von Julia in Kategorie: Lifestyle 7Kommentare

Magazinwatch: Sleek Nr. 25 "profit/loss"

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Es wäre mir persönlich sehr recht, wenn die Diskussion darüber, dass die Berliner Independent Magazine am Ende seien, ab jetzt aufhört. Auch den Vorwurf der Differenzierungsunfähigkeit untereinander möchte ich ab sofort nicht mehr hören.

Meine neue Erkenntnis rührt nämlich daher, dass ich zum "Durchblättern" der neuen Ausgabe des Sleek Magazins Nr. 25 zwei Tage gebraucht habe und sie brav zwischen Office und Heim hin- und hergeschleppt habe. Das fiel mir deshalb auf, weil das Exemplar zum Leitthema "profit/loss" so schwer (Achtung: Doppeldeutigkeit) und dick ist, dass auf die zentimeterhohe Seitenfalz ein Spruch von Warren Buffet passt ("After all, you only find out who is swimming naked when the tide goes out.")

Das tolle an dieser Come-back-aber-eigentlich-waren-wir-schon-immer-da-Version ist, dass mir gerade kein anderes Magazin einfällt, was so ähnlich ist, wie dieses. Und auch wenn mich das unromantische Geld- und Profitabilitäts-Topic im ersten Moment kurz abschreckte, war ich schon nach dem Vorwort angefixt. Zweck erfüllt, sozusagen.

Dort wird einleitend beschrieben, warum Mode und Kunst von gesamtökonmischen Schwankungen unberührt bleiben und weshalb es so schwer ist, den Wert der in diesen Branchen entstandenen Güter an harten Zahlen zu messen. Trotz alledem wollen Designer und Künstler auch Geld verdienen, doch sie können sich ganz klar einer mentalen Verfassung bedienen, die ihnen das Überleben extrem erleichtern: Die Industrie lebt von Natur aus von der ständigen Neuinterpretation, so dass man die Zukunft weniger fürchten muss.

Thematische Highlights haben wir in der Bildergalerie angebildet. Dort findet sich Kunst von Model Christina Kruse, aufgemotzte Kinder fotografiert von Colby Katz, ein traumhaftes Kleid von Hermès (geklickt von Detlef Schneider), les jeunes filles von Cecile Bortoletti, die filligran zeichnende Berlinerin Jen Ray und der tolle Artikel von Annika von Taube "Crisis, what crisis?".


Tags: annika von taube, christina kruse, colby katz, hermes, jen ray, magazinwatch, sleek, warren buffet
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7 Kommentare

  • Nadine

    Das Sleek Magazin ist echt eine Bereicherung für Berlin. Die sorgfälltig ausgesuchten Themen und die gute Mischung aus Kunst und Mode, macht dieses Magazin zu meinem Lieblingsmag.

  • Frauke

    sorry ich hab probleme damit magazine in den himmel zu loben, die die kreativen, die die inhalte des magazines beisteuern, nicht bezahlen

  • Astrid

    Liebe Julia, es ist schön von dir zu lesen. Sehr sogar. Mir fällt stark auf, dass du dich, vermutlich nach den ganzen sinnlosen Anfeindungen, dahingehend entwickelt hast nun vermehrt Sinnbildliches und Doppeldeutiges zu verzeichnen. So kann wenigstens keiner mehr Mist in den Kommentaren schreiben. Ich finde das auf der einen Seite sehr bemerkenswert, dass ihr euch so intensiv mit den Wünschen und Kritiken eurer Leserschaft auseinandersetzt, auf der anderen Seite empfinde ich n bisschen Traurigkeit. Denn bitte behalte dir wenigstens in deinen "nichtberuflichen" Kontext deinen (unerläuteren) Sarkasmus und die Doppeldeutigkeiten. Denn das bereichert eine Person ungemein. Und @ Fraucke: kauf dir die Zeitung doch einfach nicht :-)
    Denn die die die Kreativen anheuern, sagen den die dann das dann so das Kreative beisteuern, dass die dann auch nich so bezahlt werden. Und die können das ja sicher einschätzen, also die die die kreativen Dinge beisteuern.
    @alle anderen: Achtung, Sarkasmus....hoho, entlarvt...
    Frohe Ostern, euch allen :-D

  • Astrid

    @ Frauke: P.S. für deinen anfangs falsch geschriebenen Namen, bitte ich dich um Entschuldigung. Sowas ist unschön, da war ich unaufmerksam. (Ohne Sarkasmus) Und es ist natürlich auch nicht gegen dich persönlich gerichtet. Liebe Grüße

  • phiene

    "Denn die die die Kreativen anheuern, sagen den die dann das dann so das Kreative beisteuern, dass die dann auch nich so bezahlt werden. Und die können das ja sicher einschätzen, also die die die kreativen Dinge beisteuern. "

    ich hätt das gern verstanden.

  • Julia

    @Frauke: Wie immer ist es mit gewagten Behauptungen so, dass man sich im Klaren darüber sein sollte, dass man dem Beschuldigten damit unter Umständen Unrecht tut. Wir sind ungern eine Plattform, auf der Statements platziert werden, die ohne Hand und Fuss sind. Es wäre daher schön, wenn du entweder klar sagst, woher deine Feststellung kommt oder du dein Kommentar für ungültig erklärst.

  • leon

    haha..."das Kommentar für ungültig erklären"....abgesehen davon, dass die neue Sleek (vor allem im Vergleich zur Berliner Konkurrenz) wirklich großartig ist, ist es doch wirklich unbestreitbar (und nach meiner Meinung überhaupt nicht verwerflich), dass die Magazine davon leben, dass junge Leute für diese (zumindest anfangs) umsonst arbeiten! Einfach mal im Bekanntenkreis umhören...

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