von Jessie in Kategorie: Blogwatch 33Kommentare

Blogger against Mobbing

StoppCyberMobbing3.jpg Bei Maike fand ich die Seite Blogger against Mobbing, die Wissenswertes rund um das Thema Cyber-Mobbing zusammengestellt hat. Weil wir davon ein Liedchen singen können, unterstützen wir die Aktion mit diesem Post sehr gerne und hoffen, dass sich viele BloggerInnen, die undifferenzierte und verletzende Kommentare bekommen, hier Wissenswertes rund um das Thema finden. Insbesondere der Artikel "Was tun bei anonymen Kommentaren?" dürfte aufschlussreich sein. Wir haben mittlerweile ein dickes Fell und können vieles mit einem Lachen abtun, durchgehen lassen darf man trotzdem nicht alles. Im April habe ich dem Hate Mag dazu ein Interview gegeben, das ihr bei Interesse hier findet.

Was wir in drei Jahren ohne Kommentarfilter gelernt haben: Niveaulose, absichtlich angreifende und nicht konstruktive Kritik kommt in 99 Prozent der Fällen von anonymen Personen, die sogar unter verschiedenen Namen mehrmals kommentieren. Nichts ist einfacher, als im Netz (scheinbar) anonym sein Unwesen zu treiben und seinen persönlichen Frust abzulassen. Im wirklichen Leben würden genau diese Personen vermutlich nicht einmal den Mut aufbringen, dir ins Gesicht zu schauen. Wir fragen uns immer, was die Beweggründe sind, seine Zeit mit boshaften Kommentaren zu verschwenden - bestenfalls ohne Rücksicht auf individuelle Geschmäcker und Ansichten?

Tags: blogs, blogwatch, kommentare, mobbing

33 Kommentare

  • Patricia

    Oh ja, davon kann ich ein Liedchen trällern. Die ersten drei Kommentare, die ich überhaupt in meinem Blog bekommen habe, waren Trollereien. Lieblingsthema der Trolle: "Dein Schreibstil ist langweilig und Du bist hässlich."

  • Nicole

    Eine gute Aktion, allerdings schon beinahe ein bisschen zu viel Beachtung für die boshaften Kommentare, denn durch ihre Äußerungen wollen die Kommentierenden doch nur die Aufmerksamkeit erregen, die sie anscheinend im wahren Leben nicht bekommen. Ignorieren wäre daher wohl die beste Lösung. Auf keinen Fall sollte man sich die Kommentare zu Herzen nehmen.

  • Jen

    ich find's auch wichtig, das ernstzunehmen – zumal nicht jeder, der "anonym" kommentiert, ein Troll ist. Ich z.B. habe schlicht keine Website/Blog etc, hinterlasse aber immer meine Email.

    Ich glaube, viele der boshaften Kommentatoren sind noch sehr jung und stecken mitten im Pubertätsfrust. Andere sind da nie rausgekommen… ich denke mir immer, get a life. Dann neidet man auch nicht mehr so viel.
    :)

  • Lara

    Das finde ich eine wirklich gute Idee und werde ich bei mir auch linken. Bin davon zwar bislang weitesgehend verschont geblieben, aber ich weiß, dass das leider nicht der Normalfall ist.
    btw. ich verstehe auch nicht, warum man jemanden dann persönlich angreifen muss. Wenn ich inhaltlich etwas nicht korrekt finde, okay. Aber dann - wie Patricia erlebte - zu sagen "du bist hässlich???"
    Naja, es gibt viell. einfach zu moderne Mobbies, bei denen ich nicht mitkomme *lach*

    Liebe Grüße

  • Miri

    Gibt halt viele böse, frustrierte und mit allerlei Problemen behaftete Menschen, denen die Anonymität des Internets in dieser Hinsicht entgegenkommt.
    Da hilft nur: Einfach ignorieren und Kommentare generell moderieren.
    Ich persönlich geb auf anonyme Äußerungen gar nix.

  • annika

    Zum Glück bin ich "noch" davon verschont geblieben, aber verstehen kann ich die Leute, die solche Dinge schreiben nicht. Was treibt mich dazu im Netz rumzusurfen und auf alles irgendwas dummes und nicht nettes zu schreiben?!

    Ich hab zum Glück ein dickes Fell aber ich glaube ein bisschen zu Herzen würd ich es mir immer nehmen.

  • Julia L.

    Ein wenig zu viel Aufmerksam - da stimme ich Nicole zu. Damit wird man nichts ändern. So etwas wird es immer geben. Das gehört zur sinnlosen Kritik, die Menschen an Menschen äußern die zu viel Neid empfinden und wohl mit sich selbst nicht im Klaren sind. Eine ganz böse Last und reine Psychologie!

    Schaut drüber hinweg!

  • Anna Sagel

    Ich habe schon oft fiese Kommentare gelesen und habe mich auch immer gefragt, was die Leute dazu bewegt, ihre Zeit für so etwas zu opfern. Besonders "dumm" finde ich es, wenn Leute sich über Tippfehler von anderen richtig gemein auslassen. Das ist weder kostruktiv noch interessant für die anderen zu lesen. Die Aktion finde ich deswegen gut, allerdings bin ich auch eher skeptisch, was den Erfolg angeht.

  • Bridget Moerth Macklin

    Ein interessanter und wichtiger Ansatz.

    Aber was um alles in der Welt spricht dagegen, bei LesMads und irgendwelchen anderen Blogs strikt auf die Einhaltung der Regeln / Netiquette zu pochen?

    Von mir aus fragt die Leute, ob ihr Nachname abgekürzt werden soll und tut das auf Wunsch, aber besteht einfach auf den vollen Namen. Überdies könnte man jeden Kommentator spätestens bei einem Verstoss gegen die Regeln über seine Mailadresse verifizieren, auf den Verstoß hinweisen und den Kommentar löschen. Das schmerzt richtig.

    Die Analyse der Gründe für seltsame Kommentare und das Mobbing auf Blogs müsste weiter greifen. LesMads ist ein sehr strukturierter und professionell geführter Blog, der aber trotzdem so eine Art Kommunikation unter Freundinnen nutzt. Die bei vielen Nutzerinnen des Blogs dazu führt, weder Gutes zur Sache noch Kritisches näher zu begründen. Es wimmelt manchmal von relativ abgehackten und rein oberflächlichen Kurzkommentaren ohne Informationsgehalt. Und das ist erstens unglaublich langweilig, wie ich finde und es führt auch dazu, dass sich jeder zum Experten aufspielen kann. Das klappt ja hier mitunter ganz ohne Begründung, Informationen und ein gewisses Maß an Text. Dies dürfte auch einer der Gründe dafür sein, dass hier Männer mitlesen aber kaum kommentieren.

    Im Folgenden ist ausdrücklich nicht LesMads gemeint!

    Wenn man es auf die Spitze treiben will, um hier einen Diskurs unter den Nutzerinnen zu entfachen, dann müsste man ehrlich sagen, das Problem der allzu spitzen Kommentare auf Blogs von Frauen hat auch mit der Redundanz, Oberflächlichkeit und Selbstverliebtheit vieler Bloggerinen und Blognutzerinnen zu tun. Was Mobbing und persönliche Beleidigungen nicht rechtfertigt, aber erklärt, dass es wenig schlau ist, wie sich viele Frauen völlig ohne jede Not mit ihren Trivialitäten exponieren.

    Ich kann ja leider nicht literarisch wertvoll schreiben und bin leider keine Anthropologin wie Mary Douglas. Aber wenn dem so wäre, dann würde ich in Frauenblogs forschen und ein Buch drüber schreiben.... das Frauen auch ein klein wenig aufrüttelt.

    Auf LesMads und das Interview bezogen finde ich, ihr lasst euch etwas zu viel gefallen, schiebt keinen Riegel vor, wenn sich etwas anbahnt (den Tenor einiger Kommentare bei Julias Artikel zu den Indianer-Mokkasins von House of Harlow, fand ich unterirdisch und viel zu weit gehend; das nervige FraukeLudewig-artige Getratsche und insistierende Nachfragen zu Julias Beteiligung an der Redaktion, ist distanzlos und lässt einen gesunden Respekt vermissen) und Schimpfwörter verwendet werden. Man kann auch ohne das böse Sch-Wort oder die überflüssige Information, man müsse dabei im Strahl ko.... Kommentare verfassen. Dem Niveau der Kommentare des Blogs würde das jedenfalls gut tun.

    Und, es ist grundfalsch, mobbende Kommentatoren gewähren zu lassen, in dem man sie nicht beachtet. Das Internet ist ja kein rechtsfreier Raum. Und niemand, der mit einem Blog auch kommerziell erfolgreich sein will, braucht solche Leute.

  • karla

    ich gehöre sicherlich auch zu den Leserinnen hier und an anderen Orten, die nicht nur die Artikel sondern auch die Kommentare dazu gerne lesen. beides zusammen macht ein Blog aus.

    meine Beobachtung ist allerdings, dass sowieso nur ein kleiner, sehr kleiner Teil der Leser aktiv kommentiert. die meisten scheinen "nur" lesen zu wollen. und das ist ja grundsätzlich auch kein Problem.

    man sollte sich das, glaube ich, nur immer und und wieder vor Augen führen, wenn beim nächsten Mal irgendeine dumme Pute ausfallend wird, Unfug kommentiert wie "du bist sowieso fett" oder jemand denkt, er sei anonym und könne deshalb virtuell die Schuhe aufs Sofa legen (oder die Hände ins Klo).

    die Kommentatoren sind und bleiben wahrscheinlich eine Minderheit, egal bei welchem Blog, egal auf welcher Webseite. und wenn einer neidisch ist auf irgendwas... so what. diese Gleichgültigkeit gegebenüber Trollen ist in der Praxis wohl leichter gesagt als gelebt... aber in diesem Sinne: ein Hoch auf alle konstruktiven Kommentare!

  • elv

    Ich habe vor kurzem auch meinen ersten sinnlos bösen Kommentar erhalten. Kritik ist die eine Sache, die kratzt vielleicht mal am Ego, ist aber in manchen Fällen produktiv und das was die Blogs ausmacht. Dumme Kommentare wie "eyyy wasn dis, voll Scheiße ey" versteh ich wirklich gar nicht und ist meistens sicherlich einfach nur aus Aufmerksamkeitszwang geboren gepaart mit viel Eifersucht. Schade der Sache dann so Ausdruck zu verleihen anstatt selber ein kreatives Projekt zu starten.

  • Nadine

    Deswegen habe ich in meinem Blog eine Kommentarmoderation mit eingebunden, damit das Ganze nicht überhand nimmt, aber manchmal fragt man sich warum die Leute mit dusseligen, absolut nicht zum Thema passenden Kommentaren einen schönen Artikel zu nichte machen müssen. Wenn Kritik dann bitte auch sachlich und angemessen, so kann man diese auch besser verarbeiten und vielleicht sogar was draus lernen.

  • Rene Schaller

    wer über dinge schreibt und sich so öffentlich mach, sollte sich grundsätzlich bewußt sein, dass es immer jemanden gibt dem das dargestellte nicht gefällt.
    ich glaube leider, dass kritik und mobbing gleichgesetzt werden. bei vielen blogs, und auch bei les mads, ist jeder "doof" dem nicht gefällt was abgebildet oder geschrieben wird. gleichzeitig wird aber auf das recht gepocht subjektiv meinung äussern zu dürfen und so auch selbst zu mobben oder zu defarmieren (z.b. die amd-modenschau oder terry richardson).
    ich glaube auch, dass die einfachste lösung eures problems die kontrolle der kommentare ist.

  • Jessie

    Karla trifft das schon ganz gut auf den Punkt.
    @Rene Wie sagt man so schön: So a Schmarrn! Konstruktives kritisieren oder der Ansatz für vernünftige Diskussionen sind *so* selten vorhanden, ebenso wenig wie ein höflicher Ton. Mir ist es ziemlich wurscht, wenn jemand einer anderen Meinung ist, solange es gut begründet und vernünftig geschrieben ist. Daher gibt es gar keinen Grund, für "doof" abgestempelt zu werden.

    Natürlich kann Kritik und Mobbing nicht gleichgesetzt werden, leider trifft es auf Blogs aber sehr, sehr häufig auf – auch hier. Ich habe auch nicht geschrieben, dass LesMads damit ein spezifisches Problem hat. Vielmehr sind wir mittlerweile so weit, es grösstenteils ignorieren zu können – und das sollen andere BloggerInnen, denen es ähnlich ergehen sollte, gerade durch diese Website ebenso versuchen können. That's it.

  • Jen

    Warum ist mein Kommentar nicht erschienen? Ich hab doch nix Fieses gesagt?
    *rätsel*

  • karla

    @rene also, ich lese hier auch schon ein paar Tage mit und zumindest mein (natürlich subjektiver) Eindruck ist NICHT, daß kritische Kommentare in diesem Blog ungern gesehen werden. immer wieder gibt es Kommentare, die eben nicht hochjubelnd sind sondern im Gegenteil sehr, sehr kritisch und ab und zu sogar unterhalb meiner gefühlten Gürtellinie.

    meine Vermutung ist ebenfalls, daß Julia und Jessie und Schnati und Lisa auch gar nicht immer und immer lesen wollen "ihr seid toll", "das ist hübsch", "gott was süüüüss" sondern sie wirken (zumindest auf mich) wie erwachsene Menschen, die den Mut haben, sich der öffentlichen Kritik zu stellen, aus Fehlern zu lernen, und auch andere Meinungen zuzulassen. das wäre hier alles sehr viel langweiliger, wenn es anders wäre.

    und auch wenn ich mich vielleicht eher zum Fanclub zähle... ich habe hier auch schon wiederholt gesagt, wenn mir etwas nicht gefallen hat. gelöscht wurde davon nix. ausgeschimpft worden bin ich deshalb auch nicht. ich vermute, wie man in den Wald ruft... so schallert es heraus. (achtung, Wortspiel, SCNR ;)

  • Jessie

    @Jen Ist in der Moderation hängengeblieben, schätzungsweise wegen den Worten "anonym" und "Troll" ;) (Genauso wie bei Sex, Teenager usw usf... gegen Spam-Attacken.)

  • piga

    ich denke, das problem ist ein gewissermaßen "uraltes" phänomen in der medienwelt. wenn printmedien ihre sämtliche leserbriefe ungefiltert veröffentlichen würden oder fernsehsendungen ihre zuschauerpost in gesamtheit öffentlich zugänglich machen würden, würde man feststellen, dass das ergebnis da nicht anders aussieht als die mischung qualifiziert sachbezogener oder unter die gürtellinie gehende kommentare, die blogs abbekommen.
    ich arbeite bei einer fernsehproduktion und es ist wirklich erstaunlich bis unfassbar, was wir dort teils für zuschauerbriefe oder -mails bekommen.

    man kann zwar den nutzer zu sachlichkeit und sachbezogenheit mahnen. aber ich glaube nicht, dass das wirklich etwas bringt. es ist nicht möglich ist, nachträglich etwas herbeizuerziehen, was an anderer stelle hätte gelernt werden müssen (genauso wie medienkompetenz, herrje wie oft wünsche ich mir, dass die von elternhaus, schule oder was auch immer großflächig vermittelt würde :-)

    so wie bei meinem arbeitgeber zeit und mühe investiert wird, zuschauerpost zu selektieren und moderieren, hílft meines erachtens nur ein entsprechender umgang mit kommentaren. simples löschen nach bestimmten rastern (anonymer schreiber oder bestimmte begriffe im kommentar, die auf eine rote liste gesetzt werden) fände ich verkehrt, da hilft nur "spreu vom weizen trennen" von hand, um nicht einfach kritik zu killen, die klug und sachlich argumentiert. das kostet arbeitszeit bzw. arbeitskraft, ja, aber ist zur "qualitätssteigerung" der kommentare sicherlich hilfreich.
    und das dicke fell hilft ebenso, denn mal ehrlich: warum sollte man sich durch verzapften unsinn von leuten, die man nicht kennt, die laune verderben lassen?

  • Jen

    ah! Danke Jessie! :)

    Letztens gab es auch ein Süddeutsche Magazin zum Thema Internet und "Love" & "Hate", von angehenden Journalisten geschrieben/recherchiert. Dort wurde der zuständige Redakteur von BILD Online zu eben diesem Problem befragt, und sie haben die sonst zurückgehaltenen Kommentare veröffentlicht. Unglaublich rechtsradikale, respektlose und widerliche Bemerkungen! Hier ist der Artikel: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/33564

  • Rene Schaller

    super wortspiel karla, so klug... und bestimmt hast dich echt anstrengen müssen was witziges und qualifiziertes zu schreiben.

    nun nochmal zur sache: kritik wird hier entweder als neid oder als mobbing abgetan, die sprachrohre aus dem 'fanclub' funktionieren ja wirklich gut und übernehmen diese arbeit immer gerne. mobbing im allgemeinen findet überall statt und die ganz politisch korrekten sind meist die schlimmsten.

  • Jessie

    Rene – Zitat: "und bestimmt hast dich echt anstrengen müssen was witziges und qualifiziertes zu schreiben" ist bereits eine leichte Form von Mobbing, wie ich es im Artikel thematisiert habe. Irgendwie armselig.

  • Rene Schaller

    ja jessie, ich bin mir dessen bewußt! gemoppt werden und zurückmobben... kindergarten halt!

  • Astrid

    Oh ja Jessie,
    Rene´ ist wirklich armselig....
    Karla schreibt kompetent und vor allem objektiv und Rene´ wirkt ein bisschen....wie soll ich es nett sagen....hmm.... naja, doof?!

  • Lisa

    @Jessie: Herrlich, das letzte Kommentar von Herrn Schaller kannste einfach so stehen lassen - da spricht doch jedes Wort für sich. Grandios!

  • Astrid

    Hach, der Rene´....
    wenn er in Realität auch so offensiv agiert, dann kann er eventuell mal auf die Nase fallen.

  • Bridget Moerth Macklin

    @Jen

    Sowas kommt von sowas!

    Das fällt mir zu den Kommentaren von Bild online Nutzern und den Leserbriefen der Bild Leser nur ein... oder auch:

    Wie der Herr, so's Gescherr!

    FAZ, Sueddeutsche, Die Zeit und andere (richtige :-) Zeitungen bekommen zwar auch Skurriles von Oberstudienräten a.D. reingesemmelt, aber weniger niederträchtige und unterirdische Kommentare als die Bild.

    Herr Diekmann und Kollegen müssen sich die vornehmere Klientel mit ihrer Arbeit und der unverzichtbaren Vorbildwirkung erst mal redlich verdienen!

  • piga

    @bridget
    schön wärs, wenn sowas von sowas käme.
    den eindruck teile ich leider nicht. mag sein, dass bei "richtigen" journalistischen publikationen die kommentare und zuschauerreaktion im schnitt eloqenter daher kommen, aber eine vergleichbare menge an fragwürdigen bis unterirdischen inhalten ist da genauso gegeben wie bei der "bild". leider.
    bzw. noch schlimmer - die vorstellung was für eine menge an intelligenten, eloquenten aber gedanklich verqueren vollpfosten es in der weltgeschichte gibt, finde ich zwischendurch echt deprimierend. seufz.

  • Kathi

    Unsachliche und destruktive Kommentare emotionalisieren ja meistens sehr - davon Abstand zu gewinnen, zu halten und zu versuchen, noch dem gemeinsten Kommentar irgendetwas abzugewinnen, an dem man wachsen kann, zeugt von wahrer Professionalität - in dieser Hinsicht macht ihr zwei einen wirklich tollen Job! Nicht in diese Falle zu tappen, sich rechtfertigen zu wollen, ist eine echte Gradwanderung und vor allem am Anfang einer Karriere eine wahre Meisterleistung - und es doch ab und an zu tun ist nur menschlich, wie ich finde. Deshalb wie gesagt: Chapeau an euch beide!

  • Bridget Moerth Macklin

    @karla, Lisa und Astrid

    Ich finde es gelinde gesagt befremdend, wie ihr euch hier sofort zusammenrottet, sobald jemand wie Rene Schaller Fakten in seinen Kommentar nimmt, die von Jessie (warum auch nicht, wenn sie das anders sieht) pariert werden ...

    Auch ich fand den Kommentar von karla wenig zutreffend; dabei aber den zutreffenden Kommentar von Rene mit diesem kindischen Wortspiel eindeutig verunglimpfend. Dass Jessie dann Rene zurechtweist, an Stelle der Verursacherin, ist eine Ungleichbehandlung von Kommentatoren hier. Wie auch immer, Rene scheint sehr gut ohne euer aller Zutun denken zu können und Jessie kann sich auch ohne diese überflüssige Sympathisanten-Demo (ist das etwa ein Flashmob(b)?) mit Argumenten gegen Rene durchsetzen.

    Frauen sollten wirklich besser darauf achten, Stereotype, die es zu frauentypischer Kommunikation gibt, ungenutzt lassen.

    @piga

    Ein wenig beeinflusst und erzieht man seine Leser schon mit dem Tonfall und Respekt der eigenen Redaktion.... aber wirklich lesen möchte ich die Leserbriefe keiner Zeitung ... nochmals danke für den Link!

  • mel

    ich finde das wortspiel von jen ja sehr lustig. und schlagfertigkeit hätte rené schaller besser zu gesicht gestanden als seine zickige reaktion. und dennoch: ich bin ein befürworter seiner beobachtungen, dass hier bisweilen inhaltliche kritik als mobbing aufgefasst wird. bisschen verschnupft sind die damen hier schon manchmal.

  • karla

    ohweia, was habe ich angerichtet. ich konnte mir ein Wortspiel nicht verkneifen, entschuldige mich bereits direkt mit einem SCNR und hänge noch obendrauf einen Smiley dran. und schwupps, werde ich zur Mobberin. so einfach ist das manchmal im Leben. wäre ich Bundespräsidentin, würde ich jetzt zurücktreten.

    zum Glück habe ich ein hartes Fell. zum Unglück meiner Mitmenschen setze ich das auch bei meinem Umfeld voraus. das ich damit manchmal falsch liege, sieht man an der Reaktion von Herrn Rene, die ich so nicht erwartet hätte. da er auch jemand ist, der bewußt klare Worte formuliert, hätte ich nicht damit gerechnet, daß er sich durch mein verdammt unkreatives Wortspiel ernsthaft und nachhaltig gemobbt fühlt. mea culpa.

    aber liebste Frau Bridget: zusammenrotten tu' ich mich mit niemandem hier. und was an meinem Kommentar - abgesehen von dem (ach-so-unklugen) Wortspiel am Ende - war nicht zutreffend? bitte erklären sie mir das. ich lese ihre Kommentare nämlich gerne. und verstehe den letzten Kommentar von ihnen gar nicht.

    übrigens: welche Stereotype ich wie und wann und welcher Ausprägung nutze und welche nicht, das entscheide ich sehr gerne für mich und alleine. aber ich schweife schon wieder ab :-)

  • Bridget Moerth Macklin

    Liebe karla,

    du kannst mir gerne unter bridgetmoerth bei yahoo Deutschland schreiben, sonst wird das hier vielleicht doch zu langweilig für die Anderen; ist ja streng genommen auch meinerseits schon länger ein Off-Topic, also gegen die Netiquette....

  • maike

    Toll, dass ihr auch dabei seid!

    Ich persönlich habe, wie ich in meinem Post schon erwähnte, noch keine fiesen Kommentare bekommen (ok, doch, einen ganz kleinen.). Ich bin wie einige hier auch der Meinung, dass die Aktion nicht viel an solchen Reaktionen ändern wird. Ich denke aber, dass die vielen, zum Teil sehr jungen BloggerInnen im extremen Mobbing-Fall dankbar für eine solche Anlaufstelle sind. Noch dazu eine, die auf dem gleichem Level (als Blog im Netz) stattfindet.
    Emily (www.emily-van-der-hell.blogspot.com), die die Aktion gestartet hat, hat nicht hauptsächlich die "bösen Kommentatoren" im Visier, sondern die Opfer andauernder Mobbing-Attacken. Für solche steht sie gerne als Ratgeberin und Kummertante zur Verfügung. Das finde ich gut.

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