Maison Martin Margiela Pre-Fall 2010
Die Gerüchte kursieren schon über ein Jahr, Renzo Rosso machte diverse Andeutungen und heute wurde dann endgültig bestätigt: Martin Margiela hat sein Label tatsächlich verlassen und will sich künftig mehr der Malerei widmen. Ersetzt werden solle das anonyme Genie aber nicht, sagte der Vorstandsvorsitzende Pungetti zu wwd: "We want to stay avant-garde, and provocative, but without a new creative director. It's a challenge. We know this. We will probably make mistakes, but the most important thing is to learn from them."
Fortan wird Margielas rechte Hand der letzten 19 jahre das rund 25-köpfige Team leiten, in welches ständig neue Talente aufgenommen werden. "You are more Margiela than me", pflegte Martin wohl oft über sein Team zu sagen, weshalb ich mir keine Sorgen mache, dass sich die avantgardistische Linie mit hohem kreativen Output stark verändern wird. Der Blick auf die gerade veröffentlichte Pre-Fall-Kollektion für 2010 bestätigt das.
Trenchcoat, langer Cardigan und Schal klingen so doch sehr klassisch, bei Margiela werden die Essentials aber im Detail verändert. Ein Trench, der asymmetrisch an der Schulter drapiert wird und ein ewig langer schlangenförmiger Schal sollen die Lücke zwischen den Hauptkollektionen schliessen. Ich find's richtig gut.
Übrigens: Die Margiela-Möbellinie hat laut Pungetti hohes Potenzial, weshalb sich bereits nach einer Hotelkomission in Paris umgesehen werde. Ein Margiela-Hotel in der Stadt der Liebe? Das wär's doch.




melda
den schal hätte ich jetzt gerne um meinen hals hängen!
Gustave
Margiela hat es in seinen seltenen "Interviews" immer mal wieder anklingen lassen, dass er aufhören möchte. Schade schade schade. Das ist irgendwie bitter. Aber ich bin mir sicher, dass das Design trotzdem nicht darunter leiden wird.