NY Fashion Week: Calvin Klein, Proenza und Zac Posen
Acht Tage wurde in New York auf den Laufstegen versucht, die Modewelt zu retten. Im Ganzen mehr oder weniger erfolgreich, waren die Anwesenden stiller als sonst und so ganz werde ich das Gefühl nicht los, dass sie aufgrund der vorher schon überall verkündeten Sparmassnahmen, den ganzen Zirkus dieses eine Mal besser hätten ausfallen lassen sollen.
Auch wenn Innovation und Qualität sichtbar unter dem gewohnten Level blieben, besannen sich die Amerikaner wie sonst auch schon auf ihre individuellen Wiedererkennungswerte und Handschriften.
Der mir noch nie zusagende unförmige Minimalismus von Calvin Klein via Francisco Costa, die Spezialisten für Mäntel und Grobheit von Proenza Schouler und der Auf-und-Ab-Künstler Zac Posen - alle drei bleiben ihrer Linie treuer denn je. Ob Romantik mit Pianisten oder schlecht umgesetzte rote Fäden mit scheusslichen grossen runden Knopfpunkten: in Notlagen erweist sich der eigene Charakter doch immer als der zuverlässigste Retter.
Die Chefin des Ganzen, Fern Mallis (IMG), zieht tapfer positive Bilanz und klingt dabei wie die Klassenlehrerin, die aufgrund kollektiver Arbeitsverweigerung der Schulklasse trotzdem jedem noch eine "drei plus" unter den Aufsatz knallt. Sind wir mal ehrlich: So richtig vom Hocker gehauen haben uns unsere geliebten Meister letzte Woche nicht.
Lasst uns die Chance jedoch nutzen und zum Beispiel wie Katja von Bees and Ballons auf die Details der Entwürfe gucken oder uns nochmal die oft sowieso viel interessanteren Parties vor Augen führen. Armani baute sich ein neues Heim auf der Fifth Avenue und Vladimir Restoin-Roitfeld eröffnete seine von Louis Vuitton gesponserte Ausstellung, over crowded celebrity stew inklusive.
Zu guter Letzt noch zehn helle Momente von Refinery29 und die Links zu den gesamten Kollektionen: Calvin Klein, Proenza Schuler und Zac Posen bei Style.com.
Dem Zac seine Pianisten mag ich euch für's warme Herz nicht vorenthalten:












