London Fashion Week: The 10 to Watch
Inmitten der Londoner Fashion Week stellen wir fest, dass Talent magnetische Wirkungen entfalten kann: Die Brutstätte der Kreativität zieht seit Tagen Modejünger in die britische Hauptstadt. Während zwei Mal im Jahr Taxen, Bahnen und Strassen mit mehr bunten Menschen als sonst gefüllt sind, führen die aufstrebenden Designer den Rest des Jahres hier noch ein ruhiges Leben.
Bei den 68 Kreateuren, die dieses Jahr die Schedule füllen sind sicher auch ein paar dabei, für die das Undercover-Leben schon arg in Gefahr ist. Zehn vermeintliche Highlights, die über den Verlust von Gareth Pugh gen Paris hinwegtrösten sollen, haben wir uns rausgepickt und uns zu Christopher Kane, Richard Nicoll und Marios Schwab auf die Hot-List geschrieben. Vorhang auf für einen kräftigen Stoss frischer Luft aus den Ateliers und Schneiderstuben!
- Giles Deacon: Das Styling seiner ersten eigenen Show in 2004 übernahm Katie Grand und drapierte die Kleider um Karen Elson und Eva Herzigova. Weltweit in der VOGUE gefeatured, rutschten die Exemplare direkt auf die Oderlisten der grossen Luxuskaufhäuser. Awards folgten und die Bilderbuchkarriere vollbracht. Ein tolles Portrait gibt es hier.
- Christopher Kane: Unvergessen die von dem Film-Epos "Planet der Affen" inspirierte Frühjahrskollektion 2008, die in gelben und orangenen Halbkreisen versank, dürfen wir auf die Fortsetzung gespannt sein. Da sein Laufsteg-Debüt erst drei Jahre zurückliegt, dürfte noch genug Pulver für Ideen vorhanden sein.
- Richard Nicoll: Bekannt für seine saubere Schneiderkunst und T-Shirts für Erwachsene, hängt seine Kleiderkunst nun in der Spezial-Ecke bei Topshop. Vorher liess er sich aber 2002 von Dolce & Gabbana seine Absolventenkollektion bei Central Saint Martins abkaufen und arbeitete als Creative Consultant bei Marc Jacobs für Louis Vuitton.
- Erdem: Im Frühjahr von Chefredakteurinnen als Geheimtipp gehandelt, geht es nun darum, den Stein ins Brett zu nageln und die bekennende Fangemeinde nicht zu enttäuschen. Nach Stationen bei Vivienne Westwood und Diane von Fürstenberg lässt sich der Faible für "weibliche Luxuriösität" leicht erklären. Was wohl nach dem himmlischen Wasserfarbenkasten kommt?
- Marios Schwab: Berlin den Rücken gekehrt, konnte es in London fast nicht besser laufen: Die Frühjahr/Sommer-Kollektion wurde u.a. von Style.com zu den besten der Saison gekürt. Fokussiert darauf, wie Bondage-Elemente den weiblichen Körper in die Mitte zwischen den Gegensatz der Geschlechter stellen, hat er sich fast ein wenig von seiner Inspirationsquelle "Wissenschaft" entfernt und nimmt sie aber vielleicht diese Woche wieder auf.
- Peter Jensen: Noch heute heiss zwischen Jessie und mir über die Relevanz des Dänen diskutiert, beweist er regelmässig mit seiner Mode Humor: Begeistert von weiblichen Hollywood-Ikonen mixte er zuletzt Muster und Farben was das Zeug hält. Somit sind die Goldprints auf grauem Jersey für den Laufsteg mit Sicherheit auch aus einer Out-of-the-Box Kreativ-Lektion entstanden.
- Louise Goldin: Die Expertin für Strickwaren hat 2005 ihren Abschluss auf dem Central Saint Martins College gemacht und liess sich seitdem von Wasily Kandinsky inspirieren um Assoziationen rund um Eskimos und den Mars zu kreieren.
- Danielle Scutt: Nachdem "New Generation"-Sponsoring von Topshop, findet die Show nun zum zweiten Mal statt. Chiffon-Kleider, Trench-Coats und Organza-Anzüge haben das Wechselspiel zwischen Feminin und Maskulin hervorgehoben und angereichert mit Bikinis und Schmuck zudem noch den Anspruch erfüllt, eine komplette Garderobe zu füllen.
- House of Holland: Angefangen als Modejournalist, zeigt der beste Freund von Agyness Deyn nun schon die dritte Show in London. Seine "Screaming but simple"-Strategie scheint aufzugehen, dekorieren seine pop-art-igen Kleider, Hosen und Shirts doch vermehrt Sternchen-Körper und Editorials in Mode-Magazinen.
- Twenty8Twelve: Die Miller-Schwestern premieren mit ihrer Herbst/Winterkollektion 09/10 und sind als "Schauspielerin-mit-Schwester-Modelabel" natürlich besonders unter der Lupe der Talent-Kritiker. Die weitere Gefahr, dass die knackigen 15 Minuten Showdown an einen schnellen Tee mit Oma erinnern, puffern das Design-Duoo hoffentlich mit einem eindrucksvollen Paukenschlag ab. Bonne Chance!











kimi
Die Wellen und die Affen T-Shirts von Christopher Kane waren doch in der Frühjahrskollektion 2009 zusehen und nicht 2008.
@kimi: So true, ich meinte SS 09. Danke.
Anna-Thea Jaeger
sieht nett aus
liebs grüessli