London FW: Louise Goldin SS2010
Eine Weile sitze ich hier nun und überlege, an was mich Louise Goldin alles erinnert. Die für ihre wertigen Strickmodelle bekannt gewordene Absolventin des Central Saint Martin College hat seit ihrer Debutkollektion in 2005 eine grosse Weiterentwicklung hingelegt. Nach der Kooperation mit Topshop wird sie mittlerweile neben den anderen Top 10 der britischen Designertalente gehandelt und bewies heute morgen wieder einmal, dass sie dem Titel durchaus gerecht wird.
Als eine Art deutsche Julia Knüpfer hat sie trotzdem aufgrund ihrer geometrisch, spacigen Kreationen eine gewisse Ähnlichkeit mit Christopher Kane. Dieses Jahr sagt sie, ihre Inspiration sei der Tanach gewesen, wobei ich mich dann eine Weile fragte, was ich mir denn genau unter "jüdischer Mode" vorzustellen habe. Nachdem ich in New York fasziniert eine 6er (!) Truppe Damen in der U-Bahn betrachtete, die eben dieser Glaubensrichtung angehörten konnte ich aber zu den gezeigten Entwürfen wenig Analogien festmachen.
Bei den pastellfarbenen Organzastoffen, die teils mit edlem Brokat vermischt wurden und gefächerten Faltenrock-Elementen, fällt vor allem der Fokus auf die von Jessie so geliebten Bustiers auf sowie ein leichtes Faible für kurze Pumphosen. Von den einstigen, schwerfälligen Einteilern aus schwerer Wolle ist Madame Goldin nun bei den heiter auseinandernehmbaren Zweiteilern angekommen. Gepaart mit glitzernden Schuhwerk powered by Swarovski lässt sich widerum der gute Rat der Sales-Expertin schwer verbergen, trotzdem applaudieren wir der Chefin zu einer gelungenen Version des Sommers 2010.
Ein ungelungenes Videointerview gibt es bei Showstudio und die gesamte Kollektion gibt es bei ELLE.











Rene Schaller
kann mir kaum vorstellen,dass eine frau in den infantilen höschen gut aussieht, geschweigedem sexy.
monika-luiza
@ rene: wenn die beine in dem höschen stimmen, kann das sehr sexy sein!
Louise Goldin begeistert mich wirklich jede saison aufs neue...