Rückblick: Charlotte Roche und Yelle
Den Auftakt zum Super-Wochenende machte Charlotte Roche am Freitagabend mit ihrer nachgeholten Lesung zu "Feuchtgebiete". Danach ging es in den Bogen 2 um vermeintlichen Ed-Banger-Tunes zu lauschen.
Nicht erholt und auch nicht annähernd fit, schleppten wir uns am Folgetag zu Yelle. Wen wir da alles trafen und wer letztendlich toppte und wer floppte, zeigt euch unter anderem der Videobeweis:
Motto des Wochenendes war ganz klar: Hohe Erwartungen wurden enttäuscht und heimliche Sieger unterschätzt.
Die kleine Charlotte trohnte - fein ausgeleuchtet - auf der Bühne in einem großen Saal, der einfach nicht mit mehr Stühlen als nötig gewesen wäre, ausgestattet wurde. Sie begann zu lesen: über Hämmoriden, Analsex, weibliche Körpergerüche und Tampons. Entgegen aller Erwartungen ertappten wir uns beim Gähnen und wir fingen an, uns über unsere Erziehung Gedanken zu machen. Haben unsere Mütter wohl alles richtig gemacht oder Charlotte einfach nur die übelsten Stellen ausgelassen?! Fazit war: Highlight der Lesung war Charlotte selber. Und daß das Buch keinen Nobelpreis bekommt, war auch jedem klar. Bleibt uns nur die Verfilmung abzuwarten!
Die "Kiss Me Kiss Me Kiss Me"-Party im Anschluß war fast nicht der Rede wert. Die Musik war bei der Premiere deutlich besser und die Location durch die Konkurrenzveranstaltung der Silberschwein-Party deutlich leerer als beim ersten Mal.
Weitaus besser erging es uns am Samstag. Yelle konnte vom Energie-Output fast schon mit Alison von The Kills mithalten und brachte die tanzwütige Feierschar zum Hüpfen. Inklusive futuristisches Outfit: gelbe Reebok-Sneakers, rote Strumpfhose, Kette mit Kunststoffanhänger in Monsterform und schwarz/weißes Kleid in Ei-Form plus klassichem Pony-Bob. Die Aftershow-Party wurde veredelt durch illustre Gäste: Claude von Modedorf brachte einen Kleinbus voll Freunde aus Düsseldorf mit und die Jungs von Discotizeclick beflügelten uns wie jedes Mal wenn wir in sie laufen...Für die Zukunft heisst es also: Never underestimate the French when it comes to dance music und freu dich über erfrischend sympathische Blogger-Kollegen, wenn die restlichen Partygäste einheitlich dem Emo-Trend folgen.
Yelle live in Köln mit "Je Veux Te Voir":





claude
der partybus ist frisch gewaschen und vollgetankt. warten auf den nächsten einsatz. over.
SpiegelEule
Ich habe nun die Feuchtgebiete der Frau Roche druchkämmt. Ich habe mich dabei von keiner der gewollt provokativ und öden Pointen aufhalten lassen. Ich habe mich auch nicht von dem abfallenden Spannungsbogen ab dem 45. mal "Muschi" abschrecken lassen....aber ich kann dennoch nur verkünden: Ein grottenschlechtes Buch!
Nicht nur, dass die Handlung schlecht ist. Nein es mangelt Frau Roche an jeglichem Gefühl für die deutsche Sprache und ihre Feinheiten. Das Thema an sich ist der einzige Gau an dem Buch, aber nur wenn man jahrelang in einer Familie gelebt hat, in der verschwiegen wurde, dass die eigene Mutter ihren Sohn mit in den Selbstmord nehmen wollte.
Also was genau könnte man als Intention der "Autorin" extrahieren: "Aufmerksamkeit erwecken und Geld scheffeln." Aber ganz bestimmt nicht ernsthaft und mit vollem Interesse einen Roman zu schreiben.
Inhaltlich stört sich kein normaler Mensch an dem gekritzeltem, denn wer nicht gravierend psychisch oder familiär gestört ist, der findet in dem Buch keine neue Wahrheit.
Punkt.
http://stylesnapshots.blogspot.com
Pia
meiner Meinung nach gehört das zu der Rubrik : " Bücher, die die Welt nicht braucht..."