Berlin: "Start your Fashion Business" im WMF
Preise für angehende Modedesigner kann es nie genug geben, erst recht nicht in Berlin. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen hat im Rahmen der Wettbewerbsreihe "Berlin - Made to Create" einen Award ins Leben gerufen, der sich durchaus sehen lassen kann: "Start your Fashion Business". In der Jury sitzen Christiane Arp von der Vogue, Anita Tillmann von der Premium, Karin Leiberg von Sportswear International, vergeben werden drei hoch dotierte Preise für angehende Jungdesigner. Aus rund 100 Bewerbungen wurden für die erste Verleihung Perret Schaad, Michael Sontag, Sadak, Margiotta Plaskova und Vladimir Karaleev nominiert. Gestern Abend präsentierten sie ihre Kollektionen in der WMF-Sauna - bislang mein persönlicher Höhepunkt der Modewoche!
Hier die drei Siegerkollektionen:
Den dritten Platz ergatterte Vladimir Karaleev - 10.000 Euro Preisgeld sowie ein Gutschein für PR-Leistungen in Höhe von 5.000 Euro.
Platz zwei ging an die lieben Mädels von Perret Schaad. An sie ging ebenso die PR-Leistung, Coachingtage durch Unternehmensberater und ein Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro.
Der verdiente Sieger des Abends: Michael Sontag. Er bot eine rundum hochwertige Kollektion und erhält 25.000 Euro!
Sadak und Margiotta Plaskova gingen leider leer aus, die Kollektionen waren aber auf demselben hohen Level.
Sadak:
Margiotta Plaskova:
Ein großes Lob geht außerdem an das Modelcasting. So viele schöne und gut laufende Mädchen gab es auf einem Fleck noch nirgends auf der Modewoche...


















































christina
welche geschichte hat denn das erste bild mit den schuhen auf dem runway?
r.zinser
Als eines der Highlights der Fashion Week angekündigt und mit einem „hochkarätigen“ Publikum angepriesenen Event, war die gesamte Veranstaltung ein einziges Disaster. Angefangen mit einer Moderation wie sie schlechter und leider auch peinlicher nicht sein konnte zeigten die ersten beiden Labels („perret schaad“ und „vladimir karaleev“) eine Kollektion auf Hochschulniveau. Die grauhaarigen mitfünfziger Mallorca-Urlauber mit Goldkettchen, die es irgendwie in die erste Sitzreihe geschaft hatten stierten dabei gähnend Löcher in die Luft. Das erstemal aufegrüttelt wurde das Publikum erst durch die Kollektion von „sadak“, vielleicht nicht jeder“Mann“s Sache, aber trotzdem ein Hingucker. Die beiden letzten Labels „margiotta plaskova“ und „michael sontag“ retteten glücklicherweise das Niveau der Veranstaltung mit einer professionell wirkenden Kollektion. Um den Abend so zu beenden wie er auch begonnen hatte, präsentierte sich dem Publikum eine vollkommen verwirrte Jury. Wer hat nun nochmal gewonnen? Das fragten sich auch viele Anwesende. Ja liebe Frau Arp, wir haben gehört bei der auto-motor-und-sport wird demnächst ein Redaktionsposten frei, vielleicht ist das ja eine Alternative.
Ob das ganze nun ein Erfolg war, bleibt fraglich. Das kommt darauf an für wen. Wie schreibt die Berliner Zeitung zum Gewinner “…wird wieder von „Start your Fashion Business“ gefördert, obwohl … schon 2009 an zwei Nachwuchswettbewerben beteiligt war, dann auf Kosten der IMG eine Solo-Show machen durfte und im Januar auf einer vom Senat gesponserten Schau auf dem Bebelplatz seine Entwürfe zeigte…“. Aber das scheint ja in Zeiten in denen hochqualifizierte Hochschulabgänger noch jahrelange, unbezahlte Praktika machen dürfen normal zu sein. Da kann dann jemand auch schon mal zum „langzeit-startup“ werden. Wir wünschen dennoch allen Teilnehmern viel Glück.
Thomas B.
in anbetracht der tatsache, dass die veranstaltung mit wenig budget umgesetzt wurde muss diese gelobt werden, v.a. weil es für uns designer eine tolle sache ist und uns einiges damit ermöglicht wird. eine initiative, die nicht schlechtgeredet werden darf!