von Julia in Kategorie: Fotografie 9Kommentare

Bild des Tages: Bianca Balti fotografiert von Camilla Akrans

bilddestages_akrans_church.jpg

Der Kontrast von Erotik und Kirche soll ja mit Vorsicht genossen werden. Doch bei den Bildern von Camilla Akrans für die neue Numéro #110 haben die christlichen Oberhäupter vielleicht gar nicht mal soviel Grund zur Aufregung. Die Schönheit von Model Bianca Balti hat doch irgendwie auch etwas Göttliches, so dass man hier getrost ein Auge zudrücken kann. Schmollmund und von Unschuld reiner Bluse ziehen dann am Ende doch immer. Gefunden bei Fashion Gone Rouge.

Tags: bianca balti, camilla akrans, numero
Pin It

9 Kommentare

  • Patricia

    Ich sehe es eher als Problem, dass manche Orte Fotos schnell ins Klischeehafte abgleiten lassen. Es ist immer eine schwierige Gratwanderung zwischen Kunst und Fetisch.

  • anne

    wieso sollte der "kontrast" zwischen erotik und kirche denn mit vorsicht zu genießen sein? ist nicht gerade die katholische kirche voller erotischen beigeschmacks?

  • susa

    @susa uh, das finde ich ehrlich gesagt angesichts der letzten skandale einen etwas unpassenden kommentar. oder wird diese priestergeschichte nur in den berliner medien so ausführlich berichtet?

    ich glaube aber, julia meinte gar nicht die kirche als institution... geht wohl eher um ausschnitt plus dornenkrone. das könnte glaubige gemüter schon in aufruhr bringen. obwohl... wer erinnert sich noch an "jesus christ superstar", den musikfilm ?

  • Vera


    die Bilder an sich sind schön, keine Frage.

    aber wie Susa schon angedeutet hat, wenn man sich z.B das vierte Bild (mit dem nackten Po) mit den momentanen Missbrauchsgeschichten im Hinterkopf anschaut, dann finde ich persönlich das ganze Editorial geschmacklos.
    obwohl die Italiener (?) mit diesem Editorial sicherlich nicht beabsichtigt haben, Kindesmissbrauch in der kath. Kirche zu verharmlosen.

    nun ja, ich glaube, dass diese Bilder auch ohne die kirchlichen Motive sehr schön geworden wären. und irgendwie ist diese Koketterie mit kirchlichen Motiven für mich dann doch um einige Jahrzehnte überholt.

  • rebekka

    liebe julia,
    eine publikation in einem medium/blog kann nie kontextfrei sein. und der kontext zum thema kirche/erotik ist eben gerade der grosse missbrauchsskandal, der so richtig ja erst vergangene woche durch die medien ging. (nein, susa nicht nur in berlin). ich finde also wirklich, dass das ein unüberlegter zeitpunkt ist für diese (an sich schönen) fotos! das dann als "bild des tages" zu setzen, ein paar tage nach dem skandal finde ich nicht richtig.
    vielleicht wäre es besser gewesen, diese bilder in 3-4 wochen zu zeigen, wenn das thema wenigestens nicht mehr ganz so präsent ist.

  • gabriela

    "Der Kontrast von Erotik und Kirche soll ja mit Vorsicht genossen werden"
    ... in der Tat und vor allem bitte in diesen Wochen - siehe die 4 beiträge vor mir.
    bitte in zukunft aktuelle ereignisse vorab bedenken. finde das ziemlich geschmacklos!

  • Rene Schaller

    sexueller missbrauch und vergewaltigungen finden unter brücken, in parks und an allem anderen plätzen auch statt, man dürfte also keine erotischen fotostrecken mehr zeigen, wenn man alles gleich damit assoziiert.

    was mir teilweise an den bildern nicht gefällt ist, dass sie wirklich zu romantisch verkitscht sind. sie haben was von den 70-er schmuddel-sexfilmchen, ohne einen künstlerischen wert. sprechen halt männliche phantasien an, unschuldig dreinblickendes mädchen etc... hure und heilige... blablabla... der übliche quatsch halt.

    nichtsdestotrotz war es mir auch gestern einen post wert.

  • jenny

    @ rene: das ist ja das bekannte rundum-totschlag-argument.

    ich bin nicht überempfindlich, aber jeder, der ein paar verschiedene medien liest, ist in diesen tagen einfach gut informiert über den priester-skandal. und das schwingt dann einfach mit, wenn ein solcher post kommt. da hat rebekka doch recht, ein bisschen zeit hätte vergehen sollen.
    übringes fände ich es ebenso schwierig, wenn gerade eine größere missbrauch-geschichte unter einer brücke oder sonst wo stattgefunden hätte und dann genau dieses thema in einer soft-porno-fotoserie aufgegriffen wird. bzw. die fotos sind sicher schon früher entstanden, entscheidend ist also eher die frage WANN zeigt man in einem blog die bilder.

  • Nadia

    Leute cool bleiben. Für die Mädls ist das alles nur ein Job. Manchmal frag ich mich wirklich wieso es immer Leute geben muss die etwas auszusetzen haben. Wer es nicht mag, soll wegschauen. Es gibt genügend Leute die soetwas gerne sehen. Und zur Kirche sag ich nur, die sind selbst zweideutig. Die waren die ersten die von Nackheit geschrieben haben (man erinnere sich ans Paradies in der Bibel) und dort hat sich auch niemand aufgeregt. Ich sag nur prüde, heile Scheinwelt.

Kommentar schreiben

Netiquette: Bitte hinterlasst beim Kommentieren Euren vollen Namen und eine gültige Email-Adresse. Auch unsere Kontaktdaten sind öffentlich. Eure Email-Adresse wird allerdings nicht auf LesMads.de veröffentlicht. Kommentare sollten sich auf das jeweilige Thema des Eintrags beziehen. Wir behalten uns vor, Kommentare ohne vollen Namen und Kontaktdaten oder thematischen Bezug zu löschen. Natürlich könnt Ihr uns auch einfach direkt eine Email schreiben.

Facebook-Nutzer? Dann hier klicken, um dich anzumelden.

Burda Style ChuhChuh Elle InStyle OK COOL