Suche nach geeigneten Sandalen für den Sommer ist noch immer nicht abgeschlossen, auch wenn wir nur bis maximal Mitte September etwas von den Schuhen haben. In Tel Aviv hielten wir daher nach ein paar gemütlichen Exemplaren Ausschau und sowohl Schnati als auch ich fingen bei abgebildetem Paar von Noga (die bereits mit ihrer Hochsteckfrisur entzückte) an zu jauchzen. Unser darauf folgender Battle, wer die Teile denn nun zuerst entdeckt habe, blieb unentschieden und so landeten die Schnürsandalen von Castro am Ende sowohl in Schnatis als auch in meiner Einkaufstüte. Die Ausrede: Wir leben ja in unterschiedlichen Städten...
Authentisch und sommerlich, so würde ich den aktuellen Stil der Menschen in Tel Aviv bezeichnen. Anlässlich der Castro-Schau versuchten wir, uns ein Bild zu machen und knipsten für Euch ein paar der anwesenden Gäste.
Weder unter den Moderedakteurinnen, noch bei Israels Stars und Sternchen oder aber den Bloggern vor Ort wirkte kaum ein Outfit aufgesetzt oder übertrieben. Jeweils dem Typ ensprechend ist das Spektrum genau so breit gefächert wie in Europa: Vom Vintage-Look über trendig, weiblich, aufreizend bis hin zu sportlich-lockeren T-Shirt-Looks war so ziemlich alles dabei. Und egal welchem Kleidungsgenre zugehörig, alle jungen Damen strahlen eine gewisse Selbstsicherheit und Coolness aus, die dem Gesamterscheinungsbild ungemein gut tun.
Wir sind schon wieder auf dem Rückweg nach Hause. Da die Kontrollen an Tel Avivs Flughafen bei der Ausreise eine halbe Ewigkeit dauern, gibt es jetzt als kleinen Vorgeschmack auf unseren ausführlichen Bericht einige Bilder aus Jerusalem. Gestern wanderten wir stundenlang durch die Altstadt mit Highlights wie der Klagemauer oder Golgota, der angeblichen Kreuzigungsstätte von Jesus, die inmitten von unzähligen Märkten liegt.
Ein wundervolles Ensemble mit der Kraft natürlicher Accessoires entdeckten wir gestern inmitten des Modevolks in Tel Aviv. Der mit Sommersprossen übersähte Körper, die langen gewellten roten Haare und feinste Gesichtszüge: Solche Merkmale verschaffen einer Frau ohne Frage das gewisse Etwas. Dass die Dame in Schwarz dann noch mit ihrem schlichten Jumpsuit und Ethno-Schmuck punkten konnte, war nur das I-Tüpfelchen.
Wenn sich schon Haarstylisten in unmittelbarer Nähe befinden und ein großes Event ansteht, dann kann man davon auch profitieren, dachte sich die bezaubernde PR-Dame Noga von Castro und ließ sich die Haare im Rahmen der Fashion Show des Labels schön machen. Das Resultat war eine hohe Tolle mit einem Flechtzopf am Hinterkopf. Dieser Anblick löste bei uns, da wir mit simplen Dutts oder offenen, bei Hitze aufdunsenden Haarmähnen unterwegs waren, ein bisschen Neid aus.
Bilder unserer kleinen Erkundungstour durch Tel Aviv, die wir im Sauseschritt abgehalten haben, gab es schon zur Genüge, fehlen bloß noch Fotos unserer Outfits, die wir aufgrund unmenschlicher Temperaturen jenseits der 35 Grad und überdurchschnittlich hoher Luftfeuchtigkeit auf ein Minimum reduzierten.
Das Modelabel Castro ist auf dem deutschen Markt nur in wenigen Städten vertreten (z.B. in Köln, Stuttgart oder Münster), in Israel dagegen ist die Retailer-Marke die größte Kette des Landes und in etwa zu vergleichen mit H&M und Zara, auch wenn die beiden dagegen wie Giganten erscheinen. In der Heimat Tel Aviv geniesst Castro Sonderstatus und somit war ein Ticket zur Modenschau am Sonntagmorgen um 9.30 Uhr das wohl begehrteste der Stadt - einzig die Uhrzeit erschien uns ungewöhnlich, man erklärte jedoch, dass die Journalisten lieber am Morgen arbeiten, um die Geschichten tagsüber fertig zu schreiben und abends die Freizeit zu genießen.
Es tummelte sich also eine modehungrige Meute im Hangar 11 im alten Hafen von Tel Aviv, während wir backstage die mehr als 70 Looks für Männer und Frauen betrachteten. Die Show "A Winter to remember" war ein Best-of der Looks für die Saison Herbst/Winter 2010, die schon jetzt oder in wenigen Wochen im Laden hängen. Damit bietet Castro "fast fashion" - ein Ansatz, den wir uns heute im Showroom noch einmal genauer erklären lassen wollen.
Unser Sonntag hätte kontrastreicher kaum sein können: Morgens besuchten wir die Modenschau von Castro und knipsten die Modemeute, um später dank eines Guides Jerusalem und seine Geschichte näher gebracht zu bekommen. Der fantastische Blick über die Stadt war soeben die Krönung des Tages, daher gibt es dieses schnelle Touri-Foto von uns.
Unsere Speicherkarten sind voll - mehr Eindrücke später!
Die Heels des Tages trug gestern Silke Wichert, Modejournalistin und ebenso Teilnehmerin des Presseprogramms hier in Tel Aviv. Klassisch aber mit dem Hinguck-Effekt durch die verchromten Absätze sind die hohen Hacken von Céline eines der schönsten Paare dieser Saison.
Unsere erste Reise nach Israel ist aufregend und so ganz und gar nicht mit Trips in die bisher gesehenen Metropolen dieser Welt zu vergleichen. Im Hinterkopf hat man die schwierige politische Situation, den Gaza-Streifen, Auseinandersetzungen und Kriege. Tel Aviv hingegen wird in den Medien als jung, aufgeschlossen und Party-wild verschrien, womit es den Gegenpol darstellt. Besonders spannend ist es daher, sich mit den Einheimischen auszutauschen - wie nehmen sie ihre eigene Kultur wahr, lässt sich der Eindruck, den wir Europäer von Israel haben, bestätigen?
Während der eine sagt, dass Religion und Politik keine Rolle spiele, fügt der andere aber doch hinzu, dass sich auch die jungen Menschen bewusst sind, unter welchen schwierigen Voraussetzungen sie aufwachsen. Daher ist es beispielsweise üblich, dass jeder Bürger den Wehrdienst antritt; Frauen müssen sich zwei Jahre verpflichten, Männer drei.
Im Restaurant bestellen wir Weißwein, der ausdrücklich als "nicht koscher" ausgewiesen wird. Religion wird in Tel Aviv zwar längst nicht mehr so gelebt wie noch in Jerusalem. Nach unserer Ankunft im Hotel liefen wir am Nachmittag gleich gen Dizengoff, eine der Einkaufsmeilen. Der erwartete Trubel stellte sich aber erst einmal nicht ein: Die Straßen waren menschenleer und die Geschäfte hatten geschlossen - von Sonnenuntergang am Freitag bis zum Samstag Abend ist Sabbat und damit Feiertag, während der Sonntag in Israel quasi unser Montag und damit Wochenanfang ist.
Auf Einladung des israelischen Retailers Castro flogen Schnati und ich heute in aller Frühe aus Berlin und Paris nach Tel Aviv und melden uns nach einer einwandfreien Einreise und Fahrt vom Flughafen in die Stadt aus unserem Hotel gleich an der Mittelmeerküste.
Zur Begrüßung gibt es israelische Schokolade von Max Brenner und bis am Abend das offizielle Programm losgeht, suchen wir nun erst einmal Zahnpasta und Haarbürste, weil wir uns jeweils auf die andere Person verlassen haben. Glücklicherweise liegen Geschäfte und auch der Strand nur wenige Meter entfernt, so dass wir am Abend schon mehr Eindrücke teilen können...
Heute gibt es mal einen kleinen Ausblick auf unser Wochenende, weil es die kommenden drei Tage aufregend wird: Morgen steigen Schnati und ich um 6 Uhr in der Früh in den Flieger und machen einen Kurztrip nach Tel Aviv! Wieso, weshalb, warum? Nähere Infos folgen spätestens morgen Abend nach unserer Ankunft in Israel...
Nagellack ist für mich ein absolutes Muss und ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich das letzte Mal "nackt" aus dem Haus gegangen bin. Bei der Farbwahl gehe ich aber meist auf Nummer sicher mit unterschiedlichen Rottönen, in jüngster Vergangenheit kam dann noch ein dezentes Beige dazu.
Weil das auf Dauer öde ist, habe ich mal die neuen Lacke von Uslu Airlines, die in Kollaboration mit Bernhard Willhelm entstanden sind, getestet. Allein die Farbnamen "Light Coralle (LOX)" und "Jaguar Racing Green (JAG)" klangen vielversprechend und passen ideal zum ausklingenden Sommer. Nach doppeltem Auftragen und kurzer Trockenzeit stellte sich heraus, dass die Töne in natura genauso hübsch sind wie im Onlineshop.
Und weil ich mich ein klein wenig mehr zum Korall hingezogen fühle (passt schliesslich so gut zum Schal von hui-hui), verlose ich den grünen Lack an einen Leser. Wer mag, schnipst einfach in den Kommentaren ein "hier"! Ausgelost wird schon heute Abend um 18 Uhr (Gewinnspielregeln).
Update: Die Gewinnerin ist die reimende Janina! Glückwunsch, Du hast eine Email bekommen. Allen anderen herzlichen Dank für die Teilnahme!
Ein älterer Song aus dem Jahr 2007, der durch eine omnipräsente Fernsehwerbung eines Kameraherstellers wieder bei mir läuft: "Welcome Home, Son" von Radical Face. Schöne Stimmung und somit ein gelungener Einstieg ins Wochenende!
Urban Outfitters hat schon viele gute Designerkollaborationen gemacht und beweist mit "The Jewelry Studio" erneut ein gutes Händchen für individuelle Projekte. Blöd nur, dass wir in Europa rein gar nichts davon haben, da der amerikanische Onlineshop nicht zu uns versendet und die britische Version lediglich das Standardsortiment anbietet.
Nichtsdestotrotz muss mal gezeigt werden, was der Retailer auf der anderen Seite des Ozeans so treibt. Das Schmuckstudio hat sich nämlich mit zehn talentierten Schmuckdesignern zusammen getan, darunter Sabrina Dehoff, Jules Kim, Erika Pena, Species by the thousands oder Elke Kramer. Entstanden sind ausgefallene aber auch nicht ganz kostengünstigste Accessoires, die das Schmuckdesign auf eine neue Ebene heben. Portraits der Designer findet ihr hier, weitere Lookbook-Bilder bei Rackk & Ruin und Susie Bubble.
Immer noch ärgere ich mich, das Kleid von Helmut Lang mit dem futuristischen Print zuerst nicht gekauft und am nächsten Tag nicht mehr gefunden zu haben. Zwar ist folgendes Modell aus dem neuen Lookbook von Gestuz eine ganze Ecke eleganter und wohl eher für abendliche Anlässe, dennoch kommt es vom Print sehr nah an das Träumchen von Lang. Der Promi, der sich damit auf einen roten Teppich traut, soll von mir auf ewig vergöttert werden!
Modepilot hat das Gerücht schon einmal in Umlauf gebracht, nun ist's offiziell: Asos eröffnet am 4. Oktober eine deutsche Onlineshop-Filiale! Seit dem Jahr 2000 hat Asos daran gearbeitet, Großbritanniens größter unabhängiger Online-Fashion-Händler zu werden - neben den Eigenmarken gibt es rund 850 weitere Marken wie zum Beispiel Acne, Stolen Girlfriends Club, Stine Goya, See by Chloé, Opening Ceremony oder Best Behaviour und Alpha60.
Wieso ich mich darüber freue? Ein paar Euronen Versand werden wir sparen können und der Umtausch funktioniert dann hoffentlich wesentlich einfacher. Die URL wird wohl asos.de lauten - bislang findet man auf der Adresse jedoch ein Schreib- und Dienstleistungsbüro...
"Mad Men" ist keine gewöhnliche US-amerikanische Serie. Die Geschichte um die Mitarbeiter einer großen New Yorker Werbeagentur in den 60er Jahren erhielt bereits drei Mal den Golden Globe und mehrere Emmys, nicht zuletzt weil die Ästhetik des Jahrzehnts originalgetreu und detailliert wiedergegeben wird und sie damit in allen Belangen eine perfekte Gesellschaftsstudie darstellt. Besonders die Kostüme haben "Mad Men" auch in der Modebranche berühmt gemacht: Die Rückkehr der Weiblichkeit gab es in Form von taillierten wadenlangen Kleidern, üppigen Dekolletes und Blümchenmustern zuletzt bei Louis Vuitton zu sehen und auch bei Prada finden wieder Einflüsse der Sechziger Jahre statt.
Die weiblichen Charaktere wie Joan Holloway oder Betty Draper sind Stilvorbilder für viele Frauen, woran auch folgende Leseranfrage knüpft: Unsere Leserin Clara ist auf der Suche nach einem nicht zu kurzen weißen Faltenrock, den sie in der Serie an Betty Draper entdeckt hat. Wer eine so hübsche Inspirationsvorlage hat, soll natürlich ein wenig Unterstützung bekommen. Vielleicht habt ihr ja Tipps für Clara?
Mehr über den Stil der Serie findet ihr übrigens hier. Im deutschen Fernsehen läuft die Serie im Herbst bei ZDFneo an, bislang gibt es "Mad Men" nur auf dem Pay-Tv-Channel Fox.
Mal hü, mal hott. Gestern noch barock, heut schon futuristisch. Für eine Richtung kann und mag ich mich nicht entscheiden und so blicke ich mit dem Universum-Print-Tshirt von Acne (gekauft bei Hayashi) heute erst einmal wieder in die Zukunft. Die Hose ist von American Apparel und muss an dieser Stelle für den guten Sitz am Hinterteil gelobt werden, weil dieser bei Bundfaltenhosen nie wirklich geschmeidig ausschaut. Die Schuhe sind von Opening Ceremony und der Armreif von Weekday.
Da tut sich was in deutschen Gefilden: Onlineshops kann es der Auswahl halber nie genug geben, insbesondere nicht in Deutschland. Die Versandkosten sind gering, wir müssen keine Zollgebühren zahlen und der Umtausch ist wesentlich einfacher. In den letzten Tagen haben sich sowohl im Posteingang als auch im Reader drei Neuzugänge aufgetan, die ich nicht vorenthalten will.
Bambi Northwood-Blyth ist Australiens neues Lieblingsmodel. Die 19-jährige hat sich spätestens seit der vergangenen Australian Fashion Week einen Namen gemacht, der dank der Änderung von Stephanie auf Bambi natürlich gleich ein wenig einprägsamer ist. Gerade erst stand sie für Russh und Kirrily Johnston vor der Kamera, nun modelt sie auch noch das Sommerlookbook des angesagten Labels Shakuhachi, über das ihr hier mehr findet.
Auch die Australier stellen sich kommenden Sommer (am anderen Ende der Welt beginnt dieser bereits im Dezember) auf die Wiederkehr der 70er Jahre ein und mischen in ihre Kollektion Blümchen, Haarbänder, Wildleder und Latzröcke.
329 Personen waren so sehr an dem Herbst-Outfit von Monki interessiert, dass sie die kühnsten und ausgeholtesten Argumente auspackten, wieso genau sie glücklicher Gewinner unserer großen Verlosung sein sollten. Herzlichen Dank für die Teilnahme und eure Kreativität! Leider kann am Ende nur eine Person gewinnen und so machte ich mich gestern Abend daran, jede einzelne Ausführung durchzulesen und konnte mich schließlich auf 13 Favoriten einigen.
Die schickte ich an einen Unparteiischen, der wiederum auf vier Personen begrenzte. Schnati wählte die letzten beiden und ich habe mich schließlich - Trommelwirbel, bitte- für die Poetin Ute entschieden! Das Reimemonster kann ihrer Schwester damit beweisen, dass sie auch adrett aussehen kann. Email folgt, herzlichen Glückwunsch!
Howard Marks ist einer der bekanntesten Drogenschmuggler Großbritanniens, der in den 70er und 80er Jahren angeblich für 10% des weltweiten Handels von Marihuana und Haschisch verantwortlich war. Heute ist der einstige Physikstudent Bestsellerautor und Kultfigur dank seines autobiographischen Romans "Mr. Nice", der nun endlich verfilmt werden durfte und im Herbst in die deutschen Kinos kommt. Rhys Ifans spielt Marks, die Ehefrau Chloë Sevigny...
Eigentlich liegt die Zeit, in der ich permanent barocke Blüschen trug, schon eine ganze Weile zurück. Auf der Suche nach Abwechslung stieß ich heute Morgen aber doch wieder auf ein Vintage-Modell, das zu hübsch ist, um im Schrank zu versauern. Also läute ich die Ära von vorne ein, auch wenn sie ein wenig gewöhnungsbedürftig ist. Die Tasche ist vom Trödel und die Shorts sind von Weekday.
Die Sommerkollektion 2011 des australischen Labels Kirrily Johnston lautet Apocalypto und die Kampagnenfotos mit everybodys darling Bambi Northwood-Blyth zeigen mal eine andere Interpretation des aktuellen Turban-Trends auf: den Beduinen-Look. (Quelle)
Insgesamt vier Mal habe ich das brandneue Lookbook von Prada jetzt schon gebookmarked und mit einem Reminder von On the subject of muss auch ich nun die faszinierenden Bilder der "Fantasy-Ausgabe" für den Herbst 2010 präsentieren.
Miuccia Prada setzt mit ihren Bildern einen ohnehin schon hohen Maßstab, den kaum ein anderes Label jemals erreichen kann. Wir erinnern uns an die photogeshoppten Kunstwerke im Sommer oder an das mit Illustrationen angereicherte Herbst-Lookbook. Mit Illustrationen von Alexander Reichert und Fausto Fantinuoli kann sie die bisherigen Arbeiten noch toppen, die im Zusammenspiel mir den Fotografien von Phillip Meech nicht nur ein stimmiges Bild abgeben, sondern gleichzeitig zum Träumen anregen. Bei den Models wirkten u.A. Miranda Kerr, Lara Stone, Monika Jagaciak, Kasia Struss oder Maryna Linchuk mit.
Mädchenmusik, Klappe die Zehnte! Mit "Let my Shoes lead me forward" hat uns die schwedische Popmusikerin Jenny Wilson vergangenes Jahr einen gehörigen Ohrwurm verpasst, obwohl der "gute-Laune-Song" bereits auf ihrem 2005 veröffentlichten Album "Love and youth" erschien. Lange war es ruhig um Wilson, Ende März veröffentlichte sie nun endlich ihr zweites Album "Hardships!", das ich gerade in die Finger bekommen habe. Einmal rauf und runter gehört, ist die Platte R'n'B-lastiger als erwartet und klingt deutlich erwachsener. Daher kann es auch mal sein, dass der ein oder andere Song häufiger abgespielt werden muss, um zu überzeugen.
Der Titel "Bad Waters" setzte sich sogleich in meinem Gehörgang fest und gefällt mir so gut, dass dieser einen Platz auf der Seite bekommen muss.

Foto: Terry Richardson
Endlich zahlt sich das ewige Rumgepose auf The Cobrasnake aus: Atlanta Noo De Cadenet Taylor, aufstrebendes It-Girl, vermutlich die neue Cory Kennedy und Sprössling von Duran-Duran-Sänger Bassist John Taylor, entdeckte ich gerade bei Terry Richardson wieder, der die 18-jährige offensichtlich für eine Publikation in seinem Studio abgelichtet hat.
Bislang fiel Atlanta wegen ihres 60er-Jahre-Stils auf, den sie mit typischen Westcoast-Elementen wie Blümchenkleidern und Dr Martens kombinierte. Genauso wenig wie die obliagtorische Jeansweste dürfen bei ihr Drinks und Zigaretten fehlen - offensichtlich Voraussetzung, wenn man mal in die Fußstapfen von Miss Kennedy treten will. Ich bin jedenfalls gespannt, ob sie sich dank Mark Hunter und nun auch Richardson einen Weg in die Modebranche bahnen wird... Wer mehr über sie erfahren will, klickt sich einfach mal durchs TFS-Forum. Oder folgt dem wild child bei Twitter.
Für den Rückflug mangelte es mir an Lektüre und so stand ich in einem Münchner Supermarkt vor einem eher schlecht als recht bestückten Zeitschriftenregal. Die Schlagzeilen der Klatschblätter kannte ich bereits, die anderen Titel habe ich im Abo - blieb nur noch die aktuelle Madame, die ich kaum mehr auf dem Radar habe. Erst bei der Titelgeschichte mit den Editorials in 3-D fiel mir wieder ein, dass ich dazu mal eine Nachricht im Briefkasten hatte. Verwunderlich ist meine nicht-zur-Kenntnisnahme anhand der ersten durchblätterten Seiten nicht:
Ein Schuh-Special, Reissverschlüsse als neuester Trend, die besten Schlankmacher und letztlich die Stylingtipps für 30-50-jährige Frauen beweisen, dass die Mittzwanziger schlichtweg nicht zur Zielgruppe gehören. Umso innovativer ist dafür die Idee, alle Editorials in 3-D zu gestalten - gleichzeitig die logische Fortsetzung von dreidimensional präsentierten Modenschauen (in diesem Fall von Burberry) .
Im Taxi setzte ich also meine Brille auf und blätterte mich durch die Seiten. Besonders die Hintergründe wie Wüstenlandschaften, futuristische Graphiken oder eine Tierwelt profitieren von der Inszenierung. Die Kleider kommen dadurch aber auch nicht besser zur Geltung als ohnehin schon. Eine nette Idee also, die sich vermutlich nicht durchsetzen wird - oder wie seht ihr das?
Heute ist Meeting-Tag in München, weshalb es ein wenig ruhiger auf der Seite zugeht. Hiermit gibt es zwischendrin zumindest ein schnelles Outfitbild, bevor ich zurück zum Flughafen fahre: Pulli ist von Cos, Rock von Zara und die Sonnenbrille von Asos!
Ein gutes einzigartiges Produkt allein kann Etsy-Verkäufern noch immer zu gewisser Berühmtheit und einem eigenständigen Business verhelfen. Wenn es genug Presse und Abnehmer für das Kleidungsstück oder Accessoire gibt, kann sich der Verkäufer um die Weiterentwicklung kümmern, vielleicht ein dazugehöriges Blog starten und sogar Lookbook-Bilder schiessen. Im Fall von Kathryn Blackmore war genau das möglich - hinter The Vamoose steckt herzallerliebster Kordelschmuck, der nun um Korallketten und Metallanhänger erweitert wurde.
Für das nächste Shop-Update hat sich die studierte Modedesignerin gemeinsam mit der Fotografin Fetie zusammen getan, woraus romantische Strandbilder entstanden sind, die uns die Neuzugänge schmackhaft machen.
Am 27. August wird im Berliner Stadtbad Oderberger Straße wieder für den guten Zweck "geswappt", was das Zeug hält: Skyy Vodka lädt gemeinsam mit Designer Scouts zum Skyy Swap Market ein.
Das Konzept beruht auf dem Austausch von eigenen Kleidern/Accessoires/Designobjekten gegen die von anderen Leuten und Prominenten eingereichten Gegenstände oder - und das ist neu - gegen Kleider von Berliner Labels wie C.Neeon, A.D.Deertz, JULIAANDBEN oder Von Bardonitz. Der Erlös kommt der Berliner Aidshilfe e.V. zu Gute.
Das klingt doch nach einer idealen Gelegenheit, ungetragene Schätze aus dem Kleiderschrank zu fischen, womöglich einen anderen Tauschwütigen damit glücklich zu machen und selbst einen Neuzugang mit nach Hause nehmen zu können. Wie das im letzten Jahr aussah, lest ihr hier.
Foto: Marc Rabadán
"Schöner Fund" oder "gut gefunden" bedeutet "ben trovato" im Italienischen und bezeichnet das gleichnamige Blog ziemlich treffend: Der Fotograf und Art-Director Marius Troy stellt auf seiner Seite herausragende Fotografien von Künstlern vor, die noch nicht allzu bekannt sind oder noch im Studium stecken. Dabei schafft er es konstant Juwelen zu picken, die auch noch nicht die Runde auf gängigen Websites gemacht haben.
Entscheidungen treffen ist nicht gerade meine Stärke. Besonders nicht, wenn sich zwei ähnlich gute Angebote gegenüberstehen. Thai oder Vietnamesisch? Kino oder Film ausleihen? Schwarz oder Cremefarben? Party oder nur Drinks? Kochen oder essen gehen? (Besonders beim Essen treibe ich Freunde regelmäßig in den Wahnsinn.)
Nun habe ich mir seit Monaten vorgenommen, mir eine zweite Bluse von Diana Orving zu kaufen, sobald sie im Sale angelangt ist. Jetzt ist es soweit und es fällt mir angesichts des daneben abgebildeten Rüschenkleides schwer, endgültig den "kaufen"-Button zu drücken. Was gefällt euch besser - Bluse oder Kleid? Immerhin weiss ich, dass ein Artikel definitiv in den Warenkorb wandert.
Fransentaschen kann ich nicht mehr sehen, weite Hosen in Verbindung mit Oversize-Pullovern würde ich niemandem empfehlen und der Traumfänger ist ganz schön hippie-esk. Dennoch ist dieses bei The Streethearts vorgestellte Outfit von Kristine aus Norwegen das Inspirierendste, was mir seit Langem unter die Augen gekommen ist. Vermutlich liegt es an der Farbkombination und dem Kopftuch, die ich gleich mal gedanklich abgespeichert habe.
Apartmentneid! Die Trefferquote, dass mir die vorgestellten Wohnungen bei Freunde von Freunden gefallen, ist unwahrscheinlich hoch. Das mag daran liegen, dass in Berlin jede zweite Wohnung mit Stuck, Parkett und Flügeltüren ausgestattet ist, was die Einrichtung optisch vereinfacht. Weil ich bei der Wohnungssuche nicht ganz so viel Glück hatte, schiele ich gerade neidisch auf das vorzüglich eingerichtete Zuhause von Malin Elmild, Head of Sales bei Wood Wood. Holztische, Koffer als Deko, goldene Bilderrahmen und frische Blumen inspirieren unheimlich und ich mache mich gleich mal auf zum nächsten Trödelmarkt...
Mit gerade mal 26 Jahren kann Esteban Cortazar schon einen Chefdesignerposten bei Ungaro vorweisen. Allerdings dauerte seine Amtszeit lediglich drei Saisons und so wurde es nach dem jähen Ende vor genau einem Jahr ruhig um den kolumbianischen Überflieger - bis jetzt.
Ende vergangener Woche erreichte mich eine Email des Video-Künstlers Jason Last, der schon die Kollektionen von Complex Geometries in Bewegung gesetzt hat. Sein neuestes Projekt ist die filmische Umsetzung zu Esteban Cortazars ersten von drei Capsule-Linien mit der lateinamerikanischen Kette Exito, die Cortazar zurück in den Designerolymp verhelfen soll. Ganz abgesehen von dem Film "Ritual De Lo Habitual" ist auch die Kollektion vielversprechend und erweckt kaum den Anschein, in Zusammenarbeit mit einem Retailer entstanden zu sein.
Um für die vierte Ausgabe des am 23. August erscheinenden Love Magazins zu werben, veröffentlichte Models.com eines der acht Cover mit Rosie Huntington-Whiteley. Der Titel ist ganz schön cheesy: And God created Women. Dementsprechend voll sind Rosies Lippen, das Dekolltee ist üppig, die Hüfte schmal und das Hinterteil wohl geformt. Der Trend geht also vom Hungerhaken zurück zur "echten Frau" - genug Denkanstöße kann es in der Modebranche nie geben. Zu weit aus dem Fenster lehnen will ich mich allerdings nicht; wer weiß, wer neben der aufstrebenden Hollywood-Schauspielerin die Titel zieren wird...