von Jessie in Kategorie: Lifestyle 3Kommentare

MTV EMAs in München

ema_08.jpg Die MTV European Music Awards habe ich im letzten Jahr schmachtend vor dem Fernseher verfolgt und mir nicht träumen lassen, jemals einen solchen Award live zu erleben. Vor allen Dingen nicht, wenn die Tickets für die diesjährige Veranstaltung in München ausschliesslich verteilt und verlost wurden, nicht aber käuflich zu erwerben waren.

Mit einem Jetlag und einer Stunde Stylingzeit hetzten wir bereits gegen 18.00 Uhr auf eine Vorveranstaltung. Snoop Dog in Tracht, Nelly Furtado erblondet und unsere Highlights? Take a closer look.

Viele werden sich die Live-Übertragung gestern Abend angesehen haben: Im Großen und Ganzen ist es vor Ort nicht wesentlich anders. Jedoch sieht man mehr, läuft dem ein oder anderen Star über den Weg und ist begeistert von der Stimmung der 3.000 Besucher im Olympiapark.

Über unsere Plätze konnten wir uns ebenso keineswegs beschweren, sassen wir doch genau gegenüber der phänomenalen Bühne, die durch Lichteffekte abschüssig und gigantisch wirkte.

Erstes Schmunzeln: Snoop Dog fährt in seinem Pimp Mobil vor, welches wir noch heute Nacht versteckt in den Straßen von München geparkt, gesehen haben. Er wechselt sein Outfit später minütlich und sieht sowohl in traditioneller Tracht als auch im Deutschlandtrikot gut aus.

Der "Straftäter", wie ihn heute unser Taxifahrer betitelte, machte sich ganz gut als gechillter Präsentator, überliess den Großteil seiner Arbeit aber dem Foo Fighters Frontmann Dave Grohl, der fleissig Statements von Nicole Scherzinger, Boris Becker oder Louis Hamilton einsammelte.

Da wären wir auch gleich bei meinem ersten Highlight: Die Foo Fighters eröffneten die Show mit einem Medley, in welchem u.A. die Sexpistols "God save the queen" gewürdigt wurden. Für guten Sound hatte MTV gesorgt, so dass es die Jungs mächtig krachen liessen.

Die 400 gecasteten "Fans" in den ersten Reihen jubelten sich die Seele aus dem Leib oder liessen es sich in dem kleinen Whirlpool gut gehen. Ihr seht, hier wurde geprotzt was das Zeug hält, schliesslich sind wir hier bei den europäischen Musikawards, die mittlerweile eher außereuropäische Größen anlockt.

So gewinnt Nelly Furtado kurz darauf den Music Award für das beste Album mit "Loose"-- gern von mir gesehen, zumal ich großer Fan von ihr bin. Nur eines passte mir gar nicht: Nelly Furtado blond? Geht nicht, passt nicht, sollte ganz schnell wieder rückgängig gemacht werden.

Bei den jeweiligen Nominierungen brüllten wir vier Mal für Justin Timberlake, doch der Gute war weder anwesend noch gewann er ein einziges Mal. Hätte es den Abend doch so schön abgerundet... dafür freuten wir uns mit Xavier und Gaspard von Justice, die zum zweiten Mal in Folge den EMA für das beste Video abstaubten und somit Konkurrent Kanye West endgültig hinter sich liessen.

Ungläubiges Kichern entfuhr uns aber zuvor wegen Amy Winehouse, die in der Kategorie "Artist choice" gewann, aber kein einziges Wort von sich geben konnte. Genauso irritiert war ihr Auftritt mit "Back to black", der mich zwar zum Tanzen brachte, letztendlich aber emotionslos wirkte.

Da wären wir auch schon beim nächsten Drogenopfer: Pete Doherty lallte mit den Babyshambles, dass es in den Ohren schmerzte. So schief singen kann ich aber auch, mein Freund! Da half wohl auch die plötzlich aufgetauchte neue Flamme nicht, mit der sich Mr. Doherty am Abend zuvor knutschend blicken liess. Heisst: Irina Lazareanu ist raus, eine Münchenerin ist drin.

"Pech", dass wir während des Monsunkampfes von Tokio Hotel auf Toilette waren, hätte ich Bill doch zu gerne nass gesehen. Genauso erging es uns mit Bushido, der schon wieder bester deutscher Act wurde, was ich schlichtweg ignorieren möchte.

Zwar waren die Awards insgesamt nicht nach unserem musikalischen Geschmack ausgelegt (Mika, Avril Lavigne, My Chemical Romance), aber stimmungstechnisch überwältigend. Und: MTV lud danach zur offiziellen Aftershow-Party auf einem Flughafengelände in Oberschleisheim. Dass wir da nicht fehlten, dürfte klar sein...

Hier die Foo Fighters:

Tags: amy winehouse, ema, konzert, mtv, münchen

3 Kommentare

  • ich-bin-männlich

    Die Foo fighters waren wohl das Highlight, wer schief gesungen hat, das war Gerard Way von My chemical Romance. Und Pete also die Songs sind ja darauf ausgelegt, dass sie irgendwie gesungen werden.^^
    Was für Plätze hattet ihr denn? Ich als armer Fotograf konnte mich ja nur zu den Presseleuten gesellen.

  • sir dorian

    the only problem of these awards are, that they are peoples choice. so the musical spectrum isn´t that good. too many very young people vote who only know bands from mtv or boulevard media.

    klaxons were also nominated for best new sound in europe. but estonia wins. thats a shame... these estonia guys are the copy of the copy of they copy... nothing unique at all. but they win this competition.

    anyway... it was a huge show at all. was a fantastic stage design etc. and much more better than VMAs.

  • chililady

    Pete war echt gut! was habt ihr bloß für einen Geschmack? *g* Justin Timberlake - mainstream!
    Und Foo Fighters waren bzw. sind immer schon klasse gewesen!

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