Paris Fashion Week: Yves Saint Laurent SS2010
Zugegebenermassen musste ich eine Nacht über YSL schlafen und mich durch die Detailbilder klicken, bis ich Stefano Pilati ein wenig näher kommen konnte. Gestern noch hatte ich ihm eine künstlerische Krise unterstellt und nach Gründen für dieses Tief gesucht, weil ich die Entwürfe auf Anhieb nicht verstanden habe.
Dieses weisse Zelt mit Erdbeeren, ich habe den Witz darin nicht gesehen und den "contemporary minimalism" bei Phoebe Philo einfach schöner gefunden. Doch lernte ich mit Verzögerung: Herr Pilati mag es gerne schwerfällig.
Was mir in dem Kontext schwerfällt, ist die Brücke zum Altmeister zu schlagen, der bekannt dafür war, die weibliche Silhouette zu zelebrieren und dem Zeitgeist gemäß Emanzipation zu fördern oder kleine Revolutionen zu unterstützen. Einzig in dem transparentem, schwarzen Zweiteiler an Mariacarla Boscono mit Stacheldrahtkette unter Tüll und weisser Strumpfhose erkenne ich kurz den Puls der alten Zeiten. Ansonsten hatte ich trotzdem meine Probleme, den No-Pants-Trend in einem so prestigeträchtigen Haus wie YSL zu entdecken und wunderte mich, wie lange es noch dauern würde, bis "all-in-white" endlich elegant wirkt und nicht billig. Für mich ist Yves Saint Laurent einfach schwarz, ob im Sommer oder Winter, mit Tribute Heels und dem Flair von Parisienne. Meine Highlights sind deswegen die Folgenden:
Die gesamte Kollektion gibt es bei elle.de zu sehen.



