Schnatis Tagesoutfit: In der Heimat
Schnati hat ein paar Tage in der deutschen Heimat verbracht und sich bei Monki in Essen umgesehen. Daraus entstanden ist dieses Tagesoutfit. Mehr davon? Hier entlang, bitte.
Schnati hat ein paar Tage in der deutschen Heimat verbracht und sich bei Monki in Essen umgesehen. Daraus entstanden ist dieses Tagesoutfit. Mehr davon? Hier entlang, bitte.
Es wäre mir persönlich sehr recht, wenn die Diskussion darüber, dass die Berliner Independent Magazine am Ende seien, ab jetzt aufhört. Auch den Vorwurf der Differenzierungsunfähigkeit untereinander möchte ich ab sofort nicht mehr hören.
Meine neue Erkenntnis rührt nämlich daher, dass ich zum "Durchblättern" der neuen Ausgabe des Sleek Magazins Nr. 25 zwei Tage gebraucht habe und sie brav zwischen Office und Heim hin- und hergeschleppt habe. Das fiel mir deshalb auf, weil das Exemplar zum Leitthema "profit/loss" so schwer (Achtung: Doppeldeutigkeit) und dick ist, dass auf die zentimeterhohe Seitenfalz ein Spruch von Warren Buffet passt ("After all, you only find out who is swimming naked when the tide goes out.")
Das tolle an dieser Come-back-aber-eigentlich-waren-wir-schon-immer-da-Version ist, dass mir gerade kein anderes Magazin einfällt, was so ähnlich ist, wie dieses. Und auch wenn mich das unromantische Geld- und Profitabilitäts-Topic im ersten Moment kurz abschreckte, war ich schon nach dem Vorwort angefixt. Zweck erfüllt, sozusagen.
Nachdem wir Hüte für die kommende Saison so angepriesen habe, erreichte uns vor kurzem die Mail einer Leserin, die uns nach aktuellen Shoppingtipps fragte. Und Voilá: Hier sind einige Hut-Varianten und die dazugehörigen Stores.
Sind sie nicht hübsch die beiden? Auf dem Cover des frisch erschienenen Self Service Magazin No. 32 sehen wir vor schlichtem, weissen Hintergrund die beiden Beauties Carmen Kass and Malgosia Bela, die von Ezra Petronio fotografiert wurden. Gefunden auf dem Blog von Petronio Associates.
Der Onlineauftritt des Pop Magazins bietet häufig eine willkommene Abwechslung zu den Inhalten in meinem Google Reader. Tag für Tag wird dort ein Highlight gekürt und immer herzzerreissend angekündigt: Today's POP is Linda. She (and a girl called Gemma), created this beautiful fashion video for us.
Die Beschreibung in Klammern stellt sich aber in diesem Fall als pure Untertreibung heraus. Gemma Booth ist meines Erachtens ein Talent hinter der Kamera und ihr Filmprojekt erfüllt in meinen Augen nur die undankbare Aufgabe des Appetizers.
In Hamburg präsentieren die Modedesignerin Irina Rohpeter und der Architekturfotograf Nils Kistner heute von 15 bis 21 Uhr ihre Arbeiten. Das Thema "De Toute Façon" dreht sich um die Relation von Körper und Form, Raum und Fassade und Innen und Aussen.
Unser Tipp: Ab in die Spaldingstrasse 210 und rauf ins 4. OG rechts, denn neben der Kunst gibt es gegen Bares auch Teile aus der Kollektion von Irina Rohpeter zu kaufen.
Die Designerinnen hinter dem Label Cooperative Designs lernten sich während des Studiums an der Central Saint Martins kennen und starteten ihr eigenes Label. Kooperationen unter anderem mit Hussein Chalayan und aktuell mit Stefanel liessen nicht lange auf sich warten und letztes Jahr bekamen sie während der London Fashion Week von uns die goldene Krone aufgesetzt.
Nun bin ich auf ihrer Internetseite auf die neue Kollektion gestossen und musste gleich wieder an diesen verregneten Morgen in London denken, an dem ich ihre Präsentation unglücklicherweise verpasste. Sie blieben ihrer Linie treu: Strick und grafische Muster ziehen sich wie ein dicker roter Faden durch die überschauliche Kollektion. Gekachelte und gestreifte Muster in intensiven Farben werden wild kombiniert und dadurch entsteht ein Look, den ich so nicht übernehmen würde, aber durchaus gerne anschaue.
Beim Eintreffen im Büro entgegnete uns die Kollegin ein freundliches "Guten Morgen, der Chef kommt gleich!" Und auch wenn wir das kreative Chaos so sehr lieben, ist es doch irgendwie ein Akt von zuvorkommender Höflichkeit, dem hohen Besuch aus München die aufgeräumte Ehre zu erweisen. Und so vollbrachten wir in 15 (!) Minuten, was wir die letzten paar Monate erfolgreich vor uns hergeschoben haben: wir räumten unsere Arbeitsplätze fast bis zur Unkenntlichkeit auf.
Passend zum neuen, sauberen Minimalismus klingelt es an der Tür und wir bekommen unerwartete "Post": Der Strauss Tulpen passt so wunderbar zu dem gerade aufgehangenen Poster und bringt frühlingshafte Farbe ins Büro. Unsere Empfehlung also an euch heute: Geht los und kauft euch Blumen! Damit arbeitet es sich soviel leichter.
Dass man vor Kunstwerken von Damien Hirst in Rage gerät, kann ich selber sehr gut nachvollziehen. Die gleiche Euphorie hat wohl auch Jenny Ulving vor kurzem bei ihrem Trip nach Zürich verspürt. Die Galerie Galerie Andrea Caratsch zeigt gerade (und noch bis zum 30. April) "Theology, philosophy, medicine, justice". Auf, auf!!
Der Nagellack von Chanel ist gerade hoch im Kurs. Das Warten auf eine neue Lieferung der Nummer 505 wird sich wohl noch etwas hinziehen, doch ein neues Produkt in Sachen Beauty steht schon in den Startlöchern: Die Schwarz-Gold Edition, die extra für die Paris-Shanghai Show im Dezember konzipiert wurde.
Und Chanel versteht es, sich rar zu machen und so wird es dieses Couple und einen passenden Lidschatten ab April in einer limitierten Auflage und ausgewählten Stores zu kaufen geben.
Noch bin ich aber unschlüssig, was ich von dieser vorgeschlagenen Nagelkreation halten soll. Ich persönlich bin kein großer Fan des French-Manicure-Looks und die schwarzen Nagelspitzen hätte ich mir auch beim Buddeln im Matsch holen können. Andererseits finde ich die Kombination aus Gold und Schwarz sehr elegant und Abwechslung tut immer gut. Was sagt ihr?
Das Angebot an Restaurants, die sich für einen kurzen Mittagstisch eignen, ist rund um die Friedrichstraße in Berlin-Mitte rar gesät. Heute probierten wir zur Feier des Tages (plötzlicher Wetterumschwung) die im Februar neu eröffnete Hoffnung aus: das thailändische Restaurant Cha Cha, in dem Jessie und Julia bereits zur Eröffnung in Düsseldorf waren.
Von aussen leicht zu verfehlen, bietet es von innen einen hellen großen Raum mit genügend Sitzmöglichkeiten. Die Bildschirme, auf denen die fertigen Gericht herumschwirren, erleichtern die Wahl zwar nicht, verhindern aber eine dramatische Fehlentscheidung. Je nach Gemütszustand kann man aus der Karte zwischen stabilisierenden, aktivierenden, beruhigenden und muntermachenden Gerichten auswählen. Uns war heute stark nach einer aktivierenden Mahlzeit und so entschieden wir uns alle für das sehr zu empfehlende Massaman Curry. Das Motto "Positiv Eating" hält, was es verspricht und ich werde jetzt ganz beschwingt weiter tippen...
Als ich die Polaroids von Lily Aldridge bei A Perfect Guide gesehen habe, kamen mir direkt zwei Fragen in den Kopf. Erstens: Warum haben wir das 1985 geborene Model hier nicht schon vorher mal erwähnt? Und zweitens: Wie kommt eine solche Schönheit eigentlich rein biologisch gesehen zu stande?
Die Amerikanerin ist bei Next und IMG unter Vertrag und wurde bisher für Victoria's Secret, Levi's und Coach gebucht. Privat scheint sie eine Vorliebe für Musiker zu haben: Bevor sie mit Caleb Followill von Kings Of Leon zusammen war, datete sie Mike Einziger von Incubus.
Schuhe mit geflochtener Bast-Sohle erleben fast jeden Sommer ihr kleines Revival. Ob Espandrillos oder diverse andere Frauenschuhe, das Naturprodukt findet doch immer wieder den Weg an unsere Füße zurück.
Eine etwas neuere Form bietet diese Saison das Modell von Opening Ceremony, welches in Zusammenarbeit mit dem französischen Schuh-Designer Robert Clergerie entstanden ist. Zugegeben, ich musste den Schuh erstmal ein paar Tage auf mich wirken lassen, bis es mir klar wurde: das ist Liebe auf den zweiten Blick! Mein Favourit ist das hell gepunktet Modell, auf welches ich allerdings noch bis zum Ende der Saison warten muss, denn der Preis ist (noch) zu heiß.
Bis dahin werde ich mit meiner letztes Jahr ergatterten Variante von Flip Flop vorlieb nehmen.
Bei unserer täglichen Lektüre der Bild-Zeitung stiessen wir auf eine sehr erfreuliche und nicht minder wichtige Meldung. LesMads hat es doch tatsächlich auf die "In & Out"-Liste der Zeitung geschafft. Das sorgte nicht nur deswegen für kichernde Begeisterung, weil wir dort schon immer mal erwähnt werden wollten, sondern gerade in der Gegenüberstellung der total überteuerten Balmain-Shirts (die natürlich auf der Out-Liste landeten) freuen wir uns über den Affront gegen den fragwürdigen Mode-Hype. Zwischen dem Frühstücks-Ei und dem Facebook-Frühjahrsputz (den ich auch schon latent seit ein paar Wochen betreibe) lässt es sich doch ganz gut aushalten. Wir danken der Redaktion für die charmante Erwähnung.
Die Brigitte hat es mit ihren "Mädchen von Nebenan" vorgemacht und nun wollen sich immer mehr Magazine dem unnatürlichen Model-Look entziehen (so geschehen auch beim V Magazine). Jetzt also unsere Kollegen der französischen Elle, die für die Aprilausgabe das Size-Plus-Model Tara Lynn in den Vordergrund gestellt haben. Sowohl das Cover, als auch die Editorials sind den etwas fülligeren Frauenkörpern gewidmet und zeigen mal wieder deutlich, dass die Schönheit einer Frau nicht davon abhängt, was die Waage anzeigt.
Für die Zukunft würde ich mir persönlich einen schönen Mix aus verschiedenen Größen wünschen und soviel Normalität der Sache gegenüber, dass man die Fotostrecken erwähnt, weil neue Kollektionen und Gesichter präsentiert werden, und nicht wegen der "fülligen" Figuren der Models.
Zugegeben, auf dem Foto sieht man den Glow-in-the-dark Nagellack von Uslu Airlines nur recht dezent. Im Mittelpunkt steht eher die dunkle Holzbox mit dem zum Konzept gehörenden Sneaker von Reebok. Ich wollte euch aber extra das Gesamtkonstrukt zeigen, weil ich die Idee, so das Leuchten des Schuhs und des Lacks zu präsentieren, wirklich exzellent fand.
Auch wenn ich mir im Klaren darüber bin, dass dieses nächtliche Leuchten eher ein Relikt aus einem Partyhabitus der 80er ist, spiele ich heute Abend mit meinen zur Probe lackierten Nägeln sicher das ein oder andere Licht-an-Licht-aus-Geflaker und freue mich jetzt schon auf die nächste Möglichkeit, meine Hände auf einer offiziellen Tanzfläche in die Höhe zu schmeissen (nachdem ich sie an einer Lichtquelle aufgeladen habe, versteht sich).
(Gesehen und ausprobiert im Departmentstore-Cabinet!)
Ich verabschiede mich heute offiziell in den Osterurlaub, den ich in den Bergen verbringen werde. Die kommenden zwei Wochen versorgen euch wie gewohnt Julia, Lisa und natürlich Schnati mit Neuigkeiten - ich werde neben Skifahren wohl endlich mal die Dinge tun, zu denen man sonst nie kommt.
Angefangen habe ich heute mit einer Maniküre, um die neue Essie-Nagellackfarbe "mink muffs" auszuprobieren. Trocknet ewig lange, das Resultat nach zweimaligem Lackieren kann sich aber sehen lassen. Gibt es in jedem gut sortierten Douglas zu kaufen. Ausserdem werde ich am Abend ein nächstes Mal beim Bikram Yoga schwitzen - Julia Stelzner hat ihre ersten Erfahrungen hier niedergeschrieben und ich kann ihren Eindruck nur bestätigen. Tut gut! Zu guter Letzt habe ich mir dann auch endlich mal ein Buch von Stieg Larsson zugelegt. Weil ich aber eine flotte Leseratte sein kann, nehme ich gerne weitere Buchtipps entgegen - Spannung erwünscht!
So, ich bin dann mal weg...
Französische Frauen haben bekanntlich in Sachen Aura und Schönheit die Nase vorn. So erstaunt es nicht, dass ich beim Anblick der Fotos von Clémence Poésy von Garance Dore vor einiger Zeit ganz hin und weg war. In ihrem blauen Mantel von A.P.C. sah sie ganz entzückend aus und selbst ihr fisseliges Haar tat ihrer charmanten Ausstrahlung keinen Abbruch.
Gestern entdeckte ich die Schauspielerin, die vor allem durch ihre Rolle in "Harry Potter und er Feuerkelch" berühmt wurde, dann erneut bei All The Pretty Birds. Auf dem Bild trug sie ein schwarzes Cape über einem ockerfarbenen Kleid mit wallendem Haar, während sie den Vorplatz der Pariser Modenschauen überquerte. Zwar hatten wir sie letzte Woche schon mal hier erwähnt, als sie im Tatler Magazin auftauchte, aber ich finde ihr gebührt ein bisschen mehr Aufmerksamkeit in Form eines "Girl-Crush-Artikels".
Mittlerweile besitze ich endlich das weibliche Pendant zu Fantastic Man namens The Gentlewoman und obwohl ich seit meinem ersten Post zahlreiche Scans im Internet gesehen habe, war ich nach dem ersten Durchblättern (zugegeben vorhersehbar) fasziniert.
Über die Schönheit von Phoebe Philo, die auch das Cover ziert und im Innenteil großzügig vorgestellt wird, bin ich noch nicht ganz hinweg und fand, im langsam abklingenden Rausch der Begeisterung, ein interessantes Interview über die Macherin des tollen Blattes. Bei Dazed & Confused gibt Penny Martin Auskunft über die Entstehung des zeitgemäßen und zugleich zeitlos klassischen Magazins.
Miu Miu präsentierte uns vor kurzem in Paris eine eher auffällige Form des Augen-Make-Ups. Ein knalliges Orange kombiniert mit einem intensivem Violett brachte dort einen kleinen Klecks Farbe in die eher schwarz gehaltene Kollektion.
Damit scheint ein kleiner Trend losgetreten worden zu sein, der in immer mehr Beauty-Specials auftaucht, wie zum Beispiel in der Ausgabe der Italienischen Vogue. Ob der farbenfrohe Lidschatten einen Platz auf meinen Schminktisch finden wird, ist noch unklar. Ich erinnere mich nämlich nur zu gut an die ersten stümperhaften Versuche, etwas Farbe in mein pubertäres Gesicht zu bringen, meist in Form von einem dezenten Hellblau.
Fast kollabierend vor Müdigkeit wurde ich am Samstagabend noch kurz um die Ecke in die Galerie Eigen + Art geschleppt. Auf einen Wein und gute Kunst der Leipziger Schule liess ich mich dann doch noch überreden und habe es nicht bereut. Die ab jetzt bis zum 2. Mai dort hängenden Bilder von Martin Eder zeigen unter dem Titel "Ugly" in erster Linie Portraits von Frauen, ergänzt wird die Hängung durch eine Ziege und einen Mops.
Leider konnte ich keine Datei von meinem letztgenannten Favoriten finden und habe euch daher den oben zu sehenden Ersatz der zwei Katzen herausgepickt. "Auf Wiedersehen" benannte der Künstler sein Werk und schafft es damit, meine katzenrelevanten Kindheitserinnerungen wieder aufleben zu lassen.
In der Frühlingskollektion von Chloé für 2010 gab es diesen einen Key-Look ganz in Jeans. Neben der omnipräsenten Welle von Jeanshemden, merke ich selber wie meine einstige Vorliebe für das Beinkleid langsam aber zaghaft ein Revival erlebt. Die Phase in schwarzen Gefilden soll also ab nun Schritt für Schritt der Vergangenheit angehören und das sonnige Wetter in Hamburg letzte Woche war so motivierend für den neuen Umschwung.
Kaum zu glauben, aber wahr: Letzte Woche in Hamburg feierte ich meine Premiere bei Weekday und Monki. Jessie war so nett, mich in die beiden Läden auf der Mönckebergstrasse zu zerren und während ich mich erstmal an das Sortiment gewöhnen musste, schaufelte sich meine liebste Kollegin ein Teil nach dem anderen auf den Arm und dekorierte sich damit die Umkleidekabine.
In regelmäßigen Abständen schwärmt mir Jessie von Henry Holland vor. Die kleine Liason begann, glaube ich, bei den ausgefallenen Strumpfhosen, die sie voller Stolz trug und gipfelte in zwei aufeinander folgenden Meet-and-Greets (einmal in Stockholm und danach in seinem Londoner Atelier). Ab und an schickt sie mir dann vor Lachen gekrümmt ein paar Auszüge seines Twitter-Streams und ich beäuge diesen kleinen Crush immer mit einem feuchten Auge.
Nach seinem gestrigen Twitpic bin ich auch ins Fan-Lager übergewandert und ehre den Desiger demnach heute mit dem Bild des Tages. Humor und Witz sollten einfach im Alltag viel mehr Platz haben und an welchem Tag würde sich das Daraufaufmerksammachen mehr lohnen als an einem so wenig geliebten Montag?
Peter Lindbergh verriet uns schon beim Symposium des Lead Awards sein Erfolgsrezept: früh aufstehen. Und genau das taten wir auch heute Morgen, als das erste Shooting für den geplanten Onlineshop vom Departmentstore-Cabinet auf dem Plan stand.
Das Set war Gott sei Dank schon aufgebaut, so dass es nach der Maske direkt mit dem Marathon losgehen konnte. Die beiden blutjungen und wunderhübschen Models halten bisher ganz tapfer durch und lassen sich bei guter Musik und leckerem Catering einen Look nach dem anderen überstreifen. Bei so angenehmer Atmosphäre fiebere ich dem in ein paar Wochen launchenden Shop schon sehr entgegen und hoffe, dass das finale Ergebnis genauso toll wird, wie der bisherige Tag.
Seitdem wir die weissen Shirts mit den Animal Prints von Nils Dunkel für festivaltauglich erklärt haben, hat sich im Leben des Jungdesigners einiges getan. Mittlerweile hat er in Kiel sein Abitur gemacht und wohnt jetzt in Berlin, um die Welt zu erobern.
Ich kann mir nur zu gut vorstellen, dass es die Exemplare bald bei Colette, Opening Ceremony und Dover Street Market gibt. Bis es soweit ist, kann man heute noch bis 20 Uhr und die kommende Woche die auf jeweils 20 Stück limitierte Edition beim BFN Concept Store in signierter Box shoppen. Die tollen Fotos der Kampagne hat übrigens Kate Bellm geschossen. Mit denen sieht die neue Website (bewegte Gif-Bilder, yeah!) direkt noch fäncier aus...
Während Julia und Jessie sich gestern Abend in Hamburg den Lead Award geschnappt haben, hielt ich in Berlin die Stellung. Und das war auch gut so, denn am Donnerstagabend ballten sich die Events!
Emporio Armani, das Electronic Beats Magazin, das neue Schuhshoppingportal Mirapodo und Style and The Family Tunes luden zu sich ein. Damit das Ganze nicht zu einer kleinen Hetzjagd wurde, hatte ich mich schon im Vornherein auf zwei Events beschränkt und startete somit ganz relaxed in den Räumlichkeiten der Style and The Family Tunes. Die aktuelle Ausgabe des Hefts wurde in Form einer Videoprojektion vorgestellt, in der eine Hand mit roten Fingernägeln langsam die Seiten durchblätterte. Die Musik war fröhlich und zum Mitsingen und um die Bar stand stets ein kleine Traube hübsch anzuschauender Gäste...
In eigener Sache: Unser neues Blog "Schnati à Paris" hat nun auch einen Account bei bloglovin, dem "Google Reader" nur für Modeblogs. Hier könnt ihr sie adden, um ihre täglichen Neuigkeiten aus der Stadt der Liebe zu erhalten!
Gestern im Showroom von H&M hingen an den Kleiderstangen schon auffällig viele lange Kleider. Als ich dann eben im Zug auf dem Weg zurück nach Berlin die Maxi durchblätterte, habe ich mich direkt verliebt. Das weisse Kleid mit Blumenprints am Bustier und unteren Saum bestätigt erneut meine Vorahnung, dass ein hippieartiges Revival diesen Sommer letztendlich den Durchbruch erzielen könnte.
Schon seit längerem schleicht Jessie um diverse Modelle herum und griff auch schonmal zum Pendant in Rockform, aber ich konnte mich bisher für nichts in der Art begeistern. Mein letztes Trageerlebnis liegt schon drei Jahre zurück, als ich mich das erste Mal mit Jessie und ihren Freunden am Aachener Weiher in Köln traf. It's time for a revival, I would say...
Bevor das Hamburger H&M-Team in den kommenden Wochen schon wieder die Winterware auf die Stangen des Showrooms hängen muss, konnten wir gestern noch mal schnell sommerliche Luft schnuppern und schauen, was ab nächster Kalenderwoche in den Läden eintrifft.
Pünktchen, Jeans, Korksandalen und Khakitöne werden uns wohl noch eine Weile erhalten bleiben...
Es geht mit Sonnenstrahlen ins Wochenende und natürlich geben wir euch noch ein paar Tipps mit auf den Weg, die wir so im Laufe der Woche gesammelt haben.
Der große Herr von Eden Sale findet am Samstag in Köln statt. Hier hat man die Gelegenheit noch Teile aus der Winterkollektion zu ergattern und das ordentlich reduziert. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Hingehen lohnt sich, denn ein maßgeschneiderter Blazer sitz dann meistens doch besser, als ein vintage Fund.
Wo: Herr von Eden Boutique, Antwerpener Straße 6
Wann: 27. März, 10 bis 20 Uhr
An meinem letzten Urlaubstag huschte ich zum Wiederankommen in Berlin schnell zum Hackeschen Markt und schaute, was es Neues in den Läden gibt. Noch mental im indischen Shanti, war ich mir fast sicher, dass ich sowieso nichts finden würde, was mein Sortiment im Kleiderschrank sinnvoll ergänzt.
Doch erstens kam es anders und zweitens als man denkt. Und so verliebte ich mich bei All Saints in die braune Lederjacke und bei Orlando um die Ecke hatten es mir die hellen Sneakers von Golden Goose angetan. Rein budgetmässig ist aber nur eines der beiden Exemplare drin: Welches soll ich nehmen?
Ewigkeiten mied ich "Eat, Pray, Love" von Elizabeth Gilbert, weil es so sehr nach typischem Frauenbuch aussah. Allein der Klappentext klang nach klischeehafter weiblicher Lebenskrise einer 30jährigen New Yorkerin, die in die Welt ausreist (Italien, Indien, Indonesien), um in tiefer Glückseligkeit die Strapazen ihrer Scheidung zu überwinden.
Irgendwie fiel das Buch dann trotzdem in meinen Koffer für den Indienurlaub und ich muss zugeben, dass ich selten von einem Buch so beeinflusst wurde wie von diesem. Für alle, die keine Zeit haben, die 480 Seiten zu lesen, kommt am 23. September diesen Jahres die Verfilmung mit Julia Roberts in die Kinos.
Vor knapp drei Jahren schrieben Julia und ich die ersten Zeilen auf einem ausschliesslich von unseren Müttern gelesenen Blog über Mode und unser Leben, das aus Frustration über den Job/das Studium entstand. Heute sitzen wir in Hamburg und dürfen uns neben dem Zeit Magazin, der Vogue, dem Spiegel oder Peter Lindbergh als stolze Besitzer einer Goldmedaille des Lead Awards freuen.
Als völlig unrealistisch schätzten wir unsere Siegeschancen in der Kategorie Weblog des Jahres neben Größen wie Netzpolitik (Silber), Kai Diekmann, Bildblog dem und Hitler Blog der taz (Bronze) ein - und mussten dann tatsächlich völlig betäubt auf die Bühne, um die Urkunde entgegen zu nehmen. Was wir gesagt haben, wissen wir leider nicht mehr so genau. Das im Anschluß erhaltene positive Feedback rührte uns aber enorm. Wir versuchen, das nun erst mal zu verkraften und danken von tiefstem Herzen Heiko Hebig, Schnati, unseren Lesern und natürlich der Jury.
Die Antwort auf die Frage, warum er mit Vorliebe nur Schwarz-Weiss fotografiert, wollte Peter Lindbergh spontan auf der Bühne nochmal überdenken. Bei dem netten Plauderstündchen beim Lead Awards Symposium lernten wir den tiefenentspannten Meisterfotografen von seiner sympathischsten Seite kennen. Die Anekdoten über die leicht anstrengende Naomi Campbell und seine Begründung, warum er nach 18 Jahren von der amerikanischen Vogue zurück zu Harper's Bazaar wechselte, brachte er so herzlich rüber, dass man vollkommen verstand, wie er dorthin gekommen ist. Der vorbildlich vorbereitete Christoph Amend (ZEIT Magazin) entlockte ihm zum Schluss noch, warum er jeden Tag ein Jeanshemd trägt: "Ich mag es, wenn ich weiss, wie sich der Tragekomfort eines Kleidungsstück im Laufe des Tages entwickelt." Da mag man ihm fast glauben, dass er sich wenig um klischeebehaftete Schönheit schert und sich vor allem von der tieferen Ästhetik leiten lässt.
Was in den nächsten Wochen bei H&M auf den Stangen hängt, durften wir eben im Hamburger Showroom bestaunen. Dieses schwarze Cocktailkleid gibt es kommende Woche bei Trend für 49,90 Euro - ein absolutes Traumstück! Was wir sonst noch gesichtet haben, zeigen wir euch morgen...
Hamburg, du Perle! Bei strahlendem Sonnenschein und warmen 18 Grad fuhren wir in der Früh nach Hamburg, um am Abend die Lead Awards zu besuchen. Ohne die übliche Shoppingrunde bei Acne, Weekday oder auch Urban Outfitters können wir morgen natürlich nicht wieder abreisen, weshalb Julia und ich nach zwei Panels in den Deichtorhallen in die Stadt gehuscht sind.
Neben omnipräsenten Blümchenmustern, Streifenhörnchenshirts, Spitze und Steghosen wählten wir für die Umkleide Vanessa Bruno und Jeansshorts. Julia probierte obenstehenden Pullover an, blieb aber bei klassischen Blusen. Mir gefielen leider alle abgebildeten Teile, die dann auch in der Einkaufstüte landeten (Body Acne, Jeans Levis und Strickjacke secondhand). Hoffentlich locken gleich nicht noch frühlingshafte Kleidchen bei den Lieblingsschweden...
Nach seinem Auftritt beim Artist Talk von Pringle Of Scotland in London hatte ich mich ein bisschen an Ryan McGinley überfressen. Schon auf der Art Basel Miami Beach hatte mich sein Überformat-Foto Moonmilk mit der springenden Nackten vor der Felswand nicht mehr so geflashed wie einst.
Doch der Meister wäre nicht er selbst, wenn er das Ruder in der letzten Minute nicht noch umdrehen könnte. Seit vergangener Woche zeigt die Team Gallery (NY) "Everybody Knows This Is Nowhere", eine Sammlung von 150 Schwarz-Weiss-Portraits, die McGinley in den letzten zwei Jahren geschossen hat. Neu daran: Er tauscht seine analoge Kamera gegen die Digitale und die Natur gegen sein Studio. Auch wenn Kollege Hedi Slimane dieses Gebiet fast unersetzbar mit seinem Odeur markiert hat, wirkt die Bildsprache auf mich doch einzigartig.
Fashionair hat in Zusammenarbeit mit Christian Louboutin einen wunderbaren Kurzfilm über die Enstehung seiner Jazz Schuhe gedreht. Wir werden durch Louboutins Atelier geführt, sehen die ersten Entwürfe und einen zuweilen unschlüssigen Christian. Die fertigen Meisterwerke mit der roten Sohle werden uns schliesslich, passend in Schwarz-Weiss, in einer swingigen Tanzeinlage von ihm persönlich präsentiert.
Mein Tipp: 5 Minuten frei machen und das Filmchen hier anschauen!
An das Shooting mit Claudia Schiffer in der deutschen Vogue letztes Jahr können wir uns noch gut erinnern. Mir war auch schon vorher ungefähr klar, wie ich die Kunst von Erwin Wurm grob einzuordnen hatte. Doch heute Morgen beim Panel Kunst frisst Kommerz - Über die Umkehrung der Mittel, das von Art-Chefredakteur Tim Sommer moderiert wurde, bekam ich nochmal einen komplett neuen Einblick in die Arbeitsweise des österreichischen Künstlers.
Der 56-Jährige wurde in den 90er Jahren mit seinen One Minute Sculptures (echte Menschen inszeniert mit Alltagsgegenständen) oder seiner Fat-Serie (Aufgeblähte Statussymbole, wie Autos oder Häuser) bekannt. Entspannt und gelassen plauderte Herr Wurm über persönliche Lehrstunden beim Imagetransfer (unerfolgreiche Koop mit Palmers vs. unkommerzielle Integration von Hermes-Ware in seinen Arbeiten) und sein Faible für Humor. Trotz aller Zuversicht konnte er sich einen Sachverhalt aber letztendlich doch nicht erklären: auf eine Einladung zur documenta in Kassel wartet der kometenhafte Aufsteiger bisher noch vergeblich.
Weil nicht jede Stadt Unmengen an Vintageshops oder Flohmärkten aufweisen kann und eine gute Selektion oft Gold wert ist, sind deutsche Onlineshops für Secondhandkleidung immer eine tolle Sache. Gestern erreichte uns die Mail von Nadine und Tanja, die gerade ihren Laden Black Velvet Circus mit spannenden Stücken auf den virtuellen Kleiderstangen eröffnet haben.
Das Konzept dahinter, wie es dazu kam und wie oft in Zukunft aktualisiert wird, verraten und die beiden in einem kurzen Interview.
Nur zu gut erinnere ich mich an einen der besten Abende in Miami, an dem ich mit Niki bei milden Sommernachtstemperaturen von Party zu Party hüpfte. Irgendwann jedoch verschwand die Gute und wenig später las ich ihre SMS: "...muss gleich schon wieder aufstehen."
Für was genau sich die Modechefin der Style and the Family Tunes aus dem Bett quälen musste, sah ich dann heute Morgen und war ganz hin und weg: In dem aktuellen Editorial "Off Shore" räkelt sich die wunderbare Hartje Andersen vor der Kamera der genauso wundervollen Fotografin Julia Grossi, zwischen Pool und Strand. Das weiss-beige-helltürkise Farbspektrum der Bilder wird durch Schmuck von Maison Martin Margiela geschmackvoll ergänzt (wie oben auf dem Bild zu sehen). Es wird Zeit für helle Jeans, weisse T-Shirts, strubbeliges Sommerhaar und rötlich-peachigen Nagellack. Mädels, die Miami-Vibes scheinen euch sehr gut getan zu haben! Leider gibt's die Woche schon die Frühlingsausgabe, also schnell noch ab zum Kiosk, wer in den Genuss der ganzen Fotostrecke kommen möchte.
Auf der Suche nach einem geeigneten Ort, um meinen zweiwöchigen Urlaub ausklingen zu lassen, irrte ich gestern Abend in Begleitung die Torstraße entlang. Nachdem das vor Kurzem eröffnete NOTO (Kürzel für "North of Torstrasse") eher ungemütlich und leer aussah, stoppten wir beim Themroc, das aber nach Auskunft der vor der Tür getroffenen Freunde Timo und Markus hoffnungslos überfüllt war.
Also versuchten wir unser Glück im Bandol sur Mer und durften nach einer Portion Small Talk mit dem heldenhaft gut gelaunten Kellner Platz nehmen. Das Essen schmeckte vorzüglich (Schnecken in Knochenmark, Foie Gras, Rinderbacke mit Kürbispüree, Crème Brûlée) und die Atmosphäre war so herrlich französisch (mit Kreide bemalte Tafelwände standen alten Monitoren aus den 80ern gegenüber, auf denen Uralt-Videos mit Landschaftsaufnahmen flimmerten), dass wir fast traurig waren, als Sophie Rois kam, um ihren bzw. unseren Tisch in Anspruch zu nehmen.
Zum Schneider muss ich meinen Wildlederfund von Made In Berlin sicher noch bringen, da sich die umgekrempelten Beine immer wieder runterrollen. Weil die Farbe und das butterweiche Leder aber für ein gutes Tragegefühl sorgen, hab ich mich heute schon mal damit rausgetraut. Die Bluse ist von H&M Trend und die Kette von fashionology.
Lange haben wir überlegt, ob wir unsere Abfahrt gen Hamburg für die Lead Awards morgen nicht um ein paar Stunden vorziehen, um heute Abend noch kurz im Stilwerk vorbei gucken zu können.
Dort eröffnet die Circleculture Gallery nämlich ab 19 Uhr die Ausstellung "OH, OH, OK, OK" mit den Werken von XOOOOX. Schon bei den letzten Ausstellung in Berlin (Soloshow im Juli 2009) gefiel mir der Spagat zwischen Mode und Kunst so unglaublich gut, dass ich mich noch an fast jedes der Kunstwerke erinnern kann. In den neuen Kunst-Konzept-Räumen des Stilwerks sehen wir also noch bis zum 24. April 30 Exemplare, die auf Holz, Bronze und weiteren Materialen einen Hauch von Street Art in geschlossene Räume bringen.
Lisa war eine der ersten Bloggerinnen, die wir nach unserem Start vor bald drei Jahren kennen und lieben lernten. Auf lalila.de schreibt sie privat über ihre Perle Hamburg, Musik, Autos und immer mal wieder natürlich Mode, seit über einem Jahr ist sie noch dazu unsere Verlagskollegin und betreibt das Shopping-Blog OK COOL. Mit Lisa setzen wir unsere Serie "7 things you love" heute endlich fort und bekommen eine wahnsinnig sympathische Auswahl der Dinge, die sie liebt.
Da wollte die L'Officiel Hommes China einmal kreativ sein und hat bedeutende Popstars der Musikgeschichte von nur einem männlichen Model in dem Editorial "Icons" inszenieren lassen. Leider musste die sonst so omnipräsente Sexiness des Models für das Doublen von David Bowie und Lady Gaga komplett weichen, weshalb ich ihn nicht mal annähernd erkannt habe. Wisst ihr, wer hier so verstümmelt wurde? Einzig und allein die Verkörperung von Jim Morrisson macht wieder alles gut - dank des nackten Oberkörpers natürlich.
Die Auszeit in Indien war leider schneller vorbei als mir lieb war. Vor Ort lernte ich, dass so mancher Tourist bis zu vier Wochen in den Gesundheits-Resorts zwischen Yoga, ayurvedischen Curries und stundenlangen Öl-Massagen ausharrt, um als neu geborener Mensch in die Heimat zurückzukehren.
Ohne Fernseher, Telefon, Internet, Make-Up, Bargeld und Wollmantel sollte man seine innere Mitte finden. Zwar war genau das für mich anfangs recht mühsam, doch am Ende klappte es ganz gut. (Tipp: Sein Reden und Denken sollte man im Bestfall zudem auf ein Minimum reduzieren.) Was mir neben den (für die Jahreszeit überdurchschnittlich hohen) 38 Grad am besten gefallen hat, war vor allem die Mentalität der Inder, die mich durch ihre Herzlichkeit und tapfere Lebenseinstellung einfach total beeindruckten.
Schon der erste Satz der Pressemitteilung machte mich neugierig: "Die Modedesignerin Nait Rosenfelder lebte in New York, London und Tel Aviv". Da Tel Aviv in letzter Zeit immer häufiger im Zusammenhang mit Mode, Kunst und Kultur erwähnt wurde, freute es mich, mal direkt mit Designs aus der pulsierenden Stadt in Berührung zu kommen.
Die Designerin hinter Eva & Bernard eröffnete nach ihrem Studium am London College of Fashion das erste Modegeschäft im alten Textildistrikt von Tel Aviv und setzte damit einen Grundbaustein für den neu aufkommenden Hype.
Montag habe ich also meine Vorliebe für Schlangenschmuck wiederentdeckt, obwohl die Schmuckstücke eigentlich so stark mit dem Gothic-Bereich verbunden sind. Unsere Leserin Anne machte mich auf das neue Kollektionsvideo von JDauphin, einem schwedischen Accessoire-Label, aufmerksam, worin sich Model Elsa Hosk etwas übertrieben sexy in der neuen Kollektion aalt.
Spannender war da für mich die neue Kollektion mit den schlangenartigen Ringen und ein paar Ethno-Ketten.
Liebe LesMads-Leser, um unsere Dritte im Bunde, Schnati, ist es seit einigen Wochen sehr ruhig geworden. Das hat viele Gründe und der wichtigste ist wohl ihr Auslandssemester in Paris. In der Zwischenzeit hat sie allerdings nicht auf der faulen Haut gelegen, im Gegenteil haben wir an unserer bereits im letzten Jahr geborenen Idee gefeilt: einem Blognetzwerk!
Den Anfang des Netzwerks macht Schnati mit ihrem eigenen kleinen Blog "Schnati à Paris", in dem es vornehmlich um ihr Leben in Frankreichs vielleicht schönster Stadt gehen wird und wo sie Inspirationen sammelt und für euch aufschreibt.
Wer einmal schnell dem Alltag entfliehen und eine entzückende Liebesgeschichte in Kurzform sehen möchte, dem empfehlen wir Spike Jonzes Filmchen "I'm here - A Love Story in an Absolut World", der nun auch online verfügbar ist. Schnell das imaginäre Ticket an der Kinokasse lösen, in den Vorstellungsraum eintreten und los geht's - nur um Popcorn müsst ihr euch selber kümmern. Wie das passende Buch dazu ausschaut, seht ihr hier.
Meine Lieblingsbluse für den Sommer ist gefunden und ich entschuldige mich schon mal im Vorfeld für etwaige Wiederholungen meines Outfits - aber das Blüschen von Diana Orving ist einfach zu schön, um nicht ständig getragen zu werden. Was lange währt, wird endlich gut, heisst es ja bekanntlich. Und da mich die Suche bald ein Jahr gekostet hat, muss ich die verschenkte Zeit möglichst nachholen.
Die einfachste Kombi erschien mir da für den Einstieg der Rock von Monki, ein Mantel von Henrik Vibskov sowie einem Schal von Zara.
Eigentlich kann mich die Verformung des Körpers nicht mehr schocken, da diese schon einige Zeit ein großes Thema in der Modewelt ist. Überspitze Schultern, klobiges Schuhwerk und Geometrisches sind bereits Teil unserer Alltagskleidung geworden und lösen nur noch selten Verwunderung aus.
Das Magazin VNFOLD hat jedoch ein Editorial gezaubert, dessen evtravagante Formen mich dann doch noch einmal die Luft anhalten lassen. Der Stegosaurusrücken betont nicht die natürlichen Formen des Körpers, sondern schafft eine angsteinflössende Symbiose auch Echse und Mensch, die uns auch schon Alexander McQueen im vergangenen Herbst präsentierte. Eine annähernd tragbare Form sehe ich hier nicht, aber für ein Editorial ist es natürlich sehr wirkungvoll.
Zum Teil hängt die "Garden Collection" von H&M bereits auf den Stangen, die vollständige Lieferung trifft aber erst diese Woche ein. In der Berliner Filiale auf der Friedrichstrasse lädt der Lieblingsschwede gemeinsam mit der Glamour daher zu einem Pre-Shopping-Event ein, bei dem exklusiv zu Drinks, Food und Musik geshoppt werden kann. Als Highlight gibt es an dem Abend 25% Rabatt auf ein Teil der Wahl.
Einlass habt ihr allerdings nur, wenn euer Name auch auf der Gästeliste steht! Doch dabei können wir helfen...
Update: Die glücklichen Gewinner sind Franzi, Rahelita, Marie, Britta Starke, Annalena, Jeanine, Nisi, Amandine, Yvilein und Katha. Eine Email mit weiteren Informationen findet ihr in eurem Postfach. Viel Spass beim shoppen!
Da war ich mit meiner Russh-Preview gestern etwas voreilig, offenbarte sich wenige Stunden darauf doch erst das Glanzstück des Hefts: Das Editorial mit Model Bambi Northwood-Blyth, die hippie-mässig durch die Landschaft streift und wahnsinnige Lust auf Sommer macht. Alle Bilder hat Studded Hearts.
Der anstehende Frühling scheint nach ewigem Winter zu inspirieren und so überschlagen sich die Magazine derzeit mit frischen Titeln und Geschichten für die wärmere Saison. Das britische Magazin i-D, leider nur noch sechs Mal im Jahr auf den Markt geworfen, hat sich für die Frühjahrsausgabe drei Topmodels geschnappt und sie zum Thema "It's spring! lets get sprung" abgelichtet. Natalia Vodianova wurde vor Paolo Roversis Linse ins rechte Licht gerückt, Sasha Pivovarova und Freja Beha Erichsen standen vor Emma Summertons Linse, die unheimlich viel für das Magazin knipst.
Irgendwas haben diese Französinnen, das mich arg in den Wahnsinn treibt. Modisch müssen sie sich nicht grossartig austoben; Jeans und legere Bluse reichen oftmals völlig aus und auch vom Styling her können die Haare strähnig und mit Mittelscheitel hinabhängen und ich wünsche mir plötzlich nichts sehnlicher, als das meine Mähne auch einfach so unkompliziert aussieht. Schauspielerin Clemence Poesy ist eine dieser beneidenswerten Damen, deren Charme ich, egal was sie auch anzieht/anpackt, sofort erliege.
In der neuen Ausgabe des britischen Tatler räkelt sie sich in Spitze und Pünktchenstrumpfhose und sieht schlicht und ergreifend umwerfend aus. Grr.
Sonnenbrille, Eis und leichte Jacke verraten unweigerlich: Der Frühling ist da! Mich freut das ganz besonders, weshalb ich heute Morgen sogar ganz berauscht ins Büro gelaufen bin (und ich vermeide eigentlich jeden Meter zu viel) - in der Sonne hätte ich meine Jacke von Urban Outfitters beinahe weglassen können. Darunter trage ich noch eine lange Bluse von Acne, ein altes H&M-Shirt mit verhedderter All-Saints-Kette sowie meinen frisch eingekauften Rock von Zara. Die Strumpfhose ist von Mr. Holland und Pretty Polly.
Vom 5. - 7. Mai veranstaltet die Universität Potsdam in Berlin eine Tagung rund ums Thema Mode. In Kooperation mit der AMD, den Staatlichen Museen zu Berlin und dem netzwerk mode textil gibt es viele spannende Vorträge und Führungen - unter anderem auch mit LesMads. Die verschiedenen Referenten beschäftigen sich mit dem Entwerfen und Herstellen, dem Handeln und den Räumen der Mode.
Stattfinden wird das Ganze im Kulturforum Berlin. Teilnehmen kann jeder, der sich bis zum 15. April hier anmeldet und eine Gebühr von 40 Euro (für Studenten 15 Euro) berappen.
Die Schwerpunkte der Tagung sind erstens das Entwerfen und Herstellen/ Räume der Produktion, zweitens das Handeln mit Mode/ Räume der Distribution und drittens das Modisches Handeln/ Räume des Konsums. Alle Information, Themen und einen genau Ablaufplan findet ihr hier.
Das Russh Magazine trifft mit seinen Ausgaben seit einigen Saisons stets den Zeitgeist: Sie präsentieren wichtige Newcomer-Models, spannende Editorials und sind stets für eine Überraschung gut. Hannah Holman, neuer amerikanischer Liebling, ziert den Titel der März/April-Ausgabe mit dem Namen "Experiment with Everything", was in der Fotostrecke zu einem wilden Materialmix samt Schutzkleidung führt. Behind-the-scenes-Shots hält das dazugehörige Blog parat und erklärt zudem, was das Magazin sonst noch zu bieten hat.
Die einzigen Wermutstropfen sind zum Einen die entgegengesetzten Saisons: Während wir auf den Sommer warten, packen die Australier langsam wieder die Herbstkleider in ihre Editorials. Zum Anderen gibt es das Magazin noch immer nicht in Deutschland zu kaufen, obwohl die Chefredakteurin bereits im letzten Jahr Ausschau nach Vertriebspartnern hielt.
Eszter inspiriert: Schlangenring, der über insgesamt drei Finger geht und die Nagellackfarbe "Brights over the Taupe" von O.P.I. - falls man die Chanel-Variante nicht mehr ergattern konnte.
Meinen freien Tag habe ich zur Kleiderschrankausmistung genutzt und wieder fast 60 schöne Teile gefunden, die ich lange nicht mehr getragen habe und die einfach zu schade sind, um bei mir zu verstauben. Neu bei unserem privaten LesMads-Sale ist der Button zum Sofort-Kauf unter jedem Kleidungsstück, der den Versandpreis nach Deutschland beinhaltet - wer zuerst kommt, mahlt also zuerst.
Ein letztes Mal wird um 20 Prozent im Stuttgarter SSAW Store reduziert, bevor die Sommerware eintrifft. Vielleicht doch noch den Body von Vilsbol de Arce kaufen?
Soeben bei Wood Wood in Berlin gesichtet: Herzallerliebster Schmuck von dem dänischen
Label Sakdidet Road.

David James, Fotograf und Creative Director des AnOther Magazine, zeigt im Moment digital seine wichtigsten Arbeiten der letzten 22 Jahre in der Online-Ausstellung "Out of Print" und wählt damit eine neue Form der Portfoliopräsentation.
As digital media becomes the dominant media, I want this exhibition to mark the beginning of a new way of working for the studio. Our practice is no longer focused on two-dimensional representations, but all possible dimension.
Bis Mitte Mai können wir uns durch das umfangreiche Archiv klicken, in dem sich viele bekannte Werbekampagnen für Prada, Alexander McQueen oder Christian Dior finden lassen, genau wie Editorials, Einladungen zu Modenschauen oder unter James kreativer Leitung entstande Cover. Unter "Idea Evolution" in der linken Spalte erfahren wir noch dazu alles über die Entstehung des Motivs: Die obenstehende Kampagne für Prada Sommer 1997 ist zum Beispiel vollständig unretouchiert.
Ganz im Zeichen des Frühlings empfehlen wir euch dieses Wochenende frühes Aufstehen. Das Wetter ist vielversprechend und bei milden Temperaturen sollten wir uns die ersten Flohmarktbesuche nicht entgehen lassen. Ein paar Events gibts auch noch oben drauf.
Heute Abend um 21 Uhr hat das Lafayette ein Trenddéfilé für uns vorbereitet. Die neu eingetroffenen Kollektionen von Vanessa Bruno, Chloe, DKNY und vielen Anderen, werden wild gemischt und dann im Rahmen einer Modenschau präsentiert. Bevor es aber in die Friedrichstrasse geht, solltet ihr euch hier anmelden.
Seit wenigen Jahren unterstützt Topshop Jungdesigner mit den EDIT-Kollektionen: Aufstrebende Labels haben die Möglichkeit, ihre Designs in der Topshop-Filiale am Oxford Circus zu vertreiben und somit ein breiteres Publikum zu erreichen. Vergangene Woche ging die Highstreet-Kette in die diesjährige zweite Runde und hat neben Diana Orving und KTZ gleich drei deutsche Labels am Start:
Boessert/Schorn, Reality Studio und Starstyling (sind schon von Anfang an dabei). Toll, dass unsere nationalen Talente auch ins Visier der Briten aufgenommen wurden! Wir haben das zum Anlaß genommen, den Designern drei schnelle Fragen zu stellen und die in London zum Verkauf stehenden Entwürfe zu präsentieren.
Stilikone und Golden-Globe-Gewinnerin Chloë Sevigny griff bei Premiere von "The Runaways" in Hollywood einen Laufstegtrend auf, der schon vergangenen Oktober die Gemüter spaltete: Chloë gelte sich die Vorderpartie ihrer Haare zurück. Gezeigt wurde das aalglatte Styling vornehmlich auf den Catwalks der Sommersaison 2010; besonders Dries van Noten verpasste den Models klatschige Haare.
Nun reisst Miss Sevigny das neue Haarstyling nicht gerade mit ihrem Outfit hinaus und ungewohnt ist es auch - hot or not?
Der ein oder andere wird sich vielleicht an meinen Post über das famose Pferdekopfkleid von Kimberly Ovitz erinnern, in dem ich das Maxikleid besonders angeschmachtet habe. Zu damaligem Zeitpunkt war ich noch wild entschlossen, das Kleid irgendwann mal mein Eigen nennen zu können und stolperte die Tage auch tatsächlich bei net-a-porter darüber. Da hing es dann noch genauso schön auf den virtuellen Kleiderstangen und ich verschluckte mich erst beim angeschlagenen Preis: 1,257.67 Euro soll der Pferdeliebhaber für die reine Seide berappen. Liebe Kimberly, wie auch immer du auf diese absurde Preispolitik gekommen bist: Komm mal wieder von deinem hohen Ross hinunter...
Wer braucht schon Designertaschen, wenn so ein Schmuckstück auch im nächsten Secondhandladen zu bekommen ist? Da hatte ich wohl mal Glück...
Das österreichische 25 Magazine erscheint kommende Woche erstmals unter der Leitung von Model Anja Rubik und ihrem Freund Sasha Knezevic. Die Website und die kürzlich erschienene Video-Preview machen uns das Heft bereits sehr schmackhaft:
Anja hat ihre liebsten Modelfreundinnen wie Karlie Kloss, Constance Jablonski, Abbey Lee Kershaw oder Karmen Pedaru zusammengetrommelt und in einem mit wunderbaren Illustrationen gespickten Editorial namens "Defregantation of Beauty" abgelichtet. Auch unsere eben gespottete Shu Pei gegört zu dem Cast.
Heute ist der bisher schönste Tag im Jahr. Der Wind ist mild, die Sonne scheint und ich konnte den Wollmantel endlich zu Hause lassen. Anstelle dessen habe ich meine Abschlussarbeit vom Lette-Verein aus dem Schrank gezogen, auf die ich mich schon seit Monaten freue.
Meine Idee war es damals, den Schnitt eines Capes mit den Merkmalen eines klassischen Trenchcoats zu kombinieren. Und voilà, heraus kam das Trench-Cape! Ich bin gespannt, was für andere Varianten wir diesen Frühling noch sehen werden, denn Burberry sind sicher nicht die Einzigen, die sich an dem klassischen Schnitt ausgetobt haben.
In Paris fiel sie diese Saison als eines der bestgekleideten Models auf: Shu Peis Looks waren mit Bedacht gewählt und sicher dazu da, viel positive Presse auszulösen - ihr Agent schubste sie regelrecht vor die Linse und rief "new face!" dazu. Das Image wird eben auch im Modelbusiness immer wichtiger.
Glücklich und ein klein wenig stolz dürfen wir heute verkünden, dass wir es bei den Lead Awards 2010 in der Kategorie "Weblog des Jahres" ins Finale geschafft haben. Als Modeblog neben dem BildBlog, Kai Diekmann, Netzpolitik und dem HitlerBlog der taz ein Plätzchen zu finden, ist eine grosse Ehre. Die Daumen drücken wir zudem Freunde von Freunden, die wie Zeit Online und Der Freitag als bestes Online-Magazin nominiert sind, und dem DIY-Magazin CUT, das "Newcomer des Jahres" werden könnte. Die Verleihung findet am 25. März in Hamburg statt, alle Finalisten der Lead Awards 2010 findet ihr hier in der Übersicht.
Die wiedergewählte Vorsitzende des CFDA (Council of Fashion Designers of America) Diane von Fürstenberg verkündete gestern die Nominierungen für 2010 des wichtigsten Modepreises in den USA. Überraschendes tut sich kaum auf, im Gegenteil scheint jedes Jahr aufs Neue derselbe Kreis nominiert zu sein. In der Kategorie "Womenswear Designer of the Year" kämpfen Donna Karan, Marc Jacobs und Alexander Wang um den Titel, ebenso Mr. Jacobs, Proenza Schouler und Alexis Bittar haben Aussichten auf den "Accessory Designer of the Year award". Spannender ist da vielleicht die Auswahl der aufstrebenden Jungdesigner, die die Finanzspritze meist besonders gut gebrauchen können: Nominiert für den sogenannten Swarovski Award sind Prabal Gurung, Joseph Altuzarra und Jason Wu in der Kategorie Damenmode.
Welche Ehrungen bereits feststehen: Christopher Bailey darf sich über die internationale Auszeichnung freuen, Iman trägt fortan den Titel "Fashion Icon" und Alexander McQueen erhält posthum den "CFDA Board of Dirctors' Special Tribute Award". Die Verleihung findet am 7. Juni in New York statt, alle Nominierungen findet ihr hier.
Gestern Abend war es soweit: Yvan Rodic alias The Facehunter kam nach Berlin, um dort persönlich seinen kürzlich erschienenen Bildband Die Strasse als Catwalk zu präsentieren. Nach seiner Party in London scheint Yvan schon geübt in Sachen Book-Release. Und so wirkte er in dem Trubel ganz gelassen und nahm sich viel Zeit für die Autogrammjäger und die Fragen der Presse. Zwischendurch vergass er jedoch nicht seine Passion und knipste das ein oder andere Gesicht.
Im Laufe des Abends schmückten viele schöne Outfits den leider etwas kahlen Raum und Yvan hätte sicherlich viel Material zusammenbekommen, wenn er nicht die Hände zum signieren seiner Bücher gebraucht hätte. Der "Stargast" des Abends war Rolfe, Jurymitglied der letzten GNTM Staffel: So plötzlich wie er kam, auch schon wieder weg, weswegen ich leider kein Foto ergattern konnte...
Wenn wir hier ununterbrochen schöne Dinge für den Sommer posten, müssten wir bis zu den ersten frühlingshaften Temperaturen eigentlich perfekt ausgestattet sein... Jede Menge Material gibt es zumindest schon in den Läden. Hier hätten wir für den Anfang zwei Paar Plateau-Heels, die ich gern an vielen Füßen sehen würde:
Korkplateaus von Jeffrey Campbell und Canvassandalen samt Schleife von Anna Sui.
So liebe Mädels, eine kleine Erheiterung und Stärkung des Selbstbewusstseins am frühen Morgen kann bestimmt nicht schaden: Das Love Mag hat gestern die Backstagebilder von Louis Vuitton mit den Köpfen aller mitwirkenden Models veröffentlicht, die auf den Schnappschüssen noch völlig ungeschminkt sind. Während der eine Teil auch ohne dickes Make-up wahrlich schön ist, haben mich einige - vor allen Dingen bekannte - Models ganz schön erschreckt. Oben zu sehen sind Laetitia Casta, Aline Weber, Rosie Huntington-Whiteley und Catherine McNeal; tolle Frauen aber so doch eher normal.
Weitere ungeschminkte Wahrheiten gibt es in Großaufnahme hier - viel Spaß beim Stöbern!
Der Sommer rückt (hoffentlich) immer näher und wir sind in Shoppinglaune. Da kommt uns der neu entdeckte Onlineshop Need Supply gerade recht. Mit bezahlbaren Preisen und einer schönen Auswahl an Designern ist er auf jeden Fall eine Bestellung wert.
Neben Labels wie Wood Wood und A.P.C. finden wir auch einige Schätze von unbekannteren Designern wie Erin Wasson und Mink Pink. Besonders die Schuhe von Jeffrey Campbell und das T-Shirt mit dem Herzchen haben es uns angetan.
Viele Worte muss ich über dieses entzückende Cape aus Leder wohl nicht verlieren, da die Bilder für sich sprechen. Wer schon immer mal ein ausgefallenes und gut erhaltenes Cape besitzen wollte, 130 Euro ausgeben kann und noch dazu schnell ist, kann sich unseren Vintagefund des Tages bei Chic & you shall find it unter den Nagel reissen!
Karl Lagerfeld mag Diane Kruger. Wir mögen sie auch und Deutschland ist sowieso ganz stolz auf unser Mädchen in Hollywood. Da liegt es doch nahe, dass Diane mal wieder den Titel der deutschen Vogue zieren darf und das gleich drei Mal, abgelichtet von ihrem Freund Karl. Die Aprilausgabe der deutschen Vogue gewinnt damit vielleicht nicht den Preis für Innovation, die Umsetzung ist dafür aber solide und gelungen.
Welche Herzblattkandidatin wählt ihr? Kandidatin A, die Smokings liebt und Lippenstift raucht; Kandidatin B, die es natürlich mag und die James-Dean-Tolle trägt oder aber Kandidatin C, die Französin mit verführerischem Leberfleck?
Lookbooks von Onlineshops machen Sinn, schliesslich wollen wir gute Kombinationen sehen, die die Inspiration ankurbeln und schliesslich zum Kauf führen. La Garçonne bringt regelmässig ein kleines Editorial mit den key items der Saison hinaus und beweist gleichzeitig ein Händchen fürs Styling. Der Fokus liegt auf tragbarer Alltagsmode, die durch kleine Besonderheiten auffällt. So mischt der New Yorker Store im Frühjahr sportliche Blazer zu Bundfaltenhosen, weissen Blusen und Khakimänteln und favorisiert offensichtlich Acne und Opening Ceremony neben Hansel from Basel sowie Rachel Comey.
Mir gefällt der klassische und vor allen Dingen tragbare Look unheimlich gut. Auch ohne viel Tamm Tamm.
Susanna Lau alias Style Bubble ist eine der wohl bekanntesten Superbloggerinnen und dadurch auch an ihren Job bei Dazed Digital gekommen. Nach anderthalb Jahren unter Jefferson Hack hing sie ihren Posten nun freiwillig an den Nagel und blickt etwas ängstlich in die Zukunft, verriet sie gestern in ihrem Blogpost "A note or two" - dabei ist sie doch wohl eine der wenigen, die sich nicht wirklich Sorgen um Frontrow-Tickets und exklusive Designerportraits machen muss.
Für uns bedeutet das fortan mehr Susie und mehr Posts, was mich persönlich ja freut. Spannender ist da aber fast, wie ihr Alltag als Vollzeitbloggerin aussehen wird und wie sie damit Geld verdienen kann. Von Luft und Liebe zur Mode lässt es sich eben auch nicht leben...
(Kim Noorda in der italienischen Marie Claire April 2009 fotografiert von Jacques Olivar)
Die Modebranche ist unerbitterlich. Niemand hört da gerne von Essstörungen. Die Figuren der meisten Models sind nun mal angeboren und haben nichts mit Bulimie oder Magersucht zu tun - heisst es, um das Geschäft mit den makellosen Körpern zu relativieren. Debatten um Magermodels sind spätestens seit Kate Moss´ Heroin-Look an der Tagesordnung, Gesetze, Mädchen nur ab bestimmten Kleidergrössen auf den Laufsteg zu lassen konnten sich bislang nicht durchsetzen und selbst die neuen Superfrauen wie Lara Stone, Chrystal Renn oder "Moppel-Ausgaben" der grossen Magazine ändern nicht das omnipräsente Problem.
Seit der Entdeckung von Diana Orving bin ich Fan der schwedischen Designerin. Es dauerte nicht lange und ich verliebte mich vergangenes Jahr in eine gerüschte Bluse, die Diana jede Saison aufs Neue in ihre Kollektionen einbaut und nur leicht verändert. Lina trug das gute Stück im Sommer, woraufhin ich wie wild danach suchte, aber nicht mal in Schweden fündig wurde. In der Zwischenzeit habe mich dann mit diesem Superfund von Diana zufrieden gegeben, letzten Oktober aber vorsichtshalber das Nachfolgemodell auf meine Weihnachtswunschliste gesetzt.
Als ich Pamela kürzlich aber wieder in dem famosen Teil sah, begab ich mich ein letztes Mal auf die Suche, die mich zwei Klicks weiter völlig unerwartet ans Ziel brachte: Scout the Store ist gerade dabei, mir die wenn auch nicht ganz günstige Bluse zuzustellen. Das nenn ich mal eine wahre textile Liebesgeschichte...
Berlin, Kopenhagen, New York, London, Paris - damit war der Fashion Week Trubel für uns erstmal erledigt. Doch es ist uns glatt entgangen, dass es auch eine Mumbai Fashion Week gibt, die gerade zu Ende gegangen ist. Da hat Julia, die sich gerade in Indien von dem ganzen Stress erholt, noch einmal Glück gehabt. Ihre Urlaubswahl nehmen wir mal zum Anlass, um uns näher mit Indiens aktueller Mode zu befassen.
Natürlich kann man die sehr traditionelle Mode schwer mit unserer vergleichen, bei genauerem Hinsehen lassen sich aber doch Parallelen erkennen. Zu meiner Verwunderung, habe ich sogar zwei bekannte Designer in der Schedule entdeckt. Zum Einen präsentierte Little Shilpa ihre Kollektion, die ich bereits im Somerset House bestaunte. Zum Anderen fand ich Christopher Kane(!), der dieses Jahr in Mumbai seine Frühjahr/Sommer 2010 Kollektion zeigte.
Lange Röcke und knappe Kleidchen, Hochgeschlossenes und tief Ausgeschnittenes, dicke Stoffe und viel Transparenz - Mumbai hat doch mehr zu bieten als ich gedacht hätte...
Wir stecken inmitten des farblichen Revivals von Kamel, Beige und Nude, aber auch die Farbe Rot schleicht sich langsam wieder in die Kleiderschränke ein, nachdem die Designer für die Saison Herbst/Winter 2010 einige Akzente damit gesetzt haben. Bei Hussein Chalayan war es ein Schal, Margiela nahm genau wie Sonia Rykiel einen edlen Mantel , Talbot Runhof färbten das Schuhwerk oder die Leggings rot, Lagerfeld nutzte die Warnfarbe für Nähte und bei AF Vandevorst sah der Komplettlook am Besten aus.
Wenn Accessoires oder kleine Details rot gefärbt sind, kann ich mich doch auch wieder damit anfreunden. Schliesslich sind mir rote Lippen und Nägel auch unheimlich lieb. Bevor ich mich aber wieder an meinen Trench gewöhne, dauert es wohl noch ein wenig - bis dahin lasse ich mich vom Laufsteg inspirieren.
Ich habe derzeit viel Vergnügen an virtuellem Windowshopping, ohne Käufe zu tätigen. Wenn ich wieder in Entscheidungslaune bin, würde ich folgende drei Must-haves nehmen: Acne-Mantel, Sandalen von Opening Ceremony und Poncho/Schal von Coldwater Creek.
Do-it-yourself-Freunde aufgepasst! Etsy arbeitet seit Anfang des Jahres von Berlin aus an der deutschen Version der Superplatform für Designer und vintage und hat sich im ersten Schritt mit dem Cut Magazine vereint, um eine "DIY-Sause" am 1. April in der Hauptstadt zu organisieren. Da wird dann wild geschneidert und gefeiert, ausserdem ist der Eintritt kostenlos, solange ihr hier RSVPt.
Dia Adresse: Etsy Labs Berlin, Ritterstrasse 12 - 14, Im Hinterhof
Aurel Schmidt wurde nun auch in den heiligen und hochexklusiven Kreis von Opening Ceremony aufgenommen und durfte mit ihren Kunstwerken eine eigene T-Shirt-Kollektion kreieren. Herausgekommen sind aus Bananenschalen oder Zigarettenstümmeln gemalte Buchstaben, die zusammengefügt das Wort Opening Ceremony ergeben. Das ist nun nicht gerade einfallsreich, wenn man sich Schmidts sonstige Zeichnungen (wie etwa den Bullen, der auf der Whitney Biennale gezeigt wurde) ansieht. Lustig sind die Shirts irgendwie trotzdem - wer angebissene Muffins, Zahnpasta oder Lippenstifte auf der Brust tragen möchte, wird hier im Shop fündig.
Gute Musik kann der langweiligsten Modenschau auf die Sprünge helfen, einschläfernde Töne hingegen untermalen Kollektionen oftmals wenig passend. In Paris war Manish Arora der Erste, der einen dröhnenden und wilden Musikmix nahm, um das Publikum zu entertainen. Auf der Suche nach einem der gespielten Songs von DJ Hell (mein Shazam versagte kläglich) kam ich heute bei einem meiner damaligen Lieblingstracks "Keep on Waiting" an - leider war das aber nicht der Song der Show.
Also begab ich mich erst einmal zu Balenciaga, denn da wurde Julias Lieblingssong gespielt: "See you all" von Koudlam. Passt wie die Faust aufs Auge, wenn man sich dazu die Kollektion ansieht. Valentino setzte auf einen Remix von Gui Boratto und Akris holte Klassiker wie Blur "Song 2" raus. Karl Lagerfeld, ebenso bekannt für seinen guten Musikgeschmack, konnte natürlich nicht auf derzeit wohl wichtigsten Newcomer The XX verzichten und spickte seine gesamte Kollektionspräsentation mit den der Platte, was an einem Sonntagmorgen um 10 Uhr nicht besser hätte passen können.
Kurzweilige Unterhaltung und Inspiration für den Abend gesucht? Da empfehle ich das kanadische Antler Magazine Volume 3, ein Online-Magazin mit dem Themenschwerpunkt vintage. Etsy-Shops, Interviews und Editorials wurden liebevoll aufbereitet und weisen auf unbekannte Funde hin. Meine Lieblingsfotostrecke: "Alone in India" - bunte Decken eignen sich perfekt als Mantelersatz!
Knapp ein Jahr ist unsere Australienreise nun schon wieder her und ich bin immer noch ganz wild auf australische Designs, Labels und Onlineshops. Bei Maximillia gibt es alles auf einmal: Der Shop hat lauter entzückende Labels im Portfolio, die sich auf mädchenhaft romantische Entwürfe spezialisiert haben. So können wir auch in Deutschland das tragen, was man sich am anderen Ende der Welt (darunter sind auch einige neuseeländische Marken) so ausgedacht hat.
Meine Lieblingslooks haben viel mit Jeans, Rüschen, Spitze und Cremefarben zu tun...
Gerüchteküche am Montag: Bereits vergangenen Juni mutmaßte die Modewelt über den Designerwechsel bei Chanel. Karl Lagerfeld habe seinen Vertrag nicht verlängert und Alber Elbaz stünde als Nachfolger in den Startlöchern, hiess es da. Uns Karl lässt sich natürlich nicht so einfach seinen wichtigsten Chefdesignerposten nehmen, weshalb sich das Ganze schnell in Luft auflöste. Irgendwie scheint dann aber doch immer was an Gerüchten dran zu sein, weshalb heute, rund 9 Monate später, noch einmal dasselbe behauptet wird.
Ausgelöst hat das diesmal die australische Grazia, die dabei auch auf einen Tweet von Jak & Jils´ Tommy Ton verweist. Der zwitscherte letzte Woche nämlich: "I received some news tonight that is going to SHAKE the fashion world in the next two days. CRAZY!!!!" Was denkt ihr ist dran?
Update: Das Dementi von Chanel kam noch am Abend: Please note that Karl Lagerfeld is the Creative Designer of CHANEL and has a long-term contract with the company. Replacing him is not an issue.
Derek Blasberg ist Journalist. Primär aber dafür bekannt, mit allen Models, Designern und Stars per Du und Bussi-Bussi zu sein. Die Fashion Weeks bestreitet er mit Busenfreundin Lauren Santo Domingo, nachts feiert er mit Mary-Kate Olsen und auf Milla Jovovichs Hochzeit tanzte er auch. Seine Artikel erscheinen bei style.com, im Interview Magazine und V Mag und lassen sich stets gut lesen - nicht zuletzt wegen privater Einblicke. Nun bringt Derek sein erstes Buch namens "Classy- Exceptional Advice for the Extremely Modern Lady" heraus und gibt uns darin Tipps, wie wir in die feinsten Kreise gelangen, stets selbstbewusst wirken und einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Gespickt wird das Ganze mit Zitaten von "Socialites mit Klasse" und soll uns auf humorvolle Weise alles über Mode, Socialising, Dating und Etikette beibringen. Vorbestellt werden kann Dereks Erstlingswerk (nachdem er den Olsens mit ihrem Band "Influence" geholfen hat) bei Amazon, Erscheinungsdatum ist der 6. April.
Fünf Tage lang filmte Model Laura Blokhina ihren Tagesablauf mit unserer kleinen Flip-Kamera während der Paris Fashion Week. Herausgekommen sind dabei 12 kurze Episoden, die sie backstage bei Shows, bei Castings oder mit Freundin Alana Zimmer zeigt. Das Material hat Schnati bestmöglich für uns zusammengeschnitten und so präsentieren wir die erste Folge unseres Model Diaries!
Obwohl wir uns bereits im letzten Jahr am Ende des Nietentrends befanden, zauberte Ricardo Tisci für Givenchy Haute Couture noch schnell eines der begehrenswertesten Accessoires der Erscheinung: den mit Spikes besetzten Haarreifen.
Beim Durchstöbern von Etsy fand ich eine nachgemachte Version bei Rack and Ruin, die in verschiedenen Ausführungen gar nicht mal so schlecht ist. Tragen würde ich die Reifen (abgesehen vom Original) trotzdem nicht mehr - merkwürdig, wie schnell sowas doch gehen kann.
Wer Mittwochabend noch nichts vor hat, in Berlin ist und schon immer mal Yvan Rodic alias den Facehunter persönlich kennenlernen wollte, der hat nun die Möglichkeit: Am 17. März schaut er zwischen 18 und 22 Uhr auch in der Hauptstadt vorbei und signiert dort sein erstes Buch. Gästelistenplätze gibt es unter reception(at)florafaunamedia.eu, gefeiert wird dann im "Glad I Never..."-Store in der Zehdenicker Str. 25 (Ecke Gormannstr.).
Heute Nachmittag stellte Henrik Vibskov persönlich den Bildband zu seiner Ausstellung Graphic Works in der Pool Gallery vor. Mit einem Augenzwinkern entschuldigte er sich für die Verspätung, da die Eröffnung bereits einige Wochen zurück liegt. Bei einem richtigen Sonntagsbuffet bestehend aus Orangensaft, Rosinenschnecken und Schokocroissants lauschten wir nun bei Schneesturm den Worten des Multitalents Vibskov.
Auf eine unglaublich sympathische Weise gab er Details aus dem Entstehungsprozess seiner Arbeiten preis, sprach über seine Liebe zur Musik und warum er trotz seinen vielen anderen Interessen der Mode treu bleibt.
Das Wetter eignet sich in Berlin nicht wirklich zum Gang über den Trödel, Ersatz bietet heute dafür VOX mit der Reportage "Erste Wahl aus zweiter Hand" (SZTV). Thematisiert wird Luxusmode aus zweiter Hand und um die Frage, warum das Geschäft mit Edel-Secondhand-Mode boomt. Im Porträt ist u.a. die Münchener "Secondhand-Agentur" von Frau Monica Arens. Woher die Kleider stammen und wie man daran kommt ) sehen wir heute Abend um 23:20 Uhr. Happy sunday.
Bei den ganzen internationalen Modegrößen und dem Trubel der Pariser Fashion Week, sind dieses Jahr die Berliner Designer bei uns leider etwas zu kurz gekommen. Dabei hatte Create Berlin, wie auch schon in der vergangenen Saison, einen eigenen Bereich auf der Modemesse Rendez-Vous Femme für unsere lokalen Talente organisiert.
In einem Showroom, im schönen Viertel Marais, haben sich Labels wie PerretSchaad und Juliaandben, über deren Kollektionen wir ja schon während der Berlin Fashion Week berichteten, internationalen Einkäufern und der Presse präsentiert.
Beim Anblick der Bilder ist es schon ein bisschen ärgerlich, dass wir gerade den netten Sektempfang verpasst haben....
Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis die Katzenaugensonnenbrillen von Linda Farrow für Alexander Wang allerorts kopiert werden würden.
Ein knappes halbes Jahr nach der Laufstegshow standen die Originale im Laden und nun tauchen überall die unechten Geschwistermodelle auf - Nasty Gal hat ein paar und auch Forever 21. Wenn irgendwo Trendpotenzial gerochen wird, sind die Ketten plötzlich ganz schön schnell... Gut, dass den Originalen kein Knock-Off das Wasser reichen kann!
Es ist immer wieder schön, den Entstehungsprozess einer Fashionshow backstage zu beobachten. Die Models sitzen im Make-Up und Hairstyling, der Look wird von vielen Händen perfektioniert und die einzelnen Elemente finden zueinander, bis alles stimmig ist. Der Stress baut sich langsam auf, alles wird hektischer und nach 12 Minuten Show ist auch schon alles wieder vorbei.
Und wieder einmal stehen wir bereits mit einem Fuß im Wochenende und wer noch etwas ratlos ist, für den haben wir hier ein paar wertvolle Tipps.
In Berlin verkauft der Onlineshop Quartier de Luxe heute noch Teile aus den aktuellen Kollektionen von penkov, Kaviar Gauche und Viktor & Rolf bis zu 70% reduziert. Also nichts wie hin in die Schönhauser Allee 6-7, denn das klingt nach schnellem Abverkauf!
Und was die Parties angeht, so vereinen sich die Städte. Am Samstagabend feiert nämlich Stuttgart in Berlin und Berlin in München...
Beyoncé paart sich ein zweites Mal mit Lady Gaga und überlässt ihr im nächsten Teil von "Telephone" die musikalische Leitung. Das Resultat ist ziemlich poppig, bestimmt wieder ein Ohrwurm und nicht wirklich mein Ding. Viel spannender ist da der heute veröffentlichte und äusserst aufwendige Videoclip, in dem die Diven mordend durch die Wüste jagen und das Gesamtpaket das Prädikat "meschugge" erhält - modisch gibt es aber allerhand zu sehen, und sei es vornehmlich nackte Haut. Zu verdanken sind die ausgeflippten Looks einzig und allein Nicola Formichetti, der sich Gagas Styling seit Beginn ihrer Karriere angenommen hat und eigentlich die ganzen Credits einheimsen müsste.
Auf seinem Blog veröffentlichte Nicola heute die gesamte Liste der Looks und mein Favorit sind die im Finale gezeigten Cowboy-Hüte samt Mückennetzgewändern, die von Emilie Pirlot stammen. Ihre Kollektion bestaunten wir vergangenes Jahr noch in Antwerpen bei der Graduate Fashion Show der Royal Academy - schwupps, ist sie auch schon im internationalen Modezirkus angekommen! Insgesamt werden im Video viele eher unbekannte Designer unterstützt, was von Formichettis einzigartigem Gespür und Geschmack zeugt.
Eigentlich ist es doch unmöglich, dass Gummischuhe gemütlich und geruchsarm sind... Bei den Modellen von Vivienne Westwood x Melissa war dies meine erste Vermutung, die beflügelten Plateau-Schuhe (Kostenpunkt etwa 130 Euro) steigerten mein Interesse dann aber doch. Kombiniert mit weissen Socken gibt es ein klares "nein" von meiner Seite, aber für den Sommer könnten das doch ganze nette Begleiter sein... Jessie hat schon lautstark angekündigt, dass sie die Exemplare haben möchte. Was denkt ihr?
Als ich mir schon im Oktober einige Teile aus der Sommerkollektion von Boessert/Schorn orderte, konnte ich es gar nicht erwarten, die tollen Stücke endlich in meinen Händen zu halten. Doch der eisige Winter liess mich meine Vorbestellung etwas vergessen und daher freute ich mich umso mehr, als letzte Woche ganz unverhofft meine Auswahl eintraf.
Das Berliner Label ist bekannt für seine großzügigen und vor allem geometrischen Schnitte, die einem immer Möglichkeiten für verschiedene Tragevarianten lassen. Bei dieser Kollektion hat mir der Materialmix aus Strick, Jersey und Seide besonders gut gefallen und der selbst bearbeitete Stoff, der in verschiedenen Rottönen bespritzt wurde, gibt dem Ganzen zwar einen leicht gebastelten, aber doch sehr individuellen Charakter.
Hermès-Chefdesigner Jean Paul Gaultier setzt im kommenden Winter auf viel Leder: Vom ledernen Catsuit, getragen von der (im Gegensatz zum Rest des Modelcasts) kurvigen Lily Cole, über Kleider sowie kurze als auch bodenlänge Mäntel bis hin zu minimalistischen Schulterapplikationen ist Leder Gaultiers roter Faden.
Die 60er-Inspiration stammt von der britischen Comicserie Die Rächer "Mit Schirm, Charme und Melone" (The Avengers) und zeigte sich in Form von Zylinderhüten und Regenschirmen als Accessoires. Die langen Röcke mit Fransensaum, die wie grobe Decken aussahen, störten die Harmonie ein wenig, konnten aber das klare Gesamtbild und die schönen Einzelwerke nicht zunichte machen. Der Rauch und die runde Catwalk-Installation waren das i-Tüpfelchen.
In der riesigen Lagerhalle Freyssinet fanden auch diese Saison wieder zahlreiche Modenschauen statt. Der Vorteil sind die hohen Decken und die unendlich grossen Säle, die roh wirken und den Kollektionen eine kontrastreiche Präsentationsfläche bieten. Der Nachteil hingegen ist, dass dort auch unheimlich kalte Temperaturen herrschen. So fühlte ich mich bei Paul & Joe eher wie bei einem Open-Air-Konzert als bei einer Modenschau, da Pony Pony Run Run während des Spektakels performten.
Die musikalische Untermalung machte die Kollektion in meinen Augen jedoch nicht viel schöner oder stringenter: Knallfarben, keine besonders ausgefallenen Schnitte, Ugg-Boot-ähnliche Overknees und ein paar Felle. Natürlich bietet eine Kollektion mit derart vielen verschiedenen Looks auch immer ein paar ansehnliche Stücke - bei Paul & Joe wären das die dicken Wollstirnbänder, nette Details am Kragen und die schlichten, dunkelblauen Mäntel.
Das nenne ich doch mal ein gelungenes Debut: Der australische und in London lebende Designer Richard Nicoll designt fortan für Cerruti und soll das Image des italienischen Traditionshauses entstauben. So hat Nicoll gleich den besten Stilbruch der Saison hingelegt: butterweiche Wollpullover und geknotete Hüftgürtel werden mit hochgeschlossenen Hemden sowie Latex- und Chiffonröcken gepaart. Très chic! Alle Bilder hier.
Da erreichten uns in der Vorwoche doch glatt ein paar Zuschriften, wo denn unser Rückblick der neu gestarteten Staffel von Germany's next Topmodel bleiben würde. Zugegeben, ein wenig erleichtert war ich schon, als Ausrede die Paris Fashion Week nehmen zu können. Heute habe ich keinen wirklichen Grund, nicht einzuschalten - die nervtötende Heidi und ihre neuen merkwürdgen Jurybubis mal ganz ausgelassen. Daher versuche ich mich noch einmal an einem Rückblick mit Augenzwinkern.
Dass es sich um reines Entertainment handelt, keine echten Models gesucht/gefunden werden und man das auch alles nicht zu ernst nehmen sollte, brauche ich nicht mehr zu sagen, oder?
Dass Wunderkind Wolfgang Joop wesentlich mehr kreativen Freiraum bietet als sein ehemaliges Label Joop!, bewies der Potsdamer schon die letzten Saisons. Ein wenig überraschend kam diese Winterkollektion trotzdem: Tribal Topic? Fransen? Erdtöne, Animalprints, ein bisschen Rosa und Rot? Zwischen lockeren Anzügen und leicht fallenden Kleidern mit unterschiedlichen Längen war seine Handschrift nicht wirklich zu lesen. Dezentes Make-Up und geflochtene Haarmähnen passten genau wie das Styling perfekt zu der Kollektion.
Zwei Lesetipps am Rande: Auch die FAZ hat sich dem Thema Modeblogs angenommen und berichtet in "Die Macht der Modeblogger" von Blogs, die das Modebusiness demokratisieren, verändern und einen immer bedeutenderen Stellenwert erlangen. Es geht wie so oft um die big player wie Scott Schuman, Bryanboy oder Garance Doré - und Mia von Stylekingdom kann das alles nicht mehr hören bzw lesen. In "Die FAZ versucht sich..." erklärt sie, wieso.
Ex-Model und Bloggerin Hanneli Mustaparta sah mit dem Häubchen der russischen Designerin Vika Gazinskaya gestern im Jardin des Tuileries einfach nur bezaubernd aus - kombiniert mit dem Sonnenlicht ergibt das unser Bild des Tages!
Danke für eure Kommentare zu den Wildlederrüschen - nach einer Mütze voll Schlaf werde ich mich der Jacke wohl nicht annehmen. Ersatz habe ich aber gefunden, der meine erste Frühlingsliste bestückt: Jacke von Stine Goya, Sonnenbrille von Asos, Kette von The Vamoose und Tasche von See by Chloé.
Ein Resee der jüngsten Winterkollektion von Valentino in einem Gebäude am Place Vendome sollte den gestrigen Tag und die gesamte Mode à Paris perfekt abrunden: Die anfängliche Skepsis, die Kollektion "erst" 24 Stunden nach der Runway-Show und der selbstverständlichen Betrachtung der Bilder zu sehen, war verflogen, als ich die Stoffe zwischen den Fingern fühlen konnte.
Es ist eine ganz andere Welt fernab von Show-Rummel und Frontrow-Geknipse. Ich hatte Zeit, die einzelnen Stücke mit mehr Ruhe zu betrachten. Besonders überzeugend waren die Stoffe und deren Bearbeitung für den nächsten Winter: Lederdetails in Volants und aussergewöhnlich geformte Falten, detailreiche Spitze, die in unterschiedlichen Formen aufgestickt war, feinste Rüschen und ein unglaublich weicher Fuchsfellmantel (denn auch an Valentino ist der Felltrend leider nicht vorbeigezogen). Die dominierenden Farben waren ganz klassisch Weiss, Beige, Schwarz und Rot.
Das Winteruniversum des Couturiers Elie Saab umfasst voluminöse, lange Tüllroben, eine kleine Glitzerexplosion in Blau, Grün und Weinrot, dezente Cut-Outs, Spitze und mehr Schwarz denn je. Mal wieder nichts völlig Neues und dem Trend entgegen laufendes, dafür aber wundervoll umgesetzt und beinahe zeitlos. Die Stoffe haben einen leichteren, eleganteren Anschein als das Jersey des Sommerensembles und auch im Ganzen wollten mir die Winterentwürfe stimmiger erscheinen.
Merkwürdig, wie wenig ich den letzten Wochen eingekauft habe, obwohl der Wille immer da war - da hing doch tatsächlich nichts auf den Stangen, was mich besonders aus der Bahn geworfen hätte und ich begann mich zu fragen, ob ich die nächste braune Tasche oder ein weiteres schwarzes Kleid tatsächlich brauche. Ungewöhnlich, diese Vernunft!
Die gesparten Tacken könnte ich in ein dringend benötigtes Fahrrad stecken. Oder doch in dieses herzallerliebste Wildlederrüschenjäckchen? Das hing bei H&M Trend und ist mit 150 Euro kein Schnäppchen; Farbe, Tragegefühl und der leichte Chloé-Beigeschmack machen aber Appetit. Das letzte Fünkchen für den Kauf ist noch nicht übergesprungen, aber immerhin lodert da mal wieder was. U like? (Die gepunktete Bluse bitte einfach ignorieren.)
Irgendwann musste es ja wieder soweit sein: Nach einigen Jahren voller 80er, 90er und bei Miu Miu letzte Saison die 70er kommen nun die swinging 60s an die Reihe: Miuccia Prada sandte gestern entzückende kleine Twiggy-Roben über den Laufsteg. Auch wenn unser modisches Auge derzeit noch auf andere Dinge ausgerichtet ist, wage ich mal ganz kühn eine Vermutung. Da Miuccia in Sachen Trendgespür immer eine ganze Weile voraus ist, werden die Designer schon im nächsten Herbst mehr auf ausgestellte ärmellose Kleidchen, grosse Knöpfe und Rollkragen setzen.
In spätestens anderthalb Jahren hängt die A-Linie dann wieder in Massen in den Ketten und wir verstehen gar nicht mehr, wieso wir die Rückkehr der Achtziger jemals cool fanden... Alle Bilder der futuristischen 60s-Lolita bei Now Fashion.
Jede Saison gibt es einen besonderen Mischlingsschuh in den Kollektionen, bei dem man nicht recht weiss, ob dieser schön oder schlimm ist. Bei Kenzo wurde der klassische Schnürschuh mit Plateau und Cut-Out in der Sohle kombiniert, mit Fell verziert oder in Wildleder und glattem Leder zu den gute-Laune-Hippie-Looks getragen. Ich überleg dann noch eine Runde, wie mir das schmeckt...
Anlässlich der Paris Fashion Week hat sich die halbe Stadt in einen einzigen Showroom verwandelt: Allerhand Labels öffneten Einkäufern und der Presse ihre Pforten, um neue Kollektionen vorzustellen, ohne dafür gleich eine eigene Show auf die Beine stellen zu müssen. Da die Schedule aber bis oben hin vollgepackt war, haben wir es nur zu Christian Wijnants und Arielle de Pinto geschafft, deren Kleider und Schmuck die Agentur V in die Galerie d'Architecture gebracht hatte.
Einmal tief durchatmen: Wir haben es fast geschafft! Der Schauenmarathon für die Saison Herbst/Winter 2010 endet heute Abend um 19 Uhr mit der Show von Miu Miu. Miuccia Prada ist mit dem Livestream bei Prada auf den Geschmack gekommen und lässt uns heute erneut zusehen, was sie sich für den Winter überlegt hat. Übertragen wird auf miumiu.com!
Das muss wohl Gedankenübertragung gewesen sein: Während Marc Jacobs am Mittag seine Kreationen für Louis Vuitton in Paris präsentierte, stand ich in der Umkleidekabine von Made in Berlin und probierte alte Secondhandkleider an, über deren Rocklänge ich lange grübeln musste.
Auch Marc, der langsam aber sicher die Experimente sein lässt und der kaufwilligen Dame wieder klassisch elegante Kleider auf den Leib schneidet, hat sich auf die in der Mitte des Unterschenkels endenden Röcke und Kleider eingeschossen. Die neue Länge war mir vereinzelt bereits in letzter Saison aufgefallen, besonders stark beispielsweise bei Fendi. Da stand ich also vor dem Spiegel und verwarf für einige Minuten doch tatsächlich den Gedanken, die Kleider zu kürzen... Zugegeben sind meine Exemplare äusserst tantig, weswegen ich sie auch nicht kaufte, die Länge ist aber dennoch spannend.
Dieses Kleid von Jasmine Di Milo fällt zwar stilmässig ein bisschen aus ihrer Kollektion, die sie gerade in Paris im Ritz Carlton präsentierte, verzaubert mich aber auch als Einzelstück. Beim Anblick dieses kleinen Kunstwerkes wollte ich dem Model sofort jedes einzelne Puzzleteil vom Körper zupfen und loslegen.
Wer dieses detailreiche Kleid aus Chiffon zusammengebastelt hat, wollte ich mir gar nicht vorstellen, denn wer aus dem Handwerk kommt weiss, was das für eine unendliche Arbeit ist. Doch der arme Kerl blieb nicht lange unbekannt, denn es war mein alter Lette-Verein-Kamerad, der gerade bei Jasmine Di Milo in London arbeitet. So viel Mühe sollte doch gewürdigt werden, denn diese Arbeit hat sich definitiv gelohnt. Die ganze Kollektion findet ihr bei style.com, Bild oben via wwd.
Vergangenes Jahr stelte ich euch ZouZouVintage meinen Geheimtipp in Sachen "bezahlbare Vintageware aus Deutschland (sprich günstiges Porto) mit allerhand tollen Fundstücken" vor, woraufhin ratzfatz alles leergekauft wurde. Zurecht, denn Betreiberin Anja hat ein Händchen für extreme 80s-Klamotten, ausgefallene Stiefel, Taschen und Accessoires.
Diese Woche ist endlich der Relaunch inklusive hübschem neuen Design, ZouZouZournal und Editorial über die Bühne gegangen und wir können uns über rund 250 neu eingestellte Artikel freuen. Schnelligkeit ist wohl von Vorteil, allerdings wurde uns versprochen, dass täglich neue Ware eingestellt und zeitnah ein Sale stattfinden wird. Dann kann ja nichts mehr schief gehen! Meine Favoriten:
Heute ist der letzte Tag der Paris Fashion Week und ein klein wenig erleichtert sind wir schon - zu viele Eindrücke, Neuheiten, Nachtschichten. Während ich schon wieder in der Heimat bin, hat Schnati die letzten Tage fleissig weiter dokumentiert und erneut ein Video gedreht.
Dass wir Fan von Theresa sind, seitdem wir sie das erste Mal backstage bei BOSS Orange getroffen haben, ist ja kein Geheimnis mehr. Nun ist unser kurzes Meet and Greet aber schon eine ganze Weile her und es bleibt zu fragen, wo die junge Dame denn nun so unterwegs ist.
Bei Fashion Does It Better tauchte die Hamburgerin mit frisch gefärbtem Haar in Erdbeerblond wieder auf und sah besser aus als je zuvor. Neben ihrer Mutteragentur Modelwerk in Hamburg ist sie mittlerweile bei WM aus Paris unter Vertrag. Dort entstanden auch die wundervollen Aufnahmen, die oben zu sehen sind. Merci!
Bei So Much To Tell You habe ich vor Kurzem eine Liste mit den 10 favourite things von Cat Party entdeckt.
Die Idee fand ich so gut, dass ich mir mal Gedanken gemacht habe zu zehn Dingen, die momentan meinen Alltag erheitern. Bin gespannt, ob ihr vielleicht noch Ergänzungen habt. Was sind denn eure Lieblingsdinge derzeit?
Modewochen führen bei mir über kurz oder lang immer zu einer kleinen Schockstarre, in der ich gar nicht mehr richtig sagen kann, ob mir etwas gefällt oder was mein Highlight war - zu sehr leide ich an einer Reizüberflutung und habe morgen vergessen, wie denn gestern eigentlich die Show von xy aussah. Bei der heute in Paris gezeigten Kollektion von Chloé möchte ich, wenn auch vorsichtig, behaupten, meinen Favoriten des sechswöchigen Marathons gefunden zu haben: Hannah MacGibbon schmeichelt der weiblichen Silhouette mit beflügelnden klassischen Kreationen, die trotz Understatement kein bisschen langweilig sind.
Eines vorweg: Kamel und Beige sind definitv das neue Schwarz! Ein leichter 70s-Vibe schwang bei Marlene-Hosen, high waist und Rollkrägen mit, Capes bleiben, Jeanshemden werden nicht mehr ganz so hochgeschlossen zugeknöpft und feinste Kaschmirmäntel trägt man fortan ganz locker über die Schultern geworfen.
In sehr privatem Rahmen wurden heute die 15 letzten Looks von Alexander McQueen während der Paris Fashion Week präsentiert. Mehr Haute Couture als Ready-to-wear, sehr dramatisch und barock. "Each piece is unique, as was he", stand auf der Erklärungsnotiz - wwd berichtet von der sentimentalen Stimmung bei der Präsentation.
Die "New York, New York"-Party von Opening Ceremony am Sonntagabend im La Regine hätte ich mal besser weggelassen: Schon nach einer Stunde in den verrauchten Partyräumen taten die Ohren höllisch weh. Es war weder die Lautstärke, noch die Musik (hinter dem DJ-Pult standen u.A. The Misshapes); der Bösewicht hieß Mittelohrentzündung und ist das Resultat der eisigen Winde in den letzten Tagen...
Die Party an sich, die jede Saison bekannte Gesichter, stylische Menschen und eine brillante Atmosphäre zusammenbringt, muss jedoch ganz gut gewesen sein.
Als wäre es in Paris nicht eisig genug, hat Karl Lagerfeld am Morgen bei Chanel eine gigantische Eisberglandschaft in die Mitte des Grand Palais karren und seine Models durch Pfützen laufen lassen. Ob das eine Ode an die globale Erwärmung sein sollte? Die Inspiration, so berichtet Cathy Horyn, kam jedenfalls durch das The Ice Hotel in Schweden. Schnee-Looks, beinahe durchgängig in Weiß, Creme und Schwarzgehalten, Spitze, Bömmel an den Kleidern und die altbekannten Tweed-Kostüme wurden mit viel Fell gepaart - Baptise und Kumpel, Freja und Abbey Lee spielten vor dem Finale die Yetis in Fell-Overalls und erinnerten mich an Kinderkarneval.
Lobenswert: Alle Felle sind tatsächlich unecht! Das macht die schlimmen Fellstiefel zwar auch nicht schöner, lässt man diese allerdings aussen vor, gibt es eine Menge solide und im Detail wunderschöne Kleider zu sehen. Die Schneeflöckchen an den Säumen oder Taschen im Look von Eiswürfeln sind herzallerliebst.
Nicht umsonst werden diese jungen Damen auserkoren, um Mode zu präsentieren: An den meisten Models wirken sogar Alltagskleider umwerfend. Und genau deshalb klicke ich immer wieder auf den Auslöser, wenn eine dieser langbeinigen Grazien auf dem Weg zur nächsten Show ist. Wir hoffen, euch nicht schon mit Model-Streetstyles zu langweilen... Hier gibt es nun ein paar Mädels nach der Rykiel und Kenzo-Show für euch!
Schokolade ist bei der alten Schweizer Familienmarke Akris Tradition und so konnten wir die Minuten vor dem Défilé von Albert Kriemler besonders geniessen, bis die elegante Business-Kleidung an Chanel Iman oder Kim Noorda über den Laufsteg geschickt wurde.
Hochwertige Materialien wurden für kamelfarbene Mäntel, transparente Shirts mit verzierten Schulterpartien und Dufflecoats benutzt, schmale Hüftgürtel rundeten beinahe jeden Look ab und ausgestellte Hosenbeine erinnerten ein wenig an die 70er - ob die Zeit nach skinny jeans und Bundfaltenhose wieder reif dafür ist? Insgesamt jedoch eine rundum zeitlos schöne Kollektion! Bei der Musikwahl wurden übrigens ebenso "Klassiker" verwendet: Oasis "Wonderwall" (sogar Christiane Arp sang mit) und beim Finale Blurs "Song 2".
Kenzo im kommenden Winter: Stoffe, die mit altmodischen Blumenmustern ein wenig Omas Tischdecken glichen (positiv gemeint!), gekonnte Mustermixe, Lagenlook mit Kleidern über Hosen, gestreifte XXL-Schals und bodenlange Hippiekleider. Zusammen mit den dezenten, leicht abgerundeten Hüten und der riesigen Strohinstallation inmitten des Catwalks versetzte mich die Show gedanklich aufs Land -ob das nun die Intention sein sollte, oder nicht. Da alles Oversize war, wirkte es zusätzlich gemütlich.
Wir haben in den vergangenen Tagen oft beschrieben, wie die Jagd nach Streetstyles im Jardin des Tuileries abläuft. Unser dazu gedrehtes Video dürfte den Wahnsinn aber ein wenig besser darstellen...
Back to the 70ies. Die zweite Ausgabe des Mirage Magazins strotzt mal wieder so vor dem Lebensgefühl der vergangenen Hippie-Zeiten, die ich immer mit Moschusduft, weichen Locken und Häkelbikinis in Verbindung bringe.
Und so überrascht es auch nicht, dass das Magazin mit dem Motto Girl We Couldn't Get Much Higher genau das Programm abspielt und damit den Nagel der Nostalgie auf den Kopf trifft.
Vor der Show von Pringle Of Scotland, die die Kollektion für den kommenden Winter zeigen sollte, wurde morgens in der Location der Serpentine Gallery noch fast viel spannenderes präsentiert: Zum 195-jährigen Geburtstag der schottischen Traditionsmarke gibt es eine Sonderedition, die den Klassiker des Twinsets neu interpretiert, teilweise mit dem bekannten Argyle-Muster. Unter den Contributors sind nicht nur Tilda Swinton und Ryan McGinley, die vorher schon den zauberhaften Trailer erstellt haben, sondern auch eine ganze Reihe an hochkarätigen Künstlern.
Mein persönliches Highlight war die Anwesenheit von Richard Wright, der vor Kurzem mit dem Turner Prize ausgezeichnet wurde. Neben ihm saßen David Shrigley, Luke Fowler, Douglas Gordon und die "Moderatoren" Hans-Ulrich Obrist und Julia Peyton-Jones (Direktorin der Galerie). Die Eindrücke des Tages habe ich in einem Video zusammengefasst.
Trotz Marathon konnten wir hier nicht jede einzelne bei der Paris Fashion Week gezeigte Kollektion vorstellen, weshalb wir dezent auf ein paar weitere spannende Bilder verweisen: 1. Givenchy 2. Stella McCartney 3. Céline 4. Jean-Paul Gaultier 5. Haider Ackermann 6. Lanvin 7. John Galliano 8. Balenciaga.
Das Berliner Label Lala Berlin sucht ab sofort eine/n motivierte/n Praktikant/in für den Bereich Public Relation. Ihr solltet modeinteressiert, teamfähig, strukturiert, sprachgewandt und belastbar sein, gute PC-Kenntnisse in den gängigen Office-Programmen haben und fließend Englisch sprechen. Eure Aufgaben wären die Betreuung von Presseanfragen, die Versandsteuerung und Organisation der Pressekollektion, die Bearbeitung von Bildern, Recherche und Eventvorbereitung/-betreuung.
Wenn ihr also den Wunsch habt, in der PR-Branche tätig zu sein, dann ist das hier eine super Gelegenheit tiefe Einblicke zu bekommen und relevante Abläufe zu verinnerlichen.
Das Praktikum dauert 6 Monate und wird vergütet. Schickt bei Interesse eure aussagefähige Bewerbung mit Foto an Isabelle Gulyas, contact(at)lalaberlin.com. Viel Erfolg!
Da ist es plötzlich passiert. Meine intensive Liebe für Isabel Marant ist verwolken wie die Tulpen auf unserem Wohnzimmertisch. Hatte die Gute doch vor Kurzem noch laut getönt, dass sie die Schnelligkeit von Blogs und überhaupt das Internet ganz unsympathisch findet. Und vielleicht hat sie Recht und ich hätte live einen ganz anderen und vielleicht auch besseren Eindruck der neuen Winterkollektion bekommen.
Das Gemisch aus Orangerot mit Jeans oder Blau plus Schwarz sagte mir irgendwie nicht so sehr zu. Wir erspähen Palietten, Glitzerstoffe, billig aussehende Jeans und irgendwie einen ganz schlechten 80ies Taste. Das einzig Schöne waren die Caprihosen, auf die ich aber eigentlich fast im Frühling mehr Lust habe, als mit frierenden Knöcheln bei Berliner Minusgraden.
Sonia Rykiel zeigte gestern eine der wenigen Schauen in Paris, bei der die Models ausnahmslos lächelten und das Finale einer kleinen Party glich. Die Show des französischen Labels ist ein Fest der guten Laune und die Inszenierung gelingt immer perfekt - ob zum Jubiläum oder im Grand Palais für H&M.
Das Modelcasting bei Karl Lagerfeld umfasste nur die bekanntesten Gesichter der Branche, weshalb wir nach der Show etwas hibbelig auf die schönen jungen Damen warteten, um sie auch in ihren Strassenklamotten abzulichten. Das Frieren hat sich gelohnt, unsere liebsten Models liefen uns direkt vor der Linse und enttäuschten auch outfittechnisch nicht im Geringsten. Voilà, hier sind Abbey Lee Kershaw, Freja Beha Erichsen, Erin Wasson und Co!
Sonia Rykiel höchstpersönlich schmückte die Frontrow während der Modenschau, für die ihre Tochter mittlerweile die Verantwortung trägt und hatte zu beiden Seiten bekannte Gesichter platziert: Zur Linken Beth Ditto, die schon am Morgen bei Karl Lagerfeld gespottet wurde und zur Rechten Voguette Carine Roitfeld. Ein paar Sitze weiter knipste Olivier Zahm die Looks der neuen Winterkollektion. Ausserdem sorgte Sängerin Mickey Green mit roten Haaren für Blitzlichtgewitter, wohingegen Leigh Lezark bei Rykiel davon fast komplett verschont blieb.
Zugegeben, ich war ein wenig erstaunt, dass Hussein Chalayan dieses Mal keine aufwendigen, sich transformierenden Kunstwewerke auf dem Laufsteg präsentierte, sondern auf ein ganz gewöhnliches Défilé setzte. Noch dazu waren seine Entwürfe wesentlich sportlicher und tragbarer als zuvor - am Ende zählt wohl doch nur der Verkauf. So kamen mir neben funkelnden eleganten Abendkleidern primär moderne Indinia-Jones-Interpretationen entgegen. Capes, Fernrohre und wippende Hüte wurden zu einem merkwürdigen Musikmix über den Catwalk gesendet. Carmen Kass, Tanja Dziahilevia oder auch unsere Laura Blokhina schlurften in ihren offenen Clogs daher und es erstaunte mich, dass trotz unterschiedlichster Entwürfe eine gewisse Stringenz der Kollektion zu erkennen war.
Die Brillen einiger Models formten das Wort Mirage: das Trugbild. Also nicht das, was es scheint? Ohne Frage hat es Hussein Chalayan mit seiner Kollektion geschafft, zu überraschen.
Der Jardin des Tuileries ist die mit Abstand die schönste Location für Streetstyles und zeigt auch am Besten die Hysterie um die Gäste der Modenschauen auf: Wenn sich irgendwo auf dem riesigen Feld eine Traube von Menschen bildet, geschrien und fotografiert wird, kann man sich sicher sein, dass sich dort eine bekannte Persönlichkeit den Weg bahnt. Nur so sahen wir gestern auch Beth Ditto, die gefolgt von einigen Fotografen für allerhand Wirbel sorgte. Ein Paparazzo fiel rückwärts sogar über eine Bank, um das beste Bild zu bekommen. Bevor wir ein Video des Trubels zusammengeschnitten haben, gibt es noch die Ausbeute des gestrigen sechsten Tages.
Wie schafft man es mit stolzen 55 Jahren noch so frisch auszusehen wie Carine Roitfeld und dabei nicht an Ausstrahlung und Energie einzubüßen? On top of it all, ist die Französin eine der mächtigsten Frauen in der Modebranche und das obwohl ihre VOGUE Paris mit einer Auflage von 130.000 Stück einen fast beschaulichen Leserkreis aufweist.
Sie ist vor allem bekannt für ihren Humor und den sympathischen Charakter. Den hat sie sich vielleicht vor allem deswegen erhalten, weil sie dem rauhen Wind des Internets erstmal fernbleibt. Auf ihre Einbindung der neuen Medien und den daraus entstehenden Dialog angesprochen, sagt sie:
Wie sie sehen, habe ich keinen Computer - also, ich habe natürlich einen Computer, aber der ist hier in der Schublade. (...) Gelegentlich lese ich Mode-Blogs und staune, was die alles wissen und wieviele Meinungen da zusammenkommen.
Gefunden im ZEIT Magazin.
Mein letzter Modewochentag sollte gleichzeitig der bitterkälteste sein. Der bezaubernde Sonnenschein trügt, der Wind schraubt die Temperatur bestimmt um die fünf Grad hinunter und nach fünf Minuten Streetstyles shooten sterben die Finger ab. Es ist mir ein Rätsel, wie einige Schauenbesucher tatsächlich ohne Strümpfe oder Schals kommen - und sich dann auch noch vor uns Paparazzi ausziehen, damit das schnieke Cocktailkleid auch ja abgelichtet wird. Aber wie das nun mal so ist: Wer schön sein will, muss leiden. Bei mir musste über das transparente Top dann noch die warmhaltende Wuschelstrickjacke von Weekday, auch wenn das vielleicht eine Lage zuviel war.
Schnati, an die der Award für die rötesten Hände des Universums geht, trug gestern ihren Paisley-Mantel, der umgedreht die Lederjacke aus meinem Tagesoutfit Numero 2 ergibt. Dazu ein Strickkleid von COS und einen Vintagegürtel. Meine Navyjacke ist von Urban Outfitters, die kurze Lederhose von American Retro.
Mein Tag begann gestern Früh um neun Uhr, als ich mich in Paris zur Show von Karl Lagerfeld aufmachte. 17 Stunden später saß ich vor meinem Fernseher in Berlin, um die Oscars 2010 in voller Länge zu geniessen, auf die ich mich seit Wochen gefreut hatte - mit jeder Menge Red Bull und einer Liste mit Tipps, welche Filme das Rennen machen könnten.
Bei einer kleinen Oscar-Party vor ein paar Jahren leckte ich Blut und sehe mir seither jede Verleihung ohne Rücksicht auf Müdigkeit an. Selbstverständlich gehören die aufwendigen Abendroben der Hollywood-Stars auf dem roten Teppich im Vorfeld zu den Highlights, weshalb wir nun mal einen Blick darauf werfen. Bemerkenswert, dass die Kleiderwahl seit langer Zeit mal wieder unheimlich stilsicher verlaufen ist und keine wirklichen Fauxpas unterlaufen sind. Trägerlose Kleider waren in jedem Fall die häufigste Wahl der Stars! Meine Notizen der Nacht gibt es in der Übersicht.
Vorab: Christoph Waltz hat soeben den Preis als bester Nebendarsteller gewonnen. Wohooo - so verdient!
Zwillinge haben im Modelgeschäft automatisch einen Bonus, weswegen Ann und Kirby Kenny derzeit besonders viel gebucht werden. Oben zu sehende Grazien habe ich anfänglich mit den Amerikanerinnen verwechselt und will nun partout nicht mehr auf die Namen kommen... Gesehen hat man sie aber bereits auf diversen Streetstyleblogs, da sie stets gut gekleidet sind und die Haarpracht wirklich einmalig ist.
Aufgenommen haben wir unser Bild des Tages eben bei Hussein Chalayan!
Als hätte Karl Lagerfeld mit Chanel und Fendi, unzähligen Fotoshootings und Filmen nicht schon genug zu tun, präsentiert er in Paris auch regelmässig sein eigenes Label. Um 10 Uhr in der Früh lief der Meister heute wieder zu Höchstleistungen auf und will uns kommenden Winter erneut an Latexleggings gewöhnen. Perfekt geschneiderte Mäntel mit ausgefallenen Revers, Schwarz, Weiß und eine Prise Rot, verzierte Kleider und funkelnde Leggings sind wie immer sehr klassisch mit dem gewissen Etwas gehalten, wurden durch den Latex-und Lederfetisch aber perfekt aufgelockert. Das Styling wurde sexy gehalten: Die Models trugen rote Nägel und rote Lippen sowie hochtoupierte Haare zusammengebunden mit Stirnbänder.
Die junge Dame auf dem Bild sieht zwar selber kaum größer als eine "Size Zero" aus, demonstriert aber gegen den Magerwahn in der Modeindustrie. Positioniert hat sie sich aufmerksamkeitsstark gleich am Ausgang der Tuileries, wo die Schauengäste sowie die Models herauskommen. Sie selbst war wohl in der Vergangenheit magersüchtig,
als sie als Volontärin in der Branche gearbeitet hat. Mehr Infos gibt es auf ihrer Website addictedtostrangers.com. Ob's was bringt? Fraglich. Für ihre selbst betitelte "Kunstinstallation" in der Eiseskälte auszuharren, beweist allerdings wahren Kampfgeist.
Das schönste Licht gibt es immer in dem Jardin des Tuileries und die Streetstyle-Bilder aus dem Park mit dem hellen Sandboden sind mittlerweile unheimlich berühmt für die Paris Fashion Week. Hier also der zweite Teil der gestrigen Ausbeute.
Eine Mini-Preview von dem, was von der Chapurin-Winterkollektion im Carousel de Louvre hängen geblieben ist: Hohe Dutts, Cape-Westen, Senffarben, viel Schwarz, Fellkrägen und Kapuzen. Dazu regnete es weisse Flöckchen von der Saaldecke, um die perfekte Winterstimmung aufkommen zu lassen. Aus der Entfernung (vierte Reihe) eine schöne und schlichte Kollektion, die ich auf den Laufstegbildern nochmal genau anschauen musste, um erstmal alles zu erkennen...
Wir haben den Jardin des Tuileries gestern nicht nur für die Streetstyle-Jagd nach dem Viktor & Rolf-Spektakel genutzt, sondern auch gleich unsere Tagesoutfits abgelichtet. Zwar refelektiert der Sand wunderbar, so dass die Kleidung gut erkennbar ist, doch für unsere Augen hiess das Kneifalarm. Jessie trägt ein H&M-Kleid, Jacke von Weekday und Overknees von Zara. Bei mir wurde heute der Topshop-Rock, HM-Spitze und eine Kette von Massimo Dutti zum Einsatz gebracht.
Und zu den Fragen aus dem letzten Artikel: Ja, wir frieren immer ein wenig, weil der blaue Himmel völlig irreführt, der Wind aber eisekalt ist...
Die Show von Viktor & Rolf im Jardin des Tuileries zog, wie auch schon in der letzten Saison, ganze Truppen von Fotografen und stylischen Leuten an. Wir haben uns darunter gemischt, wild fotografiert und waren am Ende völlig überrascht, als wir plötzlich 500 Bilder auf den Computer übertragen mussten. Hier also der erste Teil unserer Ausbeute, mehr Styles gibt es morgen früh.
Viktor & Rolf spielten bei heutiger Laufstegpräsentation die Stylisten der eigenen Kollektion, indem sie die Models auf dem Laufsteg an- und umkleideten und Einzelstücke umformten. Wir wurden Zeuge einer langwierigen textilen Metamorphose, der besonders Model Kirsten McMenamy zum Opfer fiel: Sie musste am Ende mehr als 20 Kleidungsstücke auf den Schultern stemmen und entfaltete sich zu einem riesigen Schmetterling. Über den Laufsteg konnte sie mit der gigantischen Kreation aber nicht mehr laufen, sondern lediglich den Rücktritt antreten. Das Designerduo Viktor Horsting and Rolf Snoeren schüttelte sich zufrieden die Hände und wurde mit einem gigantischen Applaus verabschiedet. Die Inszenierung erinnerte an die 1999 gezeigte Kollektion "Russian Doll" an Model Maggie Rizer, der neun 70 Kilo schwere und mit Schmuck besetzte Kleiderlagen angezogen wurden.
Die einzelnen Looks der Winterentwürfe für 2010 gefielen mir nicht so gut wie in der Vergangenheit, weil auffällig viel Pelz verwendet wurde. Baseballcaps zu Cocktailkleidern, viele kristallbesetzte schwarze Entwürfe und schlicht drapierte Satinblusen sagten mir ebenso wenig zu. Nur der voluminöse Mantel, der am Ende resultierte, war ein gelungenes Showpiece. Genau wie die gewellten Sohlen der Plateau-Heels.
Hoffnungslos überfüllt war Viktor & Rolf am Mittag, was zu einer knapp einstündigen Verspätung führte - nicht zuletzt wegen Lindsay Lohan, die neben Gary Dourdan von CSI Las Vegas in der Frontrow Platz genommen hatte und das Blitzlichtgewitter einfach nicht aufhören wollte. Emmanuelle Alt ist noch zu sehen, die anderen Celebs sagen mir leider nichts.
Die Schönheit lag bei Gaspard Yurkievichs Winterkollektion im Detail: Federohrringe, bunte Schuhe mit Kniestrümpfen, Fellketten, gerüschte Reihen als Reißverschluss-Verzierung und wundervoll geflochtene Hochsteckfrisuren. Auch Form und Farbe konnten überzeugen, ganz im Gegenteil zu manchen Stoffen, die zumindest in dem Catwalk-Licht recht unvorteilhaft aussahen. Unsere liebsten Farbtöne: Orange, Beige und Dunkelblau.
Dass Bernhard Willhelm eine Installation anstelle einer Laufstegshow präsentieren würde, wäre mit Sicherheit eine wertvolle Zusatzinformation auf der Einladung gewesen. Da der Präsentationsraum sehr klein war, staute es sich gestern Mittag massenhaft und wir standen letztlich eine Stunde in der Schlange, weil viele Besucher glaubten, Vorpfuschen sei doch irgendwie wichtig. Relativ genervt ging es dann in den prunkvollen Raum des Palais Brongniart, um die Kollektion im Uhrzeigersinn zu betrachten. Wie schon vergangenes Jahr in Berlin muss das Kreativteam um Willhelm für die absurden und ausgefallenen Ideen gelobt werden, die detailreich, teilweise sehr humorvoll und natürlich stets mit der benötigten Prise Ironie umgesetzt wurden.
Manche Models starrten wie scheue Rehe in die wildgewordene Paparazzimeute und bekamen mein Mitleid, stundenlang wie Anziehpüppchen herumzustehen. Andere wiederum genossen die Aufmerksamkeit, liessen die Muskeln blitzen, schütteten Farbe auf den Boden oder trieben merkwürdige Paarungstänze. Die Kleidung trat in den Hintergrund, die Freakshow bleibt aber im Kopf.
Wenn Frida Gustavsson (auf dem Foto links) in meine Nähe kommt, dann ist die Kamera schussbereit. Die junge Schwedin ist nicht nur mit langen Beinen und einem wunderschönen Gesicht ausgestattet, sondern auch ein wandelbares Modelmultitalent, das immer ein Lächeln auf den Lippen hat. Als ich sie um ein Foto bat, antwortete sie: "NO!... Ha, just kidding." Hier geht es lang zu ihrem Twitter-Account.
Nachdem im letzten Jahr bekannt wurde, dass der Designer Martin Margiela sein eigenes Label verlassen hat, liess die Faszination um das Haus, das durch die Identitätslosigkeit und das beständige Genie Margielas seit zwanzig Jahren bestehen konnte, merkwürdigerweise ein klein wenig nach. Bei unserem Besuch in den Hallen von Margiela im Januar wurde aber oft betont, wie wichtig ihm die Arbeit im Team war und er stets mehr Teil des Prozesses sein wollte, als die Oberhand zu übernehmen. Nach seinem Rücktritt ist nun sein ehemaliger erster Assistent hauptverantwortlich, um die Stärken des Designteams zu vereinen.
Gestern wurden alle Kräfte gebündelt und knüpften an das an, was in der Vergangenheit so begeisterte: Die Mischung aus völlig untragbaren aber künstlerischen Stücken (die immensen Fellmützen, die sich wohl nur für Editorials eignen) und over-the-top-Designs, die klassisch, aber mit neuartigem Ansatz entstanden sind. So wurde geschlitzt, was das Zeug hielt. Insbesondere die Rückseite des Beins wurde freigelegt, Marlene-Hosen erhielten "Stehkragen", als seien sie im Hüftbereich zu gross. Zu Statement-Schmuckstücken schneiderte die Maison Ufo-Mäntel, Strickschals und transparente Lagenlooks in einer langen schlanken Silhouette. Rot ist wohl offiziell zurück, gepaart mit Beige, Schwarz, Grau und viel Fell.
Die Tagesoutfit-Posts zeigen, wie schnell die Zeit bei der Paris Fashion Week vorbeizieht. Tatsächlich bestritten wir gestern schon den vierten chaotischen Modewochentag, nachdem wir es am Morgen nach dem Cocktail von Viktor & Rolf doch tatsächlich aus den Federn geschafft haben... Die Wahl der Kleidung fällt mittlerweile einfacher, weil sich die Kleider im Koffer langsam dem Ende neigen. Jessie trug ihre transparente Vintage-Bluse und ihren Weekday-Mantel, ich wählte meinen grauen Monki-Mantel, eine gerüschte Zara-Bluse und Vintageshorts mit Paillettenbesatz.
Gestern konnten wir nicht ganz so viele Streetstyles wie üblich einfangen, daher gibt es nur eine kleine Auswahl. Susie alias Style Bubble ist uns das erste Mal über den Weg gelaufen, was mich stets besonders freut: Sie ist wahnsinnig nett, authentisch und zaubert mir mit ihren Outfits und ausgefallenen Farbkombinationen immer ein Lächeln aufs Gesicht.
Am Abend zuvor lernten wir Sonny vom Mykro Mag kennen, der uns ausführlich erzählte, wie ihn seine Looks in die Modenschauen katapultierten und er nur mit verrückten Pelzmützen und grossen Capes Aufmerksamkeit bekommen konnte - so brannte er sich in die Köpfe der zuständigen PR-Agenturen ein (siehe dazu Streetstyles bei Balmain & Manish Arora). "Image ist eben alles", lächelte er . Seine Outfits hält er nun ein wenig puristischer, mit high heels bleibt er aber nach wie vor ein beliebtes Foto-Objekt.
Lasst es mich so sagen: Die Halbgöttin Phoebe Philo auf einem Cover zu platzieren, grenzt nicht gerade an einen unglaublich gewitzten Move, für den einen die Magazinkollegen feiern müssten. Aber trotzdem ist die Aussage, die sich dahinter verbirgt, doch so schön klar und nach vorne raus.
Nun wissen wir alle, welche Zielgruppe mit The Gentlewoman angesprochen werden soll. Ab dem 22. März können wir uns dann also selber überzeugen, ob im Contentbereich die Vorhersehbarkeit weniger stark ausgeprägt ist und sich mit dem Level des grossen Bruders Fanatstic Man messen lassen kann. Bei WWD erfahren wir zudem noch, dass Chefredakteurin Penny Martin das zweimal im Jahr erscheinende Magazin für die Premiere u.a. mit einem Feature über Künstlerin Jenny Holzer (fotografiert von Wolfgang Tillmans) gespickt hat. Auf den 148 Seiten finden sich dann noch Beiträge von Kritikerin Alice Rawsthorn, Designerin Louise Gray und Daisy Lowe. Wir können also gespannt sein, wann die Auflage von 72.000 Stück vergriffen sein wird.
Eines schonmal vorweg: Das Team von Maison Martin Margiela hat auch ohne den Designer einen ganz wunderbaren Job gemacht und uns in keiner Hinsicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil, es hat an die besten Saisons des Meisters selbst erinnert. Der Make-up-Hingucker war der verschmierte rote Lippenstift; erst nach ein paar Looks hat man verstanden, dass der leichte Vampir-Look Absicht war. Mehr Margiela morgen!
Die Show des belgischen Labels A.F. Vandevorst, betrieben durch das Ehepaar An Vandevorst und Filip Arickx, verliess ich gestern mit gemischten Gefühlen. Eigentlich fing alles so gut an mit den beigefarbenen Looks, mit Pappmaschee veredelten Tops, cognacfarbenen Overknee-Stiefeeln und perfekt drapierten Wolljacken sowie starkem Fuchsia. Die schwarzen Looks, die aussahen, als wäre absichtlich Tafelkreide darüber verschmiert worden, sowie der unerwartete Ausflug ins Pink auf Satin rundeten das Gesamtbild dann aber nicht mehr ganz ab.
Vielleicht streichen wir das einfach und konzentrieren uns auf die extrem gut geschneiderten Trenchcoats und dreireihigen Gürtel. Die waren nämlich ganz entzückend.
So könnte es ruhig immer sein: Man kommt mehr als eine halbe Stunde nach offiziellem Showstart von Rick Owens an, will lediglich ein paar Streetstyles einfangen und kommt dann so einfach durch alle Kontrollen, dass man pünktlich zu Showbeginn in den Saal des Geschehens, den Palais de Chaillot eintritt. Unglücklicherweise schien es mehr Personen als nur mir gelungen zu sein und vor mir standen gefühlte fünf Standing-Reihen. Ich erkämpfte mir am Ende des Laufsteges ein kleines Sichtfeld und hier ist die fotografische Ausbeute.
Dieses Wochenende hält Einiges für uns bereit, zumindest wenn man sich im Raum Köln oder Berlin aufhält. Bei so einem Angebot an guten Parties und der Möglichkeit bei American Apparel mal ein paar Schnäppchen zu ergattern, dürfte dieses Wochenende wohl alles andere als ruhig werden.
Aber es gibt einen Haken: Eine Party kommt selten allein und so haben die Kölner am Freitag- und die Berliner am Samstagabend die Qual der Wahl oder einfach eine Taxifahrt mehr zu zahlen.
Es war pompös und atmosphärisch, riesige Blumenbouqets schmückten die Wände der edlen Säale des Hotels Le Meurice und schöne Menschen tranken besten Champagner. Viktor & Rolf betrieben gestern Abend einen immensen Aufwand für das fünfjährige Bestehen ihres Parfums Flowerbomb noch bevor die Show am Samstag über die Bühne geht. Gleichzeitig feierte Rolf seinen Geburtstag, der von Grace Jones ein Ständchen gesungen bekam.
Welche Gäste ein derartiges Event anlockt? Julia Restoin-Roitfeld, Lindsay Lohan, die Russinnen Vika Gazinskaia und Miroslava Duma, Designerin Erin Fetherston, Voguette Anna dello Russo, Model Anouck Lepere, die Cobrasnake, Lou Doillon, Leigh Lezark und viele mehr...
Eine Irin in Paris: Sharon Wauchob sagte mir zu meiner Schande bis zu gestriger Show nichts, lieferte aber eine sehr solide und schlichtweg wunderhübsche Kollektion ab. Sie zeigte ausschliesslich Kleider, arbeitete mit Lederfransen, futuristischen Galaxie-Prints, sehr eleganten Baumwollstoffen und viel Leder. Die femininen Looks wurden mit Heels von Giuseppe Zanotti kombiniert. Mein Augenmerk lag tatsächlich ausschliesslich auf den perfekt geschneiderten Details- und das, obwohl Jefferson Hack gleich gegenüber sass...
Die Fashion-Week-Tage vergehen wie im Flug und jeden Morgen das gleiche Anziehdrama: Nur noch fünf Minuten Zeit, bis wir zur ersten Show müssen, aber immer noch im Schlafanzug vor dem Computer hocken. Gestern resultierte dieses Szenario bei mir im absoluten Wohlfühl-Look mitsamt Schwarz-Braun-Mix. Jessie hüpfte etwas edler aus dem Haus: Ihr raffiniert geschnittener Mantel aus feiner Viskose riss alles raus.
In Paris beobachten wir derzeit ein kleines Modewochenphänomen: Der Großteil der gut gekleideten jungen Leute kommt einzig und allein mit dem Ziel zu den Modenschauen, viele Fotos zu bekommen... ohne überhaupt Einladungen zu besitzen. Ein wenig posen, die Aufmerksamkeit genießen, das Image aufpolieren (viele Hipster haben natürlich auch Blogs) und hoffen, eines Tages am Ende dann auch mal Teil des Ganzen zu werden.
Was wir hier im Header sehen, ist also nicht "echt". Im Gegenteil werden die Mädels und Jungs an anderen Tagen wohl weniger so aussehen und wie It-Girls in die Linse blinzeln. Das Gute: Inmitten der Meute entdeckt man natürlich auch viel wahres Stilbewusstsein. Das sind dann oft auch die Kandidaten, die die Einladung in der Hand halten, auf der diskret Balmain steht.
In einer halben Stunde solltet ihr bei Bernhard Willhelm oder auf ShowStudio vorbeischauen, denn dann werden die Winterentwürfe für 2010 live aus Paris auf den heimischen Computer gestreamt.
Um 13 Uhr geht es offiziell los, halbstündige Verspätungen sind aber durchaus möglich. Wir sind vor Ort und fangen alles, was drumherum geschieht, zusätzlich ein.
"Surprise guest" stand auf der Einladung für den Cocktail von Viktor & Rolf, um das neue Parfum Flowerbomb sowie den Geburtstag von Rolf zu feiern. Schnell wurde gemunkelt, Grace Jones sei der Überraschungsgast - und tatsächlich kam sie in beinfreier Robe gegen Mitternacht auf die Bühne, um die Klassiker wie "Slave to the rythm" sowie ein Geburtstagsständchen zu singen.
Die Modemeute ging ab wie ein Zäpfchen, filmte, knipste, jubelte und applaudierte, was das Zeug hielt. Zurecht, bei dieser Stimme und Erscheinung (Grace ist 62!). Wie die Party im prunkvollen Hotel Le Meurice sonst verlief, berichten wir mit allerhand Bildmaterial im Laufe des Tages. Ihren Auftritt haben wir in voller Länge mitgefilmt.
Der neueste Zugang in meinem Schmuckkasten trägt den liebevollen Namen Happy-Necklace. Beim Departmentstore Cabinet schlich ich zwei Mal um die Vitrine herum, bis ich die Kette letztendlich mitnahm. Beim morgendlichen Überstreifen des Schmuckstücks ist schlechte Laune im Laufe des Tages nämlich verboten.
Damit der Stressbekämpfungsplan auch klappt, ziert das vonhey-Armband mein rechtes Handgelenk. Das gelbe, zarte Etwas mit Herzanhänger schmiegt sich recht passend an das rote Armband aus dem merci-Store und das braune Lederarmband der Uhr. Das gute Karma kann also nicht mehr von meiner Seite weichen.
Manish Arora hat mir gestern richtig gute Laune beschert. Zu wummernden Beats von DJ Hell oder Gossip ließ der indische Designer seine Models in seinen kunterbunten, verrückten und grösstenteils wahnsinnig untragbaren Looks über den Laufsteg flanieren. Es funkelte und glitzernde an allen Ecken und Enden, aufwendig bestickte Roben, lustige Kopfbedeckungen und grelle Farben stachen aus dem sonst so gedeckt gehaltenen Modezirkus hinaus. Und obwohl einige Musterkombinationen eigentlich gar nicht mein Ding sind, ist die Kollektion sehr stimmig gewesen.
Danke für das Bild, Dario! Enstanden ist das Bild vergangene Woche Freitag in Mailand. Ich trage einen Schal von Alpha 60, Mantel von Weekday, Schuhe Gardenia Copenhagen und eine Bluse von H&M Trend.
Das hat doch mal Klasse: Limi Feu ist eine geborene Yamamoto und damit Tochter des legendären Designers Yohji Yamamoto. Ihren Nachnamen änderte sie allerdings in Feu, um sich einen eigenen Weg in die Branche zu bahnen - auch ohne den berühmten Namen des Papas. Dass sie aber bei genau diesem gelernt zu haben scheint, tut ihren Kollektionen nur Gutes. Sie setzt genauso auf viel Volumen, grossartiges Layering, dunkle Farben oder auch die Asymmetrie. Bei gestriger Präsentation der Winterentwürfe wählte sie erneut die genannten Zutaten und unterbreitete dem hauptsächlich aus Japanern bestehenden Publikum ihre Rockattitüde, indem sie schwere Metallica-Musik spielte.
An manchen Looks schien der Goth in Limi zu stark durchgegangen zu sein, die Details, Raffungen und Stoffe sind insgesamt aber handwerklich begeisternde Einzelstücke, die sich gut kombinieren lassen.
In dieser Woche strömt Berliner Luft nach Düsseldorf, denn der Concept-Store Niyma zeigt in einem schönen Industriebau am Heerdter Hof 18, was die Hauptstadt in Sachen Mode, Kunst und Design zu bieten hat. Seit gestern kann man sich dort nicht nur mit Labels wie Esther Perbandt, Penkov, mongrels in common, A.D.Deertz und vielen Anderen ausstatten, sondern sich auch bis in den Abend hinein von Kunst, Produktdesign und Fotografie inspirieren lassen. Begleitet von Musik und einer schönen Atmosphäre sollte man sich das auf keinen Fall entgehen lassen. Aber aufgepasst: Das Ganze läuft nur bis Sonntag!
Immerhin konnten wir alle Ereignisse des vergangenen Wochenendes im Büro diskutieren, bis uns auffiel, dass Ari und ich fast bei der gleichen Leggings von H&M zugeschlagen hatten. Da wir alle die komplett glänzende Wet-Look- und auch die lederne Variante nicht mehr sehen können, fanden wir in diesen Patchwork-Modellen sofort eine ideale Alternative.
Bei meinem Modell aus der Trend-Abteilung, rechts im Bild, deckt der Besatz fast den ganzen Oberschenkel ab. Bei Aris Leggings von Divided hingegen befindet sich das Leder fast nur am Knie und streckt dadurch das Bein etwas mehr.
Aber ich finde beide Möglichkeiten sehr schick und bei einem Preis von jeweils 15 Euro, werden wir wohl nicht lange zögern, das jeweils andere Modell auch noch zu ergattern...
Das grenzt beinahe schon an Verschwendung, unsere gesamten Streetstyle-Bilder des ersten Tages mit euch zu teilen. Streetstyleblogs leben schliesslich mehrere Monate von dem Material, das während der Fashion Weeks binnen weniger Stunden geschossen werden kann. Damit ihr aber einen allumfassenden Überblick habt, gibt es hier weitere Looks des Tages. Paris ist outfittechnisch immer wieder das Highlight der vier grossen Städte. Was am zweiten Tag besonders auffiel: Navy ist Trumpf, die Heels bleiben hoch (kleiner Jak&Jil-Moment im Header), die Haare liegen allerorts perfekt und Anna Wintour in ihrer Luxuslimo, die sogar durch die Absperrungen durfte.
"Hidden treasure" lautet das Thema der Sommerausgabe 2010 des schwedischen Bon Magazines. Eniko Mihalik schaut uns ausdrucksvoll vom Cover entgegen und der Inhalt ist so gelungen, dass einige Seiten an die Wände der Galerie Anne de Villepoix in Paris gehängt wurden, um im Anschluß auf der Afterparty begossen zu werden.
Bei der Party im Club du Cercel versammelten sich viele schöne Schweden wie Ida Pyk oder die Schmuckdesignerin Cornelia Webb, getrunken wurde Cognac und nur die Musik hatten die DJs irgendwie nicht ganz so gut drauf. Letzten Endes ging aber jeder Gast zufrieden mit dem Supermagazin nach Hause.
Am Mittag präsentierte der Belgier Tim van Steenbergen in einer hoffnungslos überfüllten Venue eine tragbare und elegante Winterkollektion. Drapierungen, edle Stoffe und eine etwas andere Art von Kopfband machten die 20 bedrängten Minuten bezahlt. Brillen à la Prada im 50er-Jahre-Stil, Halsbänder und akzentuierte Schultern erinnerten leicht an Sekretärinnen, doch ein wenig Pelz, Stoffe mit Weltallprint und nackte Haut lockerten das Ganze wieder auf.
Schlicht, aber gut kombiniert und mit dem gewissen Etwas: Nicht die erste Winterkollektion, die gefällt.
Anne Valérie Hash wurde bekannt durch maskuline Entwürfe, die sie auf den Frauenkörper zauberte und transformierte. Bei ihrer gestrigen Show während der Paris Fashion Week, die nicht ganz gefüllt werden konnte, so dass auch Neugierige ohne Einladung eintreten durften, machte sie ihrem Namen wieder alle Ehre und kombinierte silberne Herrenschuhe zu lässigen Zweiteilern. Damit dem Frauenkörper neben doppelt übereinander getragenen Hosen geschmeichelt wurde, designte die Pariserin zarte Chiffonblusen, ließ Brüste durch völlig transparente Shirts blitzen und begeisterte mit langen schwingenden Röcken und grauem drapierten Jerseystoff.
Bei Dries van Noten stürmten gestern alle wichtigen Models teilweise noch vor den Gästen hinaus. Da frage ich mich immer, wie die Damen die Turbogeschwindigkeit beim Ankleiden hinbekommen? Zuerst eilte Dorothea Barth Jorgensen hinaus, die binnen zweier Sekunden von allerhand japanischen Streetstyle-Fotografen umzingelt wurde. Die haben ein ganz besonderes Auge auf Models geworfen und liessen die entzückende Schwedin gar nicht mehr weg. Es folgten Alana Zimmer, Liu Wen, Kasia Struss, Hanne-Gaby Odiele oder Iris Strubegger. Was aber besonders auffällig war: Ein Modelagent schubste ein paar Mädels, die auffällig gut gekleidet waren, vor die Linse der Fotografen und rief: "hot new faces!".
Models werden mittlerweile nicht mehr nur durch Editorials, den Laufsteg oder Werbekampagnen gepusht, auch ihr privater Stil trägt zum Erfolg bei. Bestes Beispiel aus dem letzten Jahr war Abbey Lee Kershaw.
Eine, die schon gar nicht mehr den Kleiderständer spielen muss, sass bei Ann-Valerie Hash in der Frontrow: Irina Lazareanu.
Grossartig, dass Damir Doma fortan nicht mehr nur für Männer designt, sondern nach vier Jahren auf männlichem Terrain nun auch Frauen mit seinen Visionen ausstattet. So wurden wir gestern Zeuge seines Debuts bei der Paris Fashion Week, durften in einer hübschen alten Bibliothek sogar in der ersten Reihe Platz nehmen und seine architektonischen Entwürfe bestaunen.
Doma, der vor 29 Jahren in Kroatien geboren wurde, wuchs in Deutschland auf und lernte an der ESMOD München sowie in Berlin; bei Dirk Schönberger und Raf Simons sammelte er praktische Erfahrungen. Seine erste Damenkollektion schien die weibliche Variante seiner bisherigen puristischen Entwürfe zu sein. Detailreiche asymmetrische Jacken, fliessende Jersey-Stoffe, weiches Cashmere und eine gedeckte Farbpalette von reichem Grau, Schwarz, Mitternachtsblau und Schokolade schienen ihm leicht von der Hand zu gehen.
Dass die Straße mittlerweile zum Catwalk der Moderedakteure, Einkäufer und Modeverrückten geworden ist, ist ja nichts Neues mehr. Da gefallen die Zuschauer-Looks oft beinahe besser als das, was die Designer zeigen... Der erste Tag der Paris Fashion Week, an dem wir zwischen den Schauen von Tim van Steenbergen, Anne Valérie Hash, Limi Feu und Dries van Noten beinahe den Kältetod starben (evil Wind), war es der Ausbeute wegen jedenfalls allemal wert...
Da waren wir die beiden vorherigen Tage so schön routiniert und haben uns von dem Modewochentrubel nicht beeindrucken lassen, um am ersten Schauentag verzweifelt vor dem Koffer/Kleiderschrank zu stehen. Also haben wir im Glauben, mit dieser Strategie mehr Auswahl zu haben, einen kleinen Jackentausch gemacht. Schnati trägt mein Exemplar von Henrik Vibskov und ich ihren Vintageledermantel.
Eigentlich bin ich ja grosser Fan von Gareth Pugh. Weil da aber seit einer Weile immer dasselbe kommt und der dunkle Cyborg-Look auf Dauer etwas langweilig wird, konnte ich der gestern in Paris gezeigten Kollektion nicht ganz so viel abgewinnen. Viel Leder, Schwarz, skulpturelle Jacken, die an Rick Owens erinnern, silberne Ketten, die massenweise Hosen und Kleider verzieren - bei einem Remake von Matrix würde sich Trinity sicher über Gareths Visionen für den kommenden Winter freuen. Oben abgebildete Looks gefallen, den Rest gibt es bei style.it.
Der Tag im Büro war lang, aber wenn auf der Einladung steht, dass es Drinks und Häppchen gibt, machen wir uns gerne nochmal auf den Weg in die Berliner Brunnenstrasse. In den neuen Räumlichkeiten des 032c Magazins lud Sony Ericsson zum Launch eines neuen Handys mit dem klangvollen Namen Xperia Pureness.
Die legendäre Riesenvitrine der Redaktion fungierte als Ausstellungsfläche für die Werke des Fotografen Michael Mann. Auf den Bildern sehen wir die gleichen reduzierten Schwarz-Weiss-Motive, die die Designsprache des Handys sprechen. Als inzwischen überzeugte iPhone-Nutzer macht uns das auf "Talk.Text.Time." reduzierte Prinzip zwar ein bisschen zu schaffen, aber dafür sieht das von beiden Seiten durchsichtige Display ganz schick aus. Ob wir dafür die 700 Euro im Einzelhandel auf den Tisch legen würden, bezweifeln wir stark, aber dafür hatten wir immerhin einen designlastigen und wunderbaren Abend.
Erst auf dem Weg nach Hause und nicht im Modetrubel vor oder nach den Schauen, lief uns die süsse Lettin Agnesiga über den Weg. Ihr Outfit stach heraus, zauberte uns sofort ein Lächeln auf die Lippen und mit ihrem kleinen Haar-Accessoire, dem Miniatur-Bambi, gewann sie dann vollends unsere Sympathie. Sie selbst bloggt auf Whimsical Agnesiga und arbeitet derweil im Pariser Showroom von Baiba Ripa.
Bei Dries van Noten ging es heute das erste Mal so richtig rund, da die Models denselben Ausgang nutzen mussten wie die Zuschauer. Lauter bekannte Gesichter kamen - grösstenteils bestens gestylt - hinausgeeilt und wurden von ihren Fahrern zu den nächsten Schauen gebracht. Ein Riesenzirkus, schöne Bildern sind trotzdem dabei enstanden. Als kleinen Teaser gibt es Hanne-Gaby Odiele, weitere Mädchen folgen morgen!
Für die Einen ist es ein alter Hut, für die Anderen eine schöne und nie veraltete Idee, das mittlerweile fast nicht mehr zu gebrauchene Musikmedium in neuer Form wieder in den Alltag zu integrieren. Viele Designer und Künstler haben sich mittlerweile an dem Tape versucht und von Geldbörsen bis hin zu kuriosen Kunstwerken einiges geschaffen.
Aber am meisten endzückte uns die vielseitige Variante von Michael Stipe, die er in einer limitierten Auflage von 199 Stück für Maison Martin Margiela kreierte. Denn hierbei kann der Träger seiner Fantasie freien Lauf lassen. Ob als Stirnband, Schnürsenkel, Schlüsselanhänger oder Augenklappe, die silberne Kassette wirkt irgendwie immer schick und kein bisschen last season.
Das 20-jährige Model Laura Blokhina sagte uns vom Namen her nichts, die Laufstegbilder und aktuellen Editorials dann aber umso mehr: Die für ihre Wangen bekannte Russin durchläuft derzeit eine sehr erfolgreiche Saison und ist eines der wandelbarsten Gesichter, das mir lange untergekommen ist. Als wir sie gestern bei ihrer Agentur Viva Model trafen, hätten wir sie nicht einmal annähernd erkannt: Ohne Make-Up sieht sie anders, aber immer noch makellos schön aus. Für uns wird Laura ihren Alltag mit der Flip-Kamera während der Paris Fashion Week dokumentieren - damit ihr wisst, mit wem ihr es zu tun habt, haben wir die auskunftsfreudige und äusserst sympathische Laura vorab interviewt.
So genau weiss ich gar nicht mehr, wie ich auf Binki Shapiro gestossen bin. Doch bei weiterer Recherche verliebte ich mich immer mehr in die Sängerin der Band Little Joy Music.
Und als wäre das mit der süssen Stimme, dem guten Stil und dem schönen Boyfriend (Fabrizio Moretti, The Strokes) nicht genug, widmet sich die Dame in ihrer freien Zeit noch einer Charity-Aktion.
Mit Crafts For the Cause hat sie eine Aktion ins Leben gerufen, für die Freunde wie Devendra Benhart, Natalie Portman, Norah Jones, Regina Spektor, Adam Green und viele mehr, selbstgemachte Shirts und Anderes zum Verkauf bereitstellen.
Der gestrige Morgen war den administrativen Angelegenheiten gewidmet und etwas kränkelnd mussten wir uns aus dem Bett quälen, um mit dem Planen, Sortieren und Fragen vorbereiten zu beginnen. Dank Sonne, den wunderbaren Croissaints von Gerard Mulot und ein bisschen Kaffee, den wir sonst nie konsumieren, konnte dann der spassige Teil des Tages beginnen. Zuerst bei Viva Models im Hinterhof ein bisschen Interviewzeit mit der sympathischen Russin Laura Blokhina und dann weiter zu Bananas Models, nur ein paar hundert Meter weiter in der Rue Duphot. Hier sind zwar nur Herren unter Vertrag, aber Tristan Knights, unser liebstes male Model hatte hier ein Casting und war danach für Spaziergang und Shopping bereit.
Bei strahlendem Sonnenschein genossen wir heute unsere letzte Mittagspause dieser Woche, da morgen der Schauenmarathon beginnt und selbst Snacks zur Rarität werden. Dem Motto des letzten ruhigen Tages entsprechend haben wir uns also in gemütliche Kleidung geworfen und ein kleines Shooting bei Madeleine veranstaltet.
Den Hype um Colette kann ich bis heute nicht ganz nachvollziehen, das clevere Marketing und Engagement bei unzähligen Projekten aber auch nicht abstreiten. Egal, zu welcher Uhrzeit man in dem Concept-Store vorbeischaut, die Hipsters reissen sich regelmässig um CDs, angesagte Fotobände, bedruckte Shirts oder Magazine - die wirklich teuren Designerkleider können sich nämlich nur die Wenigsten leisten. Zur Paris Fashion Week hat sich das Team erneut Publikumsmagneten ausgesucht: Todd Selby von The Selby, sonst in spannenden Wohnzimmern unterwegs, bezog gestern für die kommenden Tage das mit Liebe gestaltete Schaufenster und signt dort sein Buch. Mehr zu den Terminen hier. Auch unser Lümmelchen Olivier Zahm beglückt uns mit einer kleinen Ausstellung und seinen Motiven, die man nicht immer sehen mag - falls doch: Bis zum 3. April hängen die Purple-Diary-Motive im Obergeschoß.
Während Jessie und Schnati diese Woche Paris unsicher machen, sitzen Lisa und ich im Berliner Büro und halten die Stellung. Um das Fernweh nach Macarons und dem Eiffelturm zu ertragen, hören wir unsere neue Lieblings-CD in Schleife.
La Compilation du Baron ist sowas wie die Garantie für gute, französische Tanzmusik. Von Andre, dem Inhaber des legendären Pariser Clubs, selbst zusammengestellt, finden sich dort neben Klassikern wie France Gall, Fred Astaire und Edith Piaf auch "Neulinge" wie Keedz und Sebastien Tellier.
Das letzte Wochenende ist schon lange vorbei und das Erste im Frühlingsmonat März steht noch vor an. Heute morgen entdeckte ich auf dem Blog von "I Love Wildfox" eine Dokumentation bestehend aus drei Tagen Freizeit wie sie schöner nicht hätte sein können.
Die Autorin feierte selber Geburtstag, die Mama kam vorbei und Freitagabend gab es noch eine weitere Party. Und so sehen wir atmosphärische Bilder bei Kerzenlicht, zwischen Gitarren, Haustieren und grosszügig gedeckten Essenstischen. Das Leben kann doch manchmal so unbeschwert sein...
Seitdem unsere lovely Ana Finel Honigman das Restaurant 3 bei The Moment vorgestellt hat, stand die Destination auf meiner Go-See-Liste. Endlich ist es dann soweit: in gemütlicher Atmosphäre sitzt man bei Kerzenlicht an grauen Tischen und liest von der mit Kreide beschrifteten Tafel die Tagesgerichte ab.
Der Riesling aus den Minigläsern schmeckt vorzüglich und Thaisuppe bzw. Spinatsalat sind leicht und lecker. Der Service ist super und wirkt durch den leichten Akzent direkt noch viel sympathischer. Wer danach noch Lust auf einen Absacker hat, muss einfach eine Tür weiter gehen. Dort liegt nämlich die dazugehörige Bar, in der zu später Stunde das Gedrängel gross sein soll. Ein wertvoller Neuzugang fuer die Hauptstadt, den man sich merken sollte.
Restaurant 3 / Bar 3 - zu finden in der Weydingerstrasse 20, Berlin
Der Abgang von Phoebe Philo bei Chloé wurde von der Modewelt kritisch beäugt, bis sie dann nach der Babypause bei Céline ein vorzeigbares Comeback feierte. Eben flatterte eine Email in mein Postfach, die mich über die erste Taschenkollektion für den kommenden Sommer informieren sollte.
Und dafür, dass ich eigentlich ein Problemkind bin, wenn es um Taschen geht, passierte hier mal was ganz Unvorhergesehenes: Ich fand die meisten Modelle nämlich wirklich gut. Ob ich sie alle tragen würde, weiss ich noch nicht so ganz. Aber optisch begeistert haben sie mich schonmal. Es scheint an der schaffenden Hand dahinter zu liegen. Da bin ich mir sicher.
Karen Elson versuchte es kürzlich hinter dem Mikrofon und nun ist die untergetauchte Agyness Deyn an anderen Ufern zurück. Zu gut erinnere ich mich an die Phase, in der ich sie nicht mehr sehen konnte und sie scheinbar jedes dritte Editorial schmückte.
Nach einer kleinen imagepflegenden Pause wagt sich die androgyne Britin mit einem neuen pressefreundlichen Projekt an die Bildoberfläche. Das von LVMH ins Leben gerufene Luxusportal Nowness zeigt einen Trailer des Kurzfilms "Mean To Me", der von Peter McGough und David McDermott geschaffen wurde. Darin spielt Agyness eine elegante Dame aus den 30er Jahren, die von ihrem Lebensgefährten (gespielt von Linus Roache bekannt aus "Law & Order") aus der Wohnung geschmissen wird.

(Bild: Jacopo Turrini via Diane Pernet)
Ungewöhnliche Kombination, die aber doch - oder vielleicht gerade aufgrund der Gegensätzlichkeit - so gut funktioniert: Zum zweiten Mal ließen der britische Überflieger Christopher Kane sowie das italienische Lippenwunder Donatella Versace die Köpfe rauchen und vereinen ihre Designkunst in der Linie "Versus". Nach Accessoires und Schuhen gibt es nun die passenden 90s-Kleider in grellen Farben. Vogelkäfig meets Bustiers, sexy und eng - wunderbare Kombination und sicher ein Hingucker für die roten Teppiche dieser Welt.
Schon lange schlummert das kleinformatige Magazin Vestoj Issue 1 auf meinem Lesestapel und so langsam wurde es mal Zeit, einen genaueren Blick hineinzuwerfen. Der Untertitel "The Journal Of Satorial Matters. On Material Memories" läßt schon darauf deuten, dass die Materie der Mode hier ein wenig tiefer beleuchtet wird.
So gehört das Bild, das oben zu sehen ist, zu einem interessanten Artikel "The Significant Outfit" von Haidee Findlay-Levin, in dem es um die Werke von Miranda July, Miyako Ishiuchi und Sophie Calle. Die drei Damen setzen sich auf spannende Weise mit pinken Panties, unaufdringlichen, aber doch bemerkenswerten Outfits sowie Kimonos, Negligés und Lippenstift auseinander.
Die Beziehung zwischen Kleidungsstücken und Erinnerungen wird an Anekdoten über den Stil der Mütter erklärt. Aber auch über das Hochzeitskleid gibt es in dem Zusammenhang natürlich etwas zu sagen: The wedding-dress - first invented with irony then pathos - eventually emerges positively as the emblem of a night of consumation; the ultimate material vessel for memory.
Vor genau sechs Jahren designte Balenciaga die oben zu sehende Lammfelljacke namens "Aviator" für für den Herbst 2004 und hat damit einen zeitlosen Klassiker geschaffen, der auch heute noch heiss begehrt ist. Letztes Jahr tauchten einige Models in den Jacken auf (Bild: Jak & Jil), die wohl ein Geschenk für die geleistete Arbeit waren. Nun sind die meist in Navy gehaltenen Mäntel und Jacken mit hellem Kragen auf die Laufstege zurückgekehrt und begeistern - schliesslich sind Jacken, die gut aussehen und warm halten, oftmals nicht miteinander vereinbar...
Als ich neulich meine Schmucksammlung aufräumte, stellte ich fest, dass mein gesamter Goldschmuck vor zwei Jahren ins Kästchen gewandert ist und Platz für Silberschmuck machen musste. So langsam habe ich aber auch den wieder satt und bin bereit, mich bald wieder Gold anzunähern. Dolce & Gabbana zeigte in Mailand gerade, wie gut die Goldstücke als Accessoires funktionieren können. So gut, dass es schon ein wenig an eine geglückte Schatzsuche in Fluch der Karibik erinnert. Katja hat weitere Detailfotos, die ELLE die gesamte äusserst geschmackvolle Kollektion (Spitze, immer wieder fantastisch) und ich stelle in der Zwischenzeit meine Goldtruhe zurück ins Bad!
Paris macht es den Blogs nicht gerade einfach. Seit einigen Saisons kämpfen wir schon um Tickets zu den Schauen, die Agenturen sind aber allesamt sehr zaghaft unterwegs und die grossen Modehäuser à la Chanel und Dior sind natürlich immer "hoffnungslos überfüllt", so dass "leider dieses Mal keine Kapazitäten bestehen". Wir lassen uns aber nicht von der Ebbe im Briefkasten beinflussen und freuen uns auch über die kleinen Schauen - Paris ist und bleibt die härteste der vier grossen Modewochen.
Unser bisheriges Highlight ist Damir Doma, der erstmals seine Frauenkollektion präsentiert. Die witzigste aller Einladungen ist ein aufblasbares Püppchen von Tsumori Chisato. Wer zufällig Einladungen zu Givenchy oder ähnliches übrig haben sollte: Ihr wisst ja, wer sich freuen würde... ;-)
Skype, Telefon, E-Mails, Bilder gucken: Hilft, aber ersetzt nicht die Treffen im realen Leben. Dass ich mein Schwesterherz so lange und dann auch immer nur wenig gesehen habe, fiel mir heute wieder nach der Ankunft in Paris auf. Schade, dass die Entfernungen den regelmässigen Austausch doch erschweren - umso mehr freue ich mich auch wieder auf die Woche mit Schnati. Mit ihr kann man stundenlang Bilder machen, über dieselben blöden Witze lachen, sich über eingefangenes Material freuen und auch ohne grosse Worte verstehen, was Sache ist.
So ging es gestern Nachmittag entspannt zu Viva Models, wo wir Gesichter zum Begleiten suchten, erkundeten zwei Vintage-Shops für einen neuen Shopping-Guide und tranken Cappuchino für zehn Euro, nur um die stillen Örtlichkeiten nutzen zu dürfen. Too much information? Dann mal schnell zu den Fakten der Outfits.
Das Colette von Paris, das The Corner von Berlin oder der Dover Street Market von London... in Mailand? Ganz eindeutig das 10 Corso Como! Inhaberin Carla Sozzani ist die Schwester von Franca Sozzani (Chefredakteurin der italienischen Vogue) und verkauft in ihrem Concept-Store mit angedocktem Café und Galerie im Obergeschoß so ziemlich alles, was das modebegeisterte Herz höher schlagen lässt: Runway-Looks, Jungdesigner aus London, eine wunderbare Schuhauswahl, Schmuckstücke oder ein paar Einrichtungsgegenstände. Problemlos kann man hier einen halben Tag verbringen - wenn auch vorher ordentlich gespart werden muss...
Die letzte Runde im Modewochenzirkus steht an, weshalb ich heute nach Paris geflogen bin, um von dort gemeinsam mit Schnati zu berichten. Mein Schwesterherz wohnt nämlich das ganze Jahr über hier, um an der Sorbonne ihr Auslandssemester zu absolvieren. Wie passend, dass genau jetzt eine Woche Winterferien sind, so dass wir uns gemeinsam auf die Pirsch begeben können.
Soeben starteten wir den Marathon mit einem Besuch bei Viva Models: Vielleicht können wir das ein oder andere Model diese Woche begleiten/interviewen/filmen. Unsere Lieblinge unter den Gesichtern sind Skye Stracke, die Zwillinge Ann und Kirby Kenny sowie Ilvie Wittek aus Österreich. Wir drücken uns dann mal die Daumen!
Neben Rom und Venedig mag Mailand vielleicht nicht die schönste Stadt Italiens sein. Mit dem berühmten Duomo, der Pinacoteca, Teatro alla Scala und breiten Alleen hat Mailand aber wahnsinnig viel Charme, was nicht zuletzt an den Bewohnern liegt. Die italienischen Männer sind leicht gebräunt, tragen maßgeschneiderte Anzüge mit Anstecktuch und Pilotenbrille, die Frauen tragen zur Designersonnenbrille klassisch schlichte Kostüme und besonders gern braune Stiefel. Die Haare liegen gut, ein strahlend weisses Lächeln wurde mir häufiger als im letzten halben Jahr in Berlin geschenkt. In Restaurants begegnete man mir mit grösster Aufmerksamkeit, Sprachbarrieren gab es keine. Bevor ich aber zu viel Klischees verbreite, zeige ich einfach meine Bilder von einem viel zu kurzen Trip durch den Stadtkern, bevor ich nach nur 36 Stunden wieder gen Heimat flog.
Keine fünf Minuten dauerte es nach Ankunft an der Show-Location von Gianfranco Ferré in Mailand, bis ich um ein Streetstyle-Foto gebeten wurde: Tamu McPherson knipst nun auch für Harper's Bazaar und sammelt dafür unterschiedliche Stile. Das soll weniger bedeuten, dass ich an dem Tag ablichtungswürdig war. Im Gegenteil: Tiefe Augenränder mussten von der Sonnenbrille verdeckt werden und nur mein Schal von Alpha 60 half, aus wenig mehr zu machen.
Es scheint bei den Modenschauen vielmehr darum zu gehen, im Vorfeld und Anschluss jeden halbwegs ordentlichen oder auch extravaganten Look im Kasten zu haben: ein pausenloses gegenseitiges Abchecken, skeptisch Blicke von oben bis unten, manchmal wird man angesprochen, grösstenteils nicht.
Die von Tieren inspirierte Sommerkollektion von Miu Miu war so beeindruckend, dass ich mich auch in Zeiten der aktuell stattfindenden Modewochen nicht daran satt sehen kann. Ähnlich ging es sicherlich auch Kris Atomic, der vor Kurzem wundervolle Backstagefotos inklusive passender Illustrationen zeigte.
Und so wird mir nochmal ganz deutlich, dass gute Mode auch schon beim Fitting an nicht zurechtgemachten Models ganz toll aussieht. Kasia Struss hatte mit oder ohne die federnden Wimpern aber sowieso die besten Chancen darauf, die hübscheste Frau des Laufstegs zu sein.
So, also ich höre dann auf zu gucken. Fashion Week ist für mich vorbei, mein Highlight war da und ich fürchte, mich wird im Final Countdown in Paris diese Woche auch nichts mehr vom Hocker hauen.
Die Winterkollektion von Fendi hatte es so in sich, dass ich gerne nun 60% der Kreationen bestellen möchte und meine Garderobenplanung für die kommende Eiszeit damit abschliessen kann. Einzig Givenchy und Balenciaga könnten meinen zielgerichteten Plan da noch durcheinander bringen.
Sagen wir mal so: Die Bilder im Love Magazine Blog aus dem Backstagebereich von Giorgio Armani sind eigentlich wunderschön. Eine Sache hat mich dann aber doch so irritiert, dass ich mich auf die zarten Gesichter und atmosphärischen Aufnahmen gar nicht mehr so recht konzentrieren können.
Da sind diese komischen schwarzen Häubchen, die für sich schon seltsam genug erscheinen. Der Zusatz der Fransen, die schräg ins Gesicht hängen, ließen mich dann vollkommen verwirrt zurück. Wo ist der Sinn dieses rätselhaften Accessoires? Welcher Typ Frau wird in der Lage sein, sich durch Hinzufügen dieses Details hübscher zu machen, als sie ohne dieses wäre?
Zwischen Mailand und Paris quetschten wir noch ein Meeting im Barcomi's Deli auf den Sonntagnachmittag und hatten beide mit den Nachwehen des Wochenendes zu kämpfen.
Nach dem netten Beisammensitzen (über den konkreten Hintergrund informieren wir euch hier sobald das möglich ist) entschieden wir uns für einen Spaziergang an der frischen Luft, um uns dann letztendlich im Kuchi mit Sushi zu belohnen. Das Foto habe ich übrigens mit meiner neuen Lieblingsapp Hipstamatic gemacht - und siehe da: Jessie sieht sofort aus, als wäre sie in den Jungbrunnen gefallen. It's magic.
Von Alex Katz portraitert zu werden, ist schon eine unglaubliche Ehre. Blöd nur, dass Frau Anna Wintour gar nicht mal so gut getroffen ist. Ich verstehe schon, dass es hier um abstrakte Pop Art geht und vielleicht könnte mir der Chef der Timothy Tayler Gallery das Phänomen der ab dem 4. März ausgestellten Portraits dann wahrscheinlich etwas besser erklären. Vielleicht sollte Herr Katz das mit dem realitätsgetreuem Abmalen in Zukunft seinen Kollegen überlassen... Gefunden bei Art Knowledge News.