von Jessie in Kategorie: Designer 5Kommentare

Labelwatch: Interview mit den Mädels von hui-hui

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Die drei studierten Modedesignerinnen Anna, Katha und Johanna verteilt auf Hamburg, Berlin und Antwerpen sind die Köpfe hinter hui-hui. Merkwürdigerweise hat das farbenfrohe und für beste Laune sorgende Modelabel hier noch nie Erwähnung gefunden, obwohl die Mädels uns bereits im letzten Jahr eine nette Mail zugesandt haben. Nun führt aber kein Weg mehr drumherum, die vielversprechenden Talente in einem Interview vorzustellen.

LesMads: Wie, wann und wo wurde hui-hui gegründet und was hat es mit dem schnieken Namen auf sich?
hui-hui: hui-hui gibt es seit 2002. Gegründet in Hamburg aus Freude an der Zusammenarbeit, der Mode und der Freundschaft natürlich. Der Name hui-hui ist wie ein frischer Wind, ein Ausruf des Erstaunens mal zwei.

LM: Wer steckt hinter hui-hui , was habt ihr studiert?
hui-hui: Anne Schwätzler, 30 jahre, Modedesignerin, lebt in Hamburg. Johanna Trudzinski, 30 Jahre, Modedesignerin, lebt in Antwerpen (Belgien). Katharina Trudzinski, 32 Jahre, Textildesignerin und freie Künstlerin, lebt seit Anfang 2010 in Berlin.

(Herbst/Winter 2010/2011)

LM: Wie lässt es sich verteilt auf drei Städte arbeiten?
hui-hui: Wir nutzen gern das Welt Weite Web, Telefon usw. und schicken uns täglich tausend Sachen hin und her. Das Beste daran ist, dass wir uns gegenseitig natürlich so oft wie möglich besuchen können, um dann intensiv zu dritt zu arbeiten. Antwerpen, Hamburg und Berlin - da fährt man ja immer gerne hin.

LM: Wie werdet ihr inspiriert?
hui-hui: Durch das Zufällige, oft Dinge, die an der Grenze stehen, der Grenze zu schön und hässlich, von einem Material zum Anderen und von Mode zu Kunst. Aber natürlich inspirieren uns auch Freunde, Familie, Filme, Essen, wir selbst, uns gegenseitig und vieles mehr. Alles kann man auf unserem Blog nachlesen.

(Frühjahr/Sommer 2010)

LM: Wie würdet ihr euren eigenen Stil beschreiben und inwiefern spielt euer eigener Geschmack dort hinein?
hui-hui: Wir drei stecken 100% in hui-hui.

LM: Modelt ihr eure Lookbooks selber?
hui-hui: Für uns modeln hauptsächlich gute, alte, beste, ex Freunde, Bekannte und die Familie (wie Schwestern und Cousinen).

(Herbst/Winter 2009/2010)

LM: Was ist signifikant für hui-hui , wie würdet ihr den Stil beschreiben und wie sieht die Frau aus, die Hui Hui trägt?
hui-hui: Die hui-hui-Frau ist unabhängig, offen, hat ihren eigenen Stil und ist schwer in eine Schublade zu stecken. Alter spielt hier keine Rolle. Wir erwarten nicht, dass jemand von Kopf bis Fuss unsere Entwürfe trägt. Gerade der Mix mit anderen Designerstücken, Basics, Vintage und Selbstgemachtem interessiert uns.

LM: Was würdet ihr heute machen, wenn es hui-hui nicht geben würde?
hui-hui: Johanna: Landschaftsgärtnerin
Katharina: Köchin
Anne: Tierschützerin

(Frühjahr/Sommer 2009)

LM: Worum dreht sich die neue Winterkollektion 2010?
hui-hui: Hier unser Pressetext, ist allerdings auf englisch:

COSY IS THE NEW BLACK.
CHEQUERED IS BACK AND FLOWERS HAVE NEVER BEEN GONE.
FOR THE FALL WINTER COLLECTION HUI-HUI
LOOKED BACK TO THE STYLE ICON PRINCESS DIANA,
TRAVELLED AROUND IN CLASSICAL BRITAIN AND
ENDED UP IN THE USA AT INSTALLATION ARTISTS GUERRE DE LA PAZ, NOT WITHOUT
MAKING A DETOUR VIA BRANCUSIS ATELIER.
AND NOW THEY HANG AROUND IN SCULPTURES FROM WOOL AND SILK,
FELL ASLEEP IN PADDED SWEATERS AND WAKE UP
WITH THE FIREWORKS.

LM: Wo kann man hui-hui kaufen und sind weitere Verkaufsstellen in Planung?
hui-hui: Wir verkaufen hauptsächlich in Japan, aber auch in Europa und den USA wird es bald mehr Orte geben, wo man hui-hui kaufen kann. Unsere momentane Shopliste findet ihr hier.

(Herbst/Winter 2008/2009)

LM: Wie geht es mit hui-hui weiter?

hui-hui: Im Oktober sind wir in Paris und werden unseren zweiten eigenen Showroom zusammen mit unserem befreundeten japanischen Label Mikio Sakabe haben. Wir freuen uns jetzt schon auf Tatar mit Pommes, Maccarons und das Centre Pompidou!

Lieben Dank für das Interview!

Updates findet ihr ausserdem auf dem hauseigenen Blog.

Hier noch einige Teile in Einzelaufnahmen:

Tags: antwerpen, designer, hui hui, interview, labelwatch

5 Kommentare

  • Stefan Müller

    Interessante Idee, dass muss ich zugeben. Mir gefällt die Bandbreite, bei einigen Labels sehen die Kollektionen oftmals ähnlich. hui-hui bietet da ein bischen mehr.

  • mimi

    Na das ist aber eine tolle Idee sich selbst als Model zu nehmen! Super witzig!

  • Marcus

    Mir gefällt die Stilrichtung der 3 sehr gut !
    Wünsche alles gute & weiterhin viel Erfolg !!!

  • Annie

    Sie sollten sich auch in Russland gut verkaufen, mit dem Namen ;)

  • Hortense

    Very sweet interview for a so nice label !

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