von Julia in Kategorie: Mode 3Kommentare

LFW: Was bisher geschah

Die britische Hauptstadt steht modisch Kopf und brettert seit Ende letzter Woche mit voller Kraft los, wie wir es vom Zirkus gewohnt sind. Am Anfang gab es beim Fashion for Relief Fundraiser für Haiti ein kurzes Innehalten zu Ehren des verstorbenen Alexander McQueens, der für das nationale Modeverständnis von herausragender Bedeutung war und bleiben wird.

Mittlerweile ist der Trubel in vollem Gange: Carine Roitfeld wurde extra für den Newcomer Hakaan eingeflogen, Alexa Chung und Pixie Geldof schmücken die Front-Row bei Topshop Unique und Sienna Miller hängt backstage bei Matthew Williamson herum.

Professionell wie immer lief es bei Henry Holland ab. Mit den Einladungen zur Show verschickte er Bandanas, die wiederum von den Models auf dem Laufsteg getragen wurden. Die gezeigten Shirts konnte man direkt nach der Show via Handy-App nach Hause bestellen. Die Kollektion war aber leider so unspektakulär, dass unser liebster Designer-Twitterer doch vielleicht beim nächsten Mal wieder mehr Zeit am Zeichentisch verbringen sollte.

Teile aus der Kollektion von Henry Holland:

Solide und gut war hingegen PPQ. Da ist es fast schon unheimlich, wie stringent beständig die beiden Macher Amy Molyneaux and Percy Parker eine Saison nach der anderen abfeiern. Diesmal lag der Fokus auf schwarzem Samt und goldenen Quasten, die High-Heels waren superhoch und wurden mit Schleifen zusammengehalten.

Und was macht der Überflieger aus dem letzten Sommer, Kinder Aggugini? Der liess sich von pretty smiles, sultry souls and feisty spirits inspirieren und bastelte merkwürdige Kopfbedeckungen zu den düsteren Outfits (das beige Schwanen-Dress mal ausgenommen). Den Einkäufern von Barneys und Fred Segal aus den USA wird es aber bestimmt gefallen und die grummeligen Mitvierziger-Frauen mit dunkelbraunem Lippenstift werden es lieben!

Der Newcomer Hakaan bestach durch seine hauptsächlich blau und creme farbenen Kreationen. Die Betonung der Schultern und besonders die der Hüfte ist eines seiner stärksten Merkmale in dieser Kollektion. Und auch die Stoffauswahl ist vielfältig: Leder, Wolle, Seide, Pelz und Transparentes geben geben den Entwürfen die nötige Spannung.

Last but not least seien noch Mark Fast und Fashion East zu erwähnen. Ersterer schickte u.a. wieder die dralle Crystal Renn über den Laufsteg, an der das kräftige Rot so viel besser aussah als an jeder erdenklichen Bohnenstange. Und bei der Non-Profit Förderschleuder Fashion East durften Heikki Salonen, Michael van der Ham und Nasir Mazhar bei ethno-artigen Technobeats unter Beweis stellen, dass wiedereinmal frischer Wind durch die Hallen des Somerset Hauses weht. Alle Bilder gibt es bei London Fashionweek.

Soweit lief ja alles bestens und wir haben gerade mal Halbzeit... Wie Jessie eben schon bei Twitter sagte: Können die in London jetzt mal aufhören, alles geil zu machen? Ich komm nicht hinterher.

Tags: fashion east, hakaan, kinder aggugini, london fashion week, mark fast, ppq
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3 Kommentare

  • kristina

    igitt seit wann sieht denn ein wunderschön rotes kleid an einer robbe gut aus?
    die sieht wie eine presswurst aus.sorry

  • cora

    oh gott,jetzt geht die diskussion gleich wieder los.ich für meinen teil finde das rote kleid schön und es ist mir alles in allem herzlich egal,ob das model dick oder dünn ist...

  • Ann Kathrin

    ich muss mich aber leider anschließen, ich habe nichts gegen Chrystal Renn und ich finde auch, dass viele der Bohnenstangen einfach viel zu dünn sind, aber ganz ehrlich, wenn ich ein streetstylefoto davon sehen würdet, dann würdet ihr sagen, dass sie sich unvorteilhaft, weil zu eng, kleidet.
    Warum muss die Mode auch so zwanghaft in Extremen leben? Würde man erstmal vesuchen mehr Mädchen wie Lara Stone auf die Laufstege zu bringen hätte man schon einiges erreicht.

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