von Jessie 8Kommentare

Paris: Streetstyle bei Christian Lacroix

Vor der Show von Christian Lacroix im Jardin des Tuileries heute nachmittag regnete es in Intervallen, der Wind peitschte mir ständig den Kieselbodenbelag ins Gesicht und meine Haare standen dementsprechend in alle Richtungen ab. Wie kommt es bloß, dass der Großteil der Gäste perfekt gestylt bei der Show erscheinen, jede Strähne sitzt und der Regen keine Spuren hinterlässt?

Klar, eine Nina Garcia hat ihre eigene Stylistin. Dennoch sind die Pariserinnen sowie Moderedakteurinnen irgendwie automatisch chic. Wonach die Fotografen aus der Entfernung übrigens sofort anspringen, sind wahnsinnig dünne Beine auf ewig hohen Heels- viel mehr braucht man im ersten Moment wohl nicht. Und wie man anhand der Bilder sowie auf dem kurzen Video sieht, gibt es genügend solcher Klappergestelle. In schwarz gekleidet, versteht sich. Da war die Dame in dem grün-weiß karierten Prada-Kleid die große Ausnahme und sah damit sogar am Besten aus. Die Bilder:

Ein kleines Video der Szenerie:

Tags: christian lacroix, look, outfit, paris, paris fashion week, streetstyle
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8 Kommentare

  • Alice

    julia frakes ist doch behindert#

  • Julia

    Herrje, ich weiß gerade nicht, ob vielleicht der versteckte Neid aus mir spricht, aber bei soviel dekadenter Zurschaustellung holt man sich doch den Ekel, oder? Das Diktat der Oberflächlichtkeiten des Modezirkus um die eigentliche Mode herum ist ja schlechterdings nichts Neues; trotzdem wirkt die ganze Szenerie fast abartig bizarr: Besonders herrlich sind die Spuren des Massentourismus (die konventionellen Regenjackenträger) im Hintergrund der Fotos. Abgefahren, dieses Tamm Tamm, oder wie sich das nennt.
    Ist keine Kritik an Jessie, die sich ja im Auftrag der Berichterstattung da durchprügeln muss und sich -wie ich finde- sehr engagiert und differenziert mit dem Thema auseinandersetzt.
    Wünsche noch viel Freude dabei!

  • Dani

    Das kann ich gut nachvollziehen... Ich liebe es mich in meiner Freizeit mit der Mode auseinanderzusetzen und hab auch oft überlegt beruflich in dem Bereich irgendwas zu machen. Aber wenn ich mich zu sehr damit beschäftige merke ich sofort, wie sehr es mir auf die Nerven geht, wenn sich alles nur um Äußerlichkeiten dreht und viele nichts anderes interessiert. Ich glaube, dass viele Menschen die Mode dann doch als wichtiger betrachten als "gesund" ist. Immerhin geht es wirklich nur um die Oberfläche eines Menschen und sollte man damit nicht so entspannt wie möglich umgehen? Gerade bei dem Video ist mir der Gedanke auch gekommen.

  • kathrynsky

    schwarz, eng, ankle boot - irgendwie sehen die alle gleich aus....
    und hier war gestern auch so ein mieses wetter ;-)

  • Nina

    Ich kann mich kathrynsky und Julia nur anschließen. Besonders Foto vier von unten sieht kurios aus.. immer schön alles fotografieren!

  • mary

    jaja genau, wer sich "zuviel" mit mode beschäftigt ist oberflächlich und hat nur stroh im kopp, schließlich geht's nur um die oberfläche eines menschen und wichtig ist doch, was darunter liegt! oh mei, was ist das denn für eine kritik? wieso ist mode per se oberflächlich? das diese szene eine gewisse schnelligkeit durch stetige veränderung mit sich bringt macht sie mitnichten gleich oberflächlich, sondern gerade erst spannend!

    dass dabei nicht alle beteiligten innovativen genies gleichen nenne ich mal eine normale sache, dass diese in diesem posting überdurchschnittlich häufig auftauchen liegt aber nicht daran, dass es nicht auch anders ginge.

  • Dani

    Ich hab mir schon gedacht, das sowas kommt. Aber erstens habe ich nicht alle über einen Kamm geschert und zweitens ist es einfach meine Erfahrung und die von anderen Leuten, mit denen ich mich unterhalten habe. Ich fühle mich selbst einfach nicht gut, wenn ich mich hauptsächlich mit Äußerlichkeiten beschäftige. Das irgendjemand oder gar alle im Modebusiness dumm und oberflächlich sind habe ich nie behauptet.

  • bruno pieters

    so freunde - wie heisst dieses bekannte hugo von hofmansthal zitat noch gleich? "man muss das tiefe verstecken. wo? an der oberfläche." oder wie raunt uns kleiderkaiser karl so gerne: "ja, ähähäh die oberfläche ist aber das einzige, was man sieht, eh?" das heisst diese ständige oberfächen-diskussion ist doch völliger humbug. die energie, die von fashionistas in die produktion der feinen unterschiede und der lust am distinktionsgewinn gesteckt wird, ist doch enorm! und das finde ich erstmal interessant. ich habe immer absolut den eindruck das mädchen und jungs mit raffiniertem style sooo dumm ja nicht sein können, oder? please respond:)!

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