Berlin Fashion Week: Vivienne Westwood
Eigentlich mag ich Vivienne Westwood, auch wenn ich weiß, dass mein Verständnis für Mode bei ihr Gefahr läuft, an Grenzen zu stossen. Und bis zu einem gewissen Grad mag ich auch die Erfindung des Hypes an sich. Ein Opfer dessen zu sein allerdings, das gefällt mir so gar nicht. Und dem Facehunter, Jennine von The Coveted und Lisa von La Lila auch nicht.
Was es mit roten, gelben und grünen Punkten auf sich hatte und wie Anglomania 2009 auf dem Flatscreen aussah:
Mit üblicher Verspätung standen wir uns mit Sekt in der Hand die Füße in den Bauch. Irgendwann wurde es gemütlich eng und ich spürte Körperteile wildfremder Menschen an mir. "Ausharren" dachten wir uns und fühlten uns kurzzeitig wie Teenies, die auf die Backstreet Boys warteten. Ohne nachzudenken schwappte es zu Jessie aus meinem Mund: "Wart's ab: Irgendwann kommt die Ansage "Es ist voll" und wir dürfen das hier in der Lounge auf Flatscreens gucken". Super witzig war das Kommentar leider nur wenige Minuten, bis uns das Zauberwort "Overbooked" mehrmals an die Ohren kroch.
Lange Rede, kurzer Sinn: No entry and danach please no Aufregen. Wir übten uns im tiefen Durchatmen und im Aktzeptieren, dass andere Gäste einfach wichtiger sind als Modeblogger. Einfach nach Hause zu gehen haben wir dann doch nicht über's Herz gebracht und starrten wehmütig auf die Live-Uebertragung. Die ersten Entwürfe fanden wir noch in Rage natürlich enttäuschend, danach zog die Qualität wieder auf das erwartete Niveau an. Die Mätzchen der Models am Ende des Catwalks wirkten noch ein wenig befremdlich auf mich, aber dafür punktete das Make-Up und Haarwerk, was uns bisher bekannte Gesichter völlig anders aussehen ließen.
Die Königin herself war dieses Jahr auch anwesend - allerdings im Publikum in der ersten Reihe. Hätten wir mal unseren alten "Wir sind zwar in irgendwo in der Mitte eingeteilt, aber krabbeln dann trotzdem in die second row"-Trick angewendet, dann hätten wir vielleicht an ihren orange-gefärbten Haaren riechen können.
Eine Erfahrung war es wert. Hier im Hotelzimmer sitzend haben wir uns wieder gefangen, stürzen uns in die Post-Production und organisieren uns für die die Closing-Show der kommenden Fashion Week besser mal ein Ticket mit den bevorzugten roten und gelben Punkten.





mary
haha, ich hatte einen gelben punkt, aber wirklich spannend fand ich es nicht - bisschen "vivienne for karstadt"... übrigens nutzte der punkt vielen nix, wenn sie die ansage "jetzt bitte die mit dem gelben punkt" überhört hatten - als voll war, war voll...
mahret
ich war ein wenig arschig drauf und bin noch reingekommen, aber das hat sich nicht wirklich gelohnt. Zwar saß ich in der ersten Reihe (HA, auf dem Boden an der Treppe :) dafür sind die Bilder die ihr gesehen habt besser, aber auch nicht unbedingt BESSER. Diese Kollektion war den Andrang nun wirklich nicht wert...
lila
mädels, es war mir eine ehre! das nächste mal bring ich uns punkte in sämtlichen farbvariationen mit - dann wirds schon irgendwie hinhauen..;-)
Juli
Hallo ihr beiden. Es war eine tollle Berlin Fashion Week mit euch. Ich saß gegenüber von Vivienne (allerdings ein paar Reihen höher...). Sie sah not amused aus. Hat auch am Ende nur geklatscht als die glänzenden Plastikstoffe nochmal raus kamen. Und wie jetzt ihr junger Schüler heißt der die Kollektion entworfen hat, weiß ich immer noch nicht. Marc Haines?, Mark Hain? Irgendwie so. Ich freue mich auch den nächsten Berliner Modezirkus im Januar.
Justyna Rakowska
Hahaha, hab gar nicht gewusst, dass es so war. Wenn ich mich aber die Pics von dem Show angucke, bin totall überzeugt, dass Anglomania das beste Show war.
Und noch ein Pick von Kim und Vivienne - die Modegöttin.