NY Fashion Week: Oscar de la Renta und Marchesa
Bei Oscar de la Renta und Marchesa ist die Bezeichnung "Ready-To-Wear" einfach masslos untertrieben. Prinzessinnenträume und Romantikattacken finden hier Anschluss und Freunde. Der Meister Herr de la Renta hatte mich schon im Portrait der NY Times beeindruckt und lässt es einfach nicht sein, zu begeistern. Gleichauf elegant mag es Georgina Chapman, Chefdesignerin bei Marchesa. Sie wurde diese Saison von Lady Butterfly inspiriert und holte nach eigenen Aussagen den formalen Kimono der Japaner auf den Laufsteg, der eigentlich nur eine Präsentation im Chelsea Art Museum war.
Ihre matten Krepp-Kleider erlebten mit dem lila Entwurf (siehe Headerfoto) ihren farblichen Höhepunkt, da die restlichen Roben vermehrt im schüchternen Farbfed auskamen und wenn überhaupt in Mint oder Rose gipfelten. Die hochwertigen Stickereien und Applikationen aus Spitze taten ihr Übriges.
Bei de la Renta ging es etwas damenhafter und weniger zart zu: Kräftige Farben, grobere Stoffe und extremere Schnitte sorgten wieder für ein Feuerwerk. Sambaklänge ertönten aus den Lautsprechern, wir sahen wieder aufwändige Verzierungen, diesmal aber eher an Afrika angelehnt, was noch durch den Schwerpunkt auf Khaki zu Beginn unterstrichen wurde. Danach folgten aber ganz schnell detailverliebte Exotik und erzeugte ganz subtil den Irrglauben, dass man den nächsten Sommer ohne Bronze nicht überstehen wird. Egal wie mein Leben in den kommenden 10 Monaten verläuft: Gebt mir rote Teppiche, ich brauche dringend einen Grund für Oscar und Marchesa!
Die Show von Oscar de la Renta SS2010:
Die gesamten Kollektionen gibt es hier (Oscar de la Renta) und hier (Marchesa).











Nanny
Wundervoll! Ich könnte bis ans Ende meiner Tage nur Oscar de la Renta tragen! Hoffentlich gucken die Designer von Zara die Show auch an... ;o)