Rückblick: art forum berlin 2009
Es gibt solche Stimmen, die möchten ihre Kunst ganz für sich behalten. Und dann freue ich mich immer wieder über solche, die mir für entgegengebrachtes Interesse in die Augen strahlen und sagen: Ach Quatsch, Kunst ist für alle da!
Ohne fundiertes Grundwissen liess ich mich also am Wochenende von der Atmosphäre diverser Messehallen beeindrucken und besuchte nach der Preview das art forum berlin mit gesundem Menschenverstand und wachen Augen - mehr soll man für den anfänglichen Zugang dieser Welt vorerst nicht brauchen, erzählte man mir.
Die strahlende Sonne blendete mich am Sonntag mittag durch die Deckenfenster der Halle 20 so stark, dass ich erst rechts bei der Galerie von Alexander Ochs wieder klar gucken konnte. Kein Wunder, dass das Bild, welches dann später meine Aufmerksamkeit auf sich zog von Jonathan Meese war. Eine Kollage mit glasierten BHs und mini Penissen aus Plastik waren doch irgendwie ästhetisch zusammengebastelt. Auf der gegenüberliegenden Stellwand ging es ähnlich weiter: Alle Werke von Oda Jaune der ehemaligen Frau von Jörg Immendorf waren schon verkauft (beide bei der Galerie Daniel Templon, Paris). Weitere Eindrücke gibt es hier:
In den Nachberichten beim art Magazin, der WELT und FAZ wurden jeweils vor allem der Einzug der etablierten Galerien wie Johnen, Sprüth Magers, Johann König und EIGEN + ART hervorgehoben. Die beiden Direktoren Peter Vetsch und Eva-Maria Häusler hatten das Portfolio auf Werke ab 1960 auf ein Sprektrum von zwanzig Jahren ausgeweitet, damit auch international renommierte Galerien die Chance haben, hier auszustellen und das Niveau der Messe anzuheben. Den Veranstaltern ist wohl bewusst, dass die Art Basel (plus die Schwester in Miami) und die Frieze Art Fair immer noch unangefochten den Markt dominieren, doch ist mit dem neuen Wind für den nächsten Termin im Oktober 2010 schon vorbildlich vorgesorgt worden. Auch wenn von den 6000 in Berlin lebenden Künstlern bei Weitem nicht alle dazu beitragen, dass hier mit der Kunst auch adequat viel Geld gemacht wird, würde es dem kreativen Standort doch sehr gut tun, ein vorzeigbares Image der Expertise aufbauen zu können.
Video der art forum berlin 2009 von Vernissage.tv:












Rene Schaller
die art forum lohnte sich auf jedenfall, es gab viel spannendes zu sehen. man findet aber auch recht schnell favoriten, oder findet einen die kunst? eigentlich eher von malerei angezogen, waren nummer 1. am ende die aufgehängten werken von stefan kern bei galerie karin guenther.
CHLOE
Ja es lohnt sich! Studendenrabatt Gott dei Dank aber immer noch 12 Euro! Fands auch sehr unterhaltsam. hahah ihr habtt fast die selben Bilder wie ich fotografiert. 2 Ausgaben von der Monopol geschenkt bekommen..i like
Garibaldi
Das Meese-Shirt, was ihr neulich versteigert habt, fand ich zu stylisch, schick und kommerziell, es war mir schlicht zu unkreativ, Meese kann mehr und ist anders.