
"Nur 1% der Hersteller stellt Kleidung ohne Schadstoffe her." - So schließt die gestern Abend auf arte ausgestrahle Dokumentation "Schick aber schädlich", die sich mit gesundheitsschädlichen Chemikalien in Stoffen beschäftigt.
Die Doku beginnt mit der Gefahr des Anti-Schimmelmittels DMF (Dimethylfumarat), das seit Mai 2009 in Deutschland verboten ist, da es zu Atemnot und Ausschlägen führen kann. Das Mittel befindet sich in den kleinen, weissen mit Kügelchen befüllten Beuteln, die Schuhen und Taschen oft beigelegt werden. Darin soll eigentlich nur Kieselgel enthalten sein, um Feuchtigkeit aufzunehmen. Allerdings wird in Produktionsländern wie China oft DMF hinzugefügt. Die Schuhmarke "Graceland" von Deichmann habe demnach beispielsweise immer noch Probleme mit den so ins Land geschmuggelten Krankheitserregern.
Wie kann man sich schützen? Alle nach Chemie riechenden Kleider und Schuhe sollten möglichst erst gar nicht gekauft werden. Lagerarbeiter von H&M haben dank ver.di beispielsweise die Möglichkeit, stinkende Produktionsteile aus der Fabrik zu schaffen - ein Riesenfortschritt, um möglichst gar nicht mit den Krankheitserregern in Kontakt zu kommen.
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