NY Anna Sui: Natas Report Teil 2
Am Samstag Abend war ich mit Leuten von G-Star zum Dinner verabredet, die ich aus dem Showroom in Düsseldorf kenne. Wir trafen uns im Gramercy Park Hotel (der Besitzer war Inhaber des legendären Studio 54), welches sehr Model- und Modebeladen wirkte.
Hier fand am Donnerstag nach der G-Star-Fashionshow auch die Afterparty statt, bei der sich auch Nicky Hilton sehen ließ. Nach einem Drink in der exotischen Barlounge ging es zum Essen ins Peasant in Soho (Elizabethstreet btw Spring), in der eine offene Küche im italienischen Stil fuer Ambiente sorgt und dem Restaurant Besonderheit verleiht. Der gelungene Abend wurde durch eine private Rooftopparty in Eastvillage perfekt abgerundet.
Die Fashionszene blieb mir jedoch nicht ganz verborgen, und am Montag endlich konnte ich spontan mit Marlon, einem Freund aus Suedafrika, zur Anna Sui Fashionshow im Bryant Park.
Backstage wurde den Models gerade der letzte Schliff verliehen, die smokey eyes durch eine bunte Haaraufmachung ergänzt. Entweder wurden im langen, glatten Haar bunte Strähnen platziert oder den Models ein fast komplett farbiger Bob verpasst. Dieser Look war anscheinend ein Schmuckersatz, da dieser auf der Show sehr rar war. Zur gleichen Zeit sorgten in der ersten Reihe Lisa Marie Presley und ihre Tochter Riley Keuogh für ein Blitzlichtgewitter der Fotografen.
Mit zwanzigminütiger Verspätung und einem gefüllten Zelt konnte die Show dann beginnen. Die fröhliche Aufmachung war Teil der kompletten Show und die Outfits sowie der Mut zur Farbe der momentan angesagtesten New Yorker Designerin wurden von der Musik perfekt unterstrichen. Sogar auf den Gesichtern der Models war oftmals ein Lächeln zu vernehmen!
In-Model Agyness Deyn war durch ihr lila Haar kaum zu erkennen, genau wie das schwedische Model Suvi.
Anna Suis neue Kollektion zeigt viele high-waist-pants und weite Hosen sowie Kleider im Look der 30er und 40er Jahre: Blumenmuster, silberne Stoffe und viel Satin. Die Seventies waren ebenso mit eingearbeitet. Insgesamt scheinen die Einflüsse aber aus mehr als nur drei Jahrzehnten zu stammen, da der Laufsteg die Vielseitigkeit der Designerin widerspiegelte.
Aus meiner Sicht eine sehr gelungene Präsentation einer kreativen und einzigartigen Kollektion, die sich von vielen anderen deutlich abhebt.
(verfasst von meiner Schwester Nata, die zur Zeit in New York lebt; NY Fashion Week: Natas Report Teil 1)



