von unterwegs in Kategorie: Shopping 16Kommentare

Ein Tag im H&M Headoffice

Ein Tag im H&M Headoffice

Blogs, Social Media, Positionierung im Netz- das alles habe ich heute im Hamburger Headoffice in der Innenstadt mit der Presseabteilung von H&M besprochen. Eingeladen wurde ich von den Pressesprechern Swetlana und Henrik, die ihrem Team (darunter beispielsweise die Showroomleiter) die famose Aufgabe gegeben haben, doch mal ein eigenes Blog anzulegen. Nach einer langen Präsentation der Ergebnisse war ich doch sehr erstaunt, wie spannend und umfangreich die Seiten letztlich geworden sind.

Im Anschluss habe ich LesMads mit allem, was dazu gehört, erklärt und habe mich sehr über offene Ohren gefreut, die sich interessiert am Thema Modeblogs gezeigt haben. Grosse Marken, die am selben Strang ziehen und zukünftig viel mehr Zeit in die grosse weite Blogosphäre stecken wollen finde ich doch stark beeindruckend. Mehr davon! Und lieben Dank an das Team für einen spannenden Vormittag.

Tags: blogs, hamburg, hm, moblog

16 Kommentare

  • ervehea

    verstehe ich das richtig, h&m plant einen Blog?

  • agniezka

    große marken die am selben strang ziehen. ja, wirklich sehr beeindruckend und überaus überraschend, dass diese große marken das marketingpotenzial eines modeblogs für sich entdecken...und wirklich sehr ungewöhnlich, dass sie sich für euch und eure kostenlose werbung interessieren.

  • Jessie

    Nein ein Blog ist nicht in Planung. Vielmehr die Zusammenarbeit mit ihnen.
    @Agniezka Prinzipiell richtig, aber Kollektionspreviews, die Aufnahme in den Presseverteiler, Log-Ins für Freisteller etc pp bekommt man als Blog auch nicht mal eben so, da sich viele Marken einfach gar nicht mit dem Thema auseinandersetzen. Das ist von unserer Seite aus immer ein kleiner Kampf. Von daher handelt H&M sehr vorbildlich, sich mit der Thematik grundsätzlich auseinderzusetzen und nicht bloss als Laie auf dem Gebiet zu arbeiten. Zudem ging es beispielsweise auch um die richtige Ansprache von Bloggern, wie arbeitet man prinzipiell gut miteinander zusammen (sofern Interesse besteht) und wie erkennt man eigentlich im Strudel der Blogs nebst subjektivem Geschmack, was eine gute Seite ausmacht.

  • Rene Schaller

    @jessie: wie kann eine firma bzw. eine zuständige pr-person feststellen was ein guter blog ist und was nicht? einerseits ist für firmen jede werbung ein zugewinn, andererseits brauchen die globalplayer nun nicht gerade blogger um die sachen zu verkaufen.
    ich verstehe den sinn dieser einladung und des posts nicht, haben die kein bauchgefühl und können entscheiden was zu ihrer marke passt? einen blog als gut oder schlecht einzuschätzen ist doch immer ganz subjektiv, wie dieses medium allgemein nicht nach objektiven massstäben einzuschätzen ist. oder man macht es sich einfach und fragt einfach besucherzahlen ab...

  • Jessie

    Rene: "wie kann eine firma bzw. eine zuständige pr-person feststellen was ein guter blog ist und was nicht?" Gute Frage! Ich habe natürlich auch auf den subjektiven Eindruck verwiesen, dennoch gibt es nebst persönlichen Präferenzen ja immer auch objektive "Maßstäbe", worunter auch die Besucherzahlen fallen. Genauso wie der gesamte Website-Auftritt, eine gewisse Authentizität und das Einschätzen der Zielgruppe. Wenn man sich wenig bis kaum mit Blogs auseinandersetzt, ist diese Frage von Seiten einer PR-Abteilung doch durchaus gerechtfertigt. Andersherum: Wie soll eine grosse Marke filtern, an wen zb Pressesamples gehen und an wen nicht? Das Medium Blog ist völlig neu, das ist nicht wie das Aussenden an grosse bekannte Magazine. Der Sinn des Posts: Wir halten stets auf dem Laufenden, was wir gerade machen und wozu, weisste doch ;) !

  • Rene Schaller

    ja, ich weiß dass les mads auch in gewisser hinsicht als euer diary fungiert, das ist es ja auch was einen blog ausmacht und von anderen medien unterscheidet. und so filtert sich letztendlich die leserschaft.
    problematisch finde ich, und das ist es auch was man vielen zeitschriften vorwerfen muss, dass je mehr man mit firmen kooperiert und in eine abhängigkeit gerät man seine kritik anders verpacken muss. die angesprochene glaubwürdigkeit zu behalten und trotzdem als partner von firmen geachtet zu werden ist fast schon ein hochseilakt.
    und auch für firmen ist die sache schwieriger, zum beispiel die angesprochenen samples. eine firma schickt etwas an eine redaktion, es wird ordentlich bearbeitet und zum beispiel bei kleidung innerhalb einer frist wieder zurückgeschickt. aber würde sowas auch bei privaten einzelbloggern funktionieren?
    das ganze thema ist gerade für firmen ziemlich komplex und erfordert neue pr-strukturen, wobei die frage auch ist ob sich das lohnt.

  • Lilly

    Hi :)

    Find ich gut, dass die großen Firmen die Fashionblogger mehr wahrnehmen. (Im Fotohintergrund sieht man das H&M Magazine^^) Ich kann mir schon vorstellen, dass es Vorteile mit sich bringt, in Fashionblogs zu werben: hey, immerhin beschäftigen wir uns jeden Tag mit Mode! Das ist doch eine 1A Zielgruppe.
    Ich bin mir sicher das lohnt sich. Viele Blogs haben zum Beispiel über die Kooperation mit Jimmy Choo letzten Monat berichtet und dann stolz ihre Schätze präsentiert.
    Außerdem ist es für die PR bestimmt interessant zu wissen, was uns beschäftigt und was wir über ihre eigenen Kollektionen und die der Konkurrenz denken.
    Wenn ein Blog also einen weiten Wirkungsradius (d.h. viele Leser) hat, dann kann eine einzige versendete Produktprobe sich quasi in ihrer Wirkung multiplizieren.
    (Da schließe ich mich mal mit ein).
    Und häufig ist es ja so, dass die Blogger das Produkt nicht kritisieren sondern z.B. im Rahmen eines Gewinnspiels anbieten, da kann sich dann jeder selbst aussuchen, ob er/sie das gut findet und eventuell kauft.

    Lilly

  • Manya


    @ Lilly: glaub doch nicht, dass die H+M-Verantwortlichen sich für die Meinungen der Kommentatoren interessieren.
    Da zählen nach wir vor Verkaufszahlen.

    Wie einige von euch denke ich auch, dass so eine Kooperation heikel ist weil sie die Unabhängigkeit von LesMads einschränkt.
    LesMads wurden in einigen Kommentaren schon als zu Burda-abhängig kritisiert.
    Eure Berichte über firmenfinanzierte Events wirkten auch auf mich wie PR-Dienste (s. Make-up-Session in Paris, keine verwertbare Info für uns, nur von euch die message "wir waren mit dabei").

    Also Vorsicht, dass ihr bald nicht mehr als unabhängige Bloggerinnen wahrgenommen werdet sondern als schreibende Girlies, die für ein paar Gratisklamotten Werbung bei einer Zielgruppe macht, die hier so pnktgenau erreicht wird, dass es ein Traum für Werbestrategen ist.

    Ist nicht bös gemeint! Wär schade um den Blog!!

  • su

    @Rene: in diesen grossen firmen arbeiten genügend menschen die ihr wissen gerne teilen und sehr gut genau wissen, welche blogs gelesen werden und welchen einfluss sie haben. sie freu mich auf jeden fall immer wenn ne presse-einladung bekomme und ich glaube auch, das leser gerne fotos von diesen terminen sehen, genauso gerne wie ich die fotos von les mads von "unterwegs" anschaue.

    blogs machen es möglich als leser umsonst unterhalten zu werden. man muss keine 5 euro am kiosk lassen, um ein paar wenig kleine fotos von solchen terminen zu sehen. oder wo sieht man collectionsbilder von newcomern, wenn nicht in blogs?

    und ob sich das lohnt die pr-struktur umzubauen? naja du arbeitest ja scheinbar als pr mensch ;) das musst du für dich entscheiden ;)

  • Rene Schaller

    liebe su, nein ich arbeite nicht als pr-mensch und ich trenne ohnehin den blog und das lesen von blogs von meiner alltäglichen arbeit. ich sehe die beeinflussung von bloggern durch marketingabteilungen und presseagenturen nur kritisch.
    ich denke firmen haben noch gar nicht wirklich erkannt wie billig und einfach sie werbung bekommen könnten, sie ja auch schon bekommen.

  • su

    glaub mir, die firmen haben das schon längst erkannt ;) das kann jeder von uns einsehen ;) ich weiss genau wer auf meinem blog rumgurkt ;)

  • Rene Schaller

    und in wie weit beeinflußt es dich beim posten von produkten? würdest du ein produkt welches dir zur verfügung gestellt wird negativ bewerten wenn es mist ist?

  • su

    ich lebe in schweden. man darf nichts aus promozwecken rausgeben oder annehmen ;)
    gesetzlich verboten! darum gibt es hier auch so viele parties.....

    aber ja, es gibt auch blöde sachen wo man auch laut meckern darf ;)
    http://weareyouneak.com/2009/12/01/todays-never-ever/

    man bedenke: auch schlechte promotionen ist gute promotion.

  • Rene Schaller

    schönes gesetzt, finde ich gut!

  • su

    du findest gut für jeden scheiss gesetze zu haben? naja ich weiss ja nicht.
    es kommt doch eh aufs gleiche raus. ob ich nun jemanden klamotten schenke oder veranstaltungen mache auf die jeder will. kosten tuts das gleiche und man hat sogar mehr aufmerksamkeit. wer kennt denn nicht die ganzen bilder von stockholmer veranstaltungen ;)

  • Rene Schaller

    ich finde gut, dass es somit nicht jeder bloggende teenie verleitet wird für ein shirt von xy seine seele zu verkaufen!

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