von Jessie in Kategorie: Mode 14Kommentare

Eine Woche bei der Vogue kostet 42.500 Dollar

annawintour.jpg Was wurde die Werbetrommel gerührt für die Charity-Aktion, bei der ein einwöchiges Praktikum in den heiligen Hallen der amerikanischen Vogue verlost wurde: "Anna Wintour, The Legendary Editor-in-Chief of VOGUE is Offering You the Opportunity of a Lifetime! Just Being Near Her Will Make You Chic." Offensichtlich war jemand gewillt, 42.500 Dollar für eine Prise Chicness zu investieren und überstieg den geschätzten Wert von 10.000 Dollar um das Vierfache.

Fragt sich, welcher Papi seinem Töchterchen den Weg in die Branche gekauft hat und wieso das nicht besser in ein Studium investiert wurde. Noch dazu muss der "Sieger" fünf Tage lang unbezahlt arbeiten - immerhin kommt auf die Auktion noch die The September Issue DVD, ein paar Bücher sowie der Besuch einer Modenschau bei der NY Fashion Week drauf. Wenn das mal nicht gut investiertes Geld ist...

Freuen wird sich übrigens die Stiftung The RFK Center for Justice and Human Rights, der die Summe zugutekommt. (Bild: Getty Images)

Tags: anna wintour, charity, praktikum, vogue
Pin It

14 Kommentare

  • Julia

    Ziemlich ironisch, dass das Geld ausgerechnet an so eine Organisation geht, wo das Praktikum im Prinzip doch die reine Ausbeutung ist, oder? ;)

  • hannah

    nur 42.500 dollarP pffff, da hätte ich ja locker meine eltern fragen können... ;)

  • claude

    @hannah schwesterherz, jetzt kann ich die katze ja aus dem sack lassen. ich war so schlau mama und papa zu fragen. das wird eine tolle woche!

  • christina

    Pervers, aber wenigstens für einen guten Zweck. Aber wer ist wirklich so blöd, dass er glaubt ein fünftägiges Praktikum würde den Weg in die Vogue ebnen??????

  • Sarah

    völlig übertrieben!

  • Nadine

    Da kann mal sehen was die Leute dafür bereit sind zu bezahlen. Bin gespannt ob man Frau Wintour, während dieser Zeit überhaupt ein Mal zu Gesicht bekommt. Schöne Charityaktion.

  • Miss Matthes

    Wird das jetzt zum Trend? Versace macht doch auf so etwas.
    Aber von den fünf Tagen bei Vogue hat man doch eh fast gar nichts. Man lernt kaum etwas, kann kaum aktiv mitwirken und der Austausch mit den Kollegen ist sicher in so kurzer Zeit auch nicht machbar.
    Es ist sicher ein Weg auf die Institution, der das Geld zugute kommt, aufmerksam zu machen. Ansonsten wird da nur mit den Hoffnungen der Kinder reicher Eltern gespielt ("Just Being Near Her Will Make You Chic."). Ein teuer erkaufter Blick hinter die Kulissen.

  • piga

    ich bin ehrlich gesagt etwas irritiert, warum hier aus einer banalen charity-auktion eine vermeintliche dreistigkeit der vogue, sich für ein praktikum bezahlen zu lassen, gemacht und gemutmaßt wird, ob das ein neuer "trend" wird, joberfahrung käuflich zu machen.
    auf der charity-website steht die auktion in der rubrik "celebrity experiences". in der beschreibung der auktion ist nicht die rede von einer "internship" oder "job experience", also einem praktikum. das ding wird in etwas marktschreierischer beschreibung (auch nicht verwunderlich - ist ja schließlich ne auktion) als "experience" angeboten. ebenso wie (siehe erneut die rubrik "celebrity experiences") ein abendessen mit quincy jones oder lunch mit vera wang oder eine komparsenrolle in einem werbespot oder ein treffen mit jude law am set seines aktuellen films und diverses anderes. wenn ich mich recht erinnere wurde mal vor einigen jahren für zig tausend dollar ein kuss mit sharon stone für eine wohltätige sache versteigert. nix anderes ist doch die woche bei der vogue.

    es wäre sicherlich wünschenswert, wenn mehr gut betuchte menschen einfach so aus einer moralischen verpflichtung und einem sozialen gewissen heraus geld für einen guten zweck spenden als dass sie anreize, wie sie in diesen auktionen angeboten werden, dafür brauchen. andererseits, wenns hilft, ist doch auch ok.

  • deike

    Wer 42.500€ für ein Praktikum ausgibt, der wird wohl danach nicht am Hungertuch nagen und über die Finanzierung eines Studiums nachdenken müssen.

  • Patricia

    Als Charity-Aktion gefällt mir das. Wer auch immer das "Praktikum" ersteigert hat, bekommt seine Spendenquittung ausgestellt und kann das ganze von der Steuer absetzten. Unter Umständen ging es ihm oder ihr gar nicht um ein Praktikum.

  • imme

    die hat die anna bestimmt nur einmal im vorbeigehen gesehen :D

  • Romy

    das ist echt traurig. wenn es sich nicht als riesengag entpuppt, dann wird diejenige person als depp von der gesamten modeindustrie belächelt werden, weil sie so naiv war sich eine 'celebrity experience' und viel heisse luft für einen riesenhaufen schotter zu erkaufen und rein nix davon haben wird außer nem dicken loch aufm konto - und selbst das wird papa schnell wieder zu stopfen wissen!

  • Judita

    Auf das der Hype um die Branche und speziell V-Magazin und Madame niemals abebne...

  • Sue

    ohje... würde ja zu gern sehen, welch verwöhntes Töchterlein dann eine Woche bei der Vogue verbringt

Kommentar schreiben

Netiquette: Bitte hinterlasst beim Kommentieren Euren vollen Namen und eine gültige Email-Adresse. Auch unsere Kontaktdaten sind öffentlich. Eure Email-Adresse wird allerdings nicht auf LesMads.de veröffentlicht. Kommentare sollten sich auf das jeweilige Thema des Eintrags beziehen. Wir behalten uns vor, Kommentare ohne vollen Namen und Kontaktdaten oder thematischen Bezug zu löschen. Natürlich könnt Ihr uns auch einfach direkt eine Email schreiben.

Facebook-Nutzer? Dann hier klicken, um dich anzumelden.

Burda Style ChuhChuh Elle InStyle OK COOL