Rückblick: Kopenhagen
Natürlich reichen drei Tage nicht, um alle Eigenarten eines Volkes vollkommen richtig oder gar vollständig zu verstehen. Doch die Dänen haben uns am Wochenende vor allem eines bewiesen: In der Ruhe liegt die Kraft.
Parallel begleitet von ganz ganz frühen Ladenschlusszeiten und Einbruch der Dunkelheit quasi kurz nachdem man gerade aufgewacht ist oder es vielleicht auch niemals richtig hell wurde. Als besonders positive Nebeneffekte dieser Umstände stellte sich schnell heraus:
Die Dänen beweisen auf voller Linie ein ausgeprägtes Händchen für Geschmack: sei es in punkto Design (Interieur sowie Architektur), äusseres Erscheinungsbild oder Essen.
Wir entdeckten Mädchen, denen die altrosa-farbene Khaki-Pumphose so gut stand wie manch einer das Little Black Dress, mit dem man eigentlich nie was falsch machen kann. Im Henrik Vibskov Store bekamen wir den leckersten Glögg (=Glühwein) aller Zeiten gereicht und kein einziges Waschbecken, an dem wir uns die Hände wuschen, sah aus wie das andere. Will sagen: Wenn die Ästhetik auf der Welt ein zu Hause hat, dann sicher hier in Kopenhagen. Dass das manchmal auch seinen Preis hat, zeigt die leicht angehobene Preis-Skala, wie beim sehr lecker angepriesenem Hot Dog fur 26 Kronen, was ca. einem Preis von 3,50 Euro entspricht.
Auch das Ausgehverhalten haben wir innerhalb der kurzen Zeitspanne nicht richtig verstehen können. So klapperten wir die mehrfach empfohlenen Adressen des Nachtprogramms ab und fanden drei recht abwechslungsreiche Szenarien vor:
a. in der Karriere Bar und der gegenueberliegenden Jolene (beide im sog. Pendant zum New Yorker Meat Packing District) herrschte gähnende Leere
b. im Vega Natklub beobachteten wir vermehrt Mädchen, die mit ihren wohl schmerzenden High-Heels in der Hand erschreckend unweiblich betrunken und grölend ihren Kolleginnen vom Kölner Ring gefährliche Konkurrenz machten
c. an unserer letzten Station machte der Türsteher mir ein unfreiwilliges Kompliment, über das ich mich an meinem letzten Geburtstag sehr gefreut hätte. Er verwehrte uns den Eintritt, weil wir mit 26 noch zu jung fur die Party waren.
Doch lange Rede, kurzer Sinn: Hier ein paar Must-Sees für alle, die die royale Luft in London und Holland eh schon liebten und nun frische Nordluft mit Smørrebrød geniessen wollen.
- Ein Himmel für Designertaschen auf gefühlten 10 m2 ist Holly Golightly
- Direkt um die Ecke findet ihr den lecker riechenden Concept Store Storm
- Der Flipper-Automat mit Justice-Logo steht bei Paris Texas
- Die beste Zusammenstellung an Lieblingslabels hat Flying A
- Das andere Ende der Berlin-Kopenhagen-Brücke gibt es bei Wood Wood und der gegenüberliegenden Shop von Henrik Vibskov
- Sonst noch positiv aufgefallen ist der gute Stil der Stadtbewohner, auch hier zu betrachten
- Weiterer Pluspunkt: Die Sortimente der H&M-Trend-Abteilungen, die auch schon lange bei uns nicht mehr erhältlich sind
- Neben der Marc Jacobs Boutique gab es in der Food Bar nahrhafte Sandwiches mit Humus, Sprossen und dänischen Spezialitäten
- Und last but not least konnten wir Sticks'n'Sushi in der Kategorie "Sehr leckeres Dinner" und "Auffallend freundliche Bedienung" einen Preis verleihen





Dani
Das klingt doch nach ein paar schönen Tagen!
Lydia
Euer Schreibstil ist klasse, da macht es richtig Spaß sowas zu lesen, auch wenn Kopenhagen (noch) nicht auf meiner Liste der zu bereisenden Städte steht, aber ich glaube das hat sich mit eurem Post geändert.
Kristin
Kopenhagen steht zwar nicht ganz oben auf meiner Liste der Städte, die ich unbedingt sehen möchte, aber du hast mir gerade Lust drauf gemacht :)
Resi
ohja, kopenhagen ist eine tolle stadt, mit sooo viele sooo schönen menschen und einem unglaublichen kulturellen angebot! vor allem auch in louisiana muss man mal gewesen sein, man munkelt es sei das schönste museum der welt und ich kann da nur zustimmen!
ich liebe vor allem die vielen kleinen geschäfte in den parallelstraßen der stroget....