von Julia in Kategorie: Lifestyle 25Kommentare

Restaurant-Tipp: Bandol sur Mer

Auf der Suche nach einem geeigneten Ort, um meinen zweiwöchigen Urlaub ausklingen zu lassen, irrte ich gestern Abend in Begleitung die Torstraße entlang. Nachdem das vor Kurzem eröffnete NOTO (Kürzel für "North of Torstrasse") eher ungemütlich und leer aussah, stoppten wir beim Themroc, das aber nach Auskunft der vor der Tür getroffenen Freunde Timo und Markus hoffnungslos überfüllt war.

Also versuchten wir unser Glück im Bandol sur Mer und durften nach einer Portion Small Talk mit dem heldenhaft gut gelaunten Kellner Platz nehmen. Das Essen schmeckte vorzüglich (Schnecken in Knochenmark, Foie Gras, Rinderbacke mit Kürbispüree, Crème Brûlée) und die Atmosphäre war so herrlich französisch (mit Kreide bemalte Tafelwände standen alten Monitoren aus den 80ern gegenüber, auf denen Uralt-Videos mit Landschaftsaufnahmen flimmerten), dass wir fast traurig waren, als Sophie Rois kam, um ihren bzw. unseren Tisch in Anspruch zu nehmen.

Tags: bandol sur mer, berlin, restaurant-tipp
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25 Kommentare

  • FacebookAstrid Niermann

    Hach ja... in dem Haus ( Torstraße 167) habe ich vor 10 Jahren gewohnt und da war in dem Restaurant noch ne Dönerbude. Jetzt essen dort Brad und Angelina... Zeiten ändern sich!

  • FacebookSnob le Bons

    hehe, julia und begleitung gehen als brad und angelina aus?

  • mel

    schnecken in knochenmark??? oh mein gott... ich denke das wäre das allerletzte, das ich bestellen würde!! :)

  • fri

    Eine Ecke weiter (Friedrichstraße 122/123) kann ich das Wahllokal empfehlen http://wahllokal.com/start.html. Ausgefallene Einrichtung, super Essen und einer ziemlich ausgefallenen Waschgelegenheit auf bei den WCs.

  • mareike

    wow, das muß wohl die erste empfehlung für das bandol sein, in der mir nicht der name brad pitt entgegenspringt.
    danke dafür! gut gemacht!

  • Romy

    Alles schön und gut, dass Du einen netten Abend hattest, da freuen wir uns auch alle sehr, aber bitte hier in diesem Blog nie mehr was von Nachhaltigkeit und Öko-Baumwolle etc. erzählen, wenn Du losziehst und Gänsestopfleber bestellst. Französisch hin oder her. Ich bin mir bewusst, dass jetzt eine ewige Diskussion beginnen könnte á la " Du trägst doch auch Lederschuhe und isst nicht nur Bio-Fleisch (ich bemühe mich aber!)" und und und, aber für mich geht dort die Grenze, wo man sich bewusst entscheidet solche Praktiken zu unterstützen, wenn man die Wahl hat davon Abstand zu nehmen. Manchmal hilft es, seine Pläne kurz zu hinterfragen, bevor man handelt!

  • stefanie

    romy über mir hat recht, die verbindung zwischen gänsestopfleber und ökobaumwolle ist für euch zu kompliziert zum herleiten?

    da fehlts dann eben an (all)gemeinbildung!

    ansonsten ist das bandol doch seit zwei jahren auch schon von jedem drittklassigem stadtmagazin durchgekaut worden, dass einzig positive an eurer kritik ist tatsächlich, dass ihr ohne den terminus brangelina ausgekommen seit.
    aber wahrscheinlich wusstet ihr das einfach nicht.

  • Julia

    Die Empfehlung von Gänsestopfleber geht meiner Meinung nach zu weit. Ich will hier nicht die moralische Vegetarierin spielen, aber ein Gericht zu empfehlen, bei dem sich jederman/-frau über die grauenhafte Tierquälerei der "Herstellung" bewusst ist/sein sollte, kann ich definitiv nicht goutieren. Mein Müsli lass ich jetzt erstmal stehen.

  • Elena

    Also ich freue mich über Restaurant-Tipps. Merci, Julia.

  • jen

    ich find eigentlich das ganze Name-dropping am peinlichsten…
    ansonsten ist doch schön, wenn du einen tollen Abend hattest.

  • karla

    namedropping? wer ist Sophie Rois?

  • flo

    Foie gras (französisch für „fette Leber“) oder Stopfleber ist eine kulinarische Spezialität, die aus der Leber von Gänsen oder Enten gewonnen wird.

    Die Fettlebern entstehen durch eine bestimmte Mastform, das Nudeln oder Stopfen, bei der den Tieren mittels eines Rohres täglich mehrere Kilogramm Futterbrei in den Magen gepumpt werden. Dadurch wiegen die Lebern bei der Schlachtung bis zu zwei Kilogramm.

    Diese Mastform wird heute in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Finnland, Polen und weiteren europäischen Ländern als Tierquälerei angesehen und ist deshalb unter anderem in diesen Ländern durch das Tierschutzgesetz verboten.

    2005 wurde die Stopfleber von der französischen Nationalversammlung in einem Zusatz zum Landwirtschaftsgesetz zum „nationalen und gastronomischen Kulturerbe“ erklärt und ist dadurch von französischen Tierschutzgesetzen ausgenommen.[1] Aus der Stopfleber wird auch die berühmte Pâté de Foie gras (Gänseleberpastete) hergestellt.

  • Annalena

    gänse sind sehr schlaue, treue und sensible tiere.

    Bei der Foie Gras-Produktion werden die weiblichen Gänse nach dem Schlüpfen aussortiert und lebendig in eine metallene Häckselmaschine geworfen, weil man davon ausgeht, dass ihre Leber eine rauere und daher unerwünschte Struktur hat.

    Die restlichen werden in Schuhschachtel große Boxen gestopft, in denen sie sich nicht drehen oder ihre Flügel ausbreiten können. Ihre Köpfe ragen ständig aus den Käfigen heraus, damit sie leichter zu handhaben sind.
    In den nächsten 14-28 Tagen werden die Vögel zwangsgestopft mit einem Getreide-Fett-Brei, gemischt mit Öl und Salz.
    Mit einem 30 cm langen Metallrohr wird ihnen die Mischung durch Mund und Kehle mit einer Luftdruckpumpe in den Magen gepresst.
    Diese Zwangsstopfung kann vier bis fünf Mal täglich stattfinden.

    Insgesamt wird jeder Gans zwei bis drei Kilo Getreidebrei eingepumpt, so also würde man einen Menschen zwingen, einen Monat lang 20 bis 27 Kilo Nudeln täglich zu essen.
    Das Metallrohr verursacht den Tieren massive Verletzungen, Schmerz und Elend.
    Die Speiseröhre wird zerstoßen, zerrissen oder manchmal auch ganz aufgeschlitzt.
    Diese Wunden eitern und infizieren sich und manchmal findet man Maden, die den Gänsen lebendig den Hals auffressen.

    Bei manchen Gänsen ist es vorgekommen, dass sie platzen und ihre Innereien durch Anus oder Bauch herausquellen.
    Sie werden so grob behandelt, dass manchmal die Speiseröhre und der Magen platzt, was zu einem qualvollen Tod führt.
    Jedes nachfolgende Zwangsstopfen ist schmerzhafter als das vorhergehende, da die Wunden in den Schlündern der Vögel sich immer mehr verschlimmern.

    Die Vögel, die aufgrund ihrer abnormalen Größe und der Geschwüre an den Füßen kaum stehen können, werden in fast vollständiger Dunkelheit gehalten. Sie stehen in ihren eigenen Exkrementen und erbrechen sich. Ihnen ist so übel, dass sie zu schwach sind, sich zu bewegen, auch wenn Ratten in den Stall kommen an ihren Beinen nagen.

    noch fragen? foie gras ist nicht fancy. sondern echte horror-häppchen. ich empfehle einen knackigen grünen peace love happiness salat beim nächsten mal :)!

  • Sarah

    ich wusste gar nicht was foie gras ist... ich muss aber sagen, dass mich der artikel eh nicht angesprochen hat, da euer 'ach so leckeres menü' gar nicht meinem geschmack entspricht.
    aber ich bin jetzt doch etwas schockiert. das weiß man doch, dass stopfleber verboten ist, und das nicht ohne grund... wie kann man sowas denn dann bitte essen?
    nee nee...
    vielleicht ist das in einem restaurant in deutschland dann auch gar keine echt stopfleber, sondern nur normale gänseleber... hm... vielleicht informiert ihr euch da mal.

  • mark

    FINALLY.
    Never knew and always wanted to google WTF Foie Gras is.
    Now I know.

  • jenny

    das stopfen von gänsen ist deutschland zwar verboten, die einfuhr von stopfleber jedoch erlaubt. d.h. wenn auf einer speisekarte stopfleber steht, dann ist es auch eine. inzwischen gibt es jedoch immer mehr restaurants und hotels die dieses verlogene konsumverhalten nicht mehr mitmachen und "foie gras" (das klingt viel hübscher, oder?) von ihrer karte streichen.

    ich finde in der tat, dass man als medienverteterin, die du, julia, nun mal bist, genau darüber nachdenken sollte für was man stellung bezieht und für was nicht. vielleicht kannst du die diskussion hier mal kurz kommentieren? wusstest du was foie gras ist? warum findest du es o.k. sie zu essen? danke!

    ganz persönlich: ich finde das essen von foie gras passt nur wenig zu indien und der indischen kultur insofern ein bizarrer ort um den urlaub ausklingen zu lassen.

  • sassi

    tja, so ist das manchmal. aus einem harmlosen restaurant-tipp entwickelt sich eine kritische diskussion zum thema konsum, esskultur und tierschutz. hm. vielleicht doch besser mal VORHER nachdenken. vor dem posten. aber noch besser: vor dem essen.

  • Stella

    Eine kritische Disskussion würde ich das hier nicht nennen, oder gibt es eine Pro-Argumentation zur Tiermästung? Für mich ist das eher copy&paste Berichterstattung.

    Das es hier ab und an auch mal um anderes geht als Mode, finde ich eigentlich nicht schlecht. Nur sollten es dann vielleicht wirklich eher (ich hasse das Wort) "Geheimtipps" sein.

  • annabelle

    da hat stella recht, diskussion würde ja pro & contra bedeuten. aber die kommentare der leute hier mit "copy & paste berichterstattung" ab zu tun, finde ich dann doch nicht ganz gerecht. für mich klingt das jedenfalls mehr von oben herab als es notwendig wäre. ich finde es schon gut, dass die hintergründe der foie gras erklärt wurden. war vielleicht nicht allen klar.
    und "pro" ist hier natürlich schon julia, die das thema ja aufgebracht hat. ich meine sie isst die leber und es hat ihr wohl auch geschmeckt. gourmet versus tierschützer also.

  • Katinka

    Ich liebe Foie Gras! Himmlisch lecker! Bin also definitiv Gourmet und garantiert kein Tierschützer.

  • rene

    schlimm finde ich, dass julia mit dem artiekl grunsätzlich (wieder)mal nur provozieren wollte! früher wären auch mehr leue angesprungen abe rmittlerweile nervt es nur noch! mitte ist doch nur noch ein sammelsurium von provinzlern, die jetzt einen auf großstadt machen. jeder halbwegs vernünftige mensch meidet diese gegend doch! oder? und besagtes restaurant lebt doch auch nur von dem brangelinabesuch. gähn!!! vor zwei jahren - gähn...packt euch!

  • Sören

    Ist ja herrlich.
    Kaum ist Julia wieder da und schreibt was,
    geht es wieder mit diesen nervigen Diskussionen weiter,
    was sie nicht sagen/schreiben/denken darf.
    Euch ganzen Meckerköppen muss ja die letzten Wochen schrecklich langweilig gewesen
    sein, da euer liebstes Opfer hier fehlte.
    Mir gefiel die Besprechung,
    und Julia, ich freu mich, dass du wieder da bist und auf die nächsten Artikel.

  • Sarah

    Wirkte auf mich schon beim ersten Lesen eher provokativ, dieser Menü-Post. Dass hier kritische Kommentare auf Foie Gras folgen, kann man sich ja vorher denken. Also eher gewollte Diskussion..?! Keine Ahnung was das sollte, aber wie ein konstruktiver Restaurant-Bericht wirkt dieser Beitrag ja nicht... Finds nicht dramatisch, bin aber etwas verwirrt.

  • FacebookSnob le Bons

    erspart uns doch diese oh-gott-gaensestopfleber-aufregung, jede salatgurke die ihr bei rewe kauft, hat mehr gelitten als diese gaense. nicht ganz soviel wie huehnerhaushuehner, oktoberfest-schweine oder uli-hoeness-wurstfabrikfleischviechern vielleicht.

    rockon fois gras!

  • Niko

    @Snob le Bons: AUA!

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