von Julia in Kategorie: Lifestyle 5Kommentare

DLD 09: Tyler Brûlé über New Media Models

Header_DLD_NewMedia.jpg Abgesehen von meiner Schwäche für Chefredakteure, wäre das Panel "New Media Models" auch so unangefochten mein Favorit gewesen. So sitzen mein all beloved Tyler Brûlé (Monocle), neben Carolyn McCall (The Guradian), Michael Arrington (TechCrunch) und Jeff Jarvis (Buzzmachine) um sich über Qualitätsjournalismus in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung zu unterhalten.

Neue Ansichten zu Distribution und Verarbeitung von Informationen, die den Alltag der Journalisten auf der ganzen Welt beeinflussen und verändern brachten uns mehr zum Nachdenken als die altbekannte Diskussion über "Print- vs. Online-Medien".

Erkenntnis des Tages: Mein Informationsbeschaffungsverhalten folgt einem erkannten Phänomen. Anstatt gelesene News aufzubereiten und in Form eines Artikels weiterzutragen, lasse ich sie sacken und sammle fleissig weiter. Kein Output, nichts zu sehen, LesMads bleibt unberührt und Jessie fragt mich, was ich den ganzen Tag gemacht habe oder warum ich das und das nicht gebloggt habe, nachdem wir uns darüber ausgetauscht haben.

Mehrwert schaffen oder Zeit zu haben, neue Erkenntnisse zu er-denken fällt leider oft auseinander mit einem vollen Tagesplan an To-Do's und bleibt klar das Privileg der Vollzeit-Journalisten. Mahret ist hier mein Lieblingsbeispiel, die von ihrem Blog fart aus in die Printmedien ausreisen durfte und u.a. Artikel für die j'n'c und die FAZ schreibt.

Mehr zu dem Thema findet man im DLD Live Blog oder im bald folgenden Videozusammenschnitt.

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5 Kommentare

  • Jules

    Das ist nunmal das Problem bei Online-Journalismus - man muss flinke Finger haben um mithalten zu können, viel Zeit für ausgiebige Recherche oder eigene Gedanken bleibt da meist nicht. Vielleicht wäre Print ja besser für dich? (Auf der anderen Seite macht ihr das ganz gut hier ;)

  • elenell

    Keine Sorge, Julia. Das soll Euch erst mal jemand nachmachen und schritthalten! ;-)

  • Mary

    Ich persönlich wehre mich gegen die Hektik des Bloggens, ich habe nicht das Bedüfrnis immer und überall die erste zu sein. Dem Druck können sich gern andere aussetzen, ich wähle lieber was ich veröffentliche und was nicht. Ich glaube nicht, dass das zu einem Rückstand anderen, schnelleren Bloggern gegenüber führt.

  • mahret

    Danke für die Erwähnung :D
    Interssant ist besonders für mich, wie weit zeitlich Print und Online auseinanderliegen. Ich bin heute auf einer Show und blogge "sofort" darüber, das Printinteresse kommt 1/2 Jahr später. Gut finde ich dann, dass ich die Muße hab, den Stoff sacken zu lassen und so erst überhaupt der Raum da ist, höhere Erkenntnisse zu gewinnen, die zu mehrwertigem Output führen. Lustig ist, das mich gestern Leute fragten, wie Paris war, was ich alles gesehen habe und ich Probleme hatte, das so schnell auseinanderzutüfteln. Sehen blogge und vergessen und sich dann nach ein paar Wochen wieder daran erinnern - "hach, da war doch was!". Manchmal prasselt soviel Information auf einen ein, dass es schwierig ist, da überhaupt pronto etwas brauchbares/verwertbares herauszufiltern. Der Aktualitätsdruck online birgt da natürlich ein gewisses Dilemma, das ich für mich sehr gut lösen konnte, eben dass ich alles nochmal Revue passieren lassen muss, um es später für den Print aufzuarbeiten. Eine Lösung sonst habe ich nicht. Am besten muss jeder für sich ein eigenes Tempo finden. Das hat Mary ganz gut raus und ihr auch - wenn auch auf ganz unterschiedliche Weise. Beides funktioniert aber sehr gut. Wenn schon aktuell, dann bitte GANZ aktuell und ich habe schon gesehen, dass heute morgen der "I like Ponies" Artikel schon online ist :D
    Beim DLD wäre ich auch sehr gerne gewesen. Aber naja, die Pariser Männer waren auch nicht schlecht ;)

  • Eva Kaczor

    Wenn drei Tage lang die Avantgarde-Köpfe der Digital Society aufeinandertreffen, dann kann es gar nicht anders sein, als dass sich die Geschwindigkeit der Buzzwörter und Überschlagsgedanken um so ungefähr das Achtfache potenziert. Wahrscheinlich ist es auch genau das, was die "DLD Wolke" ausmacht, auf der ich heute immer noch ein wenig surfe. Die mir zwar die Sinne vernebelt aber gleichzeitig das Inspirationsherz hüpfen lässst.
    Ich hab mich durchaus das ein oder andere Mal dabei ertappt, wie ein erstarrtes Kaninchen, voller Faszination dem dort oben auf der Bühne zuzuhören, die Finger auf die Tastatur gepresst ohne ein Wort dort hinein zu hacken. Nennt man wahrscheinlich Schreibstarre...aber dann hab ich's entdeckt: den Loslass-Button: es gibt immer einen Gedanken, der einem durch den Kopf schiesst, von dem man weiss, das ist jetzt Deiner und damit der Aufhänger für den netten kleinen Post. Und dann wurde losgetippt.
    Eigentlich ganz entspannend, wenn man das mit den Jungs und Mädels vergleicht, welche ganz sicher heute noch schwitzige Händchen haben, ob der Bloggingraserei, der sie sich uf dem DLD verschreiben durften. Für alle, die sich den DLD im Live-Blogging Format anschauen wollen, hier is der Link http://www.dld-conference.com/liveblog/index.php

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