von Jessie in Kategorie: Designer 22Kommentare

Zitat des Tages: Christopher Kane

ckane_designer.jpg Ob sich Designer (siehe auch Alber Elbaz) künftig Selbsthilfegruppen anschliessen sollten, um die omnipräsente Angst vor uns bösen, bösen Bloggern in den Griff zu bekommen? Auch Christopher Kane empfindet den Einfluss merkwürdig und glaubt, Blogs seien auf dem absteigenden Ast.

"It's a bit mad, isn't it? It feels like it's happened all of a sudden and at some shows this season the front row was just all bloggers. I think it will die down though, and people know what they are doing. No one who wants to read a serious review of a show is going to look at what a 14-year-old thinks. But it has become more critical; people can say what they want about anyone on a blog without consequences and that's quite scary. There are real repercussions for a designer if a photo of something is leaked by a blog; it can be copied in a fortnight and that can really harm a business. You have to be much more careful now."

Zumindest wissen wir jetzt, warum wir in London partout keine Einladung für Kanes Show bekommen haben... (Quelle)

Tags: blogs, christopher kane, journalismus

22 Kommentare

  • Rene Schaller

    sagt ausgerechnet der typ dessen scheußliche affenkopf-shirts durch die welt gebloggt wurden und sich so erst zigfach verkauften... na bravo!

  • michi

    die bösen bösen blogger und bloggerinnen, die einfach ungestraft sagen was sie wollen - huch!
    und die gesamte blogosphäre lässt sich ja auch auf eine gewisse 14-jährige subsumieren - gut erkannt, herr kane...

  • Teresa

    "people can say what they want about anyone on a blog without consequences" - ich frage mich was uns Blogger da jetzt von allen anderen Medien unterscheidet... ist wohl eher das Gegenteil: so direkt kommentieren und die Meinung zu einem Artikel sagen kann man nach wie vor nur auf einem Blog und nicht etwa in einem Magazin. Auf der anderen Seite sollte man sich als Designer wohl auch nicht davor fürchten, mit persönlicher Meinung von jemandem konfrontiert zu werden.

    "that can really harm a business" - den Teil verstehe ich nun gar nicht. wird Meinung nicht mehr akzeptiert wenn man damit etwas bewirken könnte? Mir fällt dazu ein, dass man sich Werbekunden gebunden verhalten muss um niemanden zu beleidigen... aber genau das möchte man als Blogger nicht und das ist gut so!

  • lily

    ich fass es wieder nicht!! mann jessie du verträgst überhaupt keine kritik!! so was macht mich so wütend. ich kritisiere kritiesere dich , und von mir aus werde wütend, ich finds so schade wie man euch nichts sagen kann! muesst ihr euch angegriffen fuehlen?? du sagst wieder nur, was dich stört und wie bös das ist, anstatt zu reflektierne und kritisch zu hinterfragen. er zaehlt dich ja nicht zu den 14jahrigen oder? mann ihr habt einen etablierten blog, verdient geld da mit, damit seid nicht in erster linie ihr gemeint.
    ist ja klasse dass all diese 14jaehrigen sich so fuer mode intressieren aber der ganze hype geht mir total auf den wecker. bei 70prozent der blogs ist qualitaet kein wort, da zaehlt iergendwie immer masse.

  • Sue

    Oh je. Lily...
    Bei dir muss man immer erst dazu schreiben, wenn es sich um Sarkasmus handelt, was?
    Und mit der 14jährigen sind keine 0815-14jährigen, sondern Tavi von Style Rookie gemeint. Wenn du dich wirklich für Blogs interessieren würdest, würdest du den Blog auch kennen.

    Autsch.

  • Nina

    @Teresa, ich glaub du hast das falsch verstanden, es geht nicht darum, dass das, was auf Blogs gesagt word, niemanden beeinflusst und somit keine Konsequenzen hat, sondern dass die Blogger sagen könne, was sie wollen ohne selber Konsequenzen fürchten zu müssen. Sie können also Kollektionen total verreissen aufgrund irgendwelcher Gründe und es wird nichts passieren. Was daran so schlimm ist??? Musst ihn selber fragen, für mich ist das egtl. Meinungsfreiheit, aber ihn scheint es zu stören, da ja, wie du auch sagst, auf Blogs viel direkter und auch teilweise radikaler geurteilt wird.
    Das es Designer nervt, von 14-jährigen beurteilt zu werden, kann ich schon verstehen, da die in den meisten Fällen (auch Tavi) in deren und meinen Augen kaum bis gar keine Ahnung von Mode etc. haben.

  • Jessie

    @Rene Ha, sehr passend! :)
    @Lilly Wie schon von anderen aufmerksamen Lesern erwähnt bist du leider nicht mit dem Gesamtkontext vertraut und scheinst daher auch nicht den Sarkasmus zu erkennen. Aber hübscher Versuch, das gleich wieder auf unsere Seite zu übertragen, die in diesem Falle keine Bedeutung hat.

  • lily

    liebe sue,
    ich kennen style rookie.
    wenn du wirklich was von semantik verstehen würdest,
    würdest du auch erkennen was sarkastisch ist und was nicht.
    autsch.

  • lily

    und auch wenn style rookie sehr kreativ ist und endlich mal wieder bricht,

    "Das es Designer nervt, von 14-jährigen beurteilt zu werden, kann ich schon verstehen, da die in den meisten Fällen (auch Tavi) in deren und meinen Augen kaum bis gar keine Ahnung von Mode etc. haben"(zitat nina) und ich verstehs ganz wohl.

    an jessie: klasse, wie du wieder beleidigt bist:)

  • FacebookMahret Kupka

    Erstmal Danke Jessie, dass Du das ausgegraben hast. Schade ist, dass die Diskussion hier von Befindlichkeiten beeinflusst ist und dabei das Wesentliche aus dem Blick verloren geht. Es geht nicht darum, dass sich einzelne Blogger diskreditiert fühlen durch die Aussage eines Designers, den der Zahn der Zeit überholt hat und der es jetzt langsam anfängt zu realisieren. Das Internet kann nämlich auch ein bisschen mehr, als nur elektronische Post verschicken, Mr. Kane. Ich habe mich an anderer Stelle lang und breit zu der Aussage Christopher Kanes ausgelassen. Zusammenfassend kann man sagen, dass er mit seiner Aussage widerspiegelt, was leider noch in zu vielen Köpfen verankert ist, nicht nur in der Modebranche, sondern überall sonst auch. Dass Blog nicht = qulitätsloses Rumgeseiere ist und durchaus hohen Anforderungen gerecht werden kann, haben bisher viel zu wenige Menschen verstanden. Ich denke, dass sich künftig die Spreu vom Weizen trennen wird und die Qualität der Blogs mit den Leservorstellungen wachsen wird. So. Herr Kane wird, wenn er künftig erfolgreich als Designer arbeiten möchte, in den sauern Apfel beißen müssen und auf Veränderungen reagieren müssen. Ich wiederhole mich nur ungern. Wer noch weiterlesen möchte: hier

  • sophie

    ich finde er hat nicht unrecht.
    ich lese gerne blogs und ich finde es gibt eine menge gute, deren kompetenz weit über "otto-normal-blogs" hinaus geht.
    trotzdem ist auch ein guter blog - vor allem wenn der oder die autoren noch jung sind - an vielen stellen unprofessionell. was es ja nicht uncharmant macht. wie gesagt, ich lese es gern.
    aber man sollte es doch nicht zu ernst nehmen.
    ein paar blogger machen keine modeindustrie.

    à plus

  • Al:x

    Herr Kane hat auf der einen Seite nicht ganz unrecht, aber er verkennt wohl in welchem Wirtschaftszweig er tätig ist. Letzlich ist und soll ein Blog sehr subjektiv sein und nur die Meinung des Verfassers wiederspiegeln. Wenn ich in meinem Blog empfehle Kane T-Shirts mit karierter Farbe zu batiken und als Tasche zu tragen, ist das nur meine Meinung, aber der an Mode interessierte Konsument wird sich seine eigene Meinung dazu bilden (und wahrscheinlich meinen Blog nicht mehr besuchen;). Und schon Helmut Kohl erkannte, schlechte Werbung ist besser als keine.

  • Pascal

    "No one who wants to read a serious review of a show is going to look at what a 14-year-old thinks."
    es ist irgendwie süß. mehr fällt mir auch nicht ein. einfach nur SÜß.

  • jen

    Ich denke, es geht vielen Designern so wie ihm (siehe Ebaz). Und ich kann es ihnen wirklich nicht übel nehmen. Jahrelang haben sie es mit Profis wie Wintour und Menkes zu tun, und plötzlich werden diese abgelöst durch Momentaufnahmen, Hypes, jedenfalls durch niemandem, der wirklich etwas von diesem Metier versteht durch langjährige Erfahrung, durch Studieren und letztlich auch durch Arbeit – Das ist etwas, was viele der Blogger nicht mitbringen, und ich schätze, für einen Designer, der monatelang auf seine Shows Tag und Nacht hinarbeitet, ist es irgendwie diskreditierend, dann von so jungen, ahnungslosen "Stil-Ikonen" beurteilt zu werden…

    Bryan Boy, Tavi, Susi Bubble und Co. sind sicher nette Menschen mit viel Fantasie, aber auch ganz schöne Selbstinszenierer und es ist schade, dass sie inzwischen so ein Gewicht haben (ich finde nämlich, die Kurzlebigkeit von Blogs und deren Inhalten reduziert auch die Aufmerksamkeit, die man einer Kollektion – und damit letztlich dem Werk des Designers – gewährt).

    Das ist der Zahn der Zeit und in der Branche auch irgendwie sehr passend, aber für old-fashioned Leute schwer zu akzeptieren.

  • lily

    wow, eine wirklich anregende diskussion. das find ich wirklich GUT :)

  • Loretta

    Als genial begabter Modemamacher, der bereits mit seiner Abschlusskollektion am Central Saint Martins College eine Niveau geboten hat, das andere Designer auch nach jahrelanger Praxiserfahrung nicht erreichen, verfügt Christopher Kane mit Sicherheit über den größeren Intellekt und die größere Weitsicht in Bezug auf die künftigen Entwicklungen innerhalb der Modebranche als die meisten Blogger, denen seine These vom Untergang der Blogs mißfällt. Insofern finde ich die Aussage, dass Kane wohl oder über in sauren Apfel beissen müssen wird um weiterhin erfolgreich zu sein, ziemlich anmaßend, liebe Mahret Kupka. Tatsäschlich wird sich früher oder später die Spreu vom Weizen trennen, mal schauen wer im nächsten Jahr im Wettbewerb um Kompetenz und Anerkennung als Blog bestehen wird.

  • lily

    an Rene:
    sehr passend ? die aussage mit den affenköpfen? geld hin oder her,
    er kann nicht dafür dass seine affenkopf-shirts so zum kleinen hype wurden. der typ wäre auch reich, wenn er diese shirts nicht verkauft hätte, du kannst niemandem einen vorwurf machen deshalb. du kannst höchstens über den geschmack streiten. aber das ist ja nun wirklich kein passendes argument. und dem als "etablierte"bloggerin zuzustimmen dear Jay, ist auch nicht gerade professionell.

  • LindaLove

    der aspekt der kurzlebigkeit und aufmerksamkeit in jens kommentar hat mich die diskussion nochmal neu überdenken lassen. weniger blogspezifisch, als eher bezogen auf die www-welt allgemein. es ist schon so, dass man oberflächlicher konsumiert, schnell mal style.com nach kollektionen durchklicken etc, alles wird kurz registriert, über einiges gebloggt,viel bleibt nicht hängen. das sollte trotzdem nicht dazu führen, dass man selber zu den ewig-gestrigen konvertiert, früher war alles besser, auch quatsch. es kommt vielmehr auf die eigene nutzungsweise der "neuen" medien an, mehr vielen zugängliche möglichkeiten der wissenserweiterung als heute gab es wohl noch nie zuvor. und wenn ein designer durch die blogs gereicht wurde, dann tatsächlich kane.

  • Christian

    Sich über Blogger aufzuregen, muss meiner Meinung nach ebenso erlaubt sein, wie sich im Blog über Leute aufzuregen, die sich über Blogger aufregen. Es muss einfach alles geben.

    Es gibt einige Punkte, in denen Kane recht hat. Dazu zählt
    a) niemand, der eine sogenannte "seriöse" Kritik will, liest ein Blog, von Ausnahmen, wo professionelle Blogger mit Fachstudium und so am Werk sind, mal abgesehen. Aber: Wenn ich ein Blog lese, dann will ich wissen, was jemand anderes darüber denkt, und nicht, und nicht unbedingt einen Fachmann/frau-kommentar. Das muss, siehe oben, erlaubt sein.
    b) Niemand weiß, wie lange der Blog-Trend anhält. "I think that it will die down though" ist aber seine persönliche Meinung, die man nicht unbedingt teilen muss.
    c) Blogs können einem Geschäft durchaus schaden, und das gilt auch durch unqualifizierte und unpassende Artikel (nicht, dass die mir bisher begegnet wären, und schon gar nicht hier). Leaking ist ein anderes Problem. Ja, man muss mehr aufpassen, aber man hat auch die Chance, mit dem "neuen Medium" souverän umzugehen.

    Letztendlich hat sich Herr Kane im Ton vergriffen. Ich finde es auch generell blöd, wenn jemandem die Wortbeitragberechtigungn abgesprochen wird, nur weil er kein Fachmann/ keine Fachfrau ist.

    @Jessie: Bitte, bitte, bitte, sei vorsichtiger, was Sarkasmus anbetrifft. Der ist nämlich oft nicht so leicht herauszulesen, es sei denn, es ist ganz/übertrieben krass. Das begegnet einem immer wieder. <sarkasmus> Vielleicht sollte man ja so Tags einführen </sarkasmus>

  • Jessie

    Hier sind tolle, reflektierte Kommentare eingegangen, danke dafür!
    @Christian Werde ich mir merken. Tatsächlich ist der Sarkasmus schwer zu erkennen, wenn man mich nicht weiter kennt. Aber daran arbeite ich hier ja tagtäglich ;)

  • judy

    Endlich mal eine Diskussion bei Les Mads, bei der es (bis auf wenige Ausnahmen) um das Thema an sich geht und nicht darum, die beiden Schreiberinnen versuchen "fertig zu machen"...
    Nun gut, ja, Blogs sprießen wie die Pilze aus dem Boden - aber, einen Blog zu pflegen, vor allem mit aussagekräftigen Inhalten und ihn auch über mehr als 2 Jahre aufrecht zu erhalten, dass ist letztendlich die Kunst.
    Die Blogger, die das schaffen, haben, so zumindest meine Meinung,auch ein berechtigtes Dasein und vor allem das "Recht", kritisch über Mode zu bloggen, denn, betreibt man das Thema ernsthaft, eignet man sich einiges an Fachwissen an.
    Das Designer sich nun etwas wärmer anziehen müssen, dass merkt der ein oder andere. Bei Blogs hilft es wenig, ein paar Goodies "springen" zu lassen, um die Gunst des Bloggers aufrecht zu erhalten, denn, wer bloggt, der vertritt, so meistenst zumindest, seine höchstpersönliche Meinung. Aber, derjenige, der hinter seiner Kollektion steht, hat vor keiner Anna Wintour oder einer Bloggerin Angst.

  • blica

    ich verstehe die ewige diskussion um das nicht-wissen von bloggerInnen nicht. denn zum einen soll es auch durchaus sowas wie kompetente bloggerInnen (mit entsprechender ausbildung, das scheint ja für herrn kane immens wichtig zu sein) geben, zum anderen kann nun niemand behaupten, dass die "seriösen" moderedakteurInnen dieser welt alle über eine einschlägige ausbildung verfügen. desweitern soll es auch im magazinbereich moderedakteurInnen geben, die eben erst beginnen, also nicht über das wissen und den erfahrungsschatz einer suzy menkes verfügen. bliebe für mich ein entscheidender unterschied zwischen magazinjournalistInnen und (unabhängigen) bloggerInnen: den einen sind aufgrund gewisser abhängigkeiten eindeutige statements nicht möglich, die anderen urteilen - und das eben oft genau so schnell, wie sie eben arbeiten...

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