Magazinwatch: Qvest No. 38
Schon beim ersten Durchblättern überkamen mich Verlustängste. Und auch beim intensiven Durchlesen bestätigte sich meine Vorahnung, dass einer einst geliebten Publikation zuviel interne Unruhe einfach nicht gut tut. Eins muß man der aktuellen Ausgabe des Qvest Magazins jedoch lassen: Bis auf rar gesähte Höhepunkte versagt sie für 6,50 Euro konsequent auf voller Linie.
Nach der Lektüre bin ich weder großartig schlauer noch irgendwie inspiriert, das Überangebot an eingearbeiteten Pressemitteilungen macht mich müde und selbst das Vorwort des neuen Chefredakteurs hat mich wegen fehlendem Herzblut fast einschlafen lassen.
Gut, ich kann verstehen, daß die Aufrechterhaltung eines Independentmagazins heutzutage schwierig und nicht ohne Kompromisse möglich ist. Aber mit zwei halbwegs interessanten Interviews (Rebekka Bay, Kreativdirektorin von COS, und Helen Levitt, Fotografin) sowie anderthalb guten Editorials (The Curator, Berlin Blaze) kann ich die unschön aneinander geklebten Produktempfehlungen nicht einfach so verzeihen. Please do better next time and don't die, my former favorite magazine!




Conny
die qvest macht aber auch momentan wirklich eine harte zeit durch (standortwechsel etc...) da ist es verständlich, wenn ein magazin dann etwas schwacher ausfällt... ich finde sie auch gar nicht soo schlecht, das cover gefällt mir, aber du hast recht, es gab bessere
loewenherzblut
Ich finde die aktuelle Ausgabe ausgesprochen langweilig. In puncto Backstage-Fotografie würde ein innovativerer Blick und eine kreativere Darstellung dem Magazin ausgesprochen gut tun. Die Editorials sind beliebig. Die Produktinfos uninspiriert. Mein Exemplar wandert in die gelbe Tonne.
LindaLove
die entwicklung geht in eine ähnliche richtung wie mal bei der tush, die ersten ausgaben waren unglaublich, richtig gut, immer wieder, dann wurde irgendwie das konzept geändert; andere typo, andres papier, themenverwässerung, und vorbei wars. es wäre schade, wenn die abwärtsentwicklung nicht mehr zu stoppen wäre.