Deutsche Designer bei der Topshop EDIT Kollektion
Seit wenigen Jahren unterstützt Topshop Jungdesigner mit den EDIT-Kollektionen: Aufstrebende Labels haben die Möglichkeit, ihre Designs in der Topshop-Filiale am Oxford Circus zu vertreiben und somit ein breiteres Publikum zu erreichen. Vergangene Woche ging die Highstreet-Kette in die diesjährige zweite Runde und hat neben Diana Orving und KTZ gleich drei deutsche Labels am Start:
Boessert/Schorn, Reality Studio und Starstyling (sind schon von Anfang an dabei). Toll, dass unsere nationalen Talente auch ins Visier der Briten aufgenommen wurden! Wir haben das zum Anlaß genommen, den Designern drei schnelle Fragen zu stellen und die in London zum Verkauf stehenden Entwürfe zu präsentieren.
Boessert/Schorn
LM:Wie kam es zu der Kollaboration mit Topshop?
Sonia: Auf der Messe Who's next und während des Showrooms Rendezvous in Paris habe ich Antonia kennengelernt. Sie mochte meine Kollektion und hat mich gefragt ob ich mir vorstellen könnte bei dem temporären Projekt dabei zu sein.
LM: Was bedeutet das für euer Label?
Sonia: Das kann ich jetzt noch nicht sagen, ich muss erstmal schauen ob die Kollektion von den Kunden angenommen wird. Sonst ist es natürlich gut, ich habe derzeit keinen Shop in London der meine Kollektion vertreibt.
LM: Werden wir in Deutschland auch an die Designs kommen?
Sonia: Es sind Teile der neuen Sommer 2010 Kollektion, die gibt es in Deutschland im Konk in der Kleinen Hamburger Straße 15 und im Temporaryshowroom in der Kastanienallee 36a.
Reality Studio
LM: Wie kam es zu der Kollaboration mit Topshop?
Svenja: Antonia O'Malley von Topshop war schon vor längerem, bei einem Berlinbesuch, auf Reality Studio aufmerksam geworden. Ende letzten Jahres rief sie dann an und fragte ob wir dabei sein wollen.
LM: Was bedeutet das für dein Label?
Svenja: Da wir bis dato noch keinen Shop in UK haben ist das für uns natürlich ein guter Einstieg dort... außerdem ist Topshop international sehr bekannt und bewirbt die Edition EDIT sehr gut darum hoffen wir natürlich, dass sich das auch auf uns positiv auswirkt..
LM: Werden wir in Deutschland auch an die Designs kommen?
Svenja: Ja natürlich: z.B. in Berlin bei Temporary Showroom, Konk, Starstyling und Styleserver (ab sofort) und online bei SSAW (ab Mitte April).
Starstyling
LM: Wie kam es zu der Kollaboration mit Topshop?
Katja und Kai: Wir waren Anfang 2008 auf der "Who´s next" in Paris mit unserer aw0809 Kollektion "ulugu wambo". Antonia O´Malley von Topshop hat uns aufgespürt, weil sie etwas Neues, Junges, Gewagtes, Besonderes bei Topshop im Concessions-Floor machen wollte. Nach ziemlich langen Verhandlungen war Starstyling schließlich dass erste junge Label dieser Richtung, dass bei Topshop 1 x pro Saison 6-8 Wochen zum Saisonbeginn als Pop-up-concession verkauft hat. Nach 2 erfolgreichen Saisons wurde das Konzept ausgeweitet auf mittlerweile 15-20 Brands!
LM: Was bedeutet das für euer Label?
Katja und Kai: Topshop ist als "Trendmaschine" in einer der größten Metropolen Europas natürlich ein Multiplikator für die jungen Labels die hier als Pop-ups gefeatured werden, gleichzeitig profitiert Topshop von der "Frischzellenkur", die man sich nach Bedarf ins Haus holt ohne kommerzielle Abstriche machen zu müssen.
LM: Werden wir in Deutschland auch an die Designs kommen?
Katja und Kai: JA ! Wir verkaufen bei Topshop ganz normal Teile aus unseren Kollektionen - keine extra Designs oder Ähnliches.
Herzlichen Dank für die Interviews!



























marie
ab wann gibt es denn die teile genau?
carolin
das ist eine interessante Initiative von Topshop.
Was mich vor allem interessieren würde. Wie verhält es sich denn mit den Preisen. Verkaufen die Labels zu ihren normalen Varkaufspreisen in den Topshopfilialen oder müssen sie sich anpassen an das Preisniveau von Topshop?
Julian Pientka
Es sind streng genommen sogar vier Deutsche Labels - denn PROSE verkauft ebenso im Rahmen der Topshop Edit-Boutique!