Ryan McGinley: "Everybody Knows This Is Nowhere"
Nach seinem Auftritt beim Artist Talk von Pringle Of Scotland in London hatte ich mich ein bisschen an Ryan McGinley überfressen. Schon auf der Art Basel Miami Beach hatte mich sein Überformat-Foto Moonmilk mit der springenden Nackten vor der Felswand nicht mehr so geflashed wie einst.
Doch der Meister wäre nicht er selbst, wenn er das Ruder in der letzten Minute nicht noch umdrehen könnte. Seit vergangener Woche zeigt die Team Gallery (NY) "Everybody Knows This Is Nowhere", eine Sammlung von 150 Schwarz-Weiss-Portraits, die McGinley in den letzten zwei Jahren geschossen hat. Neu daran: Er tauscht seine analoge Kamera gegen die Digitale und die Natur gegen sein Studio. Auch wenn Kollege Hedi Slimane dieses Gebiet fast unersetzbar mit seinem Odeur markiert hat, wirkt die Bildsprache auf mich doch einzigartig.
Zwischen 1500 und 2000 Fotos wurden pro Person geschossen und nur so gelang es dem Fotografen, seine sonst so geliebten phantasy worlds gegen die pure Realität einzutauschen. Nur bei der Auswahl seiner Models blieb er seiner Handschrift treu: Seine Casterin tourte durch ganz Amerika um an Kunstschulen und Rockfestivals die androgynen Jungs und Mädchen zu finden, die er dann sogar teilweise für das Shooting in seinem Studio einfliegen liess.
All diese interessanten Infos standen im Interview mit The Moment. Mehr Motive findet ihr auf der Website von Ryan McGinley oder der Team Gallery. Das Opening wurde bei Arrested Motion und im Purple Diary gut festgehalten. Einen Blick in sein Studio gewährt Format Mag.
Mittlerweile gibt es auch ein Flip-Through-Video zum parallel erschienenen Buch (95 Dollar, 2000 Stück):










in der aktuellen VICE sind auch wieder einige Fotos von ihm drin.