Rückblick: Die Eröffnung von DMY
Nach anfänglicher Trägheit, verliess ich mich auf Jessies treffsichere Zusammenfassung des Halbfinales von GNTM und machte mich am Mittwochabend auf zum Platz der Luftbrücke. Wie angekündigt öffnete hier der Flughafen Tempelhof seine historischen Tore für die diesjährige DMY-Ausstellung. Die riesigen Hanger eignen sich ideal, um neuartige Produkte und vor allem viel Interiordesign bestmöglich zu präsentieren. Die Künstler zeigten nicht nur viel fürs Auge, sondern boten auch Interaktives, wie einen Minigolfplatz (das Highlight war hier die Bahn aus einem aufgestauten Teppich) und ein scheinbar schwebendes Labyrinth aus einer durchsichtigen Folie.
Neben vielen schönen Einrichtungsgegenständen (besonders der Hocker war allgegenwärtig) waren es besonders die raffinierten Designs, die die Blicke auf sich zogen. Der geschnitzte Holzstuhl, der sich zunächst als bequem gepolstert ausgab und das Fischgrätparkett, bestehend aus braunem Tape, für den kleinen Geldbeutel, sind nur einige Beispiele. Auch der Tageskalender mit integriertem Aktenvernichter von Susanna Hertrich und die Schaukel aus einer überdimensional grossen Holzperlenkette von Johanna Richter würden sich gut in meinem imaginären Wohntraum machen.
Die technische Installation, bei der ein Roboter ein Hindernis auf seiner runden Laufbahn erkennt und mit einem kleinen Stunt meistert, gab leider bei meiner Ankunft den Geist auf. Wer dieses Spelktakel noch zu Gesicht bekommt: Wir würden uns über eine fotografische Dokumentation freuen.
Alles in allem sollten sich die Berliner unter uns dieses temporäre kreative Ballungszentrum nicht entgehen lassen. Die Hauptausstellung läuft noch bis Sonntag im Flughafen Tempelhof.
Hier ein kleiner visueller Rundgang:

























