Stockholm Fashion Week by Berns: Tag 1
Seit gestern läuft in Stockholm die "Fashion Week by Berns", die vergangenes Jahr aus Sponsoringgründen um den Namen des Hotels und Austragungsortes ergänzt wurde. Wen das irritiert: Wir sprechen hier einfach weiterhin von der "Stockholm Fashion Week". Letzten Sommer war das Programm eher mau, hielt uns aber nicht davon ab, trotzdem vorbeizuschauen. Rückblickend hätte man die Kräfte vielleicht für diese Neuauflage sparen sollen, da die big player zurück im Geschäft sind und erneut in der Heimat Stockholm zeigen. Acne, Filippa K, Whyred oder Carin Wester haben sich in die Schedule eintragen lassen und machen die Modewoche damit wieder um einiges stärker.
Auf meinen skandinavischen Lieblingsseiten wird seit gestern Morgen also wieder dokumentiert, was das Zeug hält und schnell tauchen da bei mir, weil ans Bett gefesselt, die Hummeln im Hintern auf. Dafür ist auf modischer Seite noch nicht allzu viel passiert: House of Dagmar eröffnete die Modewoche, am Abend folgten Filippa K und Cheap Monday.
Bei letzterem Label wurde auf Demokratisierung gesetzt, indem sich jeder Anhänger der Marke vorab auf der Website registrieren konnte, um live bei der Show dabei zu sein. Dementsprechend wild wurde die grosse Lagerhalle von kreischenden Modefreaks in Besitz genommen, schreibt Susie. Während ich im vergangenen Sommer wenig mit den zerfetzten Kleider anfangen konnte, so war es doch die Stimmung, die mich der Jeansmarke kombiniert mit Basics einigermaßen nah bringen konnte. Genau wie das Interview mit Gründer Adam Friberg, der gleichzeitig noch Weekday und Monki aus dem Boden stampfte und seine ganz eigene Philosophie in das Label miteinfliessen lässt.
Verantwortlich für Cheap Monday ist seit Kurzem aber die in London lebende Ann-Sofie Back, die mit ihrem eigenen Label mitlerweile eine etablierte Grösse ist. Zu hundertprozent soll sie noch nicht involviert sein, vielmehr taste sie sich an den schwedischen Giganten heran und wolle langsam einsteigen. Der erste positive Schritt in die Richtung: Keine Löcher mehr! Die Winterkollektion für 2010 ist beinahe anständig, beschränkt sich auf Silber und Grau, "protzt" aber plakativ mit dem CM-Logo auf der Brust. Erinnert an die wilden 80er, in denen die zur Schau gestellte Markenzugehörigkeit noch Trumpf war. Silberweisse Haare sollten den Look abrunden, zu den skinny Jeans werden weiterhin grosse Blazer getragen und silber-schimmernde Leggings werden zum Hosenersatz. Alle Bilder der Show (samt Männern) hier.
Bei Filippa K ging es ähnlich unspektakulär zu. Ist aber auch nicht schlimm, da sich das Label von jeher den schlichten Businesslook zum Markenzeichen gemacht hat. Sophisticated und wunderbar im Büro tragbar. Highlight: Das dunkelblaue bodenlange Cocktailkleid, das mit den geschwungenen Locken auch aus den 30er-Jahren hätte sein können. Die Backstagebilder sind allesamt von Sonny Vandevelde.
Zu guter Letzt noch zu Dagmar: Geraffte Blusen, viel dicker Samt, drapierte Miniröcke - so ähnlich haben wir das Ganze doch auch schon mal bei Carin Wester gesehen, nur in schöner. Alle Bilder hier.






























oh Sonny Vandevelde gefällt mir
Nadine
Nächstes Mal musste unbedingt wieder hinfliegen, war wirklich toll, danke für deinen Post damals über die FWbB, erst durch dich bin ich darauf gekommen mir mal Stockholm anzusehen.