von Jessie in Kategorie: Designer 4Kommentare

Paris FW: Viktor & Rolf Winter 2010

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Viktor & Rolf spielten bei heutiger Laufstegpräsentation die Stylisten der eigenen Kollektion, indem sie die Models auf dem Laufsteg an- und umkleideten und Einzelstücke umformten. Wir wurden Zeuge einer langwierigen textilen Metamorphose, der besonders Model Kirsten McMenamy zum Opfer fiel: Sie musste am Ende mehr als 20 Kleidungsstücke auf den Schultern stemmen und entfaltete sich zu einem riesigen Schmetterling. Über den Laufsteg konnte sie mit der gigantischen Kreation aber nicht mehr laufen, sondern lediglich den Rücktritt antreten. Das Designerduo Viktor Horsting and Rolf Snoeren schüttelte sich zufrieden die Hände und wurde mit einem gigantischen Applaus verabschiedet. Die Inszenierung erinnerte an die 1999 gezeigte Kollektion "Russian Doll" an Model Maggie Rizer, der neun 70 Kilo schwere und mit Schmuck besetzte Kleiderlagen angezogen wurden.

Die einzelnen Looks der Winterentwürfe für 2010 gefielen mir nicht so gut wie in der Vergangenheit, weil auffällig viel Pelz verwendet wurde. Baseballcaps zu Cocktailkleidern, viele kristallbesetzte schwarze Entwürfe und schlicht drapierte Satinblusen sagten mir ebenso wenig zu. Nur der voluminöse Mantel, der am Ende resultierte, war ein gelungenes Showpiece. Genau wie die gewellten Sohlen der Plateau-Heels.

Die Kollektion:

Die Metamorphose am Ende der Show:

Tags: kirsten mcmenamy, kollektion, laufsteg, paris, paris fashion week, viktor und rolf
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4 Kommentare

  • Fenke

    ich finde es echt ziemlich widerlich, das auf einmal wieder so selbstverständlich pelz getragen wird. wo ist die political correctness der vergangenen jahre hin? wo ist die peta, wenn man sie mal braucht?

  • Thomas

    Wieder mal ein Beweis dafür, dass Modeblogger (im Gegensatz zu Fachjournalisten) nicht den nötigen Background haben, um Mode auch in einen sozialen Zusammenhang zu bringen. "Gefällt mir..." und "gefällt mir nicht..." sind höchst subjektive Formulierungen. Eins zu null für den Qualitätsjournalismus.

  • mel

    Thomas, ist Kritik nicht zwangsläufig subjektiv? Ich muss allerdings einräumen, dass ich die Erkenntnis 'die einzelnen Looks gefielen mir nicht so gut' nicht sonderlich produktiv finde. Wenn ihr von den Schauen berichtet, müsst ihr eure Berichte auf ein anderes Niveau hieven (in besserer Form gibt's nämlich all das schon auf style.com, warum also sollten die Leser hier ihre Zeit verschwenden?) Oder besser: bevor ihr darauf wartet, dass euch Chanel und Balenciaga einladen, erzählt von den neuen, abseitigen Dingen in Paris. Bietet etwas, das wirklich neu und spannend ist! Berichtet über interessante Zaungäste, die Macher hinter den Kulissen und kaut nicht ständig die immer gleichen Leute in der Frontrow wider. Das kostet ein bisschen Recherchearbeit (und klaut euch Zeit beim morgendlichen Styling), gehört aber auf 'LesMads'!

  • Thomas

    @mel: Na ja, wo wir wieder beim nächsten Unterschied zwischen Bloggerei und Journalismus wären: „Wir schreiben nicht für uns“, lautet ein Lehrsatz in der Journalistenausbildung. Deshalb kann ich die Kritik ("klaut euch Zeit beim morgendlichen Styling") nur unterstreichen.

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