Paris Fashion Week: Schedule und Erwartungen
Nach den Fashion Weeks in New York, London und Mailand, wovon wir letztere nur aus der Ferne mitverfolgten, erwartet uns die letzte Modewoche in Paris, bei der wir wieder vor Ort sein werden. Die Einladungen für Shows sind in der Stadt der Liebe immer etwas rar, doch das minimiert weder unsere Vorfreude, noch senkt es die Erwartungen.
Paris ist bekannt für Klassik, Romantik und das nötige Etwas an Innovation. Die Collage zeigt ein paar unserer Favoriten der letzten Saison, auf der nächsten Seite gibt es mehr zu unseren Vorstellungen für die kommenden Sommerentwürfe.
Besonders gespannt sind wir auf:
Gareth Pugh:
Wir lieben ihn für seine akzentuierten, architektonischen Formen und gruseligen Looks. Nach der letzten Saison, die durchaus tragbarer war als die Vorgänger, wünschen wir uns am kommenden Mittwoch wieder eine ordentliche Portion starke Silhouetten und Innovation. Pugh versetzte uns stets in futuristische Zeiten und vielleicht geht die Reise mit ihm ja nun weiter als bis in den Sommer 2010.
Manish Arora:
Bunt, verrückt und wie im Zirkus geht es bei dem Label Manish Arora zu. Lady Gaga und Katy Perry bringen es auf die Bühne, wir präferieren es kunstvoll gestylt an den Models und freuen uns auf den 1. Oktober.
Maison Martin Margiela:
Einmal mehr haben wir hier Form und viel Schwarz, denn Margiela zeigt uns für gewöhnlich big shoulders in einer düsteren Atmosphäre. Wir haben die Designs für den Sommer schon fast vor Augen und gerade deshalb wäre Abwechslung wünschenswert. Ausserdem bleibt die Frage, ob der grosse Meister tatsächlich nicht mehr hinter den Designs steckt, weiterhin ungeklärt...
Bernhard Willhelm:
Er fehlt bislang in der Designerauswahl bei style.com und damit man den deutschen Kreativen nicht vergisst, wollen wir kurz an ihn erinnern und unsere Freude kundtun, dass er diese Saison in selbstredend mit dabei ist. Zu erwarten ist vermutlich seine liebste Mischung aus Mustern und Farben.
Viktor & Rolf:
Die letzte Runway-Show des Designerpäarchens stimmte uns etwas traurig: Wo war der Zauber, die Kunst und das gewisse Etwas nur plötzlich hin? Wir waren von den Vorjahren wohl etwas verwöhnt: 3-D-Schrift auf der Kleidung, Lampeninstallationen an jedem Model oder grafische Formen und Muster gehörten bei Viktor & Rolf zum Standardprogramm. Nun möchten wir nach den NO-Mänteln vom Winter 2008, die sich gegen die Schnelllebigkeit der Modebranche aussprechen, wieder genau die sehen - in Form von Veränderungen und Fortschritt!
Karl Lagerfeld:
Meister Karl scheint seit vielen Jahren das perfekte Rezept gefunden zu haben, wie seine Handschrift auf Anhieb erkennbar ist und sich stets doch ein Stück weit neu erfindet. Nicht nur auf seine Entwürfe für die eigene Linie, auch auf seine Chanel-Interpretation darf man gespannt sein. Bei Chanel entsteht die Spannung unter anderem durch die wundervoll inszenierten Show-Kulissen: Ob Flakons, Karusselle oder riesige Hausfronten - mit Herrn Lagerfeld bleibt es spannend.
Givenchy:
Ob Ready-to-wear und Haute Couture, auf beiden Gebieten ist Riccardo Tisci ein wahrer Meister und macht Givenchy damit zu unserem unangefochtenen Highlight der Mode a Paris. Elegant und doch modern entwirft er Mode, die vom Stoff bis hin zu der Tragbarkeit und Perfektion ausgearbeitet ist.
Giambattista Valli:
Formvolle und starke Designs mit Mut zur Farbe. Die letzte Kollektion von Giambattista Valli war weniger verspielt als sonst und auch die Grösse unterschied sich deutlich von zuvor Gesehenem: Alles wurde in Maxigrössen designt, die Röcke waren länger und die runden Schultern sowie die gesamten Mäntel weiter. Werden es auch für die Sommermonate Maxiversionen, oder besinnt sich Valli wohl auf die romantischeren und gerüschten Entwürfe aus den früheren Jahren seiner Karriere?
Nina Ricci:
Die absatzlosen Heels von Nina Ricci waren das Accessoire für unzählige Editorials des Sommers. Auch die atemberaubenden Volant- und Vokuhilakleider von Olivier Theyskens waren eines der grossen Highlights - wie will Oliviers Nachfolger das jemals toppen können?
Louis Vuitton:
Die Hasenohren bei Louis Vuitton werden wir wohl kaum vergessen, schliesslich handelt es sich um eines der traditionsreichsten Modehäuser Frankreichs. Marc Jacobs schien das wenig zu interessieren und zieht stets sein eigenes Ding durch. Schön, dass er null berechenbar ist und jegliche Prognose damit sinnfrei wäre.
Dries van Noten:
Schlichte Schnitte in perfekt aufeinander abgestimmten Farben. Zwar könnte man meinen, dass Dries van Noten inmitten der genannten und sehr ausgefallenen Designer etwas deplatziert wirkt, doch genau diesen Ausgleich benötigt Paris. Denn was wäre die Modewelt schon ohne die tragbare Klassik...?
Alexander McQueen:
Von der letzten Show bleiben uns zwei Eindrücke dauerhaft im Kopf: Das übertriebene Make-Up mit übergrossen, runden Mündern und die riesigen, ausgefallen geschnittenen Mäntel. Eine dramatische, fast surreale Vision für diesen Winter, die uns grübeln lässt, was McQueen sich für den Sommer wohl hat einfallen lassen.
Des Weiteren ist das Label Giles zu beachten, welches zum ersten Mal in Paris statt in London die neuen Kreationen zeigt. Eine wundervolle Bereicherung für die Pariser Modewochen, der es jedoch an erwähnenswerten Talenten nicht zu mangeln scheint.
Bereits erhalten haben wir Tickets für folgende Shows: Bruno Pieters, Gaspard Yurkievich und Dries van Noten. Mal sehen, was der Briefkasten die nächsten Tage noch bereit hält. Sonst müssen wir es wohl wieder auf anderen Wegen probieren...
Ihr könnt euch auf die gewohnte Fashion-Week-Coverage mit einer Menge Streetstyles, Showbildern und Interviews gefasst machen! Die gesamte Schedule findet ihr hier.
















Kathi
oh da freu ich mich ja schon wieder auf eure tollen berichte! fahrt ihr alle drei?
Caroline
Ihr Glückspilze!
Wann gehts denn los?
Freue mich auch schon und postet mehr Streetstyles! Büdde!
LG und viel Spaß
Caroline
Isa
Fahre auch bald nach Paris...
Deshalb: Wo übernachtet ihr eigentlich meistens im schönen Paris??
Bisous
Julia und ich setzen aus, aber Schnati ist vor Ort!
@Isa Wir können immer bei privat übernachten, daher haben wir leider keine (günstigen) Hoteltipps.