Mittwoch, 17. Juni 09 | 23:42 Uhr | Julia | 19 Kommentare | Kategorie: Mode
Unser Guide zur Mercedes-Benz Fashion Week Berlin
Im Briefkasten fand ich sauber eingeschweist das heiß ersehnte Mercedes-Benz Fashion Week Magazin No.8. Julia Stegner ziert würdig in blauem Dunst das Cover, während innen die ersten Interviews, Terminübersichten und Städtetipps 55 Seiten füllen.Doch wohin flitzen, hüpfen und jagen? Einen Auszug mit Highlights, mit denen unser Kalender in der Woche gefüllt ist, haben wir euch als Download zusammengebastelt. Da in den nächsten Tagen aber immer mehr Events hinzu kommen werden, updaten wir, kurz bevor es am 30. Juni mit der Modewoche in Berlin losgeht, nochmals unseren Terminplaner.
Hier also ist der LesMads-Guide zur Mercedes-Benz Fashion Week Berlin A/W 2010:

Update: +++ Die aktuelle Version berücksichtigt alle Planänderungen und Updates - Stand 30. Juni 2009 +++
Downloaden, ausdrucken, schonmal reinkritzeln und mitnehmen:
LesMads-Guide zur Mercedes-Benz Fashion Week Berlin (PDF)
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Trinkat | 18.06.09 · 06:44 Uhr (#)
... kommt man an so ein heftchen auch als ''normaler'' mensch ran? Oder nur über download?
Super euer guide! werde auch in berlin sein, befürchte nur absolut keinen überblick zu haben... Freue mich sehr über eure tipps!
Lara | 18.06.09 · 08:15 Uhr (#)
Wow ihr glücklspilze. wenn ich es irgendwann auch da mal hinschaffe danke ich gott :) Bis es soweit ist lese ich mir eure tolen Berichte los und beneide euch ein wenig :D Aber wünsche euch natrülich ganz ganz viel Spaß. Genießt es für mich mit :)
monika-luiza | 18.06.09 · 08:59 Uhr (#)
aaah fashionweek in berlin, ich hätt sogar möglichkeiten einige shows zu besuchen und dann muss iich aber gerade nach LA fliegen. tja, man kann wohl nicht alles haben... wünsch euch aber schon mal viel spass und freu mich schon auf eure berichterstattung :-)
Belle | 18.06.09 · 10:31 Uhr (#)
Oh ohr seid wiedermal schneller als das Fashion Week Team mit ihrem Plan. Sehr schön!
Vielleicht sehen wir uns ja dort, das wäre witzig!
mara | 18.06.09 · 12:48 Uhr (#)
Michalsky sagt im Interview in dem offiziellen Berlin Fashion Week-Blatt, dass Berlin als Standort für Mode immer wichtiger wird. Sieht ganz so aus als müssten sich die Beteiligten die Veranstaltung schön reden - denn die Realität sieht in dieser Saison ganz anders aus. Hugo mit Bruno Pieters längst weg nach Paris, Escada und Wunderkind machen Ausstellungen, die im Kalender als prominente Platzhalter dienen und JOOP streicht vorerst komplett die Segel. Die Kollektion unter Dirk Schönberger sei nicht rechtzeitig fertig geworden, heißt es offiziell. Inoffiziell wollen einige wissen, dass die aufwendigen Shows der vergangenen Saisons JOOP in diesem Jahr in die Knie gezwungen haben. Alleine Maria Carla Buscono soll 30.000 Euro für ihren Auftritt gekostet haben. Die Klamotten verkaufen sich wohl auch nicht so wie erwartet, jetzt hat die BFW einen Star weniger und all die Lac et Mels versuchen ihr Glück. Schade, dass Berlin langsam in die Provinzialität abgleitet. Ich freue ich mich jedenfalls am Samstag auf Mailand...
Tina | 18.06.09 · 14:30 Uhr (#)
@ Mara
1. Berlin WIRD als Standpunkt für Mode immer wichtiger. Da redet Michalsky auch nichts schön, schließlich ist er ja eignes hier ansässig.
2. Berlin hat den Ruf als modisch gesehen experiementellste Metropole der Welt.
Da passen all die Neulinge und kleinere Labels schon ganz gut ins Bild. Setzt du dies mit Niveauverlust gleich, solltest du dich aus dem Modegeschäft wohl besser zurückziehen.
3. Berlin steht auch nach zwei Jahren noch ganz am Anfang, kann und will nicht mit Paris, NY, Mailand mithalten.
Mikk | 18.06.09 · 14:34 Uhr (#)
Als Shopinhaber sieht mein Plan ähnlich aus! Ich freue mich auf die Projektgalerie und Weddingdress, Esther Perbandt sowie besonders auf die Kilian Kerner Show (den wir in unser Sortiment aufnehmen wollen) Also werde ich euch dort treffen. Ich bin überrascht das die Premium Exhibition bei euch keine Beachtung findet. Hier informieren sich wirklich auch aktiv alle infomierten Einkäufer. Sonst hätte ich noch eine Wiliam Rast Einladung mit Gast und Co.Designer Justin Timberlake auf der Bread and Butter, abzugeben. Leider geht nicht alles :-) Eine spannende Woche und viel Spaß!
Natascha | 18.06.09 · 15:18 Uhr (#)
Ich würde auch gerne wissen, ob man dafür Karten braucht und wie man an die rankommt etc. Ich hab schon gegoogelt und nichts gefunden, dabei möchte ich eigentlich so super gerne. :)
Liebe Grüße, N.
lari. | 18.06.09 · 19:44 Uhr (#)
organisiert ihr eigentlich auch ein treffen unter blogettes während der fashion week? wäre ja eigentlich eine feine sache :] ihr erreicht mit einem vorschlag für ein treffen auf jeden fall die meisten leute.
Lulu | 18.06.09 · 21:23 Uhr (#)
Es gibt diese Season keine Kaviar Gauche show..
mara | 19.06.09 · 12:09 Uhr (#)
tina, guck' mal wie die Aussensicht auf Berlin ist:
Berlin Fashion Week | Very ‘Project Runway’
By Sameer Reddy for the New York Times
As an enthusiastic fan of the emerging fashion week circuit, I was looking forward to Mercedes-Benz Berlin Fashion Week — it’s always interesting to see how different locales attempt to create a sartorial identity. But a funny thing happened on the way to the Bebelplatz, the historic square that houses B.F.W.’s tented venue. After attending 17 days straight of fashion shows, first at Fashion Rio, then at São Paulo Fashion Week and finally at the couture in Paris, I was no longer in the mood to be giving any designer the benefit of the doubt.
Holding Berlin Fashion Week to the same standards as the couture shows clearly makes no sense, but the show audiences seemed to be confused, acting as if they were guests at an exclusive soiree in the Paris Ritz. Perhaps they’ve watched too many syndicated episodes of “Lifestyles of the Rich and Famous.” Instead of distilling a powerful German aesthetic and developing the public relations and commercial infrastructure necessary for real success, people are more focused on blowing Champagne kisses and indulging their caviar dreams.
Which is a shame, because there was some solid talent on display. The most successful designers translated aspects of Germany’s town-and-country aesthetic into contemporary collections that had a salable appeal. Scherrer-Gonzalez did luxe dressage with sheared mink capelets, herringbone jodhpurs, riding coats and extravagant evening showstoppers that, this season, had a tasteful appeal.
Sisi Wasabi’s tailored jackets, shredded chiffon dresses and tuxedo touches looked elegantly expensive but avoided falling into a stuffy trap. Beautiful silk dresses with padded hips echoed a trend that emerged in Paris at Dior and Elie Saab, a seeming reaction to our dire financial straits in the form of an overtly fertile silhouette.
Lac et Mel’s highly commercial collection made an impact with a dress constructed with 100,000 euros worth of diamonds, a clever P.R. strategy that effectively captured the attention of the press.
Bernard Willhelm was the international attraction this time around, following in the platformed footsteps of Vivienne Westwood, who showed here last season. Willhelm opted for a typically zany off-site installation that was entertaining and packed with the colorful prints and avant-garde pieces that fit in well with the city’s well-known street style.
The shows weren’t without their share of stars — Boris Becker and Milla Jovovich were the main attractions at, respectively, Strenesse Blue and Hugo Boss Black, secondary lines akin to Calvin Klein White Label and Vera Wang Lavender (I’m sensing a trend toward color-coded diffusion lines), and supermodel Julia Stegner, the new face of Maybelline and the official ambassador for Mercedes-Benz, was also on hand — but that’s not why people attend B.F.W. If you’re interested in B-list celebrity spotting, then head to L.A., but if B.F.W. wants to become a serious showcase for German fashion design, then it needs to adopt an attitude that’s more real life, and less “Project Runway.”
Lulu | 19.06.09 · 14:42 Uhr (#)
Auch wenn es etwas schade ist stimme ich dem NY Times Artikel zu. Die FWs in anderen Staedten haben einfach ein anderes Gefuehl und das Publikum dass zu den Shows kommt ist auch anders. In Berlin sind einfach viel zu viele moechtegern Leute die so tun als waeren sie voll mit dabei. And nobody really gets dressed up for anything which I think is really disappointing. BFW hat noch viel zu lernen aber es ist ja auch erst am Anfang. Diese Saison verspricht schon mehr als letzte Saison finde ich, teils teils zumindest.
Tina | 19.06.09 · 15:03 Uhr (#)
Ich kann dem Artikel ebenfalls durchaus zustimmen. Aber wie sehr geht es wirklich um die Atttüde des Publikums? Letzendlich geht es um die Mode und viele Designer werden auch dieses Jahr sehenswertes präsentieren können.
Wie gesagt, spielt Berlin bewusst nicht in der Oberliga und der "professionelle Flair" der hier noch fehlt, ist auf das Ausbleiben des ausgeprägten internationalen Interesses zu schieben. Da muss sich die Berliner Modewoche mitsamt ihrer Designer eben erstmal beweisen und ich denke, dass sie auf dem besten Weg dahin ist.
In jedem Fall zeugt es doch von einem äußerst kleinen Horizont, die Berliner Fashion Week zu verurteilen, weil die ganz großen Designer fehlen.
mara | 19.06.09 · 16:12 Uhr (#)
Tina, ich verstehe nicht, warum du persönlich werden musst, nur weil hier Leute anderer Meinung sind? Das ist meist ein Indiz für schwache Argumente.
Du schreibst, das fehlende "professionelle Flair" der BFW sei auf das mangelnde Interesse der internationalen Öffentlichkeit zu schieben. Ich denke, es ist eher andersherum.
In dem NY Times Artikel wird übrigens nicht nur das Randgeschehen thematisiert, sondern auch die gezeigte Mode als "Project Runway" bewertet. Das ist - wer die US-Show nicht kennen sollte - KEIN Kompliment. Und, dass große Namen nicht Erfolgsgaranten sind, zeigen ja die gescheiterten Mühen, mit Prominenz und Global Playern auf Krampf Glamour erzeugen zu wollen. Aber leider sehe ich auch bei den kleinen, unabhängigen Labels kein Potenzial, wenn C.Neeon seit Jahren ihre bedruckten Jersey-Outfits zeigen, Kaviar Gauche zum hunderttausendsten Mal plissiert und sonstige geometrischen Figuren wiederkäut und Scherer-Gonzales immer wieder Abendroben schneidert. Wiedererkennungswert, eine eigene Handschrift, das ist ja alles schön und gut. Kreativer Stillstand aber nicht.
Ich glaube, das größte Problem der BFW ist der Standort Deutschland. Mode wird hier nicht wirklich ernst genommen. In keiner überregionalen Tageszeitung gibt es regelmäßig eine ausführliche Berichterstattung. Alfons Kaiser von FAZ versucht sein Bestes, der deutsche Tim Blanks zu sein. Wie gesagt, versucht. Die Gründe für die Hass-Liebe der Deutschen zur Mode mögen vielfältig sein, aber Fakt ist, dass sie hierzulande sehr argwöhnisch betrachtet wird.
Man hat mit viel Tam-Tam und Hollywood-Stars einst begonnen, jetzt zeichnet sich ab, dass es in Richtung jung, progressiv, urban geht. Vielleicht ist das der richtige Weg.
kat | 19.06.09 · 21:43 Uhr (#)
berlin steht am anfang, alles fing irgendwie mal an. und das joop nicht dabei ist, stört auch nicht wirklich. deutschland hat viele interessante jungedesigner. mich wunderts das die blutsgeschwister nicht genannt worden, lala berlin ist nicht nur in berlin ein größe usw ... michalsky versucht indes den glamour alá NY nach berlin zu bringen. mich wunderts immer noch, das er nicht seinen namen an sein vorbild marc jacobs angleicht ;-) aber das ist ein anderes thema. berlin als modestadt ist ein ernst zu nehmendes pflaster. viele trends wurden hier geschaffen und etabliert. wenn man tagsüber durch die verschiedenen berzirke geht kriegt man ein gut sortiertes programm aller exisitierenden trends geliefert: in charlottenburg den designer chick und junge stylisten, im prenzlauer berg den alternativen künstler mit dezenten designer label, im friedrichshain urban street-style und in kreuzberg (am abend) club-style. es ist jung, frisch und wird nie wie NY oder London werden! das wollte berlin aber auch nie (leider).
noch eine frage zur fashion week: habe das heftchen auch bekommen. aber wie schafft man es zu den shows zu kommen???? habe schon alle hebel bewegt, waren wohl immer die falschen :-(
greets
elisa | 22.06.09 · 15:08 Uhr (#)
na unsere antwerp's six habt ihr ja ganz vergessen...
ich schick dir noch ne mail ;-)
Mikk | 22.06.09 · 20:15 Uhr (#)
@mara: sehr gute und ehrliche Statements die ich nur unterstreichen kann!
Zum Glück gibt es in dem Zeitraum "Berlin Fashion Week" auch noch wirklich ehrliche Veranstaltungen wo es auch noch um Mode geht und nicht das promoten eines Hochklasse Fahrzeuges und deren Einladungen von potenziellen Kunden. Ich freue mich auf Kilian Kerner und ich gehe zur Show weil es "Arbeit" ist und ich entscheiden muß ob die Kollektionen auch wirtschaftlich verkäuflich ist. Aber sonst gehe ich zur Projektgalerie und suche individuelles Modedesign oder zum Weddingdress um Stimmungen der wirklichen Modewelt der Straße zu entdecken. Die Premium Exhibition oder Bread&Butter zur Kontaktpflege mit Labels und Agenturen. Einen Besuch erhalten MAJACO, FIRMA, ESTHER PERBANDT, vonWEDEL&TIEDEKEN.
Habe noch eine Einladung zu Justin Timberlake am 01.07. auf der Bread&Butter zum "Meet&Greet" des Denimlabels WILLIAM RAST, abzugeben!
KTHL | 24.06.09 · 22:35 Uhr (#)
@Mikk:
Hätte großes Interesse an Deiner "William Rast" Einladung!!!!! Würde mit einer Freundin gerne zur Bread and Butter - nur leider ist das als "Laie" so gut wie unmöglich...
Also falls du Deine Einladung gerne abgeben möchtest - wir wären seeeehhr dankbare Abnehmer ;-)
LG KTHL
KTHL | 24.06.09 · 22:35 Uhr (#)
@Mikk:
Hätte großes Interesse an Deiner "William Rast" Einladung!!!!! Würde mit einer Freundin gerne zur Bread and Butter - nur leider ist das als "Laie" so gut wie unmöglich...
Also falls du Deine Einladung gerne abgeben möchtest - wir wären seeeehhr dankbare Abnehmer ;-)
LG KTHL