Labelwatch: Ikou Tschüss
Bei einem schummrigen Abendessen in grosser Runde erzählte mir jemand zwischen Schnaps, Sekt und Wein von einem ganz tollen Label, das sie vor Kurzem entdeckt habe. Mit der Fotoproduktion hatte es leider nicht geklappt, aber die beiden Macherinnen seien ganz sympathische Frauen und die eine mit einem Fuss in der Kunstwelt verwurzelt.
Gott sei Dank hatte ich mir den klangvollen Namen Ikou Tschüss in mein Handy getippt und konnte mich dann heute Morgen durch die Website klicken. Und in der Tat: Die Sachen gefielen mir. Zum Sommer gibt es Romantisches mit Rosa, das Model trägt phantasievolles Make-Up und ich wäre schon an diesem Punkt zufrieden gewesen.
Doch dann entdeckte ich in der vergangenen Winterkollektion DEN Strickfoulard, um den ich eine halbe Ewigkeit im Online-Shop von Colette herumgeschlichen bin, ohne ihn dann letztendlich zu kaufen. Das Federmuster hatte mich damals schon so beeindruckt und die wollende Stickerei an den Enden hatten mich dann letztendlich für dieses Teil begeistert.
Die beiden Initiatorinnen Guya Marini und Carmen D'Apollonio lernen sich Anfang der 90er Jahre in Zürich kennen und beginnen dann 2006 mit ihrer Zusammenarbeit. Bis zur happy reunion pendeln die beiden Töchter italienischer Einwanderer als Stylistin (Louis Vuitton) und Künstlerassistentin (Urs Fischer) zwischen Paris und New York hin- und her. Die Dynamik kam ihnen beim Schalprojekt zu Gute, denn so entstehen die tollen Werke in beidseitigem Teamwork: Eine beginnt und die Zweite vollendet. "Ikou" beudeutet auf Japanisch "Los geht's". Das kann man den beiden für ihre Karriere als Avantgarde-Designer nur mehr als wünschen!
Hier einige Bilder aus ihrer Frühjahr/Sommer 2010 und Herbst/Winter 2009 Kollektion:



















Patricia
Originell! Die Fotos gefallen mir.
Julia L.
Auf jeden Fall einen Klick wert! Macht Laune!